Naturgedichte

Was der Oktober weiß

Die Hagebutte steht am Rain, vom Morgenregen blank gewaschen; im Gras liegt eine Kastanie, noch glatt und braun in grünen Taschen. Die Rotbuche hält länger fest. Der Ahorn gibt sein Gelb schon preis. Am Zaun verblüht die letzte Aster, und über Wiesen zieht es weiß. Ein Rotkehlchen prüft kahle Zweige, als wären sie für ihn

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Herbst macht was draus

Wenn die Nächte länger werden und die Kälte zieht ins Haus, sagt der Herbst mit krummen Fingern: „Nun, mein Freund, mach was daraus!“ Draußen murrt der Wind am Fenster, drinnen dampft bereits der Tee. Und die Katze kennt das Leben: Sie bleibt liegen. Das ist okay. Blätter kleben auf den Wegen, Nebel hängt am Gartenzaun.

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Erntedank

Ährengold auf weiten Feldern gab es und in unsern Wäldern leuchten Blätter kunterbunt, denn der Herbst gibt allen kund: Äpfel, prall mit roten Backen, Nüsse reif, bereit zum Knacken, Wein, so lieblich wie im Traum; Ernte satt, man glaubt es kaum! Birnen, Pflaumen, Kohl und Mais sind, wie jeder von uns weiß, genau wie’s Korn

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Moschus

Mit dem Moschus wollt´ ich locken, hatte Käse in den Socken, war ein eigenes Aroma, manche fielen schon ins Koma. Frisch geduscht, lasst uns los rocken!

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Lenzeseinbruch

Der Zenitstand der Sonne überquert beim Frühjahrs-Äquinoktium, dem offiziellen, bürgerlich-kalendarischen und astronomischen Frühlingsanfang, den Äquator, der auf 0° geografischen Breite liegt, von der Süd- auf die Nordhalbkugel. Ab dem Frühlingsbeginn um den 20. März bis zum Sommer-Solstitium im Juni erhält jeder Tag täglich um zirka dreieinhalb Minuten Tageslicht. Der phänologische Frühling, welchen der Entwicklungsstand bestimmter

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Nördliche Regionen

Einzelne Evergreens ragen hoch auf in der Ebene, Nadeln wie Scheren ragen in die Luft, sie stechen in das Blaue und schweben auf einem Meer gelber Blumen des frühen Herbstes . Noch warten wir auf den ersten Schneefall, aber die Kühle der Abendluft spricht viele Bände und warnt uns davor, die warme Temperaturen selbst im

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Verankern

Wir müssen nicht laut werden, nur weil der Wind sich dreht. Nicht jeder Sturm verlangt, dass wir ihm entgegentreten. Wir können uns still verankern in dem, was uns Wurzeln gibt. Wie Äste können wir uns neigen, warten, bis sich die Unruhe legt.

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