Im Atem der Sehnsucht

Du suchst das ferne Blau der weiten Himmelsbahn, den warmen Blick der Frau, der tief ins Herz dir fahr’n. Du willst fort von diesem Ort, der an dir zehrt und klebt, wo jeder Tag wie Staub zerfällt und nichts mehr wirklich lebt. In dir brennt ein Geist, der hell und ungestüm noch lacht, doch das […]

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Landkarte der Sterne

Die Dämmerung vergangener Tage, doch deine Schritte bleiben leicht. Ein Herz, das träumt trotz aller Klage, das offen ist und selten jemand erreicht Du greifst nach den Sternen, der Nebel will dich entfernen. Manchmal glimmen ferne Lichter – und du siehst vertraute Gesichter. Die Jahre fluten wie ein Fluss, sie tragen Last und Überfluss. Doch

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Der Prolet

Wer bist Du fragt die Welt? Und ich sage! Ich arbeite von 7 bis 4. Schleppe Steine. Schaufele Erde. Hebe Gräben aus. Säubere Maschinen. Reinige Plätze. Und zahle damit die Miete. Nahrung. Strom. Und gehe mal ins Kino. In Kneipen. Liege auf dem Bett. Und sehe die Sterne. Und hoffe, sie werden Freunde! Wer bist

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Aufbruch und Rückblick

Was hat das Leben mir gezeigt? Mal heller Aufbruch, mal Schmerz zugleich. Die Wege, die ich suchend ging, trugen schon Kindheitsschatten im Ring. Die Jugend – ein Erwarten ohne Halt, ein warmes Träumen – manchmal kalt. Manches Ziel war nur ein Schein und oft fühlte ich mich still und allein. Manche Hoffnung verschwand, doch Neues

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Rädchen im System

Fragst du dich noch, was du wohl bist, ein Mensch, der längst vergessen ist, ein Rädchen nur an jedem Ort, das man benutzt – und wirft es fort. Du träumst von Sinn, von Glaubensschein, doch darfst nur Teil des Systems sein. Man lenkt dich stumm, man zählt dich bloß, dein Herz – ein Werkzeug, nutzlos

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Gutmütige Bescheidenheit

Du stehst gelassen über die Dinge, verzichtest still auf große Gewinne. Kein Laut begleitet Deinen Schritt, Du trägst das Herz der Güte mit. Dein Wissen bleibt ein stiller Schatz, Du suchst nicht Ruhm, noch den hohen Platz. Du hilfst, wo andre zögern still, weil Dich kein Eigennutz mehr will. Doch manchmal, leise, wird’s zur Qual,

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Nothings new

My heart tired and torn, Nothing to bring it to live anymore. Where hope and yearning to be loved merely once fired, a tiny glimmer burning in my soul, Now resemble the aftermath of a house fire. Everything valued burned to ashes. The deadly silence playing in tune with my deepest desire.

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Nasser Sand

Nach allem steht sie allein am Meer. Nach der Liebe, nach der Arbeit, nach einer Hoffnung, die zu lange ihren Mantel anbehielt. Genauer muss man es nicht sagen. Das Meer fragt nicht, welche Art von Ende man mitgebracht hat. Es nimmt alles mit derselben nassen Hand: Muscheln, Plastikdeckel, Fußspuren, Namen, die jemand zu spät noch

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Scheine

Ich habe alles gesagt! Bis auf das Eine. Das wichtigste über das Leben. Reise! Wenn Du kein Geld hast. Dann reise mit jedem Lied. Dann reise mit jedem Blick. Dann reise mit jedem Wort. Dann reise mit jedem Traum. Reise! Bis Du Engel triffst Bis Du Gold findest. Bis Du Feste erlebst Sei die Freiheit!

