Liebesgedichte

Pseudoanonymius

Ein Pseudoanonymius, der fabulieren wollte Begehrte einer Muse Kuss, daß sie ihm helfen sollte Das Blatt Papier, so weiß und leer mit Worten zu bedecken Als Dichter wollte er nicht mehr sich anonym verstecken Die Muse bietet ihm sogar, was eigentlich nicht üblich ist Ihr rotes Musenlippenpaar, da hat er sich wohl festgeküsst Jetzt wo […]

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Herzraub

Der Kindheit Trug ist längst verraucht, In graue Klüfte abgrundtief getaucht. Doch ob der Lenz auch flieht in Hast, Mein Herz trägt all die Flammenlast! Die Nächte eisig, starr und blind, Wie heult um mich der kalte Winde. Mein Sehnen schreit nach deiner Gunst, Verzehrt im Wirbel purpurroter Lust. Und schlägt das Schicksal auf mich

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Mein Ziel

Jugendbilder, verflogen wie die Zeit, Mein Wunsch brennt immer noch ganz leicht. Dort drinnen, wo einst Feuer tobte nicht, Vielleicht erstrahlt bald neues Hoffnungslicht. Wenn dein Lächeln mir Gefühl erweckt, Mein Herz in Flammen neu den Weg entdeckt. Und Liebe wacht in Gottes Auge mild, Dann kann ich’s kaum erwarten, herzerfüllt. Oh weh, die Nächte

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So

Du liebst leise, wie man die Tür schließt, damit das Kind nicht aufwacht. Wie man Tee noch einmal warm macht, ohne zu fragen, ob es sich lohnt. Du fragst nicht viel. Du drängst nicht. Du bleibst. Die Angst verliert ihr Gewicht, und die Nacht wird bewohnbar.

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Tschüss

Ich hätte dich doch küssen sollen. Der Tag war wirklich schön gewesen. Ich wollt, ich könnt‘ Gedanken lesen. Jetzt bleibt mir nichts, als dumpf zu schmollen. Hast du denn auch mich küssen wollen? Der Wein war herb und auserlesen. Wir haben Gedichte vorgelesen. Ich wollte dich nicht überrollen. Du machtest es mir nicht so leicht.

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Du wusstest es

Als ich dich sah, verstummte mir das Wort, als hätte sich die Zeit in dir verdichtet. Ein Augenaufschlag: ich ergab mich dir sofort. Du hast mein Herz mit deinem Blick belichtet. Ich stand und wusste nicht mehr, wer ich war, nur dass dein Blick mich durch und durch erkannte. So nah warst du, und doch

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Umami

In Mimik deiner Augen Drehen Gedankenkarussele die Körpersprache emotionaler Explosionen. Wie am Meer nur mit einem Zwinkern das Blinzeln von der Sonne hinterlassen, mach die Augen zu oder tauche in die Wassertiefe, Wie die Früchte für Sekunde ihren Saft auf der Haut verlassen, Wische weg oder falle in die Zitronensäure, Ob Zitronen süß sein könnten

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Mystische Uhren

Hindurch getanzt Weit hinter die Uhren dieser Zeit Bereit fürs andere Dasein In dem erfülltes Leben auf sie wartet Auf der Bühne Vordergrund Der Magier, verzaubert er das Publikum Mit seiner Show der mystischen Uhren Öffnet sich die Tür zur anderen Dimension Ein Blick ins Unbekannte mit Erstaunen So tanzt auch das junge Paar Auf

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Gefangen

Gefangen aufstehen und weitergehen leichter gesagt als getan ich versuch es immer wieder doch irgendwann fehlt auch mir der elan hab keine kraft mehr zu schweigen und still zu hoffen will wieder glücklich sein und lachen doch erst bei dir mit der tür ins haus krachen dir alles sagen was ich so lange unterdrückte jeden

