Spiegelungen

Grelle Blicke im Neonlicht, Ausstrahlung ohne wahres Gesicht. So glatt, so rein, so aufgebläht – verloren im Glanz, der sie umweht. Wir passen hier nicht hinein, nicht Teil vom Glanz, vom gold’nem Schein. Der Raum – so leer, so matt, so still, die Frauen – schön, doch ohne Will’. Sie wirken fern, sie strahlen bloß, […]

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Der leise Takt der Stadt

Das Pflaster dämpft den Schritt der Vielen, ein Strom aus Zeit, der uns umschließt. Wir treiben still in Zwischenzielen, solang die Nacht vorüberfließt. Die Fenster sehen ohne Blick, sind aus blind gewordenem Glas gebaut. Und was uns trägt, fällt Stück für Stück in eine Stille, die sich staut. Kein Wort, das bleibt, kein Hauch, der

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Es regnet

Wenn die ersten Tropfen die stauberfüllte Luft durchfließen, riecht man sofort, dass der Regen kommt. Segenreiches Nass, wir leben und wachsen nur mit Wasser, lass es also, Herr, erneut regnen. Manche Herrscher freilich, wollen selbst einen Regen mit Raketen schaffen. Todbringend. Wenn es aus den Wolken regnet, freuen sich die Kinder, wenn es Vernichtung regnet,

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Perfektionen

(Korrektur!) Die perfekte Sprache. Du redest kein Wort. Aber sagst nur wichtige Dinge. Und lässt die Augen reden. Mit jedem Blick. Mit jedem Traum. Mit jedem Weg. Und bist die Reise. Und bist der Hafen. Und bist das Lied. Und die Stille der Engel! Die perfekte Reise. Du liegst im Bett. Aber siehst nur buntes

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Du ist Täter

Schon seit der Geburt warnen alte Menschen, vor allem Männer, meinen Vater, dass er ja später aufpassen müsse, damit nicht eine Horde Jungs, die ich mit meinen großen Augen verzauberte, unser Haus einrisse. Später wollte ich bloß kein Pink mehr tragen, damit man mich nicht für ein schwaches Mädchen hielt, das bloß mit Puppen spielt.

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Perfektionen

Die perfekte Sprache. Du redest kein Wort. Aber sagst nur wichtige Dinge. Und lässt die Augen reden. Mit jedem Blick. Mit jedem Traum. Mit jedem Weg. Und bist die Reise. Und bist der Hafen. Und bist das Lied. Und die Stille der Engel! Die perfekte Reise. Du liegst im Bett. Aber siehst nur buntes Leben.

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Seelenschnupfen

Miese Laune oft manchen Zeitgenossen prägt, der sein Gesicht nie in freundliche Falten legt. Sich weder richtig freut noch nach Herzenslust lacht, ein Gesicht wie „drei Tage Regenwetter“ macht. Erfolgreich im Leben nur die anderen sind, er als Pechvogel keinen „Blumentopf“ gewinnt. Auch wenn dieser Mensch bei allem viel Aufwand treibt, dennoch letztendlich nur der

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Am Meer…

Am Meer… Bin gedanklich gern am Meer. Mag die Bilder immer mehr. Sehe wie die Wolken gleiten. Die meine Blicke gern verleiten. Mag Wellen die sich brüsten. Auch die Winde die sich rüsten. Ich ahne Weiten ohne Ende. Am Horizont sind keine Wände. Lausche Möwen beim kreischen. Wollen Beifall wohl erheischen. Sehe wie ein Schiff

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Artgerechte Haltung

Ein Mensch, der sich fleißig für den Tierschutz engagiert, weil ihm die bedrohte Tierwelt am Herzen liegt, oft durch unpopuläre Maßnahmen aktiv wird, hat schließlich genügend Tierelend mitgekriegt. Gegen Tierversuche er vehement opponiert, selbst ein Tier besitzt nun mal das Recht zu leben. Dass es bei Versuchen meist fürchterlich gequält wird, dürfte es ein für

