Ein fremder Blick

Ist das die Glut, die Dich bewegt? Die Liebe, die in Tränen lebt? Erreichst Du je, was Dich durchdringt – oder fliehst Du, wenn Sehnsucht singt? Dein Leben – eng wie ein fremder Raum, Du siehst das Licht – nur im Traum. Du stehst für viele, stumm und leer, von Illusionen getragen wie das Meer. […]

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Antiheld

Du schreibst Texte, die keiner liest, sie blühen leise, wo niemand sie gießt. Du siehst die Welt aus deiner Sicht, wie sie nun mal ist – kein blendend helles Licht. Du glaubst, du seist der große Antiheld, der scheitert an dem lieben Geld. Du träumst von Blüten, groß und rein, sprichst immerfort vom Frieden –

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Wut

Mein Freund – vorbei heißt nicht vergessen, ich bin immer noch von Wut besessen. Du verhieltest dich so gemein, hast dich benommen wie ein Schwein. Warum musst du lügen, warum betrügen? Ich vertraute dir einst mein Herz – jetzt bist du längst durchschaut, der Verrat bleibt wie ein scharfer Schmerz. Kollegen hinterrücks verraten – das

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Festnahme

Jungs, trinkt lieber euer Bier, ihr vergeudet nur eure Zeit hier. Was wollt ihr von mir, was soll das Spiel? Eure Anschuldigungen – lächerlich, nicht viel. Ich bin nicht der skrupellose Mann, nicht der Dealer, den ihr sucht. Keiner, den man einfach bannen kann, nicht der Typ, den ihr verflucht. Verhaftet ruhig den Falschen heut,

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Was nützt es dir

Was nützt dir dein gutes Aussehen, wenn dahinter kein Leuchten spricht? Was nützt dir, dass Frauen dich begehren, wenn sie dich wirklich kaum ehren? Was nützt es, stets im Rampenlicht zu stehen, doch wenn’s darauf ankommt, allein zu gehen? Was nützt dir dein prall gefüllter Geldbestand, wenn Neid dich umgibt wie feiner Sand? Was nützt

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Nicht egal

Mir ist es nicht egal, ich will hinein ins Lokal. Warum bleibt mir die Tür versperrt – bin ich euch etwa nichts mehr wert? Euer Verhalten kann ich nicht verstehen, soll ich wirklich wieder gehen? Ist es mein Stand, mein Kleid, mein Blick – was hält euch ab, was weist mich zurück? Gut, ich geh

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Lyriker

Mensch, du wirst jetzt aktuell, man nennt dich schon intellektuell. Du wirkst belesen, klug und fein, vieles bleibt aber nur schöner Schein. Du schreibst ganz dufte Sachen – mit deiner Lyrik lässt sich Karriere machen. Doch erwarte nicht allzu viel, so verfehlst du dein großes Ziel.

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Ich bin ja bekannt

In einer Stadt, die mich noch nie sah, steh ich vorm Exclusiv-Club – ganz wunderbar. Der Türsteher spricht: „Verschwinde, geh weg!“ und behandelt mich wie den letzten Dreck. Ich lächle mild, zieh einen Schein, „Ich bin bekannt – darf ich wohl rein?“ Er wird charmant, fast galant, und winkt mich durch – wie elegant. Ich

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Juni im Glas

Eine Erdbeere ist kein Obst. Sie ist ein Ereignis mit grüner Krone. Außen rot. Innen Sommer Duft zuerst. Dann Saft. Süße mit Puls. Sie kann roh bleiben und ist vollkommen. Sie kann zerfallen zu Marmelade, Eis, Sirup, Sorbet, zu Kuchenträumen, zu Juni im Glas. Klein genug für zwei Finger. Groß genug für ein ganzes Fest.

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Platzgewinn

Obwohl ein Mensch sich fortwährend bewegte, dennoch ein paar Pfündchen zu viel zulegte und gewann außerordentlich an Umfang, wurde in kurzer Zeit fast so breit wie lang. Durch diese zusätzliche Leibesfülle sowie Erweiterung der Außenhülle, wirkt er leider Gottes auf den ersten Blick, sehr rundlich und mollig, kurz gesagt zu dick. Doch diese Blickrichtung schlicht

