Naturgedichte

Im Takt der Erde

In 365,25 Tagen bewegt sich die Erde rechtsläufig, rechtsläufig rotierend um die 23,5 Grad geneigte Erdachse in 24 Stunden, auf einer elliptischen Bahn um die Sonne. Diese ist in einem der beiden Brennpunkte befunden. Die uneinheitliche Sonneneinstrahlung liefert die Jahreszeiten und das Klima. Klimazonen sind gespiegelt am Äquator. Je weiter entfernt von diesem und den […]

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Sommerblüher auf einer Ruderalstelle

Wo Schotter liegt und alte Wege vom langen Regen ausgebleicht, beginnt nicht Leere, sondern Wildnis, die still durch jede Fuge steigt. Der Natternkopf hebt blaue Flammen, der Mohn trägt roten Widerstand, und zwischen Disteln, Staub und Steinen behauptet Sommer noch das Land. Hier wächst nichts für gepflegte Gärten, kein höfisch angeordnetes Grün; doch manche Brachfläche

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Die Bergbauernwiese

Die Bergbauernwiese prahlt nicht. Sie lebt vom langsamen Sommer und vom schweren Atem der Hänge. Zwischen Arnika und Enzian steht das Gras nicht fett und herrisch, sondern licht, durchlässig, offen für Margerite, Thymian und Klee. Hier wächst Vielfalt nicht aus Überfluss, sondern aus Begrenzung. Der magere Boden zwingt die Pflanzen zu einem stilleren Vertrag. Vielleicht

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Ein Sommer- Nachmittag

Ein Teich mit Seerosen so schön Libellen, Fischlein kann man sehen, er glänzt im hellen Sonnenschein und lädt zu einem Bade ein. —————- Ein kühlend` Bild zur Sonnenglut solch Anblick tut der Seele gut, ein funkelnd´ Blau im Teich sich zeigt das Schilfgras sich zum Wasser neigt. ———————— In Sommerglut ein Hof die Mühle fast

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Wälder

Wälder bewegen sich kaum, sie blinzeln nicht einmal, heben die Stimme nicht, verarbeiten nicht tausende Klangnuancen wie eine Stadt. Sie sind nicht so bunt, und doch bleiben ihre Farben klar im Kopf verankert. Sie brauchen so wenig, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen — vielleicht gerade deshalb, weil sie nicht nach ihr schreien, sondern uns

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Ein Jubel hallt

—————– Ein Jubel hallt durch milde Lüfte ein hundertfacher Jubelhall es strömt empor wie Weihrauchdüfte aus Flur und Feld des Frühlings Schwall. ———————- Die Sonne nun in hellem Glanze der Himmel blau nun obenauf gebrochen Winters letzte Schanze nun nimmt der Frühling seinen Lauf. ———————— Es ist ein Keimen und Entfalten von Erstlingsblüten froh gestalten,

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Sehnsuchtslied der Nacht

Der Mond blickt aus den Wolkenhügeln aus Himmelsluft – erwacht hervor, die Winde schwingen sanft die Flügel umschweben sacht manch müdes Ohr. ———————————————- Die Nacht schafft viele Ungeheuer und raubt manch Kinderherz den Mut, erloschen scheint was Lebensfeuer in manchem Herzen auch die Glut. ——————————————– Ein letztes rotes, glühend Feuer den Himmel taucht in Höllenlicht,

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Nach dem Abendregen

Welch frischer Hauch, liegt in der Luft Duft aus der Erde quillt, gar kühl und feucht ist nun die Luft mit Wohlgeruch erfüllt. Es fiel nach einem heißen Tag des Regens, frisches Nass, und hat dabei vom Straub befreit die Straße und manch Dach. Er hat gestillt der Blumen Durst erfrischt das welke Gras, und

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Maiengipfelzeit

Der Frühling gipfelt in der Maienzeit, es blüht und singt auf Flur und Feldern weit; durch junge Zweige zieht der milde Wind, als wollte er verkünden, dass wir leben sind. Die Lerchen steigen hoch ins helle Blau, auf Wiesengrund glänzt still der Morgentau; und über Seen in lichtem Frühlingsschein kehrt sanfte Ruhe in die Herzen

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Morgentau im Mai.

Wenn über junge Halme silbern ruht des Morgentaus noch unberührtes Schweigen, erfüllt mit frischem Leben neuen Mut der Mai die Welt in lichtdurchwirkten Zweigen. Im blauen Himmel hebt die Lerche sacht ihr Lied empor aus sonnenhellen Gründen; und durch den Hain, vom milden Wind bewacht, beginnen Duft und junges Grün zu künden. Des frühen Tages

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Augenblicke

Die Enkelin läuft auf mich zu und jubelt, der Besucher ist endlich da. Nach der Reparatur läuft mein Fahrrad erneut wieder glatt und rund. Ein lange gesuchtes, schon verloren geglaubtes Buch stiehlt sich unversehens in meine Hand. Im kleinen Teich gluckert das Wasser das Becken füllt sich, wir sind nicht allein. Eine gute Nachricht von

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Lenz und Laut

Flatulentia – der Lenz kehrt ein, und selbst der Ernst wird nicht mehr rein. Was festgefügt im Winter stand, verliert sich schnell durch leichte Hand. Ein Laut genügt, nicht groß, nicht klug, doch bringt er Ordnung aus dem Zug. Was eben noch als Pflicht erschien, muss nun dem Lachen unterziehn. So zeigt der Lenz in

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Frühjahrston

Flatulentia – der Lenz ist da, er drängt durch jede feste Form; was eben noch ganz streng geschah, verliert sich leise ohne Norm. Ein Laut, so schlicht, doch voller Kraft, zerreißt die Ordnung, unbestellt; und was zuvor noch Ernst erschafft, wird plötzlich Spiel in dieser Welt. Man sieht sich an, erst stumm, dann frei, das

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Sonett an den Mai

Wenn Maienlicht die stillen Felder weckt, und Morgentau auf jungen Wiesen ruht, wird neu, was lang im Winter war verdeckt, und leises Grün durchströmt die Welt mit Mut. Der Wind bewegt die Äste sacht im Hain, die Lerche hebt sich singend in das Blau; es scheint, als kehre alles Licht nun heim im milden Glanz

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Meine Maienzeit

Der Maien zeigt des Frühlings Pracht, wenn junge Stimmen fröhlich klingen; die Erde ist vom Licht erwacht, und milde Winde Lieder bringen. Durch Gärten zieht ein süßer Duft, der leis die alten Zeiten streift; und über Wald und klarer Luft wird neues Leben still gereift. Die Wiesen stehn im Blütenkleid, der Morgentau glänzt auf den

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Frühlingswechsel

Die Sonne scheint, der Lenz, der weint, weil Wolken durch die Himmel ziehen; doch selbst, wenn sich der Tag verneint, beginnt das erste Grün zu blühen. Der Regen fällt auf Feld und Baum, der Wind streift kühl durch junge Triebe; und dennoch wächst im stillen Raum das Leben weiter aus dem Lieben. So trägt der

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