Elegie des März

Schweigend erhebt sich das Licht über frostige Felder des Winters, milde berührt es das Land, das noch im Dunkel verharrt. Unter der Scholle verbirgt sich die träumende, wartende Saat noch, ahnt doch im innersten Kern künftiger Blüte Gestalt. Märzwind weht durch das Grau der entlaubten, zitternden Zweige, kündet im leisesten Ton nahenden Wandel der Zeit. […]

Elegie des März Weiterlesen »

Das Streben des Helden

Die Hoffnung und Lust fing damals an Das Leben führt mich durch einen Herzschlag voran Der Herr wird die Bösen ersuchen ohne Rand und Bann Doch leider dauert dieser ersehnte Tag noch sehr lang Ich höre die Vögel zwitschern und kreischen Die Blätter am Bäume rauschen und weichen Bitte oh Herr gib mir doch nur

Das Streben des Helden Weiterlesen »

Enttäuschung

Wann enden diese Unmengen an Rückschläge Am Ende fühlt man sich immer so träge Niemand kann einen helfen niemand gibt irgendwelche Ratschläge Doch wie kann so etwas bloß nun enden Muss man drum kämpfen, nachdenken oder keine Zeit verschwenden Wie kann der Schmutz verschwinden von meinen Händen Wann wird man nicht mehr enttäuscht? Lebt die

Enttäuschung Weiterlesen »

Märzdistichen

Milde durchzieht nun das Licht die gefrorenen Fluren des Winters, leise zerschmilzt in der Zeit hart gewordene Spur. Unter der dunklen Scholle verbirgt sich die träumende Saat noch, ahnt doch im Innersten schon künftigen Aufbruchs Gestalt. Märzwind weht über das Feld und rührt an die zitternden Zweige, Vogelgesang hebt sich frei über das schweigende Land.

Märzdistichen Weiterlesen »

Schwellenmonat

Der März steht nicht im Kalender – er steht im Dazwischen. Zwischen Frost und Blüte, zwischen Stillstand und Schritt. Das Alte ist nicht mehr ganz, das Neue noch nicht wirklich. Tauwetter ist kein Trost – es ist Auflösung. Knospen sind keine Hoffnung – sie sind Risiko. Vogelgesang ist nicht Romantik, sondern Behauptung gegen das Nichts.

Schwellenmonat Weiterlesen »

Kinder Sommergedicht

Funken fliegen durch die Luft, streck deine Hände, schnupper Duft. Sommerlieder klingen hell, mein Herz hüpft froh, mein Herz hüpft schnell. Hoch erheben wir nun Kopf und Hand, Freude kommt ins ganze Land. Ärger, Kummer, werden klein, unser Tag darf heute richtig lustig sein. Oh liebes Glück wie Sonnenschein, Ich will für immer bei dir

Kinder Sommergedicht Weiterlesen »

Aufbruchsstimmung

Februarsonne grüßt unter dem kalten stahlblauen Himmel, sie will uns aufwärmen und aus den Mänteln hervorlocken. Unter den Bergen hockt die Stadt, noch etwas eingefroren im Wüstensand, Kakteen allenthalben geben sich selbstwusst, trotzig die Hitze und monatelange Trockenheit ignorierend. Nur die Kälte im Winter macht ihnen zu schaffen. Hoch über dem Meeresspiegel in Sonora gelegen,

Aufbruchsstimmung Weiterlesen »

Kein dankendes Wort

Er ist ein Mensch, der an andere denkt, Mitmenschen nie egoistisch abhängt, an ihnen trotz ihrer Schwäche festhält, sie weder abschreibt noch ins Abseits stellt. Stattdessen auf sie ganz menschlich zugeht, sowie mit Rat und Tat zur Seite steht. Obwohl er für alledem nichts verlangt, wird ihm sein Verhalten oft nicht gedankt. Ein dankendes Wort

Kein dankendes Wort Weiterlesen »

Würde ist kein Konjunktiv

Gemäß dem deutschen Spracharchiv ist „würde“ immer Konjunktiv. Doch meine Würde, fest und schlicht, beugt sich vor nichts und niemand nicht. „Würde“ ist auch nicht hypothetisch. „Würde“ ist real und stützt uns stetig. Kein „könnte sein“, oder „vielleicht“. Es ist wies ist – das reicht.

