Der Virus
Es ist ein Virus ausgebrochen, auf dem PC sitzt der seit Wochen. Heiße Wickel haben nix gebracht, die Funken flogen, und es war Nacht. Seitdem hat er verkohlt gerochen!
Es ist ein Virus ausgebrochen, auf dem PC sitzt der seit Wochen. Heiße Wickel haben nix gebracht, die Funken flogen, und es war Nacht. Seitdem hat er verkohlt gerochen!
Der Nebel sinkt ins Bergische Land, legt Grau auf Dächer, Feld und Rand. Die Hügel treten aus der Sicht, als nähme sie das fahle Licht. Die Eichen stehen schwarz und schwer, kein Blatt bewegt sich in den Kronen mehr. An kahlen Zweigen hängt der Reif, der Morgen bleibt noch blass und steif. Der Bach zieht
Winternebel im Bergischen Land Weiterlesen »
Der Winternebel zieht durchs Land, legt Schweigen auf die kahlen Weiden; die Hügel schwinden, Wald und Rand verlieren Namen und Gestalten. Im fahlen Morgen ruht das Feld, vom Reif mit feinem Glas überzogen; als hätte sich die müde Welt für einen Atemzug entzogen. Die Rotbuche steht grau und still, kein Blatt antwortet mehr dem Winde;
Der Winternebel. Weiterlesen »
O Täler weit, o Höhenrand, du Wald im frühen Morgenlichte, dein Atem zieht durch Baum und Land und schreibt sich ein in die Geschichte. Durch Buchenlaub und Eichenkronen geht Wind wie eine alte Sage; in deinen tiefen, grünen Zonen verhallt des Tages laute Klage. Wo Wurzeln unter Steinen tasten und Quellwasser die Moose nährt, lernt
Deutscher Wald im Licht Weiterlesen »
Schwarz, so wie der Hintergrund der Sterne in der Nacht; Rot, so wie das stolze Blut uns liebend glücklich macht; Gold, so wie des Reichtums Glanz uns machte einst bekannt; die Farben sind, die für uns stehen, für unser Heimatland!
Im Winter sickerten meine verträumten Minuten in die Sanduhr Im Frühjahr schlugen mir verlorene Stunden vom Kirchturm her Im Sommer verbrannten mir traumlose Tage unter der Sonnenuhr Im Herbst pendelten die verbrauchten Jahre in der Standuhr hin und her Noch vor dem nächsten Winter drehe ich Jahreskreise weiter mit der Taschenuhr Die knorrigen Eichen stemmen
Der Frost berührt die Haut so sacht, Die Lippen bleichen blau bei Nacht. Die Schritte weichen, alles ruht, Vergeht die Welt, so wie sie tut. Wenn alles schläft, der Winter schreibt, Und alles friert von Zweig zu Zweig. Ganz tief im Innern scheint ein Licht, Das warme Herz, das nie zerbricht. © Marcel Strömer [Magdeburg,
Noch steht der Winter über dem Land, klar und unbewegt im bleichen Licht. Die Felder tragen ihr schweigendes Maß, die Bäume ragen, ernst und nackt, als hielten sie Zwiesprache mit dem Himmel. Doch plötzlich – im Herzen der kalten Ordnung – regt sich ein Klang. Nicht laut zuerst. Ein fernes Pochen nur, wie Erinnerung an
Fastnacht im Winter Weiterlesen »
Die arktischen Schneegänse verlassen Flur und Feld, ein weißer Zug im Abend, der durch die Lüfte fällt. Sie heben sich in Reihen, vom Frosthauch noch umweht, als trügen sie die Stille dorthin, wo Wind sie weht. Die Äcker liegen schweigend, der Schnee ist matt und licht, der Winter hält sein Atmen, doch ewig bleibt er
Zug der Schneegänse Weiterlesen »
Der Winter, der Winter, hat plötzlich beschlossen: „Es wird jetzt gefroren – der Sommer ist flossen.“ Er rüttelt am Fenster, er schüttelt die Tür, als sagte er streng: „Ein bisschen Manier!“ Er malt an die Scheiben Kristalle mit Schwung und denkt dabei heimlich: „Wie herrlich – wie jung!“ Er friert uns die Nasen, er knackt
Der Winter überlegt! Weiterlesen »
