Liebevolle Sonnenmädchen

Die Sonne glüht auf goldner Bahn, sie küsst die Haut der Mädchen warm. Zwei Körper ruh’n im Licht vereint, von Wärme still und sanft gemeint. Ein Mädchen streicht durch Gretchens Haar, so zart, als wär ’s aus Morgentau. Und Gretchen, liebevoll und klar, berührt sie leise, fast wie ein Hauch. Sie lieben sich im Sonnenschein, […]

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Hysterische Liebe

Ich bin daheim angekommen, zwischen den Bäumen erklommen. Die Hysterie habe ich dabei mitgenommen. Ich bin hysterisch verstimmt; sie ist übertrieben erregt. Unsere Liebe versagt – auf griechisches Hysterikós beruhend. Die hysterische Liebe erstickt uns, bewahrt uns, zerquetscht uns.

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Liebe um 18:20

Es ist die Zeit gekommen – achtzehn Uhr zwanzig! Ich schaue in die App schon fleißig – achtzehn Uhr dreißig! Er schreibt eilig – achtzehn Uhr vierzig! Vor dem Türspion steht jemand Mitte dreißig – achtzehn Uhr fünfzig! Er ist da, aber hurtig und nicht zärtlichkeitsbedürftig. Meine Liebe geht weg um neunzehn Uhr – mit

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In einer App

In einer App Ich liege auf der Wiese. Ich wische ab und zu. Ich bewege meinen Daumen. Wische ich ihn durch die App-Gesichter auf dem Smartphone, auf dem Phone. In der App gibt es, es gibt sie, die Gesichter, die unbekannten Wesen. Gibt es da die Liebe? Gibt es die wirklich? Oder gibt es nur

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Für immer

Bleib mit mir – für immer. Ich liebe dich seit immer so wie ein Schimmer. Bleib mit mir! Ich spüre, wie du mich umgibst. Bleib bei mir! Du spürst, wie dich die Liebe umarmt. Unsere Liebe bleibt für immer, weil ich dich liebe – für immer.

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Sommerliche Liebe

Liebe ist so durchsichtig wie eine Wolke, Liebe ist so übersichtlich wie die Sonne. Liebe ist so heiß wie Gewitter, Liebe ist so zart wie sommerliche Blätter. Die sommerliche Liebe, ich suche dich. Ich suche dich in meiner Nähe. Die sommerliche Liebe, ich hätte dich – sehr gern, sehr lieb. Ich hätte dich im Sommer

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Auf der Wiese

Ich atme und fühle die sommerliche Liebe. Ich spüre auf der Wiese einen Mann, der auf mich blickt. Mein Herz klopft, sein Herz schlägt. Unsere Blicke zentrieren, unsere Sinne vibrieren. Komm, küss mich! Komm, fühl mich! Der Mann schaut weg, ich schaue auch weg. Wo ist die Liebe? Die Liebe liegt auf der Wiese.

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Zeitenzug im wahren Norden

Wenn die Wenden sich wenden, und die Dänen es beenden, und Wikinger stoßen dazu – da bleibt diesem Land kaum je Ruh. Wenn Sachsen sich lagern, und Angeln hier wagen, ihr Maß in die Fluren zu tun, beginnt ein beständiges Ruh’n. Dann Preußen und Österreich treten in Ordnung und Recht auf die Beeten; was wirr

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Holsteinische Schweiz – Zeiten im Land

Mal Angeln, mal Sachsen zogen hier, durch Wälder, Seen und Hügelketten; sie ließen Spuren, leise, schier, in Flur und alten Siedlungsstätten. Dann Keltenklang, dann Wendenzeit, in frühen Formen, schwer zu fassen; ein Land im Wandel, stets bereit, doch nie sich selbst dabei verlassen. Die Wikinger durchzogen einst die Wasser, kühn und ohne Zagen; und Dänenherrschaft,

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Holsteinische Schweiz – Reigen der Naturlandschaft

Holsteinische Schweiz, im Hügelgang, vom Eis der Zeiten einst gehoben, zieht sich ein stiller Lebensklang durch Seen und Felder, licht verwoben. Die Moränen tragen alte Spur, vom Werden in vergangnen Tagen; und in der sanft gewellten Flur liegt mehr, als Worte je vermögen zu sagen. Der Bungsberg schaut in weite Fernen, als wache er über

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Fissauer Maibaum

Auf Fissaus stiller Kirchwies’ Raum, wo Dorf und Wege sich begegnen, erhebt sich fest der junge Baum im Licht, das neue Tage segnen. Wenn Abend sich zum Feste neigt und Hände greifen, ordnend, schlicht, wird, was die Dorfgemeinschaft zeigt, im Tun zur sichtbaren Verpflichtung Pflicht. Die Feuerwehr, mit ruh’ger Kraft, stellt auf, was Stand und

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Maihymne an Eutin

Am See, wo still die Wasser stehen, tritt Mai in lichtem Atem ein; die Ufer, die im Winter schwehen, empfangen nun den goldnen Schein. Die Sonne hebt sich über Dächer, durchbricht das Grau mit milder Macht; und über Gärten, Feld und Fächer liegt sanft ihr Segen, leis entfacht. Im Schlosspark regen sich die Bäume, ein

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Meine Muse

Sag mir den Grund geliebte Muse. Du reichst mir nicht mehr deine Hand? Wo bleiben Phantasie, die schönen Worte? Wo bleibt dein Musenkuss der uns so eng verband? Die Seelenrädchen stehen stumm und still. Sie brachten Wort und Zeile stets ans Ziel. Nun muss ich alte Werke wiederkäuen. Muse, bist du etwa schon senil? Günter

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Gedankenkarussel

Gedankenkarussell fragt nach dem Notausgang. Du hast dich zu hoch geschaukelt, um wieder herunterzugehen, zugleich bist du zu routiniert und zu gelangweilt, um im gleichen Hamsterrad weiter deine Runden zu drehen. Du strebtest nach Ruhe und bekamst Leere. Vielleicht hattest du es davor – voll gepackt, und entsprechend, du konntest es aber nicht verstehen, ohne

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