Der Virus
Es ist ein Virus ausgebrochen, auf dem PC sitzt der seit Wochen. Heiße Wickel haben nix gebracht, die Funken flogen, und es war Nacht. Seitdem hat er verkohlt gerochen!
Es ist ein Virus ausgebrochen, auf dem PC sitzt der seit Wochen. Heiße Wickel haben nix gebracht, die Funken flogen, und es war Nacht. Seitdem hat er verkohlt gerochen!
Im Dorf der Kannibalen, da litt so mancher Qualen. Sie hatten schon seit Wochen, den Braten nicht gerochen, es gab nur leere Schalen!
Ein Bauer aus Kunreuth, der hat sich sehr gefreut. Das Heu war in der Tenne, der Hahn saß auf der Henne, die Magd, die kommt noch heut´!
Ein Mann ist einer Frau erlegen, denn sie sehnt sich nach Kindersegen. Liebevoll massiert der Knilch, für den Nachwuchs Muttermilch. So kann die Menschheit was bewegen!
Morgens, nach dem Gassi gehen, bleibt der Hund vorm Metzger stehen. Beim Frühstück gibt es Brötchen, der Hund, der gibt ein Pfötchen. In den Augen steht das Flehen!
Ganz langsam schleicht die Zukunft an. Die Gegenwart ist schnell vertan, so endet stets der Zug der Zeit am Bahnsteig der Vergangenheit!
Wer Geschäft macht mit dem Tod, leidet selbst sehr große Not. Mensch, und Umwelt wird zerstört, das Gewissen nie erhört. Schmeckt da noch der Bissen Brot?
Die Etiketten nannten Länder, als wären Länder Waschanleitungen. Dreißig Grad. Nicht bleichen. Auf links bügeln. Von den Händen, die nähten, kein Wort. Der Schrank war voll mit fremder Lebenszeit, sorgfältig auf Kunststoffbügeln verteilt. Als ich die Tür öffnete, schlug mir kalte Meeresluft entgegen. Sie legte sich auf meine Zunge und ließ mich an etwas Ertrunkenes
Wegen einer Flussbiegung im Main, sind meine Gedanken eingekesselt, durch Gefühle und Tränen. Kaum einen Revolverschuss mehr, und die Küsse fallen in die Fluten. Ohne zärtliche Momente bleiben unsere Lippen bedeckt mit einem Seidentuch und vielen guten Wünschen. Auf großen Stiefeln laufe ich zu dir, die Arme ausgebreitet. Bleibe bei mir, Geliebte, der Himmel webt
Filmriss/ Tränen/ Vorhang der fällt Weiterlesen »
Die Angst wartete im Türrahmen, bis ich sie bemerkte. Sie war schon länger da. Man gewöhnt sich an einen Schatten, wenn er stillhält. Unter meiner Haut ging etwas auf und ab. Mein Herz schlug gegen die Rippen, als wollte es hinaus, vor mir auf die Straße. Draußen schliffen sie ein Wir, bis es schnitt. Sie
Wenn der Sommer gehet leis, und die Feldfrucht wird zur Speis, wenn die Ähre, gold und schwer, nicht mehr rauscht wie jüngst vorher, wenn der Apfel Röte trägt, und der Wind die Zweige regt, wenn am Morgen kühler Tau silbern liegt auf Feld und Au, dann beginnt, fast unbemerkt, was den Herbst im Sommer stärkt:
Der Sommer geht leise Weiterlesen »
Der Herbst zeigt seine Nächte schon, doch noch trägt Sommer seine Krone; im Abendrot steht still der Mohn, als hielte Licht die Zeit zum Lohne. Die Rotbuche bewahrt ihr Grün, doch erste Blätter werden müde; am Feldrand lässt der Rainfarn blühn, als trotze Gelb der frühen Kühle. Der Tau liegt schwer im Morgengras, die Amsel
Wenn der Herbst die Nächte zählt Weiterlesen »
August-Blüte Schamvoll birgt die Schöne ihre blutrote Blüte in dem grünen Palmenblatt, zum Trotz der Hitze. Sie glüht im Dunkel des kühlen Gartens und wartet auf die Stunde am frühen Abend, wenn sanftere Lüfte wehn. Ihr Bild freilich, entzückend, hat sie dennoch ganz willig mir geschenkt, wie ein Herz im schwarzen Schatten das pocht und
Langer Weg zur Stätte Nord. Die Tränen laufen immerfort. Stille Stimmung sie begleitet. Quälend vom Gefühl geleitet. Nicht alle sind bewegt dabei. Im Leben brach viel entzwei. Die Musik so sanft gespielt. Sehr auf die Trauer abgezielt. Die kleine Urne wird versenkt. Der Abschied die Gemüter lenkt. Bernd Tunn Tetje
Du legtest einen Stein in meine Stimme. Ich konnte ihn nicht ausspucken. Also lernte ich, um sein Gewicht herum zu atmen, zu sprechen, zu singen. Jahre später kamst du zurück, um mein Schweigen zu hören. Meine Stimme füllte den ganzen Raum. Der Stein war deiner. Der Klang ist meiner.
Wenn ein Mensch regelmäßig ein wenig Sport betreibt, jedoch ohne vom Sport getrieben zu werden und die Gesundheit hierbei auf seine Fahne schreibt, hat im Alter häufig weniger Beschwerden. Wer den inneren Schweinehund an die Kette legt, die Bequemlichkeit ganz einfach überwindet, indem er sich auch mal sportlich motiviert bewegt, sogar Freude am sportlichen Trimmen
Gesund alt werden Weiterlesen »
Wenn ich für ein Gedicht Ideen brauche, schnell in die Tiefen der Lyrik tauche, habe dort unten mit der Muse ein Date, damit später auf meinem Blatt etwas steht. Die Muse den lyrischen Knoten löst, indem sie so manche Ideen anstößt, die dann allmählich bis zur Reife keimen, so dass die Zeilen sich nun prima
Lyrische Unterstützung Weiterlesen »
An manchen Tagen fühlt man sich arg geschlaucht, ist äußerst abgeschlafft und der Kopf schon raucht. Sollte, um neue Kraft zu fassen, jetzt seine Seele baumeln lassen, denn das Tatenvolumen ist aufgebraucht.
Die Seele baumeln lassen Weiterlesen »
Sie knickte in jedem Buch die obere Ecke um. „Dafür gibt es Lesezeichen“, sagte er. „Eine Ecke geht nicht verloren“, sagte sie. „Sie weiß, wo es weitergeht.“ Später strich er die Seiten hinter ihr wieder glatt. Nicht aus Ärger. Es gehörte zu den kleinen Dingen, über die zwei Menschen ein Leben lang verschiedener Meinung sind.
Es winken aus dem Friesenland zwei Franken leicht mit einer Hand. Hier gibt es reichlich auf den Tisch, mal gibt´s Kartoffeln, und mal Fisch. Die Frankenseele, die träumt bloß: „Ach, gäb´s doch einmal rohen Kloß. Ein Schäuferle ganz klitzeklein, ach wär das herrlich, das wär fein!“ In Franken dann, an einem Tisch, da wird geschwärmt
Gruß aus Friesenland Weiterlesen »