Kleine Feier…

Kleine Feier… Gern gefeiert. Leute da. Waren uns für Stunden nah. Viel erzählt. Auch genossen. Wirkten alle unverdrossen. Respekt gehabt. Auch viel Nähe. Meinungen ohne Geflehe. Tschüss gesagt. Gern gedrückt. Beim Abschied noch entzückt. Bernd Tunn Tetje

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Ursachenerkennung

Eng umschlungen sie im Stadtpark saßen, ihre Alltagssorgen rasch vergaßen. Sogar Nettigkeiten man austauschte und sich am Vogelgesang berauschte. Doch er die Stimmung zu stören wagte, über Schmerzen in den Füßen klagte. Worauf sie sorgenvoll und mit viel Charme, ihn gefühlvoll in ihre Arme nahm. Darüber hinaus mit klugem Verstand, auch die Ursache seiner Schmerzen

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Das älteste Gesetz

Der Stahl ist kalt, die Fahne neu gefärbt, doch unter jedem Tuch das alte Leid. Was Väter mühsam uns als Fluch vererbt, kehrt wieder heim in neu bemalter Zeit. Die Grenze zieht den Graben durch das Land, Gehorsam wird als Tugend neu benannt. Wer auf den Nächsten zeigt und ihn verdammt, hat nicht das Wort

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Zwiegespräch beim Frühstück

Neulich sagte er zu ihr beim Frühstücksschmaus: „Ohne Brille siehst du sehr viel besser aus.“ Daraufhin sprach sie spontan mit leerem Mund: „Das hat ganz einfach einen plausiblen Grund, den ich dir nun jetzt vertrauensvoll sage, denn es steht doch zweifellos außer Frage, sobald ich mal keine Brille aufhabe, siehst du nicht aus wie ein

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Gutgemeinter Rat

Wenn du aus Goldlaublorbeer dir den Ehrenkranz gebunden Und dir die Ranken eigenhändig um dein Dichterhaupt gewunden Der Meinung bist, daß deine Dichtkunst wunderschön Nur andere wären zu beschränkt das ebenso zu sehen Hältst deine Zeitgenossen für zu dumm Dann such dir doch ein anderes Publikum Meist erst nach seinem Tod erfährt der Dichter, was

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Grenzspiel

Der Raum war offen. Oder auch nicht. Ich dachte er wurde verschlossen. Oder wars am Ende doch ich? War da nicht eine Tür? Für eine Frage. „Was ist der wirkliche Grund?“ Noch immer er-schließt es sich nicht. Es sind wohl die Dissonanzen. Sie zerren, fliegen und tanzen, bis Einklang sich findet – und wieder verschwindet.

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Zeit

sie ist immer da und allgegenwärtig, oft zu knapp oder zu schnell fertig, man erlebt sie auch in der dunklen Nacht, überprüft sie wenn man zwischendurch aufwacht, am Tage ist sie da und überall zu spüren, nicht selten wird sie dich auch führen, bei ihr sind alle irdischen Wesen gleich, ob Sonne, der Wind und

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Schatten der Vergangenheit

Schatten der Vergangenheit, dieses individuelle Leid wird nach außen nicht gezeigt. Schatten der Vergangenheit, man hat keine andere Wahl, bei der großen Seelenqual. Schatten der Vergangenheit, lange wurde unterdrückt, damit man nicht wird verrückt. Schatten der Vergangenheit, man einfach nur noch funktioniert, dafür wiederholt dissoziiert, um im Heute, zu gehen unter Leute. Schatten der Vergangenheit,

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Bahnhöfe – Gebäude der Wege

Bahnhöfe, Hallen vieler Zeiten, wo Schritte durch die Stunden gleiten. Ein Dach aus Stein, aus Glas, aus Licht bewahrt die Wege wie ein stilles Gedicht. Da stehen Paläste aus Sandstein und Marmor, mit Bögen und Türmen, mit leuchtendem Tor. Sie tragen den Stolz vergangener Tage, als atme die Zeit eine steinerne Sage. Manche Halle war

