Eichenwort

Wir zweifeln nicht, wir stehen fest, wie uns die deutschen Eichen lehren; sie tragen still aus alter Zeit den Klang von Treu und Ehre. Von Ruhm und Pflicht vergangner Tage raunt leis ihr starkes Blätterdach; und was wir sind, in ernster Lage, wächst aus dem, was zuvor geschah. So wollen wir der Heimat dienen, nicht […]

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Frühlingsfreiheit

Im Lenz, wenn lichte Strahlen sinken auf Feld und junges Blütenkleid, beginnt das Herz sich neu zu schwingen in Gottes sanfter Gegenwart. Die Knospen öffnen sich im Lichte, ein Hauch von Leben zieht durchs Land; und in der stillen Frühlingsdichte legt Hoffnung sich in jede Hand. O Freiheit, die im Herzen wohnet, nicht laut, doch

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Beständigkeit

In meinen Garten die Sonne scheint und wärmt mir das Gemüt. So manches Blümlein jetzet meint, dass es nun gerne blüht! Ich sitze und genieß‘ die Pracht, die hier entsteht zur Freud‘, sie bildet sich zurück zur Nacht, am Tag kommt sie erneut. Wie können wir doch fröhlich sein ob dieser Wiederkehr! Der Frühling schenkt

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Meine Seele

Meine Seele Meine Seele die weint und kommt nicht zu ruh, sie will einfach nur noch leben und weißt nicht wozu. Meine Tränen sind Balsam für meine Seele, aber auch nicht sehr lange, weil ich mich weiter hin quäle. Ich will diese Qualen aus meiner Seele vertreiben, um endlich wieder frei und glücklich zu sein.

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Abendruh

Lass des Tages Werk nun warten bis die Sonne wieder scheint; aber vorher ist der Garten mit des Mondes Licht vereint. Ausgetrunken ist die Kanne Tee, er hat mir gut getan. Nur noch in die Badewanne, aufgegreht der Wasserhahn. In des Abends sanfter Stille höre ich ein leises Lied. Nun zu ruhen ist mein Wille.

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Sachzwang

“Hell is empty and all the devils are here“,Ariel to Prospero, Shakespeare: The Tempest, Act 1, scene 2 Chandrika Wolkenstein Sachzwang Die Hölle ist leer. Nicht weil das Böse ausgestorben wäre. Sondern weil es umgezogen ist, in Großraumbüros und Kommentarspalten, in Gremien und Ministerien, in dem beruhigenden Tonfall, mit dem man Härte als Sachzwang verkauft.

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Liebevolle Sonnenmädchen

Die Sonne glüht auf goldner Bahn, sie küsst die Haut der Mädchen warm. Zwei Körper ruh’n im Licht vereint, von Wärme still und sanft gemeint. Ein Mädchen streicht durch Gretchens Haar, so zart, als wär ’s aus Morgentau. Und Gretchen, liebevoll und klar, berührt sie leise, fast wie ein Hauch. Sie lieben sich im Sonnenschein,

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Hysterische Liebe

Ich bin daheim angekommen, zwischen den Bäumen erklommen. Die Hysterie habe ich dabei mitgenommen. Ich bin hysterisch verstimmt; sie ist übertrieben erregt. Unsere Liebe versagt – auf griechisches Hysterikós beruhend. Die hysterische Liebe erstickt uns, bewahrt uns, zerquetscht uns.

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Liebe um 18:20

Es ist die Zeit gekommen – achtzehn Uhr zwanzig! Ich schaue in die App schon fleißig – achtzehn Uhr dreißig! Er schreibt eilig – achtzehn Uhr vierzig! Vor dem Türspion steht jemand Mitte dreißig – achtzehn Uhr fünfzig! Er ist da, aber hurtig und nicht zärtlichkeitsbedürftig. Meine Liebe geht weg um neunzehn Uhr – mit

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In einer App

In einer App Ich liege auf der Wiese. Ich wische ab und zu. Ich bewege meinen Daumen. Wische ich ihn durch die App-Gesichter auf dem Smartphone, auf dem Phone. In der App gibt es, es gibt sie, die Gesichter, die unbekannten Wesen. Gibt es da die Liebe? Gibt es die wirklich? Oder gibt es nur

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Für immer

Bleib mit mir – für immer. Ich liebe dich seit immer so wie ein Schimmer. Bleib mit mir! Ich spüre, wie du mich umgibst. Bleib bei mir! Du spürst, wie dich die Liebe umarmt. Unsere Liebe bleibt für immer, weil ich dich liebe – für immer.

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Sommerliche Liebe

Liebe ist so durchsichtig wie eine Wolke, Liebe ist so übersichtlich wie die Sonne. Liebe ist so heiß wie Gewitter, Liebe ist so zart wie sommerliche Blätter. Die sommerliche Liebe, ich suche dich. Ich suche dich in meiner Nähe. Die sommerliche Liebe, ich hätte dich – sehr gern, sehr lieb. Ich hätte dich im Sommer

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Auf der Wiese

Ich atme und fühle die sommerliche Liebe. Ich spüre auf der Wiese einen Mann, der auf mich blickt. Mein Herz klopft, sein Herz schlägt. Unsere Blicke zentrieren, unsere Sinne vibrieren. Komm, küss mich! Komm, fühl mich! Der Mann schaut weg, ich schaue auch weg. Wo ist die Liebe? Die Liebe liegt auf der Wiese.

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Zeitenzug im wahren Norden

Wenn die Wenden sich wenden, und die Dänen es beenden, und Wikinger stoßen dazu – da bleibt diesem Land kaum je Ruh. Wenn Sachsen sich lagern, und Angeln hier wagen, ihr Maß in die Fluren zu tun, beginnt ein beständiges Ruh’n. Dann Preußen und Österreich treten in Ordnung und Recht auf die Beeten; was wirr

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Holsteinische Schweiz – Zeiten im Land

Mal Angeln, mal Sachsen zogen hier, durch Wälder, Seen und Hügelketten; sie ließen Spuren, leise, schier, in Flur und alten Siedlungsstätten. Dann Keltenklang, dann Wendenzeit, in frühen Formen, schwer zu fassen; ein Land im Wandel, stets bereit, doch nie sich selbst dabei verlassen. Die Wikinger durchzogen einst die Wasser, kühn und ohne Zagen; und Dänenherrschaft,

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