Großeltern lieben anders

Großeltern lieben anders. Nicht weniger stürmisch, nur tiefer im Boden, mit Wurzeln, die schon wissen, wie schnell ein Sommer vergeht. Sie halten ein Enkelkind im Arm und spüren zugleich das Gewicht der Jahre und die Leichtigkeit eines Anfangs. In diesem kleinen Gesicht kehrt etwas zurück, das längst vergangen schien: das Staunen, das erste Licht am […]

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Gruppenbild

Für das Foto rücken alle zusammen. Die Frau am Rand legt den freien Arm hinter den Rücken. Später sieht es aus, als hätte die Nähe für alle gereicht. Außerhalb des Bildes hält sie der eigene Arm.

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Das Vanilleeis

Unter all den bunten Eissorten mit den verschiedensten Füllungen und Toppings habe ich mich für Vanilleeis mit Rosinen entschieden. Alles andere würde den Geschmack nur verderben. Ich sah zu, wie am Nebentisch Eis aus großen Schalen mit allerlei Streuseln gegessen wurde. Die Sonne fiel auf den Tisch. Es war wunderschön. Ich aß mein Vanilleeis so

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Zeitwörter

Gleich war lange mein Wort für Nähe. Gleich komme ich. Gleich höre ich zu. Gleich bin ich bei dir. Ich glaubte, die Zeit fühle sich angesprochen und warte. Jetzt ist mein Wort für das Versäumte. Jetzt würde ich bleiben. Jetzt könnte ich fragen. Jetzt wüsste ich, wie. Zwei kleine Wörter, das eine zu früh versprochen,

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Türme

Überall ragen hier alte Türme hoch, In den Menschensiedlungen. Die Häuser an denen sie hängen, Sie sind meistens leer. Was sagt das über uns? Ich bleibe ja auch lieber zuhause. Frage mich: Wurden uns Seelen erst leer, Oder doch die Straßen? Überall ragen hier alte Türme hoch, Zeugen einer Suche, Nach etwas Größerem als uns.

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Das Kind im Wald

An Berges, steiler Halde wo säuselt sanft der Wind, ganz nah am Tannenwalde da sitzt ein Erdenkind. ——————— Es sitzt im Moos im Schatten wo würzig` Tannenduft, ein letztes Vogelzwitschern in kühler Waldesluft. ———————- Der Wald steht friedlich schweigend das Kind blickt sinnend darein, die braun gewebten Locken durchflutet Mondesschein. ———————— Ein Kuckuck aus der

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Der zwanzigste Juli.

Der Sommer stand in schwerem Gold auf Feldern, Linden, Wegen; die Lerche stieg, der Himmel schwieg, als wollte er nichts bewegen. Das Korn war reif, die Luft war warm, die Städte lagen im Lichte; doch hinter Mauern, Eid und Amt verdunkelte sich die Geschichte. Da trug ein Mann durch Juliglut nicht Hoffnung nur, sondern Gewissen;

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Das Herz des Schwarzwaldes

Das Herz des Schwarzwaldes eine Peter Leitheim – KI Eleonore, Produktion —————- Das Heimatleben, ist hart und schwer, hier ist ein Gedicht, zur alten Zeit. Erinnerungen, gehen einher, erscheint uns, wie eine Ewigkeit. ——————- Ein stilles Erinnern, füllt nun den Raum, es ist der Herzschlag, der uns lenkt. Ein alter Pfad, ein Kindheitstraum, und dass,

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Getrennt zusammen

Die Einsamkeit kommt nach Mitternacht, wenn letzte Bahnen müde Menschen tragen, wenn jedes Fenster Licht entfacht, und nahe Lippen nichts zu sagen wagen. Sie setzt sich zwischen zwei erschöpften Leibern, die einander einmal Heimat waren, die sich nichts mehr zu sagen haben, und hört ihrem Schweigen zu zum Zeitvertreib. Am Morgen geht einer zuerst. Der

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Verständnislos

Verständnislos 💔 19.7.26 Ich will mich nicht schlecht fühlen, Ich will keine depression haben, will mich bemühen! Der Gedanke daran unerträglich, will nicht psychisch krank sein, schändlich Warum fühle ich mich verletzt, Welcher Grund? Keine Ahnung welch ein Test verstehe es nicht, war ich es selber, Ist es mein Kopf? Will Gelder Ich möchte verstehen,