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Mit Volldampf durchs Leben

Ein Mensch stets mit Volldampf durchs Leben rauscht, baut auf Selbstvertrauen und auf Schneid. Kleinigkeiten mit Vorliebe aufbauscht und platzt hierbei dann vor Wichtigkeit. Erfolg zu haben er für wichtig hält, ein bestimmtes Ziel in Angriff nimmt. Seinen ganzen Ehrgeiz hierauf abstellt, bald auf eine Erfolgswelle schwimmt. Doch großer Erfolg lässt auf sich warten, Geduld

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Am Bug…

Am Bug… Gleitend fährt das Segelboot. Auf Wunsch hinein ins Abendrot. Geschmückte Urne steht bereit. Ein paar Menschen sind im Leid. Inhalt weht vom Wind getrieben. Erinnerungen sind geblieben. Bernd Tunn Tetje

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Ode an die Freunde

Riesig der Berg – doch mit euch zu erklimmen Mächtig der Strom – doch mit euch zu durchschwimmen Fern auch das Ziel – doch mit euch zu erreichen Freunde wie ihr – mit nichts zu vergleichen So groß auch die Not – mit euch zu bezwingen Glück und Erfüllung – wird mit euch nur gelingen

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Was bisher geschah

Die Beschreibung seines Lebens man Vita nennt, außerdem sie jeder Mensch als Lebenslauf kennt. Doch die beiden Bezeichnungen nicht allen passt, mancher als altmodisch und überholt auffasst. Drum die ungeliebten Bezeichnungen meidet, sich schlicht und einfach alternativ entscheidet. Lieber formlos niederschreibt ohne viel Blabla, was bisher alles in seinem Leben geschah.

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Geschenk

Mit dir eine kurze Zeit gemeinsam zu verbringen, in der die Welt zu brennen scheint, ist ein seltenes Geschenk, ich danke dir dafür. Wenn man sich aussprechen kann, ohne gleich hitzig zu werden, die Gemeinsamkeiten finden, die uns alle verbinden, bin ich beglückt darüber. Wer gut zuzuhören vermag und darüber nachzudenken bereit ist, trägt sein

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Das verlassene Nest

Geboren, behütet, getröstet, gestillt. Vom Säugling, zum Kinde, zu leben gewillt. Sie fragen, kopieren und lernen daraus, wenn ihre Schwingen sie tragen, dann fliegen sie aus. Verlassen ihr Nest, erkunden die Welt, auch wenn nicht jedes Handeln, den Eltern gefällt. Lass los, lass sie ziehen, mit Stolz und mit Leid, Ihr bleibt stets verbunden, egal

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Gemeinsames Veto

Ein Mann in seinem Kleiderschrank eine Feststellung machte, die ihn tatsächlich bis an den Rand der Verzweiflung brachte. Seine Lieblingshose hatte glatt an Passform verloren und passte daher leider nun nicht mehr wie angeboren. Als er die anderen Hosen des Schranks in Augenschein nahm, zu der überraschenden und grausamen Feststellung kam, dass alle Hosen ganz

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Schlafend…

Schlafend… Milde schon die Sonne scheint. Ihr Kaffee kochen gut gemeint. Wieder ruft sie freundlich lieblich. Diese Stille wirkt nicht friedlich. Er liegt still im matten Licht. Schlafend wirkt sein Angesicht. Bernd Tunn Tetje

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Ein schweigsamer Mensch

Er ist ein Mensch, der nicht sonderlich auffällt, sich meist ruhig und zurückhaltend verhält. Redet nur, wenn man ihn gezielt etwas fragt, allerdings hierauf nie ein Wort zu viel sagt. Mit anderen zu reden ihn mächtig stresst, sich jedes Wort aus der Nase ziehen lässt. Hat zu den meisten Dingen nichts zu sagen, redet sich

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Würde des Menschen

Häufig man im Leben leider Gottes vergisst, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Obwohl das Grundgesetz dieses Recht garantiert, es allerdings hin und wieder missachtet wird. So hat der Mensch das Recht, mit Würde zu leben, den anderen Menschen das Gleiche zu geben. Aber dennoch mancher Mensch sich nicht hieran schert und mit den

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