Der Virus
Es ist ein Virus ausgebrochen, auf dem PC sitzt der seit Wochen. Heiße Wickel haben nix gebracht, die Funken flogen, und es war Nacht. Seitdem hat er verkohlt gerochen!
Es ist ein Virus ausgebrochen, auf dem PC sitzt der seit Wochen. Heiße Wickel haben nix gebracht, die Funken flogen, und es war Nacht. Seitdem hat er verkohlt gerochen!
Im Dorf der Kannibalen, da litt so mancher Qualen. Sie hatten schon seit Wochen, den Braten nicht gerochen, es gab nur leere Schalen!
Ganz langsam schleicht die Zukunft an. Die Gegenwart ist schnell vertan, so endet stets der Zug der Zeit am Bahnsteig der Vergangenheit!
Wenn der Sommer gehet leis, und die Feldfrucht wird zur Speis, wenn die Ähre, gold und schwer, nicht mehr rauscht wie jüngst vorher, wenn der Apfel Röte trägt, und der Wind die Zweige regt, wenn am Morgen kühler Tau silbern liegt auf Feld und Au, dann beginnt, fast unbemerkt, was den Herbst im Sommer stärkt:
Der Sommer geht leise Weiterlesen »
Der Herbst zeigt seine Nächte schon, doch noch trägt Sommer seine Krone; im Abendrot steht still der Mohn, als hielte Licht die Zeit zum Lohne. Die Rotbuche bewahrt ihr Grün, doch erste Blätter werden müde; am Feldrand lässt der Rainfarn blühn, als trotze Gelb der frühen Kühle. Der Tau liegt schwer im Morgengras, die Amsel
Wenn der Herbst die Nächte zählt Weiterlesen »
August-Blüte Schamvoll birgt die Schöne ihre blutrote Blüte in dem grünen Palmenblatt, zum Trotz der Hitze. Sie glüht im Dunkel des kühlen Gartens und wartet auf die Stunde am frühen Abend, wenn sanftere Lüfte wehn. Ihr Bild freilich, entzückend, hat sie dennoch ganz willig mir geschenkt, wie ein Herz im schwarzen Schatten das pocht und
Es winken aus dem Friesenland zwei Franken leicht mit einer Hand. Hier gibt es reichlich auf den Tisch, mal gibt´s Kartoffeln, und mal Fisch. Die Frankenseele, die träumt bloß: „Ach, gäb´s doch einmal rohen Kloß. Ein Schäuferle ganz klitzeklein, ach wär das herrlich, das wär fein!“ In Franken dann, an einem Tisch, da wird geschwärmt
Gruß aus Friesenland Weiterlesen »
Der Körper ein Land mit wechselnden Grenzen, wo Straßen über Nacht verschwinden & Brücken im Nebel hängen, als Stützte sind meine Instrumente die Medikamente. Mein Bauch plagt mich auch, aber mit jedem mutigen Schritt voraus brennt in meinem Löwenherz ein Licht.
Löwenherz im Nebel Weiterlesen »
Der August lag auf Feld und Rain, noch warm vom langen Sonnenschein; doch morgens hing im Wiesengrund schon Tau wie eine stille Kund. Da ging der erste langsam hin, als trüge jeder Schritt schon Sinn. Er sah das Korn, den alten Baum und sprach vom Jahr wie von einem Traum. Er wusste: Alles, was uns
Vier gehen durch den August Weiterlesen »
Seit Tagen stand die Luft wie Blei, der August brannte Feld und Rain; der Himmel blieb von Wolken frei, und Staub lag grau auf Weg und Stein. Dann kam bei Nacht der Landregen, kein Donner fuhr ihm laut voraus; er fiel auf Gärten, Feld und Wegen und rauschte leis um Hof und Haus. Die Erde
Landregen im August Weiterlesen »
Welch ein Segen bringt der Regen auf den ausgedörrten Grund! Still fällt er auf Feld und Wegen, und die Erde atmet rund. Wo noch gestern Halme knisterten, hart und spröde stand der Rain, hörst du heute Tropfen flüstern, tief ins dürre Erdreich ein. Unter Buchen, Eichen, Fichten dunkelt feucht der Waldesgrund; Farne heben ihre Fächer,
Der Segen des Augustregens Weiterlesen »
Welch ein Segen bringt der Regen auf das ausgedörrte Land; still zieht er auf Feld und Wegen wie eine kühle, milde Hand. Die Erde trinkt mit dunklen Poren, der Staub verliert sein graues Kleid; was müd und matt schien und verloren, erwacht zu neuer Heiterkeit. Die Linden tropfen, Hecken glänzen, der Garten duftet tief und
Gedanken schweben… Gedanken schweben übers Meer. Verweht im Wind die innere Wehr. Hand in Hand das spüren der Zeit. Die Wellen plätschern in das Leid. Endlose Weite wärmt das Gefühl. Sanfter Wind wirkt frisch und kühl. Seele wünscht sich hier ein Nest. Ein letzter Blick hält Schönes fest. Bernd Tunn Tetje
Oh Schreck, oh Pein, oh großes Weh, als ich heut‘ in den Spiegel seh‘, was starrt mich an im gleißend Licht? Ein Pickel – mitten im Gesicht! Wo kommst Du her, mein neuer Gast? So sprich zu mir, Du süße Last. Kommst Du aus meiner Seele Grund? Und wirst Du größer, dick und rund? Die
Hymne an den Pickel Weiterlesen »
Der August geht durch Wald und Feld, mit Gold im Haar, mit Licht im Kleid; als wär die ganze müde Welt noch einmal schön für kurze Zeit. Die Brombeerhecke trägt so schwer, die Wespe taumelt süß berauscht; vom Hügel kommt kein Lärmen mehr, nur dass der Wind im Hafer lauscht. Am Bach steht still die
Der August liegt auf Feld und Rain, so satt, als müsst es ewig sein; das Korn ist schwer, die Luft ist lind, nur manchmal geht ein kühler Wind. Die Brombeerhecke, schwarz und voll, weiß längst, was bald geschehen soll; die Wespe trinkt am süßen Saft, als gäb es morgen keine Kraft. Am Wege steht die
Morgenluft hebt Gedanken die sich zur Nacht bedrückend schwer um die Seele rankten hoch hinaus in das Wolkenmeer. In der Ferne – vom Morgenlicht in Farbenzauber getaucht – bekommen Sorgen ein andres Gewicht der Gedanken Schwere verraucht. Tau auf frischem Grün freut und belebt Herz und Sinn verweht sind Sorgen der Morgen schenkt die Chance
Den Wagen habe ich abgestellt begeh die Seitenwege, ich schlendere übers Sommerfeld und über morsche Stege. ————————- Behelligt nicht vom Stundenschlag entrückt den Alltagssorgen, ergeben ganz dem heiteren Tag schon früh am stillen Morgen. ——————– Auf Äckern und auf grüner Au liegt helles Sonnengleißen, es quirlen aus dem Himmelsblau der Lerchen Trillerweisen. ——————— Leis sirrend
Wie auch immer wir in Städte kommen – mit unterschiedlicher Stimmung, in verschiedenen Jahren, in unterschiedlichen Lebensphasen – manche von ihnen bleiben für uns genau gleich. Die Orte, die uns einmal berührt haben, gefallen uns weiterhin. Und diejenigen, die uns mit nichts Besonderem erreicht haben, bleiben einfach nur eine Veränderung der Landschaft vor unseren Augen.
Wasser in der Sahara Weiterlesen »
Der Strom der Zeit bahnt sich seine Wege, gemächlich still. Ich gleite dahin, zusammen mit dir jenseits der letzten Biegung. Schlieren halten dagegen, im Ufergebüsch, und drüben, im Spiegel der Bäume auf dem ruhigen Wasser, da grüßt die Welt, und ich grüße zurück. Unablässig weit sind meine Wege von den Quellen bis zur fernen Mündung,