Naturgedichte

Neulich im Wald..

Neulich führte ein Weg in den Wald, es war am Morgen und etwas kalt, Bäume lockten mit blühenden Ästen, sind gerne Ziel von fliegenden Gästen, Vogelsang erklang so schön wie selten, wohl als Beweis für ihre Freude gelten, lauschend man im hohen Grase stand, umhüllt von einer feuchten Nebelwand, war auch nicht allein zu dieser […]

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Kindertage Himmelblau

Kindertage Himmelblau Leuchtturm im Erinnerungsgrau Sattes Wiesengrün dieser Zeiten Versöhnt mit treuen Niederlagen Erkenntnisfarben enttarnen Umgestülpte Schattenwelten Kindertage Himmelblau Lichtblick für manche Innenschau Leise kreisen die Gedanken Die Seele überwindet Schranken Findet alte Antworten auf neue Fragen Die sich nun wieder ins Leben wagen Kindertage Himmelblau Zauberlicht im Alltagsgrau

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März – Seinslicht

Der März ist kein Ereignis. Er ist Freigabe. Nicht Frühling – Entwurf. Im Tauwetter zerfällt das Gewordene. Nicht aus Schwäche, aus Notwendigkeit. Die Erde gibt frei, was im Frost verharrte. Freigabe ist kein Trost – sie ist Entzug. Knospen brechen nicht auf. Sie entwerfen sich. Vogelgesang ist kein Schmuck. Er ist Daseinsbehauptung im Offenen. Der

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Osterspaziergang 2.0

Vom frostgeplagten Häusermeer tritt nun die Stadt ins Freie; der März weht mild vom Fluss herüber – „Update verfügbar“, schreie. Die Sonne steigt in hellem Lauf über Beton und Bäume; vom Parkhausdach tropft Tau herab wie Restbestände Träume. Im Stadtpark sprießt ein erster Halm, noch zart, doch unbeirrt; ein Hund jagt frei im Sonnenschein, sein

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Märzgang

Vom langen Grau der Winterzeit tritt nun das Land ins Helle; der März zerreißt das Eis der Scheid’ mit milder Sonnenwelle. Vom Dach rinnt Tau, vom Feld steigt Duft, der Bach gewinnt an Stimme; es weitet sich die klare Luft aus starrer Frostbeklomme. Die Stadt entlässt aus Glas und Stein die Menschen in die Weite;

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Das Märzlied

Vom Hügel steigt ein heller Schein, die Sonne blitzt durchs Grau; der Morgen tritt ins Land hinein mit frischer, lichter Tau. Der Frost entweicht vom Feld und Rain, das Eis zerspringt im Bach; ein grüner Hauch durchzieht das Hain, die Knospe wird schon wach. Die Lerche schwingt sich hoch empor, durchmisst den weiten Raum; sie

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März unter Glas

Der März kommt wieder. Wie jedes Jahr. Doch die Felder sind vermessen, die Saat ist patentiert, das Licht bilanziert. Tauwetter läuft durch Städte, doch nichts taut wirklich auf. Knospen stehen im Schaufenster, Vogelgesang im Streamingdienst. Der Wandel ist angekündigt, als Strategiepapier, mit Meilensteinplanung. Man spricht vom Aufbruch, doch meint Effizienz. Man spricht von Freiheit, doch

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Elegie des März

Schweigend erhebt sich das Licht über frostige Felder des Winters, milde berührt es das Land, das noch im Dunkel verharrt. Unter der Scholle verbirgt sich die träumende, wartende Saat noch, ahnt doch im innersten Kern künftiger Blüte Gestalt. Märzwind weht durch das Grau der entlaubten, zitternden Zweige, kündet im leisesten Ton nahenden Wandel der Zeit.

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Das Streben des Helden

Die Hoffnung und Lust fing damals an Das Leben führt mich durch einen Herzschlag voran Der Herr wird die Bösen ersuchen ohne Rand und Bann Doch leider dauert dieser ersehnte Tag noch sehr lang Ich höre die Vögel zwitschern und kreischen Die Blätter am Bäume rauschen und weichen Bitte oh Herr gib mir doch nur

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Märzdistichen

Milde durchzieht nun das Licht die gefrorenen Fluren des Winters, leise zerschmilzt in der Zeit hart gewordene Spur. Unter der dunklen Scholle verbirgt sich die träumende Saat noch, ahnt doch im Innersten schon künftigen Aufbruchs Gestalt. Märzwind weht über das Feld und rührt an die zitternden Zweige, Vogelgesang hebt sich frei über das schweigende Land.

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Schwellenmonat

Der März steht nicht im Kalender – er steht im Dazwischen. Zwischen Frost und Blüte, zwischen Stillstand und Schritt. Das Alte ist nicht mehr ganz, das Neue noch nicht wirklich. Tauwetter ist kein Trost – es ist Auflösung. Knospen sind keine Hoffnung – sie sind Risiko. Vogelgesang ist nicht Romantik, sondern Behauptung gegen das Nichts.

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Aufbruchsstimmung

Februarsonne grüßt unter dem kalten stahlblauen Himmel, sie will uns aufwärmen und aus den Mänteln hervorlocken. Unter den Bergen hockt die Stadt, noch etwas eingefroren im Wüstensand, Kakteen allenthalben geben sich selbstwusst, trotzig die Hitze und monatelange Trockenheit ignorierend. Nur die Kälte im Winter macht ihnen zu schaffen. Hoch über dem Meeresspiegel in Sonora gelegen,

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Die Krähenkönigin

Sie kreist im weiten, grauen Rund, ein Schatten über stillem Land. Sie braucht nicht jenen bunten Prunk, der nur im grellen Licht bestand. Ihr Federkleid, aus Nacht gewebt, trägt Glanz in tiefem Purpurschein. Wenn sie den Schwingenschlag erhebt, steht sie im Frost und Sturm allein. Wo andre vor dem Winter fliehen, bleibt sie der Heimat

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Ein Zipperlein

Ein Zipperlein Ein Zipperlein klopft an die Tür Los mach schon auf, ich will zu dir Doch lass dich nicht auf sowas ein Ein Zipper kommt niemals allein Bringt alle seine Freunde mit In meinem Fall war’n sie zu dritt Und Spiessgesellen nenn ich sie Spinalkanalstenose, Gürtelrose und Fibromyalgie

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Sonett auf den März

Noch liegt ein Hauch von Frost auf Wald und Flur, doch mildes Licht durchbricht des Winters Schweigen; im Märzwind beben schon die kahlen Zweigen, und Tau durchzieht der starren Erde Spur. Verborgne Saat träumt tief in dunkler Kur, die Knospen heben sich im stillen Neigen; ein Vogelruf lässt ferne Himmel steigen und rührt an Herz

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