Helle schweigende Nächte

Nächte, weiß wie stilles Tuch. Sie halten mich im Traumversuch, wo Briefe ruhen, tief versteckt, und Schatten flüstern, unentdeckt. Ein Kind der Wege, früh entfacht, vom Hunger groß, in dunkler Nacht, von Sehnsucht, die nach Stärke schreit, ein Feuer, das im Innern bleibt. Ein wilder Fluss, so tief, so schwer, ein Spiegel, der mich sieht […]

Helle schweigende Nächte Weiterlesen »

Einblick oder ein Blick?

In Dir hab´ ich etwas geseh´n, lange war´s nicht zu versteh´n, was Dir selbst nicht offensichtlich war, der Blick dafür war nicht durchdringend klar. Verbleiben mochtest Du in Blindheit, womöglich durch Prägung in der Kindheit? So ließ ich los und ging weiter, aufrecht dabei und auch heiter. Unverständnis brachtest Du mir entgegen, dies Verhalten kam

Einblick oder ein Blick? Weiterlesen »

Bleicher Widerschein

Die Stunde schlägt in dieser Welt, wo fahle Farbe untergeht, wenn das, was wir für wahr hingestellt, wie Nebel vor dem Spiegel steht. Wir tanzen auf dem Rand der Zeit, die Decke weicht dem Sternenmeer und in der tiefen Einsamkeit wird jedes Wort so bleich und leer. Kein Grund, kein Halt, nur Wellenschlag, die Wahrheit

Bleicher Widerschein Weiterlesen »

Anstand, wie? oder Ehre gar?

Früher, ja früher, galt noch ein wenig der Anstand. Wir meinten, den Politikern glauben zu dürfen, denn sie strebten nach dem Erhalt der Nation. Es galt als Ehre, ein politisches Amt innezuhaben, zum Wohle der Bevölkerung. Das Land zu schützen vor äußerer Bedrohung. In der amerikanischen Szene zählt heute nur noch, wie hoch die Bestechungssumme

Anstand, wie? oder Ehre gar? Weiterlesen »

Der Schrittzähler

Zehntausend Schritte ohne mächtig zu schnaufen, sollte jeder gesunde Mensch täglich laufen. Denn Laufen ist nachweislich allemal gesund, für sämtliche Menschen bis hin zum alten Hund. Da aber das „Schritte zählen“ Probleme macht, wurde rasch ein Schrittzähler auf den Markt gebracht, der, während sich der Mensch per pedes emsig trimmt, das lästige Zählen haargenau übernimmt.

Der Schrittzähler Weiterlesen »

Die Wirbelsäule

Eine Wirbelsäule aus Knochen besteht, den Rücken herunter bis zum Steißbein geht. Obendrauf, wie ein Deckel auf einem Topf, befindet sich als Abschluss ein kluger Kopf. Untenherum sich noch der Hintern breit macht, er ist als praktische Sitzfläche gedacht.

Die Wirbelsäule Weiterlesen »

Das Leuchten deiner Spur

Etwas an dir, wie du dich bewegst, als ob du die Erde mit Sanftmut pflegst, zieht mich zu dir, ganz ohne ein Wort, als trüg mich mein Herz an den richtigen Ort. Etwas an dir bleibt für immer bestehen, wenn deine Schritte im Winde verwehen. Ein Blick und ein Hauch, ein heimliches Flehen, sie lassen

Das Leuchten deiner Spur Weiterlesen »

Das Licht der Annahme

Wenn die Schatten länger werden und der Lärm der Welt verblasst, suchst du Trost auf Erden, unter deiner schweren Last. Es gibt Stimmen in der Stille, die dir sanft entgegenwehen, beuge ruhig deinen Willen, lass es einfach nur geschehen. Selbst wenn dunkle Wolken jagen und das Ende fern erscheint, wird das Licht den Morgen tragen,

Das Licht der Annahme Weiterlesen »

Hand des Schicksals

Bevor man sich entscheidend festlegt, Pro und Contra präzise abwägt. Demzufolge nun differenziert, Vor- und Nachteile analysiert. Für einen nüchternen Realist, der Vorteil meist ausschlaggebend ist. Doch manchmal er nicht funktioniert und leider Gottes zum Nachteil wird. Zwar sieht man aus verschiedener Sicht, was dafür oder dagegen spricht, verfehlt dennoch sein gesetztes Ziel, denn das

Hand des Schicksals Weiterlesen »

