Osterspaziergang 2.0

Vom frostgeplagten Häusermeer tritt nun die Stadt ins Freie; der März weht mild vom Fluss herüber – „Update verfügbar“, schreie. Die Sonne steigt in hellem Lauf über Beton und Bäume; vom Parkhausdach tropft Tau herab wie Restbestände Träume. Im Stadtpark sprießt ein erster Halm, noch zart, doch unbeirrt; ein Hund jagt frei im Sonnenschein, sein […]

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Märzgang

Vom langen Grau der Winterzeit tritt nun das Land ins Helle; der März zerreißt das Eis der Scheid’ mit milder Sonnenwelle. Vom Dach rinnt Tau, vom Feld steigt Duft, der Bach gewinnt an Stimme; es weitet sich die klare Luft aus starrer Frostbeklomme. Die Stadt entlässt aus Glas und Stein die Menschen in die Weite;

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Das Märzlied

Vom Hügel steigt ein heller Schein, die Sonne blitzt durchs Grau; der Morgen tritt ins Land hinein mit frischer, lichter Tau. Der Frost entweicht vom Feld und Rain, das Eis zerspringt im Bach; ein grüner Hauch durchzieht das Hain, die Knospe wird schon wach. Die Lerche schwingt sich hoch empor, durchmisst den weiten Raum; sie

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März unter Glas

Der März kommt wieder. Wie jedes Jahr. Doch die Felder sind vermessen, die Saat ist patentiert, das Licht bilanziert. Tauwetter läuft durch Städte, doch nichts taut wirklich auf. Knospen stehen im Schaufenster, Vogelgesang im Streamingdienst. Der Wandel ist angekündigt, als Strategiepapier, mit Meilensteinplanung. Man spricht vom Aufbruch, doch meint Effizienz. Man spricht von Freiheit, doch

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Elegie des März

Schweigend erhebt sich das Licht über frostige Felder des Winters, milde berührt es das Land, das noch im Dunkel verharrt. Unter der Scholle verbirgt sich die träumende, wartende Saat noch, ahnt doch im innersten Kern künftiger Blüte Gestalt. Märzwind weht durch das Grau der entlaubten, zitternden Zweige, kündet im leisesten Ton nahenden Wandel der Zeit.

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Das Streben des Helden

Die Hoffnung und Lust fing damals an Das Leben führt mich durch einen Herzschlag voran Der Herr wird die Bösen ersuchen ohne Rand und Bann Doch leider dauert dieser ersehnte Tag noch sehr lang Ich höre die Vögel zwitschern und kreischen Die Blätter am Bäume rauschen und weichen Bitte oh Herr gib mir doch nur

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Enttäuschung

Wann enden diese Unmengen an Rückschläge Am Ende fühlt man sich immer so träge Niemand kann einen helfen niemand gibt irgendwelche Ratschläge Doch wie kann so etwas bloß nun enden Muss man drum kämpfen, nachdenken oder keine Zeit verschwenden Wie kann der Schmutz verschwinden von meinen Händen Wann wird man nicht mehr enttäuscht? Lebt die

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Märzdistichen

Milde durchzieht nun das Licht die gefrorenen Fluren des Winters, leise zerschmilzt in der Zeit hart gewordene Spur. Unter der dunklen Scholle verbirgt sich die träumende Saat noch, ahnt doch im Innersten schon künftigen Aufbruchs Gestalt. Märzwind weht über das Feld und rührt an die zitternden Zweige, Vogelgesang hebt sich frei über das schweigende Land.

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Schwellenmonat

Der März steht nicht im Kalender – er steht im Dazwischen. Zwischen Frost und Blüte, zwischen Stillstand und Schritt. Das Alte ist nicht mehr ganz, das Neue noch nicht wirklich. Tauwetter ist kein Trost – es ist Auflösung. Knospen sind keine Hoffnung – sie sind Risiko. Vogelgesang ist nicht Romantik, sondern Behauptung gegen das Nichts.

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Kinder Sommergedicht

Funken fliegen durch die Luft, streck deine Hände, schnupper Duft. Sommerlieder klingen hell, mein Herz hüpft froh, mein Herz hüpft schnell. Hoch erheben wir nun Kopf und Hand, Freude kommt ins ganze Land. Ärger, Kummer, werden klein, unser Tag darf heute richtig lustig sein. Oh liebes Glück wie Sonnenschein, Ich will für immer bei dir

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Aufbruchsstimmung

Februarsonne grüßt unter dem kalten stahlblauen Himmel, sie will uns aufwärmen und aus den Mänteln hervorlocken. Unter den Bergen hockt die Stadt, noch etwas eingefroren im Wüstensand, Kakteen allenthalben geben sich selbstwusst, trotzig die Hitze und monatelange Trockenheit ignorierend. Nur die Kälte im Winter macht ihnen zu schaffen. Hoch über dem Meeresspiegel in Sonora gelegen,

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Kein dankendes Wort

Er ist ein Mensch, der an andere denkt, Mitmenschen nie egoistisch abhängt, an ihnen trotz ihrer Schwäche festhält, sie weder abschreibt noch ins Abseits stellt. Stattdessen auf sie ganz menschlich zugeht, sowie mit Rat und Tat zur Seite steht. Obwohl er für alledem nichts verlangt, wird ihm sein Verhalten oft nicht gedankt. Ein dankendes Wort

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Würde ist kein Konjunktiv

Gemäß dem deutschen Spracharchiv ist „würde“ immer Konjunktiv. Doch meine Würde, fest und schlicht, beugt sich vor nichts und niemand nicht. „Würde“ ist auch nicht hypothetisch. „Würde“ ist real und stützt uns stetig. Kein „könnte sein“, oder „vielleicht“. Es ist wies ist – das reicht.

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Die Lektion der Nacht

Sie kam daher wie Sommerwind, im kurzen Kleid, das Funken schlägt. Ein Lächeln, das dich fast gewinnt, ein Blick, der tief dein Herz prägt. Sie tanzt so frei, so leicht, so nah, ihr Duft legt Glut auf deine Haut. Du denkst: Vielleicht wird Liebe wahr, weil deine Sehnsucht an sie glaubt. Sie lehnt sich an,

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Nur die Stille…

Nur die Stille… Zwischen Steinen schmale Wege. Der Sonnenschein wirkt so träge. Die milde Luft verbreitet Duft. Wildwuchs schützt die kleine Gruft. Dieses Grab verwunschen wirkt. In ihm sich ein Schicksal birgt. Namen sind schon längst vermoost. Nur die Stille spendet Trost. Bernd Tunn Tetje

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Masken

Du fragst dich worauf er verweist Der Dichtergeist Nostalgisch schaust du auf das Etikett Die ganze Welt war so nett Zur rechten Zeit die Maske aufgesetzt Niemand wurde verletzt Die Illusion wurde aufrechterhalten Bis die Schreie der Seele widerhallten

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