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Keine Spontanität

Er ist kein Mensch der Spontanität, nie etwas ad hoc entscheidet, stets Schwierigkeiten aus dem Weg geht, sie somit entschieden meidet. Sehr viel auf die lange Bank gerät, folglich dann im Laufe der Zeit, plötzlich nicht mehr zur Debatte steht, als Opfer der Vergesslichkeit. Die Zeit dem „Feigling“ zur Hilfe kam, ihm Schwierigkeiten ersparte, Dinge

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Ein unzufriedener Mensch

Wer sich sein Leben ständig vermiest, es nicht so hin und wieder genießt, sich von morgens bis abends arg stresst, keine fünfe gerade sein lässt, das Leben nur dunkel und schwarz sieht, nie mit Freunden um die Häuser zieht, stets alles negativ betrachtet, täglich die schlechte Laune pachtet, somit eindeutig als Pessimist, ein sehr unzufriedener

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Trotz Bildungsschwäche das Leben meistern

Manche Menschen sind keineswegs perfekt, haben tatsächlich Bildungsschwächen. Hoffen stets, dass diese niemand entdeckt, aus Scham sie hierüber nie sprechen. Fleiß zu ihrer großen Stärke gehört, drum ihr Bestes permanent geben. Ein faules Leben ihnen mächtig stört, von ihrer Hände Arbeit leben. Zwar geht es ihnen im Leben nicht schlecht, ihren Job immer bestens meistern.

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Prioritäten festlegen

Damit man nicht uneffektiv durchs Leben hetzt, dabei sich unnötig stressig unter Druck setzt, die wichtigsten Aufgaben in Augenschein nimmt und die Reihenfolge der Durchführung bestimmt. Notwendige Prioritäten jetzt festlegt, mit ihnen zur raschen Erledigung beiträgt. Das Allerwichtigste schließlich realisiert, nicht ganz so Wichtiges drum zurücklegen wird. Mancher sich jedoch vor schwierigen Dingen drückt, diese

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Der Zauber

Sitze im Cafe. Höre wie der Traum redet. Sehe wie das Märchen lebt. Fühle was das Herz sagt. Dann trinke einen Tee. Und gehe über die Wiese. Und stehe am See. Und die Zeit lächelt. Und der Zauber lebt. Bei jedem Blick von Dir! Liege am Fluss. Singe ein Lied. Gehe auf Reise. Lebe mit

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Der Wald

Wälder bewegen sich fast nicht. Sie blinzeln nicht, heben nicht die Stimme und zerfallen nicht in tausende Geräusche der Stadt. Sie sind nicht grell, doch ihre Farben bleiben für immer im Gedächtnis. Ihnen genügt wenig, um Aufmerksamkeit zu erregen. Vielleicht, weil sie nicht versuchen, laut auf sich aufmerksam zu machen — sie sind einfach da.

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Ein Sommer- Nachmittag

Ein Teich mit Seerosen so schön Libellen, Fischlein kann man sehen, er glänzt im hellen Sonnenschein und lädt zu einem Bade ein. —————- Ein kühlend` Bild zur Sonnenglut solch Anblick tut der Seele gut, ein funkelnd´ Blau im Teich sich zeigt das Schilfgras sich zum Wasser neigt. ———————— In Sommerglut ein Hof die Mühle fast

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Das Lied der Niederlage

Es ist eine bittere Melodie, ich singe mein Lied vom Verlust. Ein letztes Lächeln bleibt mir wie ein Tribut der vergangenen Lust. Die Hoffnung ist ein Glaspalast, der zerbricht im grauen Schein. Die Wahrheit wird nur selten erfasst, selbst die Masken trauern allein. Mir geht es gut, mein Kreuz ist leicht, der Hunger nach dem

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vergehende Augenblicke

vorbeiziehende Nebelschwaden nicht greifbar, nicht bleibend Stimmen lockend flüsternd trügerische Hoffnungsblitze jäh, und doch- nur einen Augenblick während. Und während ich weitergehen muss bleibt nur eines gewiss die Entscheidung kann nur Grausamkeit meinem Herzen gegenüber kennen. Denn es ist trügerisch und Erinnerungen sind ihm fremd. Schmerz und Glück sind ihm gleichsam Illusionsfetzen sie müssen schwinden

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Wälder

Wälder bewegen sich kaum, sie blinzeln nicht einmal, heben die Stimme nicht, verarbeiten nicht tausende Klangnuancen wie eine Stadt. Sie sind nicht so bunt, und doch bleiben ihre Farben klar im Kopf verankert. Sie brauchen so wenig, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen — vielleicht gerade deshalb, weil sie nicht nach ihr schreien, sondern uns

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