Naturgedichte

Festspiel am See

Am Eutiner See, im Maienlicht, ruht Klang noch tief im Schweigen dicht; doch überm Grün, im stillen Raum, liegt schon Musik wie ferner Traum. Das Wasser hält den Himmel fest, als trüg es Ton in leisem Rest; die Wolken ziehn in sanfter Spur, wie Noten über Blatt und Flur. Im Schattenzweig, vom Wind bewegt, wird […]

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Mai in Eutin

Mai in Eutin, da zieht es mich hin, wo Wasser den Himmel trägt im stillen Gewinn; wo Wege sich biegen im blühenden Saum und Zeit sich verliert wie ein wandernder Traum. Die Ufer aus Holz, vom Schritt sanft berührt, als hätten sie längst jedes Kommen gespürt; das Blau in der Weite, das Grün ringsumher –

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Herbst – Nach Übermaß

Die Blätter fallen nicht aus Schwäche, sie lösen sich aus Übermaß; wer festhält wider seine Fläche, verliert am Ende mehr als Maß. Was reift, beginnt sich abzugeben, nicht aus Verlust, vielmehr aus Sinn; denn alles volle, drängend Leben strebt irgendwann nach außen hin. Der Baum bewahrt nicht durch Behalten, er ordnet sich durch stillen Schnitt;

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Mitternacht am Bach

Um Mitternacht, wenn still der Atem ruht, zieht sacht ein Bach durch dunklen Wiesengrund, als trüg er fort, was schwer im Innern tut, und spräche leis: „Die Nacht macht alles kund.“ Ein kühler Hauch streift sanft das müde Herz, der Mond legt still sein Silber auf den Lauf, und was noch pocht von altem, leisem

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Der Natur zuliebe

Der Natur zuliebe, liebe die Natur. Der Natur zeig deine Liebe. Ohne Natur gibt es nur Karikatur, ohne Kultur gibt es keine Natur. Kämpfe für die Liebe zur Natur. Ohne Kampf für die Natur bekommen wir alle globale Temperatur. Erledige deine liebevolle Korrektur.

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Eichenwort

Wir zweifeln nicht, wir stehen fest, wie uns die deutschen Eichen lehren; sie tragen still aus alter Zeit den Klang von Treu und Ehre. Von Ruhm und Pflicht vergangner Tage raunt leis ihr starkes Blätterdach; und was wir sind, in ernster Lage, wächst aus dem, was zuvor geschah. So wollen wir der Heimat dienen, nicht

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Frühlingsfreiheit

Im Lenz, wenn lichte Strahlen sinken auf Feld und junges Blütenkleid, beginnt das Herz sich neu zu schwingen in Gottes sanfter Gegenwart. Die Knospen öffnen sich im Lichte, ein Hauch von Leben zieht durchs Land; und in der stillen Frühlingsdichte legt Hoffnung sich in jede Hand. O Freiheit, die im Herzen wohnet, nicht laut, doch

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Beständigkeit

In meinen Garten die Sonne scheint und wärmt mir das Gemüt. So manches Blümlein jetzet meint, dass es nun gerne blüht! Ich sitze und genieß‘ die Pracht, die hier entsteht zur Freud‘, sie bildet sich zurück zur Nacht, am Tag kommt sie erneut. Wie können wir doch fröhlich sein ob dieser Wiederkehr! Der Frühling schenkt

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Abendruh

Lass des Tages Werk nun warten bis die Sonne wieder scheint; aber vorher ist der Garten mit des Mondes Licht vereint. Ausgetrunken ist die Kanne Tee, er hat mir gut getan. Nur noch in die Badewanne, aufgegreht der Wasserhahn. In des Abends sanfter Stille höre ich ein leises Lied. Nun zu ruhen ist mein Wille.

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