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Meine Freiheit

… beginnt mit jedem Morgen neu … ist „Nein“ sagen zu dürfen ohne dafür bestraft oder verurteilt zu werden … ist meine Meinung auch öffentlich vertreten zu dürfen … ist meine Grenzen immer wieder neu zu bestimmen … ist meine Liebe frei erleben und leben zu können … ist zu mir stehen zu können …

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Damals…

Damals! Hier gewohnt. Frische Farben. Quälen noch manche Narben. Schaut befangen. Fast gelähmt. Sein Erinnern schnell gezähmt. Sich umgedreht. Dumpfe Wehr. Nie, nie wieder kommt er her. Bernd Tunn Tetje

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Kunstgenuss

Die Nachtigall wunderschöne Lieder singt, für die Menschen der Gesang wohltuend klingt. Nachts -in freier Natur- gibt sie ihr Konzert, legt dabei auf eine Gage keinen Wert. Vertreibt so durch kostenlose Sangeslust ein wenig den Menschen ihren Alltagsfrust. Erheblich anders dagegen liegt der Fall bei der singenden „menschlichen Nachtigall,“ denn diese singt lediglich in einem

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Meinungsaustausch

Man sitzt zusammen und diskutiert und seine Meinungen austauscht, Wirr durcheinander geredet wird, Unwichtiges kräftig aufbauscht. So sprechen sie alle frank und frei, doch mancher nicht richtig zuhört, reden oft aneinander vorbei, was verständigungsmäßig stört. Wer sich am lautesten artikuliert, mit seiner Stimme Eindruck schindet, wird im Allgemeinen voll akzeptiert, nicht selten auch Zustimmung findet.

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Übertriebene Aktivität

Ein Mensch immerzu im Leben seinen Mann steht, es sich meist um Erfolg und Anerkennung dreht, für diesen Zweck alles auf eine Karte setzt und von einer Aktivität zur nächsten hetzt. Ehrgeiz und Fleiß ihn gewaltig motivieren, will letztlich keine wertvolle Zeit verlieren. Deshalb zielstrebig Geplantes zu Ende bringt, Faulheit sowie Bequemlichkeit in die Knie

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Das Monster

Beim Blick in den Spiegel es dir arg graute, ein fürchterliches Monster dich anschaute, das den Platz deines Spiegelbildes einnahm und gewaltig unangenehm rüberkam. Der Schreck dir gehörig in die Glieder fuhr, dein Gleichgewicht kippte sofort aus der Spur. Der Fall hatte dir die Sprache verschlagen, warst nicht fähig, auch nur ein Wort zu sagen.

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Der Philosoph

Der erste Mensch mit einem Lächeln. Er hat sich gesagt: „Ich bin Pleite! Habe keine Arbeit! Bin ohne Macht! Ohne Freunde. Ohne Ansehen. Ohne Denken. Und ohne Ehrgeiz. Und ohne jeden Gewinn. Und auch ohne Bedeutung! Aber ich liege in der Sonne! Höre Musik. Rede mit den Blumen. Reise mit dem Fluss. Und atme. Und

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Stille heuchelt…

Der Wind wieder milder geht. Müde ist der Sturm verweht. Die Schiffe suchen Flächen ab. Dümpeln übers Seemannsgrab. Rettungsringe treiben nichtig. Gestern waren sie noch wichtig. Stille heuchelt ins Geschehen. Es gibt nichts mehr zu verstehen. Das Meer gibt frei auf seine Art. Diesmal schließt es keinen Part. Zuhause die Gemüter bangen. Tränen laufen über

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Seltsamer Diebstahl

Ein Dieb ist asozial und gemein, verwechselt immer wieder mein und dein. Nutzt hierbei mit großer Wahrscheinlichkeit, jede sich bietende Gelegenheit. Übeltäter werden selten erwischt, weil die Polizei meist im Trüben fischt. Den Kampf gegen die Diebe nicht gewinnt, die zahlenmäßig überlegen sind. Doch wenn wirklich mal einer ins Netz geht, dann die Tat zu

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Zeit

Warum diese verbissenheit, diese negativen Gedanken? Ich will doch nur Energie für neues tanken Eingehüllt in diese schwere Dunkelheit Lass endlich los es wird zeit Ich will wieder Liebe und Freude spüren Und nicht immer dieses Feuer in mir spüren Jegliche Wut und Hass der in mir wohnt, hat sich bisher noch nie gelohnt Gefangen

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Als Verlierer dastehen

Um in seinem Leben was zu erreichen, muss solides Können vorhanden sein. Stellt die Glücksgöttin dann geschickt die Weichen, hat man reichlich Glück und gleichzeitig Schwein. Doch jeder ist allein seines Glückes Schmied. Für sein Glück er die Verantwortung trägt. Wer aber die besten Chancen übersieht, später kaum etwas erfolgreich bewegt. Oft hat ein Mensch

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