Naturgedichte

Lenzeseinbruch

Der Zenitstand der Sonne überquert beim Frühjahrs-Äquinoktium, dem offiziellen, bürgerlich-kalendarischen und astronomischen Frühlingsanfang, den Äquator, der auf 0° geografischen Breite liegt, von der Süd- auf die Nordhalbkugel. Ab dem Frühlingsbeginn um den 20. März bis zum Sommer-Solstitium im Juni erhält jeder Tag täglich um zirka dreieinhalb Minuten Tageslicht. Der phänologische Frühling, welchen der Entwicklungsstand bestimmter

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Nördliche Regionen

Einzelne Evergreens ragen hoch auf in der Ebene, Nadeln wie Scheren ragen in die Luft, sie stechen in das Blaue und schweben auf einem Meer gelber Blumen des frühen Herbstes . Noch warten wir auf den ersten Schneefall, aber die Kühle der Abendluft spricht viele Bände und warnt uns davor, die warme Temperaturen selbst im

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Verankern

Wir müssen nicht laut werden, nur weil der Wind sich dreht. Nicht jeder Sturm verlangt, dass wir ihm entgegentreten. Wir können uns still verankern in dem, was uns Wurzeln gibt. Wie Äste können wir uns neigen, warten, bis sich die Unruhe legt.

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Nachtvogel

Eigentlich solltest du schweigen in dunkler Ruh’. Nur die Eulen heulen von Zeit zu Zeit, jagdbereit. Nachtvogel, dein Gefieder leuchtet nicht unter den schweren Wolken, regenschwanger. Aber wohin äugst du aus dem nackten Gebüsch, worauf wartest du, wenn der Mond sein spärliches Licht auf die Fluren wirft? Dein spitzer Schnabel könnte steckenbleiben in fauler Rinde,

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Schluck

Ich möchte diese Emotion nicht verlieren – diese Emotion, wenn das Licht auf die Blätter der Bäume fällt oder die Äpfel berührt. Solange ich das noch fühlen kann, bin ich in mir noch lebendig. Jeder Mensch prüft auf seine eigene Weise, ob er noch fähig ist, lebendig zu sein. Nicht in großen Ereignissen, sondern ganz

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Vertrauen

Meinem Bäuchlein kann ich trauen, bin gesund noch anzuschauen. Ich folge keinem Schönheitswahn, drum ess ich, was ich essen kann. Und ein Schnaps hilft beim Verdauen! Meinem Bierchen kann ich trauen, ganz tief in das Gläschen schauen. So fließt es in die Kehle ein, schmeckt besser als vom Vater Rhein. Teil es auch mit manchen

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Der Herbst beginnt

Ein sanfter Wind zieht durch das Land, malt bunte Farben mit leichter Hand. Die Blätter tanzen im Sonnenlicht, als warmes Gold, es durch die Nebel bricht. ————————- Die Welt sie liegt im herbstlichen Glanz, die Natur beginnt den Herbstlichen Tanz. Die Äste lassen erste Blätter los, und bergen sie im weichen Moos. ——————- Es zieht

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