Naturgedichte

Steine

Laut Stifter sind es bunte Steine, der Geologe sieht das ganz anders, der Wanderer stolpert über sie hinweg, und die Spinnen huschen fort in ihre Spalten. Steine als Hindernisse, Steine als gute Freunde, bauen wir eine Mauer aus den Feldsteinen, manche glitzern bunt, andere schweigen stumm, ihr Alter ist sehr unbestimmt, sie stammen gewiss aus […]

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Dinghaftigkeit

Unsere Freunde helfen uns jeden Tag, wir kennen sie bloß nicht gut. Maschinen ohne Namen, unermüdlich, fleißig bereit. Wir verlassen uns beständig auf sie und sollten uns auch um sie kümmern. Mein Fahrrad hat einen Namen, ich bedanke mich für seine Dienste. Das Auto fährt zuverlässig und verdient bestimmt unsere Anerkennung. Der Rechner beginnt meinen

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Milky Way im Dunkelpark

Wer lässt nicht gern die Seele baumeln Und entflieht dem Alltagsstress? Sich mal gründlich zu verkrümeln, Das ist Camping at its best! Nur im Zelt und ohne Hetze Wird Natur ganz pur genossen – Denn dort sind die schönsten Plätze, Einsam, ohne Menschenmassen. Auch der Dark Sky Park hat Reize, Denn hier gibt es nachts

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Anflug in der Nacht

Der Blick aus dem Fenster auf die Geisterstadt unter uns enthüllt mir eine fast fremde Welt. Elegant gleitet der große Flieger über das Lichtermeer hinweg, nicht jeder befindet sich im Bett. Die Angst vor der Dunkelheit strahlt mir entgegen, die Wüste im gespenstischen Licht. Fast beweglich erstrecken sich die Arme der großen Maschine, wir gleiten

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Der Drachenthron

Wie unglaublich war der Fund, Als man diesen Knochen fand! Das ist bestimmt kein Elefant! Die Nachricht ging von Mund zu Mund! Schnell wurden nun aus aller Welt Die Wissenschaftler herbestellt. Es wurd vermessen, analysiert, Die Knochenprobe diskutiert! Dies war im 19. Jahrhundert, Die Welt war ungemein verwundert! Nun wurd gebuddelt und gegraben, Jeder wollt

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Unterwegs zwischen den Welten

Ich glaube oft, ich war schon viele, und viele waren auch schon ich. Die Seelen wechseln ihre Kleider, und viele Kleider gab’s für mich. Manche Erfahrungen und Träume verraten, ich bin unterwegs. Ich ging bereits durch viele Räume, durchlebte viele Leben stets. Ich möchte wirklich weise werden am Ende meiner langen Reise. Dann wird‘ ich

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Hawaiisches Kaleidoskop

Im Nachtkonzert der Coqui Frösche erklingt das neue Jahr, der Regen hat sie alle erfrischt. Die Hähne auf Hawai’i haben ihre Lektion nicht gelernt und krähen bereits morgens um drei. Das hätte St. Petrus kaum gepasst. Pazifisch kühl rollen die Wellen heran und lecken die schwarze Festung, altes vulkanisches Gestein. Im Caldera dampft es, wann

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Die 12.Rauhnächte – Gang der Nacht, Sinn der Zeit

Die erste Nacht steht an der Schwelle, das Fest wird ernst, der Glanz wird Stelle. Ein Anfang fragt nach Stand und Grund, nicht nach Beifall, nicht nach Mund. Die zweite Nacht rückt näher her, sie hört das Wort und spricht nicht mehr. Erkenntnis wächst, wo Nähe bleibt, wo Wahrheit nicht im Lärm zerreibt. Die dritte

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Neunte Rauhnacht – Die Nacht des Namens und der Klarheit

Die neunte Nacht verliert die Flucht, kein Schweigen mehr, das sich versteckt. Was unausgesprochen blieb, wird schwerer als das, was man trägt. Kein Rauch verhüllt, kein Bild ersetzt, was nun beim Namen genannt sich setzt. Denn was man scheut zu formulieren, beginnt im Innern zu regieren. Ein Name fällt, nicht laut, nicht hart, doch klarer

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Die achte Rauhnacht.

Die achte Nacht verlangt kein Opfer, kein hartes Nein, kein leeres Opfer. Sie fragt nach Maß, nach festem Grund, der trägt, auch wenn der Weg sich rundet. Was überlief, wird still gelöst, nicht aus Verzicht, nur weil es blöst. Was bleibt, darf bleiben ohne Druck, weil Ordnung mehr ist als ein Stück. Kein Zwang regiert,

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Siebte Rauhnacht – Die Nacht des Wechsels als Schwelle zwischen Ende und Anfang

Die siebte Nacht hält Maß und Mitte, kein Schritt zu viel, kein hastig Bitte. Das Alte ging, das Neue steht, doch keines drängt, bevor es geht. Kein Knall entscheidet diese Zeit, nur Sammlung, die zum Tragen bleibt. Was gestern war, ist nicht verbannt, es wird im Stillen anerkannt. Die Nacht bewahrt, was werden will, noch

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Sechste Rauhnacht – Silvesternacht im Zeichen des Papst Silvester I.

Die sechste Nacht zählt keinen Lärm, kein Knall hält hier die Zeit in Schach. Sie schließt das Jahr mit ruh’ger Hand, nicht überrannt, nur anerkannt. Silvester steht am letzten Rand, kein Herrscher, nur ein Zeuge stand. Er ließ die Macht nicht Wort sein heut, er gab der Ordnung Dauer, Zeit. Was endet, endet ohne Spott,

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Dritte Rauhnacht – Nacht der Unschuld und der Zumutung

Die dritte Nacht spricht nicht von Glück, sie geht nicht sanft, sie geht nicht zurück. Kein Rauch vertreibt, was offen bleibt, kein Wort, das diese Stille heilt. Das Licht brennt klein, fast widerwillig, als wüsst es um das Unbillige. Die Nacht fragt nicht nach Schuld und Sinn, sie hält nur aus, was da ist, hin.

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An Johannes Namenstag – Die Rauhnacht, die vergeht – die Rauhnacht, die kommt

Die Nacht, die geht, spricht leise aus, was zu viel war, verlässt das Haus. Kein Wort wird ihr zurückgestellt, sie nimmt nur mit, was nicht mehr hält. Johannes steht am Rand der Zeit, nicht drängend und nicht breit bereit. Er bleibt, wo andere weitergeh’n, um tiefer noch das Licht zu seh’n. Die Rauhnacht, die vergeht,

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