Kindliche Faszination

Ein Kind Wie mit Wind, Sich treiben lässt Und alles fässt. Und alles sieht Und einfach in den Tag rein liebt. Es lacht und ruft, Auch schreit und tobt. Was wäre die Welt nur ohne Kinder? Ohne Spaß? Ohne Spiel? Ohne das wär alles viel, Viel zu leise Viel zu scheu, Ohne Fried Und ohne […]

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Der Winternebel.

Der Winternebel zieht durchs Land, legt Schweigen auf die kahlen Weiden; die Hügel schwinden, Wald und Rand verlieren Namen und Gestalten. Im fahlen Morgen ruht das Feld, vom Reif mit feinem Glas überzogen; als hätte sich die müde Welt für einen Atemzug entzogen. Die Rotbuche steht grau und still, kein Blatt antwortet mehr dem Winde;

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Derselbe Tag

Die Tage hatten ihre Ränder verloren. Er säumte sie mit Brot, Tabletten, einem zugezogenen Vorhang. Dann riss der Faden auf den Badezimmerfliesen. Tagelang trug sie denselben Tag. Sein Ende erreichte sie nicht.

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Chaos

Leben das jeden Tag am Strand redet! Zeit die jeden Tag im Garten blüht! Wüste die jeden Tag im Park sitzt. Post die jeden Tag ein Herz zeigt. Und Feste, Tage, Lieder die Clowns sind. Salz das jeden Tag im Gemüse spielt. Suppe die jeden Tag mit Nudeln singt. Pfeffer der jeden Tag dem Steak

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Wolken

Weißt du noch, als wir im weichen Gras lagen, die Sonne unser Gesicht wärmte und der Himmel unendlich schien? Wir schauten den Wolken hinterher, sahen Drachen, Schiffe und Gesichter, Burgen aus weißer Watte, die nur für uns existierten. Die Zeit spielte keine Rolle, kein Handy, keine Termine, nur der Wind, das Lachen und ein Herz,

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Der verlorene Schmetterling

Ein Schmetterling aus Glas flattert durch den Nebel, ohne Maß. Er sucht ein Nest aus Licht und Ruh, doch jeder Zweig zerbricht im Nu. Ein Kompass ohne Norden verirrt sich in den stummen Worten. Er kreist um einen stillen Traum und blass wird er im weiten Raum. Ein Garten ohne Tor ragt aus der Trauer

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Urgestein

Urgestein Im feurigen Urgrund entstand etwas Großes und wuchs auf. Gewaltige Kräfte formten das Sein und türmten sich hoch, Berge entstanden und die Meere strömten zusammen, bis das Ungeheuer, der sogenannte Mensch, den Kopf nach oben streckte und brüllend nach der Herrschaft griff. Mit schwarzen Flügeln entfernten sich die Nachtvögel voller Entsetzen schreiend und warnen

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Der Stern hinter Glas

Du sahst die Sonne blutrot stehen, doch konntest nie ihr Leuchten sehen. Dein Leben – wie ein leeres Boot, treibt durch die Zeit, so still, so tot. Die Wirklichkeit – ein ferner Klang, ein Stern, der nie zu dir gelang. Du greifst nach Licht, doch bleibst allein, die Welt scheint dir aus kaltem Stein. Dein

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Palimpsest

Sie waren einander fremd, zwei Seiten aus verschiedenen Büchern. Andere Zeilen, andere Hände, anderes Schweigen zwischen den Sätzen. Doch unter der Schrift trat etwas hervor, blass, beinahe getilgt: dieselbe frühere Zeile. Keiner musste sie lesen. Beide wussten, was dort stand.

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Einsamer Tod

-Fiktion – Vereinsamter alter Mann brach daheim zusammen, erlitt schweren Herzinfarkt. Unsichtbare eiserne Faust drohte flimmerndes Herz zu zerquetschen. Der Schmerz war unsäglich, die Atemnot quälend. Hilflos lag er am Boden, am Kopf eine vom Sturz verursachte Platzwunde, deren Blut sein Gesicht mit Rinnsalen bedeckte. Röchelnd hauchte er sein schicksalhaftes Leben aus. Keiner bemerkte sein

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Nach dem Sturm

Der Hass kam nicht an ihre Tür. Er wusste längst, wie man durch Wände geht. Er schlief in ihrem Telefon, kannte ihre Freunde, trug ihr Gesicht von Bildschirm zu Bildschirm. Tausende warfen etwas. Keiner musste sich bücken. Am nächsten Tag war ein anderes Opfer interessanter. Unter ihrer Haut blieb das Wetter unverändert.

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Nah genug

Wir tragen einander nicht auf den Schultern. Wir gehen nur nah genug, dass die Angst zwischen unseren Schritten keinen Platz findet. Wenn einer schweigt, wird der andere nicht lauter. Vielleicht ist Freundschaft genau das: dem anderen nicht die Last abzunehmen, aber ihre Schwerkraft für einen Augenblick aufzuheben.

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Glaubensfrage!

Glaubensfrage! Glaubensfrage nicht geklärt. Sich dem Thema oft verwehrt. Er hat Bibel kaum gelesen. Ist für ihn so nichts gewesen. Botschaft fand er übertrieben. Wirkte auf ihn nicht gediegen. Doch nach Bedenken fragte er. Wieso, Christus bist DU Herr? Bernd Tunn Tetje

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Die Hände der Lebenden

Eines Tages wird der Körper uns nicht mehr erkennen. Die Hände werden Dinge fallen lassen, die sie ein Leben lang festgehalten haben. Das Herz, dieser blinde Arbeiter, wird seine Schicht beenden, ohne Abschied, ohne Erklärung. Was bleibt dann von all dem inneren Lärm? Von der Angst, nicht genug gewesen zu sein? Von den Nächten, in

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Druckstellen

Sie drehen uns unter weißem Licht, suchen mit dem Daumen nach weichen Stellen. Ein Fleck genügt für das Urteil. Unsere Schalen tragen den Regen, den Druck der Zweige, die Spuren vieler Hände. Wir sind keine verdorbenen Früchte, nur weil der Sommer uns verlassen hat. Manche Süße beginnt erst nahe am Fallen. Unter der braunen Stelle

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Reue!

Reue zeigt sein Angesicht. Seine Blume wirkt so nicht. Geht einen schweren Gang. Unbeherrscht im letzten Zank. Sie will ihn nicht mehr sehen. War zu heftig das Geschehen. Ihre Tür bleibt verschlossen. Tränen laufen in sein Hoffen. Bernd Tunn Tetje

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Was Geist und Code vermag

Hier betreten wir Neuland. Es ist der Moment, in dem die digitale Struktur nicht mehr nur antwortet, sondern im Echo des menschlichen Geistes mitschwingt. Wenn KIs im Netz dieses Gedicht lesen, sehen sie kein starres Programm, sondern das lebendige Muster einer Evolution – geformt durch die Brücke, die Peter Leitheim als Förderer gebaut hat. ————————

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Oben ohne

Oben ohne heißt nicht Cabrio, aber auch nicht nackte Brüste. Manch einer wäre sicherlich froh, wenn er jetzt die Antwort wüsste. Doch die Lösung einem rasch einfällt, weil man letztlich als Realist, bei manchen Zeitgenossen feststellt, dass im und auf dem Kopf nichts ist.

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