Zeitblüten

Die Stunden zeigen nur Häfen. Die Zahlen reden mit Licht Die Jahre malen nur Herzen. Die beste Zeit auf der Uhr. Die Liebe die Träume lebt. Das Reisen zeigen nur Türen. Das Denken lebt nur Spiele. Die Stille sieht nur Inseln. Der beste Leben auf der Welt. Der Blick der Bilder malt. Die Zeit lebt

Zeitblüten Weiterlesen »

Heruntergekommen

Zerlumpt, verloren, ohne Licht, die Hoffnung weicht dem Angesicht. Die Scham vor Freunden – einst vertraut, hat dir fremde Wege gebaut. Dein Blick ist traurig, unsicher, leer, die Liebe bleibt dir fern und schwer. Du lebst in Kreisen, die nicht passen, bei denen Träume schnell verblassen. Gammler, Diebe – rau und laut, doch sie sind

Heruntergekommen Weiterlesen »

Ich bin keine Leiche

Ich trat in eine fremde Bar, der Rauch lag schwer, das Licht war klar. Ein Lächeln traf mich wie ein Schein, ihr Blick – so still, so ganz allein. Ein Drink, ein Wort, ein kurzes Spiel, ihr Wesen warm, nicht viel zu viel. Sie nahm mich auf, ganz ohne List, als wär ich mehr –

Ich bin keine Leiche Weiterlesen »

Ausstieg

Manchmal will ich alles lassen, will ausbrechen aus den stillen Gassen. Doch dann fehlt mir wieder der Mut – vielleicht ist das sogar gut. Ich denk zurück an jenen Mann in Berlin, der mich um ein paar Münzen bat – ganz kühn. An den Junkie in Wien, der mir sein Leben zeigte, und dabei leise

Ausstieg Weiterlesen »

Das falsche Spiel

Ich spüre deutlich, was hier läuft: das Spiel ist falsch, es ist erkauft. Drum steige ich nun frustriert aus, mein Weg führt heim, ich geh nach Haus. Bei euch läuft’s nicht mit rechten Dingen, ihr könnt nur durch Betrug gewinnen. Beweisen kann ich’s nicht genau, doch eure List ist nicht sehr schlau. Ich bin kein

Das falsche Spiel Weiterlesen »

Musik

Verträumt auf staubigen Straßen, wie einst bei Easy Rider-Phasen. Da lag die Freiheit noch im Klang, die Liebe trug uns lebenslang. Doch bald erhob sich kalt der Profit, die Leute sahen es – und machten mit. Was einst als Botschaft war gedacht, hat Kommerz laut zum Kauf gemacht. Musik – sie wollte Frieden tragen, von

Musik Weiterlesen »

Marktwirtschaft

Man nennt sie frei, man nennt sie stark, ein goldener Tempel, hell und markant. Doch hinter Glanz und surrendem Rad verliert so mancher seinen Pfad. Die einen löschen still ihr Licht, verglühen leise, wie Sterne im Nichts. Die andern nehmen Gift und Rauch, bis jeder Traum im Nebel zerbrach. Und wieder andre schlagen Wunden in

Marktwirtschaft Weiterlesen »

Fans

Ich habe nichts gegen Leidenschaft – sie fließt wie Feuer, pulst mit Kraft. Doch Fan zu sein heißt nicht: Gewalt, kein Sturm, der blind das Spiel durchschallt. Man muss den Glanz im Gegner sehen, die Würde seines Spiels verstehen – ein Licht, verborgen, doch bereit, im Schatten dunkler Rivalität . Wer Hass schon vor dem

Fans Weiterlesen »

Gegen den Strom schwimmen

Ein Mensch, der sich nicht so schnell anpasst, lässt sich ungern dirigieren, jede Anweisung wie die Pest hasst, kann sich selber motivieren. Von seiner Meinung er nie abweicht, mit ihr oft gegen den Strom schwimmt, nicht mit der Masse nach vorne schleicht und alles stillschweigend hinnimmt. Doch mit Macht stromaufwärts zu schwimmen, ist sicherlich ungemein

Gegen den Strom schwimmen Weiterlesen »

Wald und Freiheit

Der Wald ist unsrer Seele Ort, ein Raum aus Maß und stiller Kraft; wo Wurzeln tragen, wächst das Wort, das Ordnung gibt und Zukunft schafft. Freiheit ist nicht bloßes Wollen, sie wächst aus Pflicht und klarem Sinn; wo Menschen ihre Aufgabe kennen, gewinnt das Leben festen Gewinn. Aus Herkunft wächst, was Zukunft trägt, wenn Verantwortung

Wald und Freiheit Weiterlesen »

Im deutschen Wald

Der deutsche Wald ist unsre Ruh, der Seele stiller Aufenthalt; wo Blatt und Licht im Wechsel sind, wird Herz und Geist zugleich gestaltet. Hier wächst, was uns zusammenhält, aus Wurzel, Zeit und festem Stand; nicht Abgrenzung macht Heimat aus, sondern was trägt in diesem Land. Wir wollen sein, was uns bestimmt: verantwortlich, in Treue klar;

Im deutschen Wald Weiterlesen »

Der Weg zum Herbst des Lebens

Ein Mensch vor der Tür zum „Herbst seines Lebens“ steht, doch diesen Lebensabschnitt noch nicht betritt, letztendlich er den Weg des „Zweiten Frühlings“ geht, hält mit Jüngeren bemerkenswert gut mit. Zwar sind seine Haare mittlerweile ergraut, aber lichte Stellen sind nicht zu sehen, den jungen Mädchen sehr gerne hinterherschaut, denn es ist schwer, ihnen zu

Der Weg zum Herbst des Lebens Weiterlesen »

Werde Meer

Wenn man sich ängstigt vor der eigenen Tiefe, lebt man am Ufer wie auf geliehenem Boden. Man sagt: Das Leben ist zu viel. Die Welt ist zu laut, die Liebe zu unsicher. Aber niemand wird verschont. Es kommt alles: Liebe, Verlust, Sturm. Wer glaubt, er sei für das Ufer gemacht, wird an jeder Welle krank.

Werde Meer Weiterlesen »

Ein älterer Herr

Im Alter muss der Mensch sich häufig quälen, denn jede Bewegung fällt meist sehr schwer. Letztendlich ihm Kraft und Ausdauer fehlen, ist dennoch ein älterer, netter Herr. Lässt manchmal sein Leben „Revue passieren,“ Vergangenes in Erinnerung nimmt. Kann das Veranlasste noch akzeptieren, sogar auch aus heutiger Sicht zustimmt. Sein Leben hat gute und schlechte Seiten,

Ein älterer Herr Weiterlesen »