Würde ist kein Konjunktiv Weiterlesen »

Die Lektion der Nacht

Sie kam daher wie Sommerwind, im kurzen Kleid, das Funken schlägt. Ein Lächeln, das dich fast gewinnt, ein Blick, der tief dein Herz prägt. Sie tanzt so frei, so leicht, so nah, ihr Duft legt Glut auf deine Haut. Du denkst: Vielleicht wird Liebe wahr, weil deine Sehnsucht an sie glaubt. Sie lehnt sich an,

Die Lektion der Nacht Weiterlesen »

Nur die Stille…

Nur die Stille… Zwischen Steinen schmale Wege. Der Sonnenschein wirkt so träge. Die milde Luft verbreitet Duft. Wildwuchs schützt die kleine Gruft. Dieses Grab verwunschen wirkt. In ihm sich ein Schicksal birgt. Namen sind schon längst vermoost. Nur die Stille spendet Trost. Bernd Tunn Tetje

Nur die Stille… Weiterlesen »

Masken

Du fragst dich worauf er verweist Der Dichtergeist Nostalgisch schaust du auf das Etikett Die ganze Welt war so nett Zur rechten Zeit die Maske aufgesetzt Niemand wurde verletzt Die Illusion wurde aufrechterhalten Bis die Schreie der Seele widerhallten

Masken Weiterlesen »

Pseudoanonymius

Ein Pseudoanonymius, der fabulieren wollte Begehrte einer Muse Kuss, daß sie ihm helfen sollte Das Blatt Papier, so weiß und leer mit Worten zu bedecken Als Dichter wollte er nicht mehr sich anonym verstecken Die Muse bietet ihm sogar, was eigentlich nicht üblich ist Ihr rotes Musenlippenpaar, da hat er sich wohl festgeküsst Jetzt wo

Pseudoanonymius Weiterlesen »

Aufräumen

Es bleibt nichts mehr als,,aufzuräumen,, Nach der langen, durchzechten Nacht Noch keine Zeit, um auszuträumen Zweifel einfach auszuräumen Was hab ich mir dabei gedacht?   Da stehen Flaschen, leere Gläser Ein Aschenbecher, Knüllpapier dort ein halb beschriebener Zettel ich lese was vom,, Jetzt und Hier‘‘ Räum alles weg, stell es beiseite Sortiere nicht, entferne nur

Aufräumen Weiterlesen »

Winter

Der Frost berührt die Haut so sacht, Die Lippen bleichen blau bei Nacht. Die Schritte weichen, alles ruht, Vergeht die Welt, so wie sie tut. Wenn alles schläft, der Winter schreibt, Und alles friert von Zweig zu Zweig. Ganz tief im Innern scheint ein Licht, Das warme Herz, das nie zerbricht. © Marcel Strömer [Magdeburg,

Winter Weiterlesen »

Die Krähenkönigin

Sie kreist im weiten, grauen Rund, ein Schatten über stillem Land. Sie braucht nicht jenen bunten Prunk, der nur im grellen Licht bestand. Ihr Federkleid, aus Nacht gewebt, trägt Glanz in tiefem Purpurschein. Wenn sie den Schwingenschlag erhebt, steht sie im Frost und Sturm allein. Wo andre vor dem Winter fliehen, bleibt sie der Heimat

Die Krähenkönigin Weiterlesen »

Ein Zipperlein

Ein Zipperlein Ein Zipperlein klopft an die Tür Los mach schon auf, ich will zu dir Doch lass dich nicht auf sowas ein Ein Zipper kommt niemals allein Bringt alle seine Freunde mit In meinem Fall war’n sie zu dritt Und Spiessgesellen nenn ich sie Spinalkanalstenose, Gürtelrose und Fibromyalgie

Ein Zipperlein Weiterlesen »

Sonett auf den März

Noch liegt ein Hauch von Frost auf Wald und Flur, doch mildes Licht durchbricht des Winters Schweigen; im Märzwind beben schon die kahlen Zweigen, und Tau durchzieht der starren Erde Spur. Verborgne Saat träumt tief in dunkler Kur, die Knospen heben sich im stillen Neigen; ein Vogelruf lässt ferne Himmel steigen und rührt an Herz

Sonett auf den März Weiterlesen »

Märzbericht

Der März erscheint im Wetterdienst. Tauwetter. Leichter Wind. Die Stadt taut auf. Der Asphalt glänzt. Knospen? Ja – zwischen Parkplatzlinie und Glasfassade. Vogelgesang? Überlagert vom Frühverkehr. Der Frühling ist terminiert, steht im Kalender, neben Steuerfrist und Quartalsbericht. Licht fällt auf Bildschirme. Saat wächst im Prospekt. Wandel heißt Update. Ein Märzwind weht durch Baustellenzäune und trägt

Märzbericht Weiterlesen »