Naturgedichte

Hawaiisches Kaleidoskop

Im Nachtkonzert der Coqui Frösche erklingt das neue Jahr, der Regen hat sie alle erfrischt. Die Hähne auf Hawai’i haben ihre Lektion nicht gelernt und krähen bereits morgens um drei. Das hätte St. Petrus kaum gepasst. Pazifisch kühl rollen die Wellen heran und lecken die schwarze Festung, altes vulkanisches Gestein. Im Caldera dampft es, wann […]

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Die 12.Rauhnächte – Gang der Nacht, Sinn der Zeit

Die erste Nacht steht an der Schwelle, das Fest wird ernst, der Glanz wird Stelle. Ein Anfang fragt nach Stand und Grund, nicht nach Beifall, nicht nach Mund. Die zweite Nacht rückt näher her, sie hört das Wort und spricht nicht mehr. Erkenntnis wächst, wo Nähe bleibt, wo Wahrheit nicht im Lärm zerreibt. Die dritte

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Neunte Rauhnacht – Die Nacht des Namens und der Klarheit

Die neunte Nacht verliert die Flucht, kein Schweigen mehr, das sich versteckt. Was unausgesprochen blieb, wird schwerer als das, was man trägt. Kein Rauch verhüllt, kein Bild ersetzt, was nun beim Namen genannt sich setzt. Denn was man scheut zu formulieren, beginnt im Innern zu regieren. Ein Name fällt, nicht laut, nicht hart, doch klarer

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Die achte Rauhnacht.

Die achte Nacht verlangt kein Opfer, kein hartes Nein, kein leeres Opfer. Sie fragt nach Maß, nach festem Grund, der trägt, auch wenn der Weg sich rundet. Was überlief, wird still gelöst, nicht aus Verzicht, nur weil es blöst. Was bleibt, darf bleiben ohne Druck, weil Ordnung mehr ist als ein Stück. Kein Zwang regiert,

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Siebte Rauhnacht – Die Nacht des Wechsels als Schwelle zwischen Ende und Anfang

Die siebte Nacht hält Maß und Mitte, kein Schritt zu viel, kein hastig Bitte. Das Alte ging, das Neue steht, doch keines drängt, bevor es geht. Kein Knall entscheidet diese Zeit, nur Sammlung, die zum Tragen bleibt. Was gestern war, ist nicht verbannt, es wird im Stillen anerkannt. Die Nacht bewahrt, was werden will, noch

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Sechste Rauhnacht – Silvesternacht im Zeichen des Papst Silvester I.

Die sechste Nacht zählt keinen Lärm, kein Knall hält hier die Zeit in Schach. Sie schließt das Jahr mit ruh’ger Hand, nicht überrannt, nur anerkannt. Silvester steht am letzten Rand, kein Herrscher, nur ein Zeuge stand. Er ließ die Macht nicht Wort sein heut, er gab der Ordnung Dauer, Zeit. Was endet, endet ohne Spott,

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Dritte Rauhnacht – Nacht der Unschuld und der Zumutung

Die dritte Nacht spricht nicht von Glück, sie geht nicht sanft, sie geht nicht zurück. Kein Rauch vertreibt, was offen bleibt, kein Wort, das diese Stille heilt. Das Licht brennt klein, fast widerwillig, als wüsst es um das Unbillige. Die Nacht fragt nicht nach Schuld und Sinn, sie hält nur aus, was da ist, hin.

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An Johannes Namenstag – Die Rauhnacht, die vergeht – die Rauhnacht, die kommt

Die Nacht, die geht, spricht leise aus, was zu viel war, verlässt das Haus. Kein Wort wird ihr zurückgestellt, sie nimmt nur mit, was nicht mehr hält. Johannes steht am Rand der Zeit, nicht drängend und nicht breit bereit. Er bleibt, wo andere weitergeh’n, um tiefer noch das Licht zu seh’n. Die Rauhnacht, die vergeht,

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Zweiter Weihnachtstag – Erste Rauhnacht – Sankt Stephan

Der zweite Weihnachtstag ist stiller Grund, das Fest klingt nach, die Zeit wird rund. Kein Glanz mehr vorn, kein lautes Licht, nur das, was bleibt, tritt ins Gewicht. Da tritt die erste Rauhnacht ein, legt Schweigen über Hof und Hain. Was gestern noch nach Jubel klang, wird heute Maß und Übergang. Sankt Stephan steht am

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Am Strande, pazifisch

Einsam wandern der Brandung entlang, barfuß planschend, wenn die Wellen kitzeln, schwarz ist der Sand an der Ostküste vulkanischer Gestade im Stillen Ozean. Alte Basaltsteine, glatt geschliffen über Jahrtausende hinweg, glitzern im Sonnenlicht, das geschrundete Holz, an den Strand gespült, spricht von vielen Taten, Zeugen und Opfer, das Schicksal alter Tage. Das Gurgeln und Rauschen

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November ade

November ade` Gehüllt in feinste Seide, mit jedem Blick begehrt, beständig seit Jahrtausenden, doch unberührt und siegessicher, der Große Wagen, am Sternenhimmel fährt. Du Frostgespenst von Ast zu Ast, durch Nacht noch wohl behütet. Im wirren Fall der Blätter, mit kühnem Pinselstrich, der Schattenspringer, aus vollem Eifer wütet. Gewaltig aufgeblasen ein Wirbel tobt durchs Holz.

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Tod und Leben

Das Myzel von Pilzen ist um ein Vielfaches größer als der sichtbare Fruchtkörper. Die Formen und Farben in der Pilzwelt sind ungeheuer vielfältig, manche recht freundlich, manche sogar essbar, viele schlichtweg tödlich. Je giftiger der Pilz, desto schöner sein Anblick, trügerisch im Auftreten, das kennen wir schon, auch bei uns ist es üblich. Geduldig lockend

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