Deutschland
Schwarz, so wie der Hintergrund der Sterne in der Nacht; Rot, so wie das stolze Blut uns liebend glücklich macht; Gold, so wie des Reichtums Glanz uns machte einst bekannt; die Farben sind, die für uns stehen, für unser Heimatland!
Schwarz, so wie der Hintergrund der Sterne in der Nacht; Rot, so wie das stolze Blut uns liebend glücklich macht; Gold, so wie des Reichtums Glanz uns machte einst bekannt; die Farben sind, die für uns stehen, für unser Heimatland!
Im Winter sickerten meine verträumten Minuten in die Sanduhr Im Frühjahr schlugen mir verlorene Stunden vom Kirchturm her Im Sommer verbrannten mir traumlose Tage unter der Sonnenuhr Im Herbst pendelten die verbrauchten Jahre in der Standuhr hin und her Noch vor dem nächsten Winter drehe ich Jahreskreise weiter mit der Taschenuhr Die knorrigen Eichen stemmen
Der Frost berührt die Haut so sacht, Die Lippen bleichen blau bei Nacht. Die Schritte weichen, alles ruht, Vergeht die Welt, so wie sie tut. Wenn alles schläft, der Winter schreibt, Und alles friert von Zweig zu Zweig. Ganz tief im Innern scheint ein Licht, Das warme Herz, das nie zerbricht. © Marcel Strömer [Magdeburg,
Noch steht der Winter über dem Land, klar und unbewegt im bleichen Licht. Die Felder tragen ihr schweigendes Maß, die Bäume ragen, ernst und nackt, als hielten sie Zwiesprache mit dem Himmel. Doch plötzlich – im Herzen der kalten Ordnung – regt sich ein Klang. Nicht laut zuerst. Ein fernes Pochen nur, wie Erinnerung an
Fastnacht im Winter Weiterlesen »
Die arktischen Schneegänse verlassen Flur und Feld, ein weißer Zug im Abend, der durch die Lüfte fällt. Sie heben sich in Reihen, vom Frosthauch noch umweht, als trügen sie die Stille dorthin, wo Wind sie weht. Die Äcker liegen schweigend, der Schnee ist matt und licht, der Winter hält sein Atmen, doch ewig bleibt er
Zug der Schneegänse Weiterlesen »
Der Winter, der Winter, hat plötzlich beschlossen: „Es wird jetzt gefroren – der Sommer ist flossen.“ Er rüttelt am Fenster, er schüttelt die Tür, als sagte er streng: „Ein bisschen Manier!“ Er malt an die Scheiben Kristalle mit Schwung und denkt dabei heimlich: „Wie herrlich – wie jung!“ Er friert uns die Nasen, er knackt
Der Winter überlegt! Weiterlesen »
Der Winter, der Winter, kommt klirrend ins Land, mit frostiger Stimme und eisiger Hand. Er rüttelt an Fenstern, er klopft an das Tor, er fährt durch die Gassen mit stürmischem Chor. Er zerrt an den Mützen der Kinder im Schnee, und jagt ihre Lachen wie Funken im Weh’n. Er wirbelt die Flocken in tanzendem Reih’n,
Der Winter, der Winter! Weiterlesen »
Der Winter, der Winter, zieht leise ins Land, mit silbernem Schleier und frostiger Hand. Er rüttelt am Tore der nächtlichen Welt, dass träumend der Himmel sein Sternenzelt hält. Er streift durch die Wälder, durch Hügel und Tal, lässt schweigend erstarren das rauschende Mahl. Er haucht an die Fenster sein flüchtiges Bild, bis innen das Kerzenlicht
Der Winter kommt Weiterlesen »
So ordnet sich die kalte Macht, nicht hart – nur klar in ihrer Nacht. Sie nimmt zurück, was überstand, und legt es still in ihre Hand. Was zu viel war im lauten Licht, verliert im Frost sein Übergewicht. Die Felder schweigen weit und rein, und lernen wieder Maß zu sein. Denn was der Winter leise
Im Werk des Winters Weiterlesen »
Die arktischen Schneegänse verließen Flur und Feld. Sie hatten offenbar beschlossen: „Hier ist es doch zu kalt für Welt.“ Der Wind war streng, der Teich war hart, der Bauer murrte leis. Da sprach die Gans: „Man reist, bevor man ganz vereist.“ Sie ordneten sich schnatternd ein, in wohlerprobter V-Formation. „Der Frühling kommt? – Mag sein.
