Mit allem von gestern

Gestern steckt mir noch in den Knochen nicht nur als Erinnerung, mehr als Gewicht, als feiner Staub in den Kammern des Herzens, den selbst das Licht nicht fortnimmt, sondern sichtbar macht. Ich gehe nicht leer in diesen Morgen. Ich trage die ungesagten Worte, die Blicke, die geblieben sind, die Liebe in ihrem verstummten Kleid und […]

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Das Elfenbeinhaus

Ein Aufstieg, kühl wie polierter Marmor, kein Atem der Fabel, kein Herzschlag aus Traum. Ein gläserner Fahrstuhl zieht lautlos hinauf, ein Schuss durch die Etagen der Stille, während Seile aus Schuld in der Tiefe beben und tragen, was keiner mehr sehen will: Leben. Dort oben erheben sich Türme aus Glas, Säle, gedehnt wie vergessene Zeit.

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Unsere Jungfrau

Die Mutter Gottes hat schon so manchen, die gar nicht glauben wollten, mirakulös geholfen. Die Schutzmantelmadonna umgreift uns alle groß und klein und gewährt uns Hilfe. Ein wenig Demut angesichts der unendlichen Dimension jenseits aller physischen Grenzen kann überhaupt nicht schaden. Meine Mutter war immer für mich da bis zu ihrem Tode. Nun brauche ich

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Vom Getragensein

Je älter ich werde, desto leiser wird der Irrtum, ich hätte hier das Sagen. Ich habe Pläne gemacht, aber das Leben trat nie durch die Tür, die ich ihm offenhielt. Es kam ungefragt. Es nahm Platz. Es liebte mich für eine Weile. Es verließ mich ohne Erklärung. Ich lerne langsam, mich tragen zu lassen von

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Die Rose fiel…

Die Rose… Gefühle sangen keine Lieder. Gaben nur noch Pflichten wieder. Die hellen Wolken wurden grau. So manche Gesten wirkten flau. Die Liebe nicht mehr spürbar war. Beziehung wurde nüchtern klar. Es verschwamm der Beiden Ziel. An einem Tag die Rose fiel. Bernd Tunn Tetje

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Der Kandidat

Du redest viel, doch leer ist dein Wort, ich wähl dich nicht – zieh weiter fort. Du suchst nur List, du willst nur Macht, dein Lächeln trügt, dein Glanz ist Nacht. Als König trittst du auf die Bühne, mit stolzem Blick und leerer Miene. Hinter deiner Glanzparade liegt Gier, die Täuschung deiner Worte spür ich

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Noell und ihre Liebe

Noell, du tust mir leid wegen Luke. Die, die dich verletzt haben, tun mir leid – alle, die dir Kummer brachten. Verletzliche Menschen sind mehr als nur Menschen. Verletzliche Liebe, sie ist menschlich – wartet still auf jemanden, als wäre nie etwas geschehen. Noell, deine Verletzlichkeit ist deine Stärke. Deine Seele ist deine Härte, und

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Empfindliche Liebe

Empfindsame Begegnung von den Liebenden und empfindliche Zerlegung von beiden Herzen. Sie zeigen uns ihre empfindliche Liebe, sie lehren uns sinnlich und rapide. Empfindsame Blicke treffen sich an ihrer Grenze im hellen Schatten ihrer weißen Lenze. Ihre Lippen berühren sich in der Kürze, um zu baden in der Würze. Die empfindliche Liebe ist erreichbar –

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Schmerzhafte Liebe

Was kann uns schmerzen? Selbstverständlich die Liebe, die Liebe zu einem Menschen, die wir eingrenzen. Die schmerzlose Liebe lindert unsere Schmerzen, die schamlose Liebe öffnet unsere Herzen, die fabelhafte Liebe ändert unsere Sinne, die schmerzhafte Liebe sondert unsere Stimme. Schmerzhaft bedeutet nicht nur schlecht – schmerzhaft heißt, dass man geliebt wird und lieben kann –

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Der Natur zuliebe

Der Natur zuliebe, liebe die Natur. Der Natur zeig deine Liebe. Ohne Natur gibt es nur Karikatur, ohne Kultur gibt es keine Natur. Kämpfe für die Liebe zur Natur. Ohne Kampf für die Natur bekommen wir alle globale Temperatur. Erledige deine liebevolle Korrektur.

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Schmetterlinge der Liebe

Die Kreise, die Schmetterlinge, die Eilen, die Lieblinge. Die Schmetterlinge der Liebe, sie tanzen um uns herum, flattern mit farbenfrohen Flügeln, schweben mal hin, mal her. Sie verkünden die Sommerliebe, bringen die zarte Nähe, die Schmetterlinge der Liebe, ein sanftes, flüchtiges Meer.

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Philosophie der Liebe

Ist die Liebe philosophisch? Frag ich mich in stiller Nacht. Ist die Liebe phobisch? Frag ich mich in lauter Nacht. Nein, sie ist weder Phobie, noch Philosophie in reinem Licht, wie in dem flüchtigen Gedicht. Weder dies noch das – so vielfältig wie der Sternenschein. Sowohl dies als auch das – im Herzen mag sie

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Im Takt der schnellen Bilder

Das Schweigen lässt keinen Raum, nur Flimmern, das sich selbst vergisst, ein Strom aus Zeichen, Bild und Schaum, der unberechenbarer als Denken ist. Wir standen einst im Raum der Funken, wo Ahnung leise Formen fand, heut löscht ein Klick das Halbdunkel – noch eh es fragend vor uns stand. Die Bilder eilen uns voraus, zu

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Wo Worte wohnen

Wer keine Worte hat, wohnt eng. Die Freude bleibt vor der Tür. Der Schmerz liegt namenlos im Zimmer. Die Angst geht um bei Nacht, und niemand fragt sie, woher sie kommt. Arm ist ein Haus, in dem man nicht sagen kann, was in einem lebt. Doch wo Sprache wächst, wird es weit. Da öffnen sich

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Ganz, ganz nah…

Ganz. ganz nah… Mutig wird sie in den Tagen. Will jetzt wieder etwas wagen. Langsam öffnet sie die Tür. Für sie wird es eine Kür. Sonne schenkt milde Strahlen. Sie dringen tief in ihre Qualen. Frische Luft tut ihr sehr gut. Verstärkt so ihren Lebensmut. Steht erwartend leise da. Fühlt sich Christus ganz, ganz nah.

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Mit allen Wassern gewaschen leben

Als ein Erfolgsmensch er gesehen wird, Geschäftliches perfekt funktioniert. Er sich knallhart durchzusetzen versteht, Menschen nicht leichtfertig auf den Leim geht, mit allen Wassern gewaschen ist, stets schlitzohrig und mit großer List, nur seine eigenen Vorteile sucht und lukrative Gewinne verbucht. Obwohl er den Erfolgen nachstellt, sich für einen fairen Gegner hält. Doch mit der

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Allein

In schwersten Momenten stets allein, wer nicht verbittert, kann sich befrei´n vom Wunsch nach Beistand – beim Hindurchgeh´n – nur so sind die Prüfungen des Lebens zu besteh´n.

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