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Das Ankerlicht

Das Licht des Tages verblasst in Grau, die Welt wird leise, kühl und weit. Doch in dem Sturm, geliebte Frau, schenkst du mir Unbesiegbarkeit. Es ist kein Schwur aus dünnem Glas, kein Wort, das nur im Licht besteht. Es ist das Schweigen, das die Angst vergaß und Liebe, die niemals verweht. Denn wenn die Zeit

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Das Leuchten deiner Spur

Etwas an dir, wie du dich bewegst, als ob du die Erde mit Sanftmut pflegst, zieht mich zu dir, ganz ohne ein Wort, als trüg mich mein Herz an den richtigen Ort. Etwas an dir bleibt für immer bestehen, wenn deine Schritte im Winde verwehen. Ein Blick und ein Hauch, ein heimliches Flehen, sie lassen

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Zeit der Liebe

Es ist die Zeit, in der die Herzen fliegen, wenn Hoffnung, Mut und Zärtlichkeit uns wiegen. Komm, reich mir deine Hand, lass Nähe sprechen, bis alle alten Zweifel leise zerbrechen. Durch helle Morgen, über weite Felder führ ich dich mit in tiefe, stille Wälder. Wer bist du tief im Kern, was hat dich geprägt? Wer

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Hassliebe

Ich hasse, dass ich dich noch liebe Doch liebe was ich hasse Es war nicht Frieden den ich kannte Sondern Liebe die mich hasste Deswegen sag ich, ich hass Liebe Doch in Wahrheit ist es eine Hassliebe Denn Liebe hasst mich Doch ich liebe den Hass

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Alte Liebe

Die Liebe hat das Lodern verlernt, doch die Glut wärmt genau richtig. Die Jahre haben das Reden abgeschliffen wie Kiesel im Fluss, doch wir treiben im gleichen Wasser. Die Luft ist uns dünn geworden, doch wir atmen im gleichen Rhythmus. Die Erde nimmt uns langsam zurück, doch wir halten uns in Innigkeit verbunden.

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Dein Fels im Strom

Wenn deine Welt ins Wanken gerät und Schmerz in deinen Augen steht, wenn jeder Weg dir endlos scheint und deine Seele heimlich weint, dann reich ich dir die Hand so weit als Anker in der Dunkelheit. Wie eine Brücke fest und breit, trag ich dich durch die schwere Zeit. Wenn unter dir der Abgrund grollt

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Überraschung

Blick in den Spiegel ein fremdes Gesicht, er runzelt die Stirn, ich wundere mich, am Bart zupfend merke ich entsetzt, er folgt mir nicht, kurz die Augen geschlossen, er ist noch immer da. Oder bin ich es selbst, als Spiegelbild, ein Fremder unter all den Bildern, ein Freund ganz unbekannt, noch ein Blick, vielleicht finde

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Schweigen

Wir sagen einander wenig. Manches, weil es nicht mehr nötig ist. Manches, weil wir es nicht mehr finden. Das Schweigen hat sich eingerichtet, fragt nicht nach Erlaubnis. Es bleibt, weil wir es dulden. Sätze liegen wie unbenutztes Besteck in der Schublade der Jahre. Wir verstehen, miteinander zu schweigen und übersehen dabei, was gesagt werden müsste.

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Liebe mich

Auch dieser Tag soll mir der schönste sein. Mein Recht auf Glück genieß‘ ich ganz allein. Hab‘ mich im Gym geplagt, hab‘ nichts gegessen. Hab‘ meine Schale wieder neu vermessen. Mein Bild in diesem stillen See, an dem ich heute Abend steh‘, verzückt mich, doch will ich’s berühren, will es ein kleiner Wasserring entführen. Berauscht

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Milky Way im Dunkelpark

Wer lässt nicht gern die Seele baumeln Und entflieht dem Alltagsstress? Sich mal gründlich zu verkrümeln, Das ist Camping at its best! Nur im Zelt und ohne Hetze Wird Natur ganz pur genossen – Denn dort sind die schönsten Plätze, Einsam, ohne Menschenmassen. Auch der Dark Sky Park hat Reize, Denn hier gibt es nachts

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