Negativ gesehene Winterzeit

Der Winter lässt sich nicht vertreiben. er ist noch immer sehr präsent. Eisblumen auf den Fensterscheiben, liegen selbstverständlich im Trend. So bringt der Winter mit Schnee und Eis, viel Freude als auch arge Last. Wird deshalb wie nun mal jeder weiß, von einigen enorm gehasst. Doch selbst im traumhaften Winterkleid, lässt er sich nur schwer […]

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In einem fernen Land

Auf meinem Badewannenrand liegt eine Muschel, die ich fand. Beim Baden lausche ich gespannt dem Ruf des Meeres in einem fernen Land, und ich erinnere mich an jenen Strand und deine Fußspuren im Sand. Ach, wie fand ich dich charmant. Du warst so herrlich braun gebrannt. Dein Akzent hat mich gebannt. Du nahmst ganz einfach

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Bring mich zu den Sternen

Bring mich zu den Sternen, bitte. Hier ist mir alles viel zu laut. Nur in der Stille find’ ich meine Mitte. Hab mir das Schweigen abgeschaut. Nimm mich aus den grellen Räumen, aus dem Muss, das ständig schreit. Ich will nicht nur von Freiheit träumen. Ich will bei mir sein – ganz befreit. Über mir

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Die Konstante der Macht

Ob auf dem Dorf im tiefen Tal oder im Saal aus Glas und Stahl, die Gier trägt viele Masken hier und bleibt doch stets dasselbe Tier. Man spricht von Werten, laut und weit, doch wenn es brennt, herrscht Einsamkeit. Dann zählen Namen, zählt das Geld und nicht das Wort, das man noch hält. Im Glanz

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Freiheit

Wir stehen auf, wir lassen uns nicht die Sprache verbieten, wir singen unsere Lieder, wir lesen kritisch und informieren uns, wir weigern uns, im Konsum zu ersticken und das Denken einzustellen. Niemand wird uns einlullen können, wir gehen auf die Straße und wir wählen, friedlich aber resolut, wir verlangen unsere Rechte für alle Menschen hier

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Der Mönch

. Der Mönch Er suchte das Licht, doch fand er nur Flammen. Der Affe, an dem man nicht denken soll, fraß sich in sein Herz. und die Gedanken kamen – wie Staub auf stillem Wasser. Je mehr er wollte, desto weiter wich das Ziel. Ein paar Sekunden Wahrheit – ein Blick durchs Schlüsselloch, zu groß

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Gott gibt Gott nimmt

Gott nimmt Gott gibt Der Wind kam von hinten, trug flirrenden Glanz, wie Versprechen aus Fernen, im taumelnden Tanz. Er wirbelte Scheine, als riefen sie leis, es griff meine Hand – und griff doch ins Eis. Ein Reichtum so nah, doch aus Luft nur gemacht, ein Trugbild, das lockt – und im Winde lacht. Ich

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Der vorgezeichnete Pfad

Zwischen Hobelbank und Grenzverlauf hielt dich dein Lebensfaden auf. Die Werkstatt roch nach Holz und Leim, als sollte sie dein Schicksal sein. Die Schule lag im fahlen Grau und jeder wusste es genau: Du brauchst kein Wissen, keinen Traum, nur füge dich dem engen Raum. Wer dennoch nach dem Warum gefragt, ward bald schon leise

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Die Ballade vom Traumhändler

Es kam ein Mann mit Aktenmappe, der sprach charmant, ganz ohne Klappe: „Ich bringe Freiheit, Glück und Sinn – man muss nur kaufen, das bringt Gewinn!“ Er zeigte Bilder, bunt und glatt, ein Leben das kein Warten hat. Ein Ring, ein Sofa, ein Gerät, das die Arbeit für dich tät’. „Die Waschmaschine denkt für dich

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Undank

Oft schleppt ein Esel ohne Rast, eine gewaltig schwere Last und wird, macht er mal schlapp beim Tragen, zum Dank dafür auch noch geschlagen. Hält ein Esel, der mit ganzer Kraft tagein und tagaus brav geschafft, plötzlich mit Jüngeren nicht mehr Schritt, dankt man es ihm mit dem „Eselstritt.“ Ob Mensch oder Esel, es bleibt

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Der Winter überlegt!

Der Winter, der Winter, hat plötzlich beschlossen: „Es wird jetzt gefroren – der Sommer ist flossen.“ Er rüttelt am Fenster, er schüttelt die Tür, als sagte er streng: „Ein bisschen Manier!“ Er malt an die Scheiben Kristalle mit Schwung und denkt dabei heimlich: „Wie herrlich – wie jung!“ Er friert uns die Nasen, er knackt

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Der Winter kommt

Der Winter, der Winter, zieht leise ins Land, mit silbernem Schleier und frostiger Hand. Er rüttelt am Tore der nächtlichen Welt, dass träumend der Himmel sein Sternenzelt hält. Er streift durch die Wälder, durch Hügel und Tal, lässt schweigend erstarren das rauschende Mahl. Er haucht an die Fenster sein flüchtiges Bild, bis innen das Kerzenlicht

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Im Werk des Winters

So ordnet sich die kalte Macht, nicht hart – nur klar in ihrer Nacht. Sie nimmt zurück, was überstand, und legt es still in ihre Hand. Was zu viel war im lauten Licht, verliert im Frost sein Übergewicht. Die Felder schweigen weit und rein, und lernen wieder Maß zu sein. Denn was der Winter leise

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Beratung der Schneegänse

Die arktischen Schneegänse verließen Flur und Feld. Sie hatten offenbar beschlossen: „Hier ist es doch zu kalt für Welt.“ Der Wind war streng, der Teich war hart, der Bauer murrte leis. Da sprach die Gans: „Man reist, bevor man ganz vereist.“ Sie ordneten sich schnatternd ein, in wohlerprobter V-Formation. „Der Frühling kommt? – Mag sein.

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gleich alt

Meine Puppe ist in die Jahre gekommen. Sie sitzt am Fenster im Sonnenlicht. Verfilzt das Haar, ein Auge erlischt. Doch hat ihr die Zeit nicht das Lächeln genommen. Ihr Kleid ist müde – Motten fraßen dran. Die Säume dünn, der Stoff schon zernagt. Er hat sich stumm durch die Jahre geplagt. Das Kleid hält trotzdem,

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Don Enno im Licht.

Don Enno sitzt im Licht, klein von Maß, groß von Selbstverständnis. Der Körper ruht, der Blick bleibt. Er trägt keinen Ernst, er ist ruhig. Das Maul offen, nicht zum Biss, sondern zum Loslassen. Was nach Angriff aussieht, ist Müdigkeit. Was nach Stärke riecht, ist Vertrauen. Don Enno stellt sich nicht dar. Er ist da. Auf

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Du wusstest es

Als ich dich sah, verstummte mir das Wort, als hätte sich die Zeit in dir verdichtet. Ein Augenaufschlag: ich ergab mich dir sofort. Du hast mein Herz mit deinem Blick belichtet. Ich stand und wusste nicht mehr, wer ich war, nur dass dein Blick mich durch und durch erkannte. So nah warst du, und doch

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Die Leihgabe

Die Leihgabe Gott sprach: „Hier, ein Garten – klein, doch mein, dieses Kleinod will ich euch reichen, pflanzt, pflegt, wandelt weise, erkennt das Geschenk, die Gabe aus Gnade.“ Der Mensch nahm – in Eile, griff mit gieriger Hand, baute Mauern, schuf Maschinen, Grenzen, Waffen, Beton. Vergaß das Lied der Erde, verlor den Blick fürs Ganze.

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