Der Brief

Jedes Wort wäre ein Satz. Jeder Satz wäre ein Leben. Jedes Leben wäre ein Traum. Jeder Traum wäre eine Welt. Ubd diese Welt wärst Du. Mit dem einen Brief. Mit nur der Liebe als Wort Jeder Kuss wäre ein Leben. Jedes Leben wäre ein Spiel. Jedes Spiel wäre ein Spass. Jeder Spass wäre ein Stern.

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Das Leben geht weiter!

Nackte Migräne. Ernste Glatzen. Blonde Brillen. Lahme Hoffnung. Graue Zuversicht. Stilles Chaos. Und kalte Ideen. Und kranke Interessen. Und taube Witze. Und bissige Musik. Und Worte die fehlen. Und Tage die mich sehen. Und die Plätze die zaubern. Und ein paar Kekse. Und das Leben geht weiter. Nussige Pleiten. Bärtige Zauber. Wirre Spiele. Nur müde

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Nicht alles läuft wie geschmiert

Es läuft nicht immer alles nach Plan, oft geht einiges daneben, leichtsinnig werden Chancen vertan, so ist es nun mal im Leben. Da strampelt man sich unheimlich ab und meint, es wäre fehlerfrei, läuft dennoch mal wieder äußerst knapp, am Ziel seiner Träume vorbei. Auch das Schicksal läuft nicht wie geschmiert, ist auf Ablehnung eingestellt,

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Spielraum

Die Uhr fragt, wie ich geschlafen habe. Ich hatte es gewusst, bis sie fragte. Im Kalender steht jetzt auch die freie Zeit. Ich habe sie gegen die Arbeit verteidigt und arbeite daran, sie gut zu nutzen. Beim Laufen begleitet mich die Stimme, die früher nur am Schreibtisch sprach. Noch ein Stück. Ich dachte, irgendwann würde

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Die Ansprüche

Tief hast Du mein Herz berührt, das hat letztlich dazu geführt- mein Kümmern mein Denken gute Gefühle wollte ich schenken. Beim Dir zuhören habe ich dann erkannt wie die Fortsetzung dessen verschwand, denn für immer jung, „nur für Dich da“- ist einfach nicht mein Repertoire.

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Überlegen

Menschen, die alles spontan entscheiden, reifliche Überlegungen meiden, das Für und Wider niemals abwägen, Bedenken einfach beiseite fegen, Ratschläge von Freunden nicht beachten, diese als Besserwisser betrachten, haben ohne „zu zielen abgedrückt,“ so dass ihre Entscheidung oft missglückt. Wenn Menschen nun dazu übergehen, das Für und Wider abwägend sehen, sich zum Nachdenken etwas Zeit lassen,

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Schnittstelle

Schon hebt sich meine Stimme gegen dich. Du schälst einen Apfel. Die Schale fällt als schmaler roter Faden zwischen uns. Noch schneidet jedes Wort. Dein Messer nimmt die Kerne aus dem hellen Fleisch. Dann schiebst du mir die Hälfte hin. Ich nehme sie aus deiner Hand. So nah am Bitteren sitzt die Süße.

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Faltenreich

Der Mensch wird als Meisterleistung Gottes gesehen, doch diese Tatsache ist nur schwer zu verstehen, weil der Zahn der Zeit als Gottes Gehilfe fungiert und Falten in den Gesichtern der Menschen drapiert. So erkennt man die Falten der Mitmenschen sofort, sie befinden sich ja an einem sichtbaren Ort. Dabei wäre der verlängerte Rücken allemal als

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Augenblick

Und als ich dich sah mit meinen müden Knochen, so unvorbereitet auf ein Treffen unserer Augen. Und so kurz — So kurz wie das Leben einem erscheint wenn der Rest bereits gelebt ist und nur noch der Abgrund vor dir gähnt. So wie deine Augen in die ich fiel. Und ich erinnerte mich als ich

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Das Schauspiel

Wenn die Sonne ihren Pinsel rötlich auf die Berge streicht und sich die Nacht dem Morgen farbenfroh die Hände reicht und selbst die Vögel diesem Schauspiel lauschen sich die Blätter golden bauschen sich die Sonne langsam hebt der Himmel sich in Farbe webt und du, ganz bei dir selbst tief in dich hineingelebt merkst Du

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Moment

Eine Wolke zieht dahin, wattig in der Abendsonne erglühend, ein Geschenk. Elementare Transformation hieroglyphisches Zeichen, schwer lesbar aber schön. Ich schaue nach oben und flüstere ein paar Worte, luftige Begegnung. Der Hoffnungsträger grüßt mich ganz still von oben und vergeht im Mondeslicht, was ist da geschehen?

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Fauler Kompromiss

Wenn sich die Meinungen in einem Gremium nicht gleichen, ist kaum eine einheitliche Entscheidung zu erreichen. Deshalb fasst man den wohl einzig richtigen Entschluss, dass nunmehr ein Kompromiss gefunden werden muss. Leidenschaftlich und verbissen man nun diskutiert, sämtliche Meinungen eingehend analysiert. So mancher Vorschlag schließlich an Bedeutung verliert und somit Opfer eines Zugeständnisses wird. Nach

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Lob und Anerkennung

Von oben herab man auf ihn schaut, grundsätzlich ihm recht wenig zutraut. Sein Tun und Wirken negativ sieht, ist selten mal seines Glückes Schmied. Selbst wenn ihm etwas Tolles gelingt, es kaum Lob und Anerkennung bringt. Obwohl er sich schindet und aufreibt, meist der ewige Versager bleibt. Könnte er übers Wasser laufen und würde hierbei

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Mit der Zeit gehen

Mit dem Fortschritt als Begleiter läuft die Zeit stets rastlos weiter. Worauf man heute schwört und baut, ist morgen überholt und out. Wer den Fortschritt nicht voll mitträgt und alles wie bisher bewegt, darf sich nicht wundern, wenn er dann kaum noch richtig mithalten kann. Irgendwann wird er einfach aussortiert, sein Abstieg ist hierdurch vorprogrammiert,

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Gesetz und Gerechtigkeit

Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich, doch manche werden „gleicher“ behandelt, unrechtes Handeln wird auf einen Streich gerechtigkeitskonform umgewandelt. Letztlich sind Gesetz und Gerechtigkeit als Konkurrierende anzusehen, die sich immer wieder von Zeit zu Zeit mal gegenseitig im Wege stehen.

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Das andere Leben

In mir stehen Räume leer, für die ich ein anderes Leben bräuchte. Vor den Fenstern liegt die Ferne, die ich mir längst ausgeredet habe. Tagsüber halte ich die Türen geschlossen. Es zieht sonst durch alles Erreichte. Im Schlaf passt mein Körper durch die schmalste Hoffnung. Barfuß bin ich dem Leben näher, das ich niemandem versprochen

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