Chandrika Wolkenstein

Nach dem Regen

Mitten im Satz
bleibst du stehen.

Auf dem Asphalt
eine Schnecke,

ihr Haus kaum größer
als dein Daumen.

Du hebst sie auf,
trägst sie ins Gras

und wartest,
bis sie ihre Fühler
wieder zeigt.

Dann sprichst du weiter,
genau dort,
wo du aufgehört hast.

Ich weiß später nicht mehr,
wovon du erzählt hast.

Nur noch,
wie deine Hand
am Rand des Grases lag.

Als wir weitergehen,
nehme ich sie.

Zum ersten Mal.

Nicht wegen ihrer Wärme.

Wegen der Art,
wie sie eben
die Welt berührt hat.

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