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Ständiger Zeitdruck

In der heutigen Zeit der Mensch häufig beklagt, dass der Zeitdruck laufend an seinen Nerven nagt. Manches er zwar ganz gezielt plant und organisiert, doch wegen der Zeitknappheit nicht realisiert wird. Wenn ständig zu wenig Zeit zur Verfügung steht, das eine und andere den Bach runtergeht. Bei genauer Betrachtung auf den Punkt gebracht, ist das

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Kompromissbereit

Zwei Menschen liefern sich ein Wortgefecht, dass die Fetzen gewaltig fliegen. Da jeder glaubt, er allein sei im Recht, sie keine Einigung hinkriegen. Nur wenn man über seinen Schatten springt, dabei auch Kompromisse eingeht, eine Einigung ziemlich oft gelingt, keiner dann als Verlierer dasteht. Doch wer fremde Meinungen ignoriert, sich einfach darüber hinwegsetzt, rasend schnell

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Der Advokat

Er ist von Haus aus Advokat, recht clever und mächtig auf Draht, ein perfekter Wortakrobat, der Klienten mit Rat und Tat, äußerst gekonnt zur Seite steht, Gegnern das Wort im Mund umdreht. Sie letztlich zur Verzweiflung bringt, das Recht zu seinen Gunsten zwingt. Justitia ihn begleitet, seinen Erfolg vorbereitet, die Gerechtigkeitsweichen stellt, damit wer Recht

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Lebensbegleitungen

Im Leben hat bekanntlich alles seinen Preis. Jeder Mensch es schon von Kindesbeinen an weiß. Sowohl Fleiß als als auch Faulheit ihn oft begleiten, Zufriedenheit und auch Enttäuschung bereiten. Während solider Fleiß Erfolge anvisiert, Faulheit Lebensträume zum Platzen bringen wird.

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Heimatsorgen

Von Kühen und anderem Vieh waren einst die Dörfer umgeben. Viele Familien erkämpften sich so früher die Unabhängigkeit und das Leben. Statt Bauernhöfe große Areale von Mehrfamilienhäusern und davon immer mehr. Diese Entwicklung zu beobachten fällt mir wahrlich schwer. Was für eine Entwicklung auf dem Lande! Ist dieses ehrlich gesagt nicht teils eine Schande? Felder

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Der Brotkrümel

Brotkrusten werden niemals zur Gewohnheit. Es gibt zu wenige von ihnen. Doch die Vorfreude auf sie gleicht dem Duft von frisch gebackenem Brot. Vorfreude kennt keine Melancholie. Ich würde den Duft des Brotes gern länger einatmen, bevor ich davon koste. Doch da packst du den Brotkrümel schon für die Reise ein. Er wird reichen, um

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Ein trüber Tag

Wenn wir glauben, dass heut‘ der Tag uns nichts zu bieten hat, können vielleicht wir ihm etwas bieten, in seine Trübnis unser Lächeln senden, hinausgeh’n und ein Staunen schenken dem weiten Himmel über uns. Regen, statt ihn zu beschimpfen, darf uns das Gesicht benetzen und ein besonders dicker Tropfen sich auf die Nasenspitze setzen. Wir

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Bis zum Hals

Zuerst besetzen sie die Wörter. Freiheit muss den Arm heben. Heimat bekommt Zähne. Ordnung schnürt dem Land die Rippen zusammen. Dann hängen sie ihre Bilder über jede Wirklichkeit: glatte Gesichter, saubere Straßen, Fahnen, die dem Himmel die Kehle zudrücken. Wer widerspricht, bekommt einen Satz in den Mund geschoben, bis die eigene Stimme nicht mehr hindurchpasst.

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Der neue Krieg

Der Erdboden will mit Blut getränkt sein, durstig wie er ist. Der Herrscher im Osten opfert alle Soldaten auf dem Altar seiner Selbstherrlichkeit. Unbemannte Dronen durchkreuzen den Luftraum, hungrig auf ihre Beute. Es kämpfen Maschinen gegen Maschinen, der Mensch ist bloß noch nebensächlich. Die Zivilbevölkerung leidet jeden Tag wenn die Raketen in Wohnungen einschlagen. Wer

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