Mutlos!

Mutlos! Er steht lange wartend da. Sie steht seinem Herzen nah. Hoffentlich hat sie verzieh`n. Laternenlicht beleuchtet ihn. Gefühlte Zeit ist längst vorbei. Kirchenuhr schlägt halb Zwei. Spürt die Tränen immer mehr. Seine Schritte lenkt er schwer. Bernd Tunn Tetje

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Auf dem Teppich bleiben

Manche Menschen alles gelassen ansehen, mit Besonnenheit und Geduld ans Werk gehen. Weder Hektik noch unschönen Stress entfachen, ständig alles nur mit großer Ruhe machen. Keineswegs leichtfertig nach Höherem streben, dem Schicksal keine Chance zur Entfaltung geben, dazu bescheiden sind und nichts übertreiben, stets mit beiden Beinen auf dem Teppich bleiben. Ihr Handeln somit ziemlich

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Spurensuche

Wir zwei Wie wir schweigsam uns’re Füße In den nassen Sand eindrücken Und uns’re Spuren beinah Beiläufig hinterlassen. Was bleibt von uns, Wenn die Flut kommt? Du greifst hinein in meine Spur, Nimmst Sand in beide Hände Du fragst „Du fürchtest Die Vergänglichkeit?!“ Und steckst den Sand In meine Taschen. Wie oft wir stiegen Und

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Das achte Gebot -Du sollst nicht lügen-

Die meisten Menschen niemanden betrügen, aber ohne Bedenken drauflos lügen. Sehen die Lüge als Kavaliersverbot und werden aus Scham äußerst selten mal rot. Es gibt Menschen, die mit großem Vergnügen, das Blaue vom Himmel herunterlügen. Dabei dann stets fürchterlich übertreiben, nie auf den Boden der Tatsachen bleiben. Auch um die Konkurrenten zu besiegen, wird gelogen,

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Sommererlebnis in der Wüste

Der Chor der Grillen unter der drückenden Hitze tobt and schreit, kein Windhauch fächelt uns Kühlung zu, der stahlblaue Himmel verscheucht alle Wolken und die Sonne hat ein leichtes Spiel. Wir ziehen uns hinter die vier Wände zurück, Klimaanlage unablässig brummt die ganze Nacht. Es könnte eines Tages das Wasser uns ausgehen, dann wandern wir

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Auffallen durch Fehlen

Wer mit Ausdauer und Fleiß von sich reden macht, hat es zu einem bekannten Menschen gebracht. Dieser hält nicht zuletzt mit seinem Intellekt, sein Schaffen für gekonnt und nahezu perfekt. Alles was er immerzu auf die Beine stellt, sehr gut findet und damit positiv auffällt. Dennoch die Lebenspraxis keineswegs verhehlt, gut ist ein Mensch nur,

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Die Sonne über der Lücke

Im Kindergarten riechen die Tische nach Kleber, Apfelsaft und kleinen Entscheidungen. Heute malt jedes Kind seine Familie. Sie malt zuerst sich selbst. Ein Kleid aus Rot, zwei Beine, die den Boden suchen. Dann Mama. Dann den Bruder. Dann das Fenster. Dann ein Haus. Neben dem Haus bleibt Platz. Genug Platz für einen Körper, für Haare

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Um keinen Spruch erlegen

Mancher kann sich auf jedem Parkett bewegen, ist hierbei um keinen coolen Spruch verlegen. Mit lockeren Smalltalk-Themen begeistert plauscht, so dass man sehr aufmerksam seinen Worten lauscht. Er sich stets von der charmantesten Seite zeigt, doch wenn es sein muss, auch hin und wieder mal schweigt. Großen Humor dieser Mensch immerzu beweist, Witze und Sprüche

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Aspekte der Feigheit

Wenn ein Mensch sich sehr feige verhält, es vielen Mitmenschen arg missfällt, sie ihn als Versager betrachten, sein Handeln allgemein verachten. So wird häufig feiges Geschehen, äußerst negativ angesehen, für das jegliches Verständnis fehlt, denn nur mutiges Verhalten zählt. Doch auch ein positiver Aspekt, durchaus im feigen Verhalten steckt. Wendet man die Feigheit geschickt an,

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Engstirnigkeit

Er ist ein Mensch, der sich engstirnig verhält, deshalb nie von seiner Meinung abweicht. Meinungen anderer meist in Frage stellt, macht es den Mitmenschen keineswegs leicht. Dieser Mensch nie über den Tellerrand schaut, andere Auffassungen nicht wahrnimmt. Nur der eigenen Meinung voll und ganz traut, was wichtig ist, letztlich allein bestimmt. Kompromisse er grundsätzlich nicht

