Seegang
Es war in Wilhelmshaven. Ein Seebär hat verschlafen. Sein Schiff war auf dem Meer, er guckte hinterher, als sich die Blicke trafen …
Es war in Wilhelmshaven. Ein Seebär hat verschlafen. Sein Schiff war auf dem Meer, er guckte hinterher, als sich die Blicke trafen …
November, 11. Kalender-, 2. Schlussquartals-, 3. Herbstmonat, gehören 30 Tagen an. Ofenholz, Bauer mit Dreschflegel, Korngarbe zeigt November (1588) v. Jost Amman. Vorverlegung des Jahresbeginns 153 vC. erklärt wie Nov., l. novem neun, hervorging. Erinnert aller Heiligen und aller Seelen begeht man am 11. N. Martinstag u. Fasching. Melancholisch ist nebeliges oder windiges Schmuddelwetter zu
Es fließt der Bach, es fällt das Blatt, der Morgen wird, der Abend matt. Was gestern war, ist heut schon fern, und dennoch suchen wir den Kern. Das Feuer wandelt Holz in Glut, das Wasser trägt, was ruhen tut. Die Luft bewegt, die Erde hält – vier alte Bilder unsrer Welt. Doch tiefer noch als
Vom Wandel in der Natur. Weiterlesen »
Es war einmal um Mitternacht, da sind die Geister aufgewacht. Sie irrten durch die Zimmer, und heulten immer schlimmer. Fast hab ich in das Bett gemacht!
Ein Blumenstrauß liegt auf dem Boden und er trägt eine Traurigkeit in sich. Ein Anfang der kein Ende fand Denn mit seinem Dasein strahlt er eine Endgültigkeit aus in dem die letzte Intention die noch in ihm blühte auf dem Boden verwelkt
Verwelkte Intention Weiterlesen »
Wenn die Sonne ihren Pinsel rötlich auf die Berge streicht und sich die Nacht dem Morgen farbenfroh die Hände reicht und selbst die Vögel diesem Schauspiel lauschen sich die Blätter golden bauschen sich die Sonne langsam hebt der Himmel sich in Farbe webt und du, ganz bei dir selbst tief in dich hineingelebt merkst Du
Eine Wolke zieht dahin, wattig in der Abendsonne erglühend, ein Geschenk. Elementare Transformation hieroglyphisches Zeichen, schwer lesbar aber schön. Ich schaue nach oben und flüstere ein paar Worte, luftige Begegnung. Der Hoffnungsträger grüßt mich ganz still von oben und vergeht im Mondeslicht, was ist da geschehen?
Tempo, machte eine Schnecke, und schon kroch sie durch die Hecke. Blattsalat, das war ihr Ziel, davon brauchte sie nicht viel, darum fraß sie nur die Ecke!
Heinzelmännchen hat es mal gegeben, sie erleichterten so manches Leben. Morgens sind wir aufgewacht, sauber war es über Nacht. An uns bleibt nun die Arbeit kleben!
Die Heinzelmännchen Weiterlesen »
Mit Teer, Beton, sowie Asphalt, so geben wir den Städten halt. Mutter Erde ist am Schnaufen, denn es ist zum Haare raufen. Man hat sie ins Korsett geschnallt!
Das Korsett der Erde Weiterlesen »
Schwer sind meine Augenlider, fallen auf die Wangen nieder. So sitze ich am Frühstückstisch, und fühle mich noch gar nicht frisch, denn mein Bett, es ruft schon wieder!
Wenn über stillen Höhen der Abend niedergeht, wenn durch die dunklen Buchen ein kühler Atem weht, dann klingt aus Wald und Wegen ein Ton, uns wohlbekannt: Nicht bloß aus Stein und Grenzen besteht ein Vaterland. Es lebt in alten Worten, im Pflug, der Furchen zieht, im Bach, der durch die Wiesen, im Wind, der heimwärts
Was bleibt, wenn der Abend niedergeht. Weiterlesen »
Der Kundendienst, welch schönes Wort, doch Dienst am Kunden ist längst fort. Soll man dich einmal beraten, wird dir die K I verbraten. Wähl´ A, B, C, und fahre fort!
Im Supermarkt, das ist doch klasse, ich kaufe ein, und geh´ zur Kasse. Was ich will, hab´ ich bekommen, und da steh´ ich nun benommen, und warte – warte mit der Masse! Auch zum Amt, da geh´ ich hin, denn dort hab´ ich den Termin, und so zieh´ ich da die Nummer. Schon beginnt auch
Im Supermarkt, das ist doch klasse, ich kaufe ein und geh´ zur Kasse. Was ich will, hab´ ich bekommen, und da steh´ ich, wie benommen, und warte – warte mit der Masse!
Wenn morgens Tau auf Wiesen steht und Nebel durch die Täler geht, wenn fahles Licht die Zweige streift und erstes Laub zu Boden reift, dann trägt der Herbst sein stilles Kleid, aus Kupfer, Rauch und Müdigkeit. Kastanien liegen kühl im Gras, der Morgen glänzt von Nebelnass. Die Wupper zieht durch Wald und Stein, nimmt gelbe
Wenn der Herbst an der Wupper zieht Weiterlesen »
Wenn morgens Tau auf Wiesen liegt und Nebel durch die Gärten zieht, wenn Sonnenlicht durch Zweige fällt und still die Blätter golden hält, dann trägt der Herbst sein buntes Kleid, halb Abschied schon, halb Erntezeit. Die Kastanie fällt ins feuchte Gras, ein Kind hebt sie auf und freut sich daran. Der Ahorn brennt in Rot
Wenn der Herbst durchs Land zieht Weiterlesen »
Die Hagebutte steht am Rain, vom Morgenregen blank gewaschen; im Gras liegt eine Kastanie, noch glatt und braun in grünen Taschen. Die Rotbuche hält länger fest. Der Ahorn gibt sein Gelb schon preis. Am Zaun verblüht die letzte Aster, und über Wiesen zieht es weiß. Ein Rotkehlchen prüft kahle Zweige, als wären sie für ihn
Was der Oktober weiß Weiterlesen »
Wenn die Nächte länger werden und die Kälte zieht ins Haus, sagt der Herbst mit krummen Fingern: „Nun, mein Freund, mach was daraus!“ Draußen murrt der Wind am Fenster, drinnen dampft bereits der Tee. Und die Katze kennt das Leben: Sie bleibt liegen. Das ist okay. Blätter kleben auf den Wegen, Nebel hängt am Gartenzaun.
Herbst macht was draus Weiterlesen »
Wenn Nächte länger, Tage kleiner und kalte Luft durchs Treppenhaus, wird selbst der größte Sommermeiner auf einmal gern zum Stubenherrn zu Haus. Der Regen schreibt an Fensterscheiben, der Wind verteilt das Laub im Hof. Man kann darüber Trübsal treiben — doch Trübsal bleibt, bei Licht besehn, recht doof. Drum stellt man Tee und Bücher hin,
Der Herbst kommt ohne Rücksprache Weiterlesen »