Beratung der Schneegänse Weiterlesen »
Nebel hängt in der Wiener Luft, ein Flair wie in der Kaisergruft. Keine drei Meter sieht man g’scheit – das geht dem Herlicek zu weit! Er läuft heim, geht in den Keller, seine Miene wird rasch heller – denn dort liegt ein Nebelspalter, gut in Schuss trotz hohem Alter. Draußen drückt er auf den Hebel,
HERLICEK – Der alte Nebelspalter Weiterlesen »
Geschlossen! Kein Licht brennt mehr, weil nichts mehr kommt. Regale bewahren das Ausbleiben. Preisschilder sprechen von gestern in einer Sprache ohne Bedarf. Die Kühltruhen atmen nicht mehr: Ende der Versorgung als Versprechen. Die Zukunft wurde aus dem Sortiment genommen. Wir sind nicht mehr gelistet.
Stillgelegte Verheißung Weiterlesen »
Im immerwährenden Jetzt sind die Lichter ausgedünnt. Teppiche schlucken die Schritte der Zählenden. Um dem Zufall eine Form zu geben, werden Zahlen beschworen. Gespräche versickern im Dazwischen. Masken verraten nichts, doch alle spüren die Nähe zum Abgrund. Hände setzen routiniert. Blicke hypnotisieren die Kugel. Erwartung flackert auf, zieht sich zurück. Blicke rechnen weiter. Mehr ist
Der Winter richtet sich ein, ganz leis, legt Schweigen über Feld und Kreis. Die Wege ruh’n, der Himmel steht, als hielte Zeit den Atem an und geht. Der Frost bewacht den stillen Grund, die Erde schläft zur tiefen Stund’. Was gestern noch in Hast sich trieb, liegt nun im Weiß, das alles liebt. Die Bäume
„Der Winter richtet sich ein“ Weiterlesen »
Wer an den Wipfeln, in den Gipfeln, sich vergnügt mit Schnee und Zipfeln, wer dem Wind beim Tanze lauscht, wie er durch die Tannen rauscht, der versteht des Winters Sinn: Nicht Stillstand liegt in ihm, Gewinn. Denn wo das Eis die Formen hält, wird Ordnung in die Welt gestellt. Die Zapfen schwingen silbern sacht, vom
Wer mag den Winter nicht, der ist um einen Zauber ärmer. Wenn an den Wipfeln leis und licht die silbernen Tannenzapfen wippen, weiß jede Seele, was ihr fehlt. Die Wälder tragen stillen Glanz, kein Blatt, das klagt, kein Ast, der drängt. Im Frost gewinnt die Welt ihr Maß, und alles Überlaute schweigt. Der Schnee legt
Erste Stimme Der Winter steht und hält das Maß, die Welt wird still, der Atem klar. Was unnütz war, fällt leis vom Ast, zur Ruhe kommt, was eilig war. Die Felder schweigen, weit und rein, kein Drängen stört den festen Grund. So darf die Zeit sich selber sein, im Frost wird alles wahr und rund.
Zwiegespräch im Winter Weiterlesen »
Der Winter steht. Nicht drohend, nicht verzehrend, sondern sammelnd wie ein Hüter des Wesentlichen. Die Erde hält ihr Wort zurück, die Felder schweigen im klaren Gesetz, und über den ruhenden Linien der Hügel spannt sich das Licht in strenger Milde. Kein Blatt irrt mehr. Kein Wasser eilt. Alles hat sein Maß gefunden im Atem der
Die Kälte denkt: So geht das nicht. Zu viel Gefühl. Zu wenig Licht. Sie ordnet schnell, sie räumt ein wenig, macht die Welt übersichtlich und fröhlich-wenig. Was gestern laut „Ich!“ gerufen hat, liegt heute brav im weißen Spat. Der Frost sagt: „Still jetzt. Erstmal ruh’n. Das Leben hat noch Zeit zu tun.“ Und siehe da:
Der Winter denkt nach Weiterlesen »
Die Kälte formt die Welt erneut, nicht feindlich, nein – in stiller Treue. Sie sammelt, was im Sommer streute, und führt es heim ins klare Maß. Die Erde hält den Atem an, als lausche sie dem tiefen Sinn. Im Frost wird jedes Ding sich seiner Grenze, seiner Würde inne. Nicht Tod ist dies, nicht starres
Im Licht der Kälte Weiterlesen »