Zwischen Gassen und Gewitter

Ich liebe Städte, ihr Flüstern im Wind, die flackernden Lichter, das Leben ist geschwind. Doch manchmal, ganz leise, zieht etwas mich fort— ein Schatten, ein Schrei, ein verstörter Ort. Ein Sonntag, verregnet, im Spätsommergrau, wir fuhren durch Straßen – kein Himmelsblau. Ein Viertel, das fluchte in rostigem Ton, wo Hoffnung zerbrach und Misstrauen wohn’. Ein […]

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Frühling der Prüfung

Die Wahrheit treibt Knospen im jungen Licht, doch wird sie im Tau leicht gebogen; wo jeder den Sinn nach Belieben verspricht, ist mancher vom Wege gezogen. Die Macht keimt leise im blühenden Grund, wo Widerspruch zaghaft verklingt; kein rauer Wind geht mehr offen und kund, wenn Ordnung sich selbst überringt. Die Ordnung erwacht aus winternder

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Monatseindrücke

März, benannt nach Mars, ist der Monat des Ackers, des Pferdes und des Trocknens der nassen Erdschollen. April, abgeleitet von lateinisch aperire „öffnen”, heißt der Monat des Aufblühens, des Grases und des Hirten. Mai, bezeichnet nach Maius, betitelt den Monat der Mutter, des Esels und der Blumen. Juni, benannt nach Juno, ist der Monat der

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Abendstimmung

Noch geht die Sonne auf und auch wieder unter, noch öffnet sich der Wasserhahn und schenkt uns das köstliche Nass, noch haben die meisten von uns ein Dach über dem Kopf, noch findet sich Essen auf dem Tisch, und der Arbeit gibt es noch und nöcher. Am Abend fragt man sich, ob man den Morgen

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Immer positiv bleiben

Im Leben läuft nicht immer alles streng nach Plan, denn manches Geplante gerät rasch aus der Bahn. Ärger und Enttäuschung nicht zu vermeiden sind, der stressige Aufwand nun von vorne beginnt. So sollte man jetzt auf keinen Fall verzagen, sondern selbstbewusst neu anzufangen wagen, bittere Enttäuschungen außen vorlassen, Erforderliches mutig ins Auge fassen. Nur wer

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Wenn alle Stricke reißen

Ein Mensch hadert riesig mit dem Leben, seine Lebensplanung ging daneben. Will nun seelisch nicht mehr länger leiden, drum kurzfristig aus dem Leben scheiden. Doch sollten jetzt alle Stricke reißen, muss er in den sauren Apfel beißen und den Gedanken, sich aufzuhängen, endgültig aus seinem Kopf verdrängen. Zwar ist dieser Mensch etwas sensibel, aber dennoch

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Lebensregeln

Wer die folgenden Lebensregeln berücksichtigen wird, sich auf allen Wegen seines Lebens nicht vergaloppiert: Du solltest deine Zukunft mit Zufriedenheit genießen, deshalb endlich Frieden mit deiner Vergangenheit schließen. Dir muss stets egal sein, was andere über dich denken, brauchst den kritischen Urteilen keine Bedeutung schenken. Vermeide strikt, dich mit anderen Menschen zu vergleichen und setze

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Die Diagnose

Ein Mensch fühlte sich gesundheitlich arg lädiert, hat deshalb besorgt seinen Hausarzt konsultiert, ließ, um hierfür die Ursache zu entdecken, sich nun vom Kopf bis zu den Füßen durchchecken. Der Arzt ihn intensiv „unter die Lupe“ nahm und sodann zu folgender Diagnose kam: Als Ergebnis eines äußerst schweren Falles, dem Patienten nichts fehlt, denn er

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Teezeit

Ich sehe das Leben als Geheimnis. Als Traum. Als Spiel. Als Reise. Und ich weiss: „Die Augen! Die Ohren! Die Worte!“ Und die Phantasie. Und das Denken finden nur Gold. Mit etwas Mut. Mit etwas Kraft. Mit etwas Licht. Und das Leben ist da. Und löst jedes Rätsel. Und zeigt all seine Kunst. Ich sehe

