Naturgedichte

Der Apfelkern

Noch ist der letzte kalte Tag nicht fern und auch die weiße Pracht nicht ganz vergessen. Schon regt sich hier und da ein Kern, sehr vorsichtig, den Wärmegrad zu messen. Mit Mütz und Schal und viel Getöse, was knistert dort im alten Laub? Herr Apfelkern gibt sich die Ehre. Zum Sonnenstrahl der jüngste Spross, ins […]

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Der