Sommergedichte

Schuldig

22. Juli 26 · Mittwoch · 22:47 Uhr Mit kreisenden Gedanken liege ich hier. hier in meinem zu großen Bett. Zu zweit hätten wir hier perfekt hineingepasst. Allein fühlt es sich kalt und riesig an, so als wäre ich im endlosen Ozean gefangen. Wie deine Seite immer ein kleines Stück wärmer war als meine und

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Augustregen

Welch ein Segen bringt der Regen auf das ausgedörrte Land; still zieht er auf Feld und Wegen wie eine kühle, milde Hand. Die Erde trinkt mit dunklen Poren, der Staub verliert sein graues Kleid; was müd und matt schien und verloren, erwacht zu neuer Heiterkeit. Die Linden tropfen, Hecken glänzen, der Garten duftet tief und

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Augustlied

Der August geht durch Wald und Feld, mit Gold im Haar, mit Licht im Kleid; als wär die ganze müde Welt noch einmal schön für kurze Zeit. Die Brombeerhecke trägt so schwer, die Wespe taumelt süß berauscht; vom Hügel kommt kein Lärmen mehr, nur dass der Wind im Hafer lauscht. Am Bach steht still die

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Wasser in der Sahara

Wie auch immer wir in Städte kommen – mit unterschiedlicher Stimmung, in verschiedenen Jahren, in unterschiedlichen Lebensphasen – manche von ihnen bleiben für uns genau gleich. Die Orte, die uns einmal berührt haben, gefallen uns weiterhin. Und diejenigen, die uns mit nichts Besonderem erreicht haben, bleiben einfach nur eine Veränderung der Landschaft vor unseren Augen.

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Augustabend

Der August liegt auf Feld und Rain, so satt, als müsst es ewig sein; das Korn ist schwer, die Luft ist lind, nur manchmal geht ein kühler Wind. Die Brombeerhecke, schwarz und voll, weiß längst, was bald geschehen soll; die Wespe trinkt am süßen Saft, als gäb es morgen keine Kraft. Am Wege steht die

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Es tropft

Regen auf allen Stegen, ein Schauer von kurzer Dauer, Segensgrüße, und das in der Wüste, kleine Klänge an den Orgelpfeifen ohne jegliche Strenge, wir wollen nicht keifen, jeder Tropfen eine Silbe eine Tilde, wie der Hopfen für das gute Bier, wir sind ja alle hier, lasst uns ein wenig klopfen, das Geheimnis hervorlocken, wir werden

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Wasser in der Sahara

Wie auch immer wir in Städte kommen – mit unterschiedlicher Stimmung, in verschiedenen Jahren, in unterschiedlichen Lebensphasen – manche von ihnen bleiben für uns genau gleich. Die Orte, die uns einmal berührt haben, gefallen uns weiterhin. Und diejenigen, die uns mit nichts Besonderem erreicht haben, bleiben einfach nur eine Veränderung der Landschaft vor unseren Augen.

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Des Sommers Krone

Der August zieht ins Land herein, des reifen Sommers Krone; auf Korn und Obst fällt goldner Schein der hohen, warmen Sonne. Die Ähren neigen schwer ihr Haupt, der Wind durchstreicht die Weiten; schwarz glänzt die Frucht im Brombeerlaub und kündet späte Zeiten. Der Mäusebussard kreist im Blau hoch über reifen Feldern; am Morgen liegt der

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Augustkrone

Der August ziehet ein und bringt des Sommers Krone; sein goldner, warmer Schein ist die gereifte Sonne. Die Ähren, schwer und dicht, verneigen sich der Erde; im späten Mittagslicht wird Fülle zur Gebärde. Am Hag wird schwarz und schwer die Brombeerfrucht im Laube; die Wespe kreist umher im Duft der reifen Traube. Der Mäusebussard zieht

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HERLICEK – TSUNAMI IM FREIBAD

Die Sonne kocht wie Marmelad. Herlicek nutzt das Badewetter und weilt im noblen Stadionbad mit reichlich Jause, so ist’s netter. Er stopft sich rein das schwere Essen: Schweinsbraten, Grammeln und viel Brot. Nur auf Bewegung nicht vergessen! – die Waage ist schon aus dem Lot. Plötzlich schreit einer: „Tsunami! Alle raus aus dem großen Becken!

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Wolken

Weißt du noch, als wir im weichen Gras lagen, die Sonne unser Gesicht wärmte und der Himmel unendlich schien? Wir schauten den Wolken hinterher, sahen Drachen, Schiffe und Gesichter, Burgen aus weißer Watte, die nur für uns existierten. Die Zeit spielte keine Rolle, kein Handy, keine Termine, nur der Wind, das Lachen und ein Herz,

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