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Im Namen der Macht

Sie reden von Ordnung und meinen Unterwerfung. Sie reden von Glauben und meinen Kontrolle. Sie reden vom Volk und meinen sich selbst. Die Demokratie fällt nicht auf einmal. Sie wird ausgehöhlt durch Angst, Gehorsam und Lüge. Machtzirkel bauen keine Zukunft. Sie errichten Fassaden. Wenn ihre Herrschaft bröckelt, erfinden sie Heiligkeit. Sie brauchen keine Wahrheit. Nur

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Postkartenwetter

Ein paar Liter Kaffee später Öffnet Sonnenstrahlen warmes Wetter Lauwarmer Atem an der Tür – Die begehrte Frühlingsinventur. Ein paar Lichterspiele später Schaltet das Fernsehen oben Wetter in der Schlange Wolken zum Friseur Stehle mal für heute meine Uhr. Ein paar Wolkengänge später Schminkt die Blätterbäume helles Wetter Vögel schwingen oben in die Tour Herzherbarium

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Worte wie Waffen

Wenn Worte wie Waffen durchs Netz sich verbreiten und Lügen als Wahrheit uns blindlings begleiten, wenn Stimmen sich heben, doch niemand mehr hört, weil jeder den anderen im Eifer zerstört – dann sucht man den Ort, der noch Menschlichkeit kennt, ein Gesicht ohne Maske, ein Wort, das nicht brennt, ein Blick, der dich hält, wenn

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Herztage

Lebe als hättest Du gerade Gott getroffen. Denke als wärst Du der König der Welt. Fühle als hättest Du die Liebe entdeckt. Und gebe dem Tag nur Perlen. Hoffe als hättest Du gerade Träume gelebt. Rede als kämst Du gerade vom Paradies. Kämpfe als wolltest Du das Glück retten. Und zeige der Zeit nur Blumen.

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Erwacht

Ich singe ein Lied. Und der Clown im Kopf spielt. Ich tanze im Regen. Und der Träumer im Herz lacht. Ich reise mit Augen. Und der Spieler im Blick redet. Ich sehe nur Liebe. Und der Engel im Licht lebt. Ich male mir Gold. Und der König im Cafe fliegt. Ich sende den Brief. Und

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Postkartenwetter

Ein paar Liter Kaffee später Öffnet Sonnenstrahlen warmes Wetter Lauwarmer Atem an der Tür – Die begehrte Frühlingsinventur. Ein paar Lichterspiele später Schaltet das Fernsehen oben Wetter in der Schlange Wolken zum Friseur Stehle mal für heute meine Uhr. Ein paar Wolkengänge später Schminkt die Blätterbäume helles Wetter Vögel schwingen oben in die Tour Herzherbarium

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maskitowka

graue felder vom rauch verschluckt eingebettet im schützenloch kalter schweiß trifft auf warmen herzschlag schießt auf mich mit bomben aus liebe ziehst mich mit, ziehst mich raus aus meinem schutz – vor angst lässt mich warten auf den nächsten knall doch alles bleibt ein spiel nichts ist falsch, ist alles surreal zwingst mich zum diversionsangriff

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ebbe ohne flut

wo sind die wellen hin und warum scheint die sonne wieder nicht? alles ist kalt, zu ruhig, das leise warten unerträglich wieso stirbt das meer, wo kommt die rauschende stille her? das leise warten taucht in unendliche sehnsucht ein dass die wellen wiederkommen in der sonne glitzern und dich zurück bringen es war so lang

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Eigentlich zufrieden

Ich sah die vielen Städte dieser Welt und fragte selten nur nach Macht und Geld. Ob Amsterdam, ob Prag, Berlin oder Wien – was ich dort sah, ist tief in mir gediehen. Ich sah das Licht, das Dunkle nahm ich auch, den schnellen Glanz und jenen leisen Hauch. Nicht nur der Schein bestimmte meinen Blick,

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Die andere Klarheit

Musik. Sonst nichts. Und doch wird etwas in uns weit, als hätte jemand ein verborgenes Fenster geöffnet. Sie braucht keinen Begriff für das, was wir sofort erkennen. Manchmal erfährt ein Mensch in einem einzigen Lied mehr von sich als in langen Jahren voller Gedanken.

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