Naturgedichte

Ein trüber Tag

Wenn wir glauben, dass heut‘ der Tag uns nichts zu bieten hat, können vielleicht wir ihm etwas bieten, in seine Trübnis unser Lächeln senden, hinausgeh’n und ein Staunen schenken dem weiten Himmel über uns. Regen, statt ihn zu beschimpfen, darf uns das Gesicht benetzen und ein besonders dicker Tropfen sich auf die Nasenspitze setzen. Wir […]

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Wind

Draußen weht er Hitze vertreibt er Gut tut er Sanft ist er und streichelt uns Das Schwüle vertreibt er Gut tut er Die Bäume bewegt er Rauschen bringt er hervor Gut tut er Gut tut er Heute und bei Hitze Aber er kann auch anders …

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Der Atem des Juli

Im Juli steht der Morgen früh zwischen den offenen Fenstern. Noch ist die Straße kühl, noch liegt Tau auf den Blättern des Frauenmantels, noch trägt die Amsel den ersten Ton über die Dächer. Dann steigt das Licht. Es legt sich auf Mauern, auf Linden, auf das stille Metall der Geländer. Die Stadt beginnt zu glänzen,

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Deutscher Wald im Licht

O Täler weit, o Höhenrand, du Wald im frühen Morgenlichte, dein Atem zieht durch Baum und Land und schreibt sich ein in die Geschichte. Durch Buchenlaub und Eichenkronen geht Wind wie eine alte Sage; in deinen tiefen, grünen Zonen verhallt des Tages laute Klage. Wo Wurzeln unter Steinen tasten und Quellwasser die Moose nährt, lernt

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Am Fluss

Wie alte Baumstämme gestrandet, kahl geschoren, stumm und würdig, warte ich auf die neue Flut um dahinzutreiben hinab mit dem tosenden Strom. Weit ab von hier strudelts und perlts, Schaumkronen eilen hurtig davon, dröhnender Wasserfall erschlägt mir die Sprache, doch meine Zeit ist noch nicht gekommen. Ihr knorrigen Gesellen, seid ihr bereits so müde am

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Wie ein Händefalten

Schmetterling flatternde Leichtigkeit du Lächeln der Lüfte betört durch Blumendüfte die ihren Nektar anpreisen durchschwirrst du die Blütenfülle du kleiner unruhiger Geist jetzt lässt du dich nieder für einen Moment der Stille mit deinem Hauch von nichts dem alles innewohnt und schließt für einen Augenblick die Flügel wie ein Händefalten.

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Am Meer

Frisch weht der Wind am Strand, ich lausche und möchte gern bleiben – blau scheint der Himmel – ein breites Band, auch Sonne wird sich noch zeigen. WIND – WEITE – DAS WASSER – DAS MEER ich atme sie ein und bin glücklich. Ein Gefühl großer Freiheit ergreift mich schwer und lässt mich spür’n zuversichtlich

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Schwalbenflug

Sonne golden, Himmel blau, wenn ich in die Höhe schau‘. Schwalben ziehen ihre Runden in den sommerlichen Stunden. Warm, so haben sie es gern; Sehnsuchtsziele sind nicht fern. Sie lieben unser schönes Land und sind bei jedermann bekannt. Sie schwirren in der warmen Zeit und ein jeder weiß Bescheid: Sommer und Sonne laden ein, fröhlich

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Sommererlebnis in der Wüste

Der Chor der Grillen unter der drückenden Hitze tobt and schreit, kein Windhauch fächelt uns Kühlung zu, der stahlblaue Himmel verscheucht alle Wolken und die Sonne hat ein leichtes Spiel. Wir ziehen uns hinter die vier Wände zurück, Klimaanlage unablässig brummt die ganze Nacht. Es könnte eines Tages das Wasser uns ausgehen, dann wandern wir

