Kácsor Gabriella

Meine Seele in der Nacht

Ich kann nicht essen, ich kann nicht schlafen.
Nacht für Nacht wälze ich mich im Bett hin und her.
Eine Leere breitet sich in mir aus –
diese Leere kommt von meiner Seele,
einsam, verlassen, allein.
Ich blicke in die Nacht,
doch sie schweigt.
Nur Schatten flüstern, kalt und leer,
hüllen mich ein in ihre Stille.
Doch tief in meiner Seele
glimmt ein winziges Licht.
Es flackert, zaghaft, schwach,
zeigt mir leise den Weg zurück.
Ich will helfen, doch ich weiß nicht wie.
Ich weiß nicht, was sie braucht, was sie will,
was ihr so sehr fehlt, dass sie sich verloren fühlt.
Vor ein paar Monaten hätte ich es noch gespürt,
hätte es bemerkt, hätte sofort gehandelt –
doch jetzt kämpfe ich mit meinen Dämonen,
bevor sie sich einsam, verlassen, allein fühlt.
Sie ist meine Seele,
mein ganzes Leben lang –
ein Teil von mir.
Sie wird mich erst nach meinem letzten Atemzug verlassen.
Ich will meine Seele vor meinen Dämonen schützen,
doch momentan fehlt mir die Kraft.
Vielleicht finde ich irgendwann die Kraft,
meine Schatten zu umarmen,
meine Dämonen zu hören,
meiner Seele zu zeigen,
dass sie sicher ist –
auch wenn die Nacht noch lang ist.
Vielleicht ist das kleine Licht
nicht nur ein Funke
sondern der Anfang von mir selbst,
der mich Stück für Stück
wieder nach Hause führt.
©K.G.

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