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Zwischen uns

Du gehst aufrecht durch fremde Blicke, trägst, was du bist, in stillem Mut. Die Welt ist laut, nicht immer gütig, doch du bleibst offen, bleibst dir gut. Du zeigst dich ehrlich, ohne Maske, dein Lächeln trägt kein falsches Licht. Und was du fühlst, das hat Gewicht – nur meines trifft dein Hoffen nicht. Ich seh

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Blumenrote Schwärze

Eine schwarze Mauer, blumenrot, steht stumm im Tal von Traum und Not. Kein Wort erklärt, warum sie steht, nur Schweigen, das durchs Denken geht. Sie teilt kein Land, sie teilt den Blick, hält manchen fest, treibt ihn zurück. Was hier beginnt, ist dort nicht wahr, der Weg verschwimmt, das Ziel bleibt klar. Aus Stein gebaut,

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Der Rufer in der Brandung

Im Wechselspiel von Trug und klarer Sicht erscheint die Welt wie ein Schauspiel ohne Licht. Man trägt die Maske auf der großen Bühne, so dass die Lüge dort vor Neid ergrüne. Die Liebe glimmt, ein fernes Feuerlein, der Hass hingegen schlägt in Flammen ein. Dazwischen stehst du, fest wie harter Stein, vom Sturm umtost, doch

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Disco-Dämmerung

Unter grellem Neonlicht entfaltet sich eine Szene ohne Gesicht. Aufgeblasen, makellos poliert, von Spiegeln umstellt, vom eigenen Bild verführt. Und wer sind wir? Man blickt herab, als trüge unser Glanz nicht ihren Maßstab. Die Halle – künstlich, glatt und leer, Gestalten darin, schön und seltsam schwer. Sie leuchten, doch die Wärme fehlt, ein Funkeln, das

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Tief in Büschen…

Tief in Büschen… Mondeslicht dringt in den Wald. Doch irgendwie wirkt er sehr kalt. Tief in Büschen Schatten hocken. Die Tiere lassen sich nicht locken. Baumkronen im Winde sprechen. Doch hin und wieder Äste brechen. Die Wanderwege einsam scheinen. Mit sanften Dunkel sich vereinen. Im nahen Dorf die Lichter neigen. Mystik tanzt sanft ihren Reigen.

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Cash

Da die Vergütung einer Rechnung fällig wird, will man sie mit einem Lächeln begleichen. Doch die Art der Begleichung nicht funktioniert, ein Lächeln allein wir hierzu nicht reichen. So ist die Freundlichkeit nur von geringem Wert, kommt gegen eine harte Währung nicht an. „Mit Cash in der Hand“ man sicher viel besser fährt, seine Schulden

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Tief im Herzen…

Tief im Herzen… Beim Schauen staunt sie nur. Sanftes Streicheln der Natur. Ihre Zeit hier endlos scheint. Das Gefühl hier gerne weint. Denkt unbewusst so dahin. Dieser Anblick macht ein Sinn. Spürt das Gott ihr dies erweist. Tief im Herzen sie ihn preist. Bernd Tunn Tetje

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In meiner Phantasie

In meiner Phantasie, hab ich Lindenberg getroffen. Ich gewann seine Sympathie und wir beide haben gesoffen. Welch ein Spektakel, wenn sich Persönlichkeiten unterhalten. Welch ein Spektakel für alle kommerziellen Fernsehanstalten. Wir beide haben ziemlich viel Kritiker, aber wir bleiben immer „in“, Udo als Musiker und ich als Lyriker und das ist unser gemeinsamer Sinn. Die

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Blutspur im Satz

Du sagst: Du siehst heute wieder gut aus, und ich merke, wie ein einzelnes Wort den gesamten Satz beschädigt: wieder. Ein kleines Wort, kaum größer als ein Kratzer, aber tief genug, um darin Vergleiche zu lagern. Ich lächle kurz und bedanke mich für die präzise Beleidigung. Du meinst es nicht so. Das ist das Schlimme.

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Falsche Papiere

Der Kühlschrank hat Vorstrafen. Er hat ganze Diäten verschwinden lassen, Pläne vereitelt, Vorsätze kaltgestellt und die Nacht portioniert in Tupperdosen. Ich komme zu ihm mit leerem Mund und vollen Händen. Er fragt nicht, woher die Unruhe stammt. Er nimmt sie entgegen, legt sie neben die Butter, hinter das Glas mit den sauren Gurken. Er hält

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