Lenzgedicht

Es ist ein leises Gehen im Land, als zöge jemand durch die Gründe; ein Hauch liegt warm auf Feld und Rand, ein erstes Wort in alter Kunde. Noch steht das Jahr im Zwielicht da, doch unter dunklen, schweren Schollen regt sich ein heimlich leises Ja, das Knospen hebt und Träume wollen. Ein Vogel ruft – […]

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Zwei Entscheidungsmöglichkeiten

Ob der Tagesablauf positiv gelingt, oder nur Misserfolg und Enttäuschung bringt, der Mensch jeden Morgen immer selbst bestimmt, Vor- und Nachteile hierfür dann in Kauf nimmt. Zwei Möglichkeiten stehen morgens zur Wahl, diese werden oft zu einer echten Qual, letztlich muss sich der Mensch zwischen den beiden möglichst binnen kürzester Zeit entscheiden. Die erste Möglichkeit

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Das Haus

Das leere Haus. Im Zimmer der Löwen, leben jetzt Katzen. Im Zimmer der Adler, leben jetzt Spatzen. Im Zimmer der Hirsche leben jetzt Hasen. Und alle sind voller Bildung. Und alle sind voller Titel. Und alle sind voller Macht. Aber keiner kennt mehr seine Natur. Und keiner kennt mehr das Leben. Das leere Haus! Im

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Hymne des Frühlings

Freude bricht aus dunklen Gründen, wo der Winter eisig stand; neue Kräfte sich verbinden, heben jubelnd Flur und Land. Seht, wie durch die kalten Schranken junges Leben siegend dringt, wie aus frostumhüllten Ranken hell der Blüten Odem klingt! Auf, o Mensch, aus trägen Banden! Fühl der Erde frischen Mut; was im Innern lang vergraben, kehrt

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Blinde

Rede mit Blumen, über die Farben des Lebens. Hör Dir an wie sie die Wälder sehen. Die Wiesen. Die Seen. Und wie sie Dein Denken sehen. Und deine Phantasie. Und Dein Wissen. Und wie herrlich sie das finden. Und göttlich. Und genial. Und rede nie mit blinden Menschen, über die Farben des Lebens. Es ergibt

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Manchmal…

Graue Tage… Manchmal sind die Tage grau. Selber fühlt man sich so flau. Ist mit sich nicht ganz zufrieden. Andere wirken sehr gediegen. Gedanken ärgern dann zu Hauf` Die Stimmung ist im Eigenlauf. So manches Helle greller wirkt. Ob diese Zeit noch Gutes birgt? Bernd Tunn Tetje

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Frühlingszyklus

Der Lenz hebt leise die Hand. Unter tauendem Boden beginnen Knospen zu denken. Schneeglöckchen und Krokus setzen erste Zeichen ins Gras, bald folgen Tulpen und Osterglocken, ein vorsichtiges Blütenmeer im jungen Grün. In der Luft summen Bienen und Hummeln, ein Schmetterling tastet die ersten Sonnenstrahlen ab. Zwischen Zweigen wächst der Nestbau, und Vogelgezwitscher zerlegt das

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Aprilwetter im März

Der März probt schon den April: Sonne lacht, dann zieht sie weiter. Ein Windstoß räumt den Himmel leer, gleich darauf füllt Regen ihn erneut. Die Wolken wechseln ihre Meinung schneller als der Kalender sein Blatt. Auf der Wiese blitzt ein Sonnenstrahl, kaum später klirrt ein kühler Schauer. Der Frühling kommt nicht mit Erklärung, er übt

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Was uns stark gemacht hat

Ein Vater soll schützen bei dir steh’n, doch wir mussten oft die Härte seh’n. Wo Liebe sein sollte, war nur Groll, Schatten blieben, schwer und voll. Mein Bruder und ich, wir waren klein, mit Sorgen im Herz oft ganz allein. Du nahmst uns Ruhe, nahmst uns Zeit, ein Stück unserer Kindlichkeit. Dann warst du fort,

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Atem des Frühlings

Der März hebt leis das Licht aus kaltem Grund, die Erde atmet unter jungem Grün; ein Krokus steht wie ein geöffneter Mund, um still den neuen Morgen zu begrüßen. Die Luft ist weich; im Raum beginnt ein Flug von Schmetterlingen über mildes Land; die Bienen tragen leise Atemzug von Blütenduft aus unsichtbarer Hand. Und wenn

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Frühling im Land

Der März noch kühl, doch auf dem Feld ein Glanz, ein erster Krokus zeigt sich ungeniert; der April bringt Sonne – und vielleicht auch Tanz von Regen, der das junge Grün verziert. Am Weg ein Nestbau in der Heckenwand, die Bienen summen über Saat und Klee; ein Wanderer schaut über Wald und Land und denkt:

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Leiser Lenz

Es taut im Feld; die Knospe regt sich sacht, ein Schneeglöckchen hebt sein helles Haupt; der Lenz tritt leis aus winterlicher Nacht, als hätt ein stiller Traum die Welt erlaubt. Ein Krokus glimmt im jungen Wiesengrün, die Sonne tastet mild den Morgensaum; ein Schmetterling beginnt im Licht zu ziehn und weckt im Herzen einen alten

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Frühlingsatem

Im stillen Gras erwacht die Knospe sacht, ein Hauch von Duft durchzieht die weite Luft; die Erde hebt sich leis aus langer Nacht, und überm Feld verweht der junge Duft. Ein Schmetterling berührt das helle Licht, die Sonne streift den Tau am Wiesensaum; der Morgen spricht, doch laut vernimmt man’s nicht – der Lenz erscheint

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Frühlingsblick

Der Frühling ist die Zeit, da nicht nur Wiesen neu beginnen, sondern auch die Seele ihr müdes Schweigen verliert. Ein mildes Licht fällt auf die Wege, und was lange grau erschien, wird plötzlich blühend und duftend im warmen Atem der Luft. Das Auge hebt sich aus der Winterruhe, es sucht das Grün, die ersten Blüten,

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