Die ehrliche Art der Anerkennung

Obwohl du äußerst erfolgreich gewesen bist, dennoch die verdiente Anerkennung vermisst. Niemand auf deinen großen Erfolg reagiert, dir hierfür weder Blumen schenkt noch gratuliert. Dagegen nun außerordentlich ausgeprägt, dir jetzt erhebliche Missgunst entgegenschlägt. Man somit deinen Erfolg in Abrede stellt, das Erreichte für keine große Sache hält. Auch wenn du dich über fehlendes Lob brüskierst,

Die ehrliche Art der Anerkennung Weiterlesen »

Am Hof des digitalen Königs

Die Funken platzen aus den Datenmonden, die Nacht vibriert im kalten Schein. Ich treibe durch die überfüllten Zonen, wo Pixel wie Kathedralen steh’n. Ein Algorithmus atmet leise, sein Chor aus Codes beginnt zu singen; drei Bots verzerren alte Weise am Hof des digitalen Königs. Der Hüter über Firewalls brennt Schatten in die Träume. Ich liege

Am Hof des digitalen Königs Weiterlesen »

Mittagsschlaf am Meer

So viele satte Salzkristalle schmeck‘ ich schmunzelnd auf den Lippen. Fühl‘ mich wie eine Steinkoralle, sanft schlummernd unter Meeresklippen. Lass‘ mich vom großen Meer betören, wieg‘ mich zu Wellenwasserchören. Samtweicher Sand schmiegt sich an mich und Sonnenstrahlen streicheln mich. So möchte ich noch ewig ruh’n. Will gar nichts anderes mehr tun. Will nur dem Meeresrauschen

Mittagsschlaf am Meer Weiterlesen »

Denkanstoß

Wer, bevor er handelt, intensiv nachdenkt, seinen Grips auch mal ein bisschen mehr anstrengt, Gedankengut produziert, was letztlich dann, zu einem Erfolg im Leben führen kann. Ist ein Mensch nun dagegen gedankenlos und legt die Hände untätig in den Schoß, in vielen Fällen nicht meisterlich verfährt, denn gute Gedanken sind einiges wert. So muss man

Denkanstoß Weiterlesen »

Dazwischen

Zwischen deinen letzten Worten und meinem Verstummen liegt ein Raum, so still, dass selbst die Uhr das Ticken vergisst. In diesen Raum stelle ich Stühle, ich decke den Tisch mit deinem Namen und warte, bis die Erinnerung als Gast erscheint.

Dazwischen Weiterlesen »

Unwort des Jahres

Der Staat ist nicht so arm wie eine Kirchenmaus, dennoch leben die Bürger nicht in Saus und Braus. Finanziell längst nicht alles zum Besten steht, den Euro man dennoch meistens zweimal umdreht. Die Politik sehr clever ist und sich aufrafft, ein lukratives „Sondervermögen“ beschafft. Hiermit sodann die chronische Armut bezwingt, das Land aus finanzieller Bredouille

Unwort des Jahres Weiterlesen »

Der Mustergatte

So manche Frau mit ihrem Mann, keineswegs zufrieden sein kann. Weil ihr vieles an ihm nicht passt, hat sie rasch den Entschluss gefasst, etwas mehr Strenge zu entfachen, ihn zum Mustergatten zu machen. Doch ihre „Dressur“ war nicht leicht, trotzdem hat sie ihr Ziel erreicht, schließlich den richtigen Weg fand, denn er frisst ihr nun

Der Mustergatte Weiterlesen »

Die kleine Elfe

Ich wusste es und wollte es doch nicht wissen- unsäglich werd´ ich Dich vermissen. Geschafft hast Du den schweren Weg, überwunden den schmalen Steg: vom hier ins nichts oder doch ins immer? Meine Traurigkeit wird schlimmer… Ich wusste es und wollte es doch nicht wissen- unsäglich werd´ ich Dich vermissen. Für Gabi.

Die kleine Elfe Weiterlesen »

Wortfeder

Das schwächste Ausdrucksmittel konnte uns einst helfen, die großen Mächte in die Knie zu zwingen. Wir wollten Frieden und Freiheit haben. Wir wollten das Recht besitzen zu sagen, was zu sagen ist. Gerechtigkeit, bitte. Die Lügner und Gewalttäter in offizieller Funktion haben nichts dort verloren, wohin sie erhoben wurden, nun sitzen sie breitbeinig im Amt.

Wortfeder Weiterlesen »