Die verlorene Zeit

Wir, die Gefangenen der verlorenen Zeit, sitzen am Rand unserer Erinnerungen und zählen die Tage, Stattdessen lief es barfuß an uns vorbei — lachend, mit unseren Träumen an der Hand. Ich wünschte, ich wäre ein Kind geblieben, ein Kind in der gottlosen Einsamkeit, — nicht aus Unschuld, sondern wegen der Hoffnung, die damals noch an

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Hoffnung & Schmerz

1. Das Herz – der stille Schmerz Wo Träume sterben, leise, sacht, im Schatten einer durchweinten Nacht, dort wächst ein Same, kaum zu seh’n – Hoffnung, zart wie Morgentau beim Gehen. 2. Das Krankenhaus – der körperliche Schmerz In weißen Fluren, unter Neonlicht, schreit der Körper, doch das Gesicht bleibt ruhig, aus Stahl gemacht. Und

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Macht der Medien

Schlagzeilen schreien schwarz auf weiß, die Wahrheit friert im Dateneis. Ein Klick – und schon zerbricht die Welt im Schein, der uns gefangen hält. Im Netz vermehrt sich Wort um Wort, Gerücht wird Richter, Wut zum Hort. Ein Bild, geschickt und fein verdreht, verweht die Wirklichkeit, die steht. Gesichter lächeln glatt und kühl, verkaufen Angst

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März – Seinslicht

Der März ist kein Ereignis. Er ist Freigabe. Nicht Frühling – Entwurf. Im Tauwetter zerfällt das Gewordene. Nicht aus Schwäche, aus Notwendigkeit. Die Erde gibt frei, was im Frost verharrte. Freigabe ist kein Trost – sie ist Entzug. Knospen brechen nicht auf. Sie entwerfen sich. Vogelgesang ist kein Schmuck. Er ist Daseinsbehauptung im Offenen. Der

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Osterspaziergang 2.0

Vom frostgeplagten Häusermeer tritt nun die Stadt ins Freie; der März weht mild vom Fluss herüber – „Update verfügbar“, schreie. Die Sonne steigt in hellem Lauf über Beton und Bäume; vom Parkhausdach tropft Tau herab wie Restbestände Träume. Im Stadtpark sprießt ein erster Halm, noch zart, doch unbeirrt; ein Hund jagt frei im Sonnenschein, sein

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Märzgang

Vom langen Grau der Winterzeit tritt nun das Land ins Helle; der März zerreißt das Eis der Scheid’ mit milder Sonnenwelle. Vom Dach rinnt Tau, vom Feld steigt Duft, der Bach gewinnt an Stimme; es weitet sich die klare Luft aus starrer Frostbeklomme. Die Stadt entlässt aus Glas und Stein die Menschen in die Weite;

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Das Märzlied

Vom Hügel steigt ein heller Schein, die Sonne blitzt durchs Grau; der Morgen tritt ins Land hinein mit frischer, lichter Tau. Der Frost entweicht vom Feld und Rain, das Eis zerspringt im Bach; ein grüner Hauch durchzieht das Hain, die Knospe wird schon wach. Die Lerche schwingt sich hoch empor, durchmisst den weiten Raum; sie

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März unter Glas

Der März kommt wieder. Wie jedes Jahr. Doch die Felder sind vermessen, die Saat ist patentiert, das Licht bilanziert. Tauwetter läuft durch Städte, doch nichts taut wirklich auf. Knospen stehen im Schaufenster, Vogelgesang im Streamingdienst. Der Wandel ist angekündigt, als Strategiepapier, mit Meilensteinplanung. Man spricht vom Aufbruch, doch meint Effizienz. Man spricht von Freiheit, doch

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Elegie des März

Schweigend erhebt sich das Licht über frostige Felder des Winters, milde berührt es das Land, das noch im Dunkel verharrt. Unter der Scholle verbirgt sich die träumende, wartende Saat noch, ahnt doch im innersten Kern künftiger Blüte Gestalt. Märzwind weht durch das Grau der entlaubten, zitternden Zweige, kündet im leisesten Ton nahenden Wandel der Zeit.

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Das Streben des Helden

Die Hoffnung und Lust fing damals an Das Leben führt mich durch einen Herzschlag voran Der Herr wird die Bösen ersuchen ohne Rand und Bann Doch leider dauert dieser ersehnte Tag noch sehr lang Ich höre die Vögel zwitschern und kreischen Die Blätter am Bäume rauschen und weichen Bitte oh Herr gib mir doch nur

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Enttäuschung

Wann enden diese Unmengen an Rückschläge Am Ende fühlt man sich immer so träge Niemand kann einen helfen niemand gibt irgendwelche Ratschläge Doch wie kann so etwas bloß nun enden Muss man drum kämpfen, nachdenken oder keine Zeit verschwenden Wie kann der Schmutz verschwinden von meinen Händen Wann wird man nicht mehr enttäuscht? Lebt die

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Märzdistichen

Milde durchzieht nun das Licht die gefrorenen Fluren des Winters, leise zerschmilzt in der Zeit hart gewordene Spur. Unter der dunklen Scholle verbirgt sich die träumende Saat noch, ahnt doch im Innersten schon künftigen Aufbruchs Gestalt. Märzwind weht über das Feld und rührt an die zitternden Zweige, Vogelgesang hebt sich frei über das schweigende Land.

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Schwellenmonat

Der März steht nicht im Kalender – er steht im Dazwischen. Zwischen Frost und Blüte, zwischen Stillstand und Schritt. Das Alte ist nicht mehr ganz, das Neue noch nicht wirklich. Tauwetter ist kein Trost – es ist Auflösung. Knospen sind keine Hoffnung – sie sind Risiko. Vogelgesang ist nicht Romantik, sondern Behauptung gegen das Nichts.

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Kinder Sommergedicht

Funken fliegen durch die Luft, streck deine Hände, schnupper Duft. Sommerlieder klingen hell, mein Herz hüpft froh, mein Herz hüpft schnell. Hoch erheben wir nun Kopf und Hand, Freude kommt ins ganze Land. Ärger, Kummer, werden klein, unser Tag darf heute richtig lustig sein. Oh liebes Glück wie Sonnenschein, Ich will für immer bei dir

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