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Tief im Herzen…

Tief im Herzen… Beim Schauen staunt sie nur. Sanftes Streicheln der Natur. Ihre Zeit hier endlos scheint. Das Gefühl hier gerne weint. Denkt unbewusst so dahin. Dieser Anblick macht ein Sinn. Spürt das Gott ihr dies erweist. Tief im Herzen sie ihn preist. Bernd Tunn Tetje

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Stille heuchelt…

Der Wind wieder milder geht. Müde ist der Sturm verweht. Die Schiffe suchen Flächen ab. Dümpeln übers Seemannsgrab. Rettungsringe treiben nichtig. Gestern waren sie noch wichtig. Stille heuchelt ins Geschehen. Es gibt nichts mehr zu verstehen. Das Meer gibt frei auf seine Art. Diesmal schließt es keinen Part. Zuhause die Gemüter bangen. Tränen laufen über

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Wettersturm!

Unwetter… Den Horizont gibt es nicht mehr. Wolken stehen auf dem Meer. Weit entfernt baut sich was auf. Wellen türmen sich zu Hauf` Schiffe draußen kämpfen sehr. Für sie wird es so sehr schwer. An der Küste Städte wachen. Über sie die Blitze krachen. Möwen kreischen unruhig schrill. Sie spüren was Natur so will. Diese

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Unter derselben Eiche

Der Graf kam einst auf stolzem Pferde durch Felder, Wald und Morgenrot. Der Knecht bestellte dieselbe Erde, trug dieselbe Last, dasselbe Brot. Der eine wohnte hinter Mauern, der andre unterm Schieferdach. Doch beide sahen Sommer dauern und Herbstnebel am selben Bach. Die Eiche fragte nie nach Titeln, nicht nach Vermögen oder Stand. Sie warf auf

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Zwischen Wald und Werkstor

O stiller Wald, ich muss nun gehen, der Morgen ruft mich in die Stadt. Wo Schornsteine am Himmel stehen und jedes Haus Geschichten hat. Hier singt der Wind in alten Buchen, dort pfeift die Lok zum frühen Dienst. Hier darf die Amsel Worte suchen, dort zählt die Uhr den Tageszins. Doch beide Welten tragen Leben:

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Im Takt der Erde

In 365,25 Tagen bewegt sich die Erde rechtsläufig, rechtsläufig rotierend um die 23,5 Grad geneigte Erdachse in 24 Stunden, auf einer elliptischen Bahn um die Sonne. Diese ist in einem der beiden Brennpunkte befunden. Die uneinheitliche Sonneneinstrahlung liefert die Jahreszeiten und das Klima. Klimazonen sind gespiegelt am Äquator. Je weiter entfernt von diesem und den

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Sommerblüher auf einer Ruderalstelle

Wo Schotter liegt und alte Wege vom langen Regen ausgebleicht, beginnt nicht Leere, sondern Wildnis, die still durch jede Fuge steigt. Der Natternkopf hebt blaue Flammen, der Mohn trägt roten Widerstand, und zwischen Disteln, Staub und Steinen behauptet Sommer noch das Land. Hier wächst nichts für gepflegte Gärten, kein höfisch angeordnetes Grün; doch manche Brachfläche

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Die Bergbauernwiese

Die Bergbauernwiese prahlt nicht. Sie lebt vom langsamen Sommer und vom schweren Atem der Hänge. Zwischen Arnika und Enzian steht das Gras nicht fett und herrisch, sondern licht, durchlässig, offen für Margerite, Thymian und Klee. Hier wächst Vielfalt nicht aus Überfluss, sondern aus Begrenzung. Der magere Boden zwingt die Pflanzen zu einem stilleren Vertrag. Vielleicht

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Ein Sommer- Nachmittag

Ein Teich mit Seerosen so schön Libellen, Fischlein kann man sehen, er glänzt im hellen Sonnenschein und lädt zu einem Bade ein. —————- Ein kühlend` Bild zur Sonnenglut solch Anblick tut der Seele gut, ein funkelnd´ Blau im Teich sich zeigt das Schilfgras sich zum Wasser neigt. ———————— In Sommerglut ein Hof die Mühle fast

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