Lutz Tretschoks

Ich steh am Fenster

Ich steh am Fenster und warte auf dich
Auch wenn ich weiß du wirst nicht kommen, heute und auch morgen nicht
Und längst verstaubter Traum sich in meine Seele schlich
Was würde mein Herz hüpfen vor Glück, wenn ich es noch einmal erblicken würde dein Gesicht
Aber der Kummer über all dies fühlt sich abgetragen und nutzlos an wie nasse schwere Kleider nach der Regenzeit
Ich muss dich wohl vergessen wie ein altes Gedicht
Das nicht mehr gelesen und nicht mehr gehört ward
Nur ab und an noch vielleicht an dich denken, wenn draußen vor meinem Fenster der Regen fällt

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