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Die Barbarei

Von A bis X Von Jetzt bis zum Untergang Kündigt er sich an? Bock oder Ziege? Fragte er damals schon Was sie sahen Was sie fühlten „T-t-t-t“ Doch bleibt es unbeschrieben Heldenhaft über dem Morgenland Langzeit ohne Sonne hinterher Noch immer ohne die rote Bald ist auch der letzte tot Dann verwischt alles dahin Es

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Gedicht Nr. 54

In dem Gedicht Nr. 54 Geschrieben anno ‘26 Eines unbekannten Lyrikers Geht es um kein Vögelchen Um eine angebetete A-N-N-A Sie fiel nicht vom Ball Die grüne Taube gurrt; sie ist rot Ernsthaft – und Jahns Platz steht ohne Kirchturm Da! Da ist ‘s Muss! – Ich spüre: ein Traum wird wahr Aber selbst meine

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Der Poet

Er ist ein durchaus erfolgreicher Poet, dem Frau Muse jederzeit zur Seite steht und ihn stets mit Einfällen spickt, damit er poetisch durchblickt, garantiert so seine Dichterqualität.

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Aus der Tiefe…

Aus der Tiefe… Aus der Tiefe viel gedacht. Gedanken liefen nicht nur sacht. Vieles wurde ernsthaft wahr. Versteckte Bilder wuchsen klar. All die Fehler trugen Schmerz. Ein Vergeben braucht das Herz. Bewegtes Flehen in dem Leid. Gebete hoffen in der Zeit. Bernd Tunn Tetje

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Pessimistisch

Ein Mensch, der pessimistisch geprägt, deshalb im Leben wenig bewegt, sich stets von vornherein scheitern sieht, nicht loslässt, was ihn nach unten zieht. Seine Erfolgslosigkeit ihn quält, das gesunde Selbstvertrauen fehlt, nur auf das Können anderer schaut, aber sich selbst zu wenig zutraut. Doch weil er sich zu wenig zutraut, nicht hin und wieder auch

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Weiterbildung

Das Arbeitsleben ist sehr kompliziert, man muss sich für´s Fortkommen schinden, wer den Anschluss schon frühzeitig verliert, wird in der Versenkung verschwinden. Ständig zu lernen ist oberste Pflicht, denn der Fortschritt kennt kein Erbarmen. Solides Wissen letztlich Macht verspricht, mit recht lukrativen Einnahmen. Dass ein Meister nun nicht vom Himmel fällt, ist logisch und hinreichend

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Am Rand

Ewig nur am Rand gestanden, nie gehörte ich richtig dazu. Suchte Halt in fremden Landen, doch fand ich nirgends Ruh’. Ob ich Kind war oder Mann, niemand fragte, wer ich bin. Keiner sah, was ich begann, niemand hörte, was ich bin. Selbst in jedem Vers von mir war Außenseitertum nie mein Ziel. Leise trag’ ich,

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Vorsichtiges Handeln

Das tägliche Leben steckt voller Gefahren, um diese sich nun weitgehend zu ersparen, heißt es: „Die Augen aufhalten und aufpassen, stets Vorsicht und Achtsamkeit walten zu lassen.“ Die Gefahr herauszufordern ist äußerst dumm, denn wer sie sucht, kommt häufig sogar in ihr um. Vorsichtiges Handeln mit entsprechender List, letztlich die Mutter der Porzellankiste ist. So

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Glas und Äther

Das Wort, aus hartem Glas geformt, ein Echo, das im Äther wacht. Was einst nach altem Maß genormt, versinkt nun in der tiefen Nacht. Kein Anker hält im bleichen Licht, wenn Zeilen sich im Strom verlieren. Doch was der Geist in Stille flicht, entzieht sich selbst dem ew‘gen Frieren.

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