Der Winter, der Winter, kommt klirrend ins Land, mit frostiger Stimme und eisiger Hand. Er rüttelt an Fenstern, er klopft an das Tor, er fährt durch die Gassen mit stürmischem Chor. Er zerrt an den Mützen der Kinder im Schnee, und jagt ihre Lachen wie Funken im Weh’n. Er wirbelt die Flocken in tanzendem Reih’n,
Der Winter, der Winter! Weiterlesen »
Der Winter, der Winter, zieht leise ins Land, mit silbernem Schleier und frostiger Hand. Er rüttelt am Tore der nächtlichen Welt, dass träumend der Himmel sein Sternenzelt hält. Er streift durch die Wälder, durch Hügel und Tal, lässt schweigend erstarren das rauschende Mahl. Er haucht an die Fenster sein flüchtiges Bild, bis innen das Kerzenlicht
Der Winter kommt Weiterlesen »
So ordnet sich die kalte Macht, nicht hart – nur klar in ihrer Nacht. Sie nimmt zurück, was überstand, und legt es still in ihre Hand. Was zu viel war im lauten Licht, verliert im Frost sein Übergewicht. Die Felder schweigen weit und rein, und lernen wieder Maß zu sein. Denn was der Winter leise
Im Werk des Winters Weiterlesen »
Die arktischen Schneegänse verließen Flur und Feld. Sie hatten offenbar beschlossen: „Hier ist es doch zu kalt für Welt.“ Der Wind war streng, der Teich war hart, der Bauer murrte leis. Da sprach die Gans: „Man reist, bevor man ganz vereist.“ Sie ordneten sich schnatternd ein, in wohlerprobter V-Formation. „Der Frühling kommt? – Mag sein.
Beratung der Schneegänse Weiterlesen »
Nebel hängt in der Wiener Luft, ein Flair wie in der Kaisergruft. Keine drei Meter sieht man g’scheit – das geht dem Herlicek zu weit! Er läuft heim, geht in den Keller, seine Miene wird rasch heller – denn dort liegt ein Nebelspalter, gut in Schuss trotz hohem Alter. Draußen drückt er auf den Hebel,
HERLICEK – Der alte Nebelspalter Weiterlesen »
Geschlossen! Kein Licht brennt mehr, weil nichts mehr kommt. Regale bewahren das Ausbleiben. Preisschilder sprechen von gestern in einer Sprache ohne Bedarf. Die Kühltruhen atmen nicht mehr: Ende der Versorgung als Versprechen. Die Zukunft wurde aus dem Sortiment genommen. Wir sind nicht mehr gelistet.
Stillgelegte Verheißung Weiterlesen »
Im immerwährenden Jetzt sind die Lichter ausgedünnt. Teppiche schlucken die Schritte der Zählenden. Um dem Zufall eine Form zu geben, werden Zahlen beschworen. Gespräche versickern im Dazwischen. Masken verraten nichts, doch alle spüren die Nähe zum Abgrund. Hände setzen routiniert. Blicke hypnotisieren die Kugel. Erwartung flackert auf, zieht sich zurück. Blicke rechnen weiter. Mehr ist
Der Winter richtet sich ein, ganz leis, legt Schweigen über Feld und Kreis. Die Wege ruh’n, der Himmel steht, als hielte Zeit den Atem an und geht. Der Frost bewacht den stillen Grund, die Erde schläft zur tiefen Stund’. Was gestern noch in Hast sich trieb, liegt nun im Weiß, das alles liebt. Die Bäume
„Der Winter richtet sich ein“ Weiterlesen »
Wer an den Wipfeln, in den Gipfeln, sich vergnügt mit Schnee und Zipfeln, wer dem Wind beim Tanze lauscht, wie er durch die Tannen rauscht, der versteht des Winters Sinn: Nicht Stillstand liegt in ihm, Gewinn. Denn wo das Eis die Formen hält, wird Ordnung in die Welt gestellt. Die Zapfen schwingen silbern sacht, vom
Wer mag den Winter nicht, der ist um einen Zauber ärmer. Wenn an den Wipfeln leis und licht die silbernen Tannenzapfen wippen, weiß jede Seele, was ihr fehlt. Die Wälder tragen stillen Glanz, kein Blatt, das klagt, kein Ast, der drängt. Im Frost gewinnt die Welt ihr Maß, und alles Überlaute schweigt. Der Schnee legt