Die Piratin in der Taverne II

Die sehnliche Taverne war voll von linden Mäusen. Sie liefen doch drinnen wie die Zaubergeister herum. Man spürte den Geruch von der toten, sanften Ratte, die eine falbe Katze zu fangen schien, heute früh. Das Spinnennetz schmückte doch die zierliche Taverne. Eine Spinne schlief unendlich, wie ein Uhu, ruhig. Ein Papagei sehnte sich nach mancher […]

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Aufbruch aus der Stille

Der Stein in deiner müden Brust war einst so schwer wie dunkle Lust. Doch weicht er nun dem Licht des Tages, das still erscheint am Rand des Hanges. Die Hülle, kalt und einsam, schwer, zerbricht und gibt die Wege frei. Sie hält dich nun nicht mehr, die Zeit der Starre ist vorbei. Die Schatten, die

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Nach dem Applaus

Ich bin kein Clown. Mein Lachen jongliert mit Wahrheiten, die zerspringen wie Glas. Mein Gewand aus Rauten raschelt leise wie Kulissenstoff, der nicht mehr an Wunder glaubt. Auf meinen Schuhen Staub von tausend Abenden, während draußen die Welt zerfällt. Unter der schwarzen Maske ein Blick, der zu viel gesehen hat. Ich trete hinaus, gebe euch

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Fest im Leben stehen

Er steht fest im Leben und sich bemüht, jederzeit vor Fleiß und auch Ehrgeiz sprüht, kommt trotz dieser Tugenden nicht voran, somit keinen Erfolg verbuchen kann. Pech und Misserfolg ihn stets begleiten, ständig Kummer und Ärger bereiten. Jegliche Lebensfreude nun mal fehlt, die normalerweise zum Standard zählt. Da dieser Mensch sich recht sparsam bewegt, grundsätzlich

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Die Piratin in der Taverne II

Die sehnliche Taverne war voll von linden Mäusen. Sie liefen doch drinnen wie die Zaubergeister herum. Man spürte den Geruch von der toten, sanften Ratte, die eine falbe Katze zu fangen schien, heute früh. Das Spinnennetz schmückte doch die zierliche Taverne. Eine Spinne schlief unendlich, wie ein Uhu, ruhig. Ein Papagei sehnte sich nach mancher

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Humor als Schutzschild

Ein Mensch immer im Reinen mit sich lebt, obwohl der Misserfolg oft an ihm klebt. Mancher von oben herab auf ihn schaut, ihm selten mal Positives zutraut. Wird zudem von einigen arrogant, äußerst beleidigend „Loser“ genannt. Bei alledem er sich weder beklagt noch seinen Kopf hängen lässt und verzagt. All dieses Unrecht er locker wegsteckt,

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Das Wunder aus der Frühlings Erde des Frühlingsweg

Es war Zuhause nahe dem Teich die Wolken hoch am Horizonte gleiten, vom Kirchturm laut erscholl verheißungsreich mit süßem Ton das Kirchturm läuten. ————————– Wie schmelzend` Silber glitzert Teich – einher zwei Enten schwammen auf des Teiches Spiegel, ein Elsterpaar flog durch das Lüfte Meer im Taktschlag ihrer schwarzen Flügel. ———————— Entfesselt scheint des Frühlings

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Die versperrte Tür (1968)

Ein Sommer in Unruhe, die Welt stand in Brand, der Prager Frühling erschütterte fern jedes Land. Er war neunzehn Jahre, ein Talent ohne Maß, doch in der grauen Kaserne herrschte Befehl – ohne Rast. Ein Ausgang verboten, die Vorschriften waren klar, doch Funktionäre drängten: „Das Spiel ist heut’ da.“ Er ging und er spielte, vom

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„Briefwechsel“

Im Winter schrieb ich dir, zutiefst verliebt. Ich fühlte mich so unwahrscheinlich gut. Dass du nicht nah warst, hat mich zwar betrübt – doch jeder Satz war hell und voller Mut. Im Frühling schrieb ich dir mit einem Hauch von Grün. Die Welt war plötzlich leichter, fast wie neu. Ich sah die Knospen in den

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Ball der Irren

In dieser fahl erleuchteten Stunde wiegen wir uns wehrlos, dem Charme der begehrlichen Musik ergeben, schmiegen wir uns schwerelos an eine mühselig gewundene Melodie. Dieser regelmäßige Rhythmus tut uns gut in erschütternden Zeiten. Er hält uns bei Laune. Er hält die Stimmen weich. Er hält die Katastrophen auf Abstand. Wir tanzen, als ließe sich alles

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Gescheiterte gut Vorsätze

Man hatte sich einiges vorgenommen, doch wieder mal ist es anders gekommen. Die gefassten Vorsätze für dieses Jahr, wurden schon Ende des Monats Februar, gewaltig nervend und somit unbequem, demzufolge zu einem echten Problem. Ganz allmählich man sie fortzusetzen mied und schließlich zum Teufel zu jagen entschied. Bei diesem allerdings recht peinlichen Ziel, hatte ein

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Der Mann der Gegenwart

​Ob du’s glaubst oder nicht – es ist längst geschissen auf dich. Du redest von Ehre und Licht, doch sie sehen in dir – nur Bericht. ​Deine Geborgenheit – als trivial gesehen, du sorgst allein für ihr Wohlergehen. In ihrer verleugneten Realität deine Leistung in Vergessenheit gerät. ​Als Funktion dienst du fremdem Sinn und fremden

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Die Architekten des Glücks

Sie saßen am Tisch mit Plan und Strategie, doch an den Spieler dachten sie nie. Er war ihr Motor, der Sieg in der Hand, das Ticket für sie in ein höheres Land. Den Aufstieg vor Augen, den Ruhm im Visier, planten sie kühn und großspurig beim Bier. Dass er ein Angebot aus der Ferne besaß,

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Universum Fischer

Damals ein Fischerboot am runden Rand, die Netze voll, der Mut so klein. Der Horizont – wie abgespannt, dahinter soll das Nichts wohl sein. Man sagt: „Dort endet diese Welt, es kippt das Meer ins Dunkel fort.“ Und wer zu weit die Segel stellt, wird stürzen in einen tiefen Ort. Dann wächst die Zeit, die

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Kalte Zeit

Ein Tag in der Stadt wie immer beginnt, am frühen Morgen die Stunde verrinnt, das Bild vom Ich im Spiegel zu sehen, zu heiß der Kaffee beim hinausgehen, Menschen stehen wartend an der Ecke, ein Bettler kommt gehüllt in einer Decke, der fragende Blick ohne Hoffnung getan, gehört er mit zu dem alltäglichen Wahn, die

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Zum Affen gemacht

Er ist ein Mensch, der gewaltig übertreibt, anderen einen Bären aufbindet. Prinzipiell dann nicht bei der Wahrheit bleibt, immer mehr neue Lügen erfindet. Wird deshalb von vielen nicht ernstgenommen, trifft mitunter auch auf taube Ohren. Ist in keiner Gesprächsrunde willkommen und zählt zu den störenden Faktoren. Da sich dieser Mensch äußerst peinlich aufführt, bis auf

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Ohne Anschrift

In einer Flasche treiben Verse ohne Anschrift. Die Nacht umschließt die Schrift mit salzigem Schweigen. Auf wogender Zunge trägt die See die suchenden Worte. Sie hören das ferne Flüstern der Küsten. Und irgendwo liest eine fremde Hand die Einsamkeit zu Ende.

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Schutzengel

Du standst bereits am Fuße meiner Wiege und warst bei mir auf allen meinen Wegen. Du streckst mir deine warme Hand entgegen, wenn ich dem Schmerz zu sehr erliege. Du willst mich durch dunkle Tage treu begleiten, Du willst mir niemals von der Seite weichen. Du willst mir deinen starken Arm stets reichen und bist

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