Nach dem Gehen

Nach dem Gehen Es war still, als ich ging. Keine Schreie, kein Drama – nur das Echo von allem, was ich zu lange geschluckt habe. Dein Schatten hing noch in meinen Gedanken, in meinem Bett, in meiner Haut. Aber ich war gegangen. Zum ersten Mal: für mich. Ich taumelte in die Leere, die Du hinterlassen […]

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Der Riss im Leben

Nicht jeder Bruch bedeutet Fall, oft wird er Aufbruch – kein Verfall. Ein Riss, der durch dein Leben fährt, zeigt Licht, das neues Hoffen nährt. Was gestern noch verloren schien, beginnt in dir erneut zu blühn. Kein Winter bleibt auf ewig steh’n, wenn junge Triebe aufersteh’n. Du bist gefallen – nicht besiegt, weil unter Asche

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Etikett

Das Kleid hängt an der Schranktür. Noch mit Etikett. Ein kleines weißes Fähnchen, auf dem die Hoffnung bezahlbar war. Sie hatte es gekauft für einen Abend, der später lautlos aus dem Kalender fiel. Jetzt fällt der Stoff in schönen Linien, als wüsste er nicht, dass Vorfreude auch knittern kann. Auf dem Bett liegt der Kassenbon,

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Ordnung ist das halbe Leben

Ein Mensch sich so hin und wieder aufrafft, in seiner Wohnung gründlich Ordnung schafft. Jetzt wie ein einsetzender Wirbelwind, energisch mit dem Aufräumen beginnt. Hierbei er alles ganz genau sichtet, manches sortiert, ordnet und aufschichtet. Den Erfolg er rasch zu sehen beginnt, die Ordnung wieder an Kontur gewinnt. Auch als Ordnungsliebender nie vergisst, dass die

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Das Cafe

Irgendwann ist der Ofen aus. Die Welt steht auf dem Kopf. Der Mond spielt Geige. Der Berg denkt nur an Feste. Der Baum sucht den Strand. Und die Amsel ist beim Kochkurs. Und für all das fehlt die Idee. Der Satz. Die Wahrheit. Das Leben. Die Phantasie. Und Du sitzt auf der Bank. Siehst Dir

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Pünktlich für die Stille

Er kommt mit Blumen. Wie immer zu spät für alles, was wichtig war, und pünktlich für die Stille. Der Friedhof liegt sauber da, als hätte jemand die Trauer gekämmt. Er beugt sich zum Stein, legt den Strauß nieder und sucht in seinen Taschen. Kein Satz. Nur ein Taschentuch, ein Bonbonpapier, der Schlüssel zu einer Wohnung,

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Wie ein Händefalten

Schmetterling flatternde Leichtigkeit du Lächeln der Lüfte betört durch Blumendüfte die ihren Nektar anpreisen durchschwirrst du die Blütenfülle du kleiner unruhiger Geist jetzt lässt du dich nieder für einen Moment der Stille mit deinem Hauch von nichts dem alles innewohnt und schließt für einen Augenblick die Flügel wie ein Händefalten.

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Wind des Wandels – Welt im Wechsel

Zum ersten Mal seit es Computer gibt, ist der Arbeitsmarkt schlecht für den, der computerverliebt: Die Power-Point Präsentation kann ein Kind mit KI Geschick doch schon, dafür brauch ich keinen McKinsey-Berater, Junior-Chef schult um zum Würstchenbrater, gern auch vegan. Die Entwicklung geht weiter, der Bedarf an Kassierer:innen, an Programmierern und an Rechtsanwält:innen wird lahm. Bleibt

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Akrobaten

Ich gehöre zur mächtigsten Familie des Universums! Zu meiner Familie gehören Zeitreisende. Die wissen genau, was die Nudeln in Zukunft kosten. Zu meiner Familie gehören Forscher. Die wissen genau, warum ein Schmetterling lacht. Zu meiner Familie gehören Dichter. Die wissen genau, was Brumdibrum in der Poesie bedeutet. Meine Familie ist ein Geschenk an die Welt!

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Zwei Fremde

Zwei Fremde gehn am fernen Strand, getrieben von dem Sturm der Welt; sie reichen sich die kalte Hand, weil keine Heimat sie mehr hält. Sie flohen vor der eignen Nacht, den Bergen, die im Rauch versinken; das Schicksal hat sie hergebracht, am Quell der Hoffnung neu zu trinken. Und suchen in dem fahlen Licht ein

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Am Meer

Frisch weht der Wind am Strand, ich lausche und möchte gern bleiben – blau scheint der Himmel – ein breites Band, auch Sonne wird sich noch zeigen. WIND – WEITE – DAS WASSER – DAS MEER ich atme sie ein und bin glücklich. Ein Gefühl großer Freiheit ergreift mich schwer und lässt mich spür’n zuversichtlich

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Unruhe

sie rollt auf mich zu sie wird immer schneller das macht mir schon Angst. Wind, Weite, Wasser und Meer sind so weit entfernt von mir – wie die Freiheit .

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Das unverschlossene Tor

Vom Paradies blieb nicht viel. Nur Sterne, diese kleinen glühenden Stecknadelköpfe im Mantel der Nacht. Nur Blumen, die morgens aus der Erde kommen, als hätte jemand Farbe vergraben. Und Kinderaugen. Offen wie Fenster in einem Haus, das noch nichts fürchtet. Sie sehen einen Käfer und meinen: Wunder. Sie sehen Seifenblasen und meinen: der Atem ist

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Hoffnung und Glaube

Des Menschen Zeit hier auf der Erden Nicht allzu lang bemessen ist. Was soll denn einmal aus uns werden, Wenn diese Frist vergangen ist? Der Glaube hilft bei dem Gedanken an diese kurze Erdenzeit. Der Glaube, dass uns keine Schranken abhalten von Unendlichkeit in Gottes ewig gutem Reich. Doch vor dem Schlusspunkt hier auf Erden

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Unversehrt

Der Kuchen ist unversehrt. Das ist das Traurigste. Keine Gabelspur, kein schiefer Schnitt, kein Finger im Zuckerrand. Nur ich am Tisch, zu wenig Anlass für Besuch, zu viel Mensch für diese Stille. Die Kerze liegt daneben, noch weiß, noch nutzlos, ein kleines Versprechen, das niemand einlöst.

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Das Fußballfiasko

Wenn die nackte Theorie auf die unbarmherzige Realität des Rasens prallt, nützt auch der dümmste Spruch nichts. Julian Nagelsmann trat an, als der „große mathematische Architekt“ des deutschen Fußballs; ein Meister der der geschwollenen Taktik-Phrasen. Er wollte das Spiel berechenbar machen, groß es in starre, logische Bahnen lenken, und vergaß dabei das Wesentliche: Den lebendigen

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Gezecht im Blauen Hecht

Im blauen Hecht gezecht ein Mann an Bier und Schnaps so viel er kann, hat dann gezahlt trat vor das Tor das Gleichgewicht darauf verlor. ————- Er fällt dann auf die Straße hin die frische Luft raubt ihm den Sinn, dort liegt er seit zwei Stunden schon ist ausgesetzt dort Spott und Hohn. ————— Zwei

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