Naturgedichte

Schluck

Ich möchte diese Emotion nicht verlieren – diese Emotion, wenn das Licht auf die Blätter der Bäume fällt oder die Äpfel berührt. Solange ich das noch fühlen kann, bin ich in mir noch lebendig. Jeder Mensch prüft auf seine eigene Weise, ob er noch fähig ist, lebendig zu sein. Nicht in großen Ereignissen, sondern ganz […]

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Vertrauen

Meinem Bäuchlein kann ich trauen, bin gesund noch anzuschauen. Ich folge keinem Schönheitswahn, drum ess ich, was ich essen kann. Und ein Schnaps hilft beim Verdauen! Meinem Bierchen kann ich trauen, ganz tief in das Gläschen schauen. So fließt es in die Kehle ein, schmeckt besser als vom Vater Rhein. Teil es auch mit manchen

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Der Herbst beginnt

Ein sanfter Wind zieht durch das Land, malt bunte Farben mit leichter Hand. Die Blätter tanzen im Sonnenlicht, als warmes Gold, es durch die Nebel bricht. ————————- Die Welt sie liegt im herbstlichen Glanz, die Natur beginnt den Herbstlichen Tanz. Die Äste lassen erste Blätter los, und bergen sie im weichen Moos. ——————- Es zieht

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Spätlese

Ich kam spät. Der Sommer war schon außer Atem. Die Kinder nicht. Sie rannten durch meinen Schatten, ihr Lachen blieb zwischen meinen Blättern hängen. Eis schmolz in mein Gesicht. Auf dem Gartentisch grinsten Melonen mit schwarzen Zähnen. Musik sprang aus offenen Fenstern. Der Wind probierte die Hemden an. Jetzt klettert die Kühle meinen Stängel hinauf.

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August-Blüte

August-Blüte Schamvoll birgt die Schöne ihre blutrote Blüte in dem grünen Palmenblatt, zum Trotz der Hitze. Sie glüht im Dunkel des kühlen Gartens und wartet auf die Stunde am frühen Abend, wenn sanftere Lüfte wehn. Ihr Bild freilich, entzückend, hat sie dennoch ganz willig mir geschenkt, wie ein Herz im schwarzen Schatten das pocht und

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