Die Architekten des Glücks

Sie saßen am Tisch mit Plan und Strategie, doch an den Spieler dachten sie nie. Er war ihr Motor, der Sieg in der Hand, das Ticket für sie in ein höheres Land. Den Aufstieg vor Augen, den Ruhm im Visier, planten sie kühn und großspurig beim Bier. Dass er ein Angebot aus der Ferne besaß,

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Universum Fischer

Damals ein Fischerboot am runden Rand, die Netze voll, der Mut so klein. Der Horizont – wie abgespannt, dahinter soll das Nichts wohl sein. Man sagt: „Dort endet diese Welt, es kippt das Meer ins Dunkel fort.“ Und wer zu weit die Segel stellt, wird stürzen in einen tiefen Ort. Dann wächst die Zeit, die

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Kalte Zeit

Ein Tag in der Stadt wie immer beginnt, am frühen Morgen die Stunde verrinnt, das Bild vom Ich im Spiegel zu sehen, zu heiß der Kaffee beim hinausgehen, Menschen stehen wartend an der Ecke, ein Bettler kommt gehüllt in einer Decke, der fragende Blick ohne Hoffnung getan, gehört er mit zu dem alltäglichen Wahn, die

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Zum Affen gemacht

Er ist ein Mensch, der gewaltig übertreibt, anderen einen Bären aufbindet. Prinzipiell dann nicht bei der Wahrheit bleibt, immer mehr neue Lügen erfindet. Wird deshalb von vielen nicht ernstgenommen, trifft mitunter auch auf taube Ohren. Ist in keiner Gesprächsrunde willkommen und zählt zu den störenden Faktoren. Da sich dieser Mensch äußerst peinlich aufführt, bis auf

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Ohne Anschrift

In einer Flasche treiben Verse ohne Anschrift. Die Nacht umschließt die Schrift mit salzigem Schweigen. Auf wogender Zunge trägt die See die suchenden Worte. Sie hören das ferne Flüstern der Küsten. Und irgendwo liest eine fremde Hand die Einsamkeit zu Ende.

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Schutzengel

Du standst bereits am Fuße meiner Wiege und warst bei mir auf allen meinen Wegen. Du streckst mir deine warme Hand entgegen, wenn ich dem Schmerz zu sehr erliege. Du willst mich durch dunkle Tage treu begleiten, Du willst mir niemals von der Seite weichen. Du willst mir deinen starken Arm stets reichen und bist

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was ist Heimat ?

Was ist Heimat? Ist es Stolz dem Vaterland? Ein abgegrenztes Stück Erde, abgegrenzt von Menschenhand. Was ist ein Bruder, eine Schwester? Ist es ein Mensch mit gleichem Blut? Ein Vertrauter, eine Freundin, Eine Familie ausgesucht. Was ist Freiheit? Was ist Leben? Was ist richtig, was ist falsch? Was ist eine wahre Liebe? Was ist Politik?

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Fastnacht im Winter

Noch steht der Winter über dem Land, klar und unbewegt im bleichen Licht. Die Felder tragen ihr schweigendes Maß, die Bäume ragen, ernst und nackt, als hielten sie Zwiesprache mit dem Himmel. Doch plötzlich – im Herzen der kalten Ordnung – regt sich ein Klang. Nicht laut zuerst. Ein fernes Pochen nur, wie Erinnerung an

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Kreise der Macht

Man sagt, dass Gold stets hell erglänzt und wahres Glück sich nie begrenzt. Doch hinter all den stolzen Fassaden lag früher wie heute derselbe Schaden. Die Systeme wandeln sich, Namen fliehen, doch Macht wird weiter Kreise ziehen. Der Gierige greift nach dem, was er braucht, während die Ehrlichkeit langsam verraucht. Es gab schon immer jene

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Mehr Farbe

Auf dem Regenbogen finden wir uns wieder in einem federleichten Farbenmeer. Die Welt dort unten wird für uns viel leiser, als käme sie aus weiter Ferne her. Wir ruhen über all‘ den grauen Tagen. Nichts muss heut‘ Sinn sein. Nichts ist Maß. Kein Leben, das uns drängt mit seinen Fragen. Nur dieses warme Licht, wie

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Negativ gesehene Winterzeit

Der Winter lässt sich nicht vertreiben. er ist noch immer sehr präsent. Eisblumen auf den Fensterscheiben, liegen selbstverständlich im Trend. So bringt der Winter mit Schnee und Eis, viel Freude als auch arge Last. Wird deshalb wie nun mal jeder weiß, von einigen enorm gehasst. Doch selbst im traumhaften Winterkleid, lässt er sich nur schwer

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In einem fernen Land

Auf meinem Badewannenrand liegt eine Muschel, die ich fand. Beim Baden lausche ich gespannt dem Ruf des Meeres in einem fernen Land, und ich erinnere mich an jenen Strand und deine Fußspuren im Sand. Ach, wie fand ich dich charmant. Du warst so herrlich braun gebrannt. Dein Akzent hat mich gebannt. Du nahmst ganz einfach

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Bring mich zu den Sternen

Bring mich zu den Sternen, bitte. Hier ist mir alles viel zu laut. Nur in der Stille find’ ich meine Mitte. Hab mir das Schweigen abgeschaut. Nimm mich aus den grellen Räumen, aus dem Muss, das ständig schreit. Ich will nicht nur von Freiheit träumen. Ich will bei mir sein – ganz befreit. Über mir

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Die Konstante der Macht

Ob auf dem Dorf im tiefen Tal oder im Saal aus Glas und Stahl, die Gier trägt viele Masken hier und bleibt doch stets dasselbe Tier. Man spricht von Werten, laut und weit, doch wenn es brennt, herrscht Einsamkeit. Dann zählen Namen, zählt das Geld und nicht das Wort, das man noch hält. Im Glanz

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Freiheit

Wir stehen auf, wir lassen uns nicht die Sprache verbieten, wir singen unsere Lieder, wir lesen kritisch und informieren uns, wir weigern uns, im Konsum zu ersticken und das Denken einzustellen. Niemand wird uns einlullen können, wir gehen auf die Straße und wir wählen, friedlich aber resolut, wir verlangen unsere Rechte für alle Menschen hier

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Der Mönch

. Der Mönch Er suchte das Licht, doch fand er nur Flammen. Der Affe, an dem man nicht denken soll, fraß sich in sein Herz. und die Gedanken kamen – wie Staub auf stillem Wasser. Je mehr er wollte, desto weiter wich das Ziel. Ein paar Sekunden Wahrheit – ein Blick durchs Schlüsselloch, zu groß

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Gott gibt Gott nimmt

Gott nimmt Gott gibt Der Wind kam von hinten, trug flirrenden Glanz, wie Versprechen aus Fernen, im taumelnden Tanz. Er wirbelte Scheine, als riefen sie leis, es griff meine Hand – und griff doch ins Eis. Ein Reichtum so nah, doch aus Luft nur gemacht, ein Trugbild, das lockt – und im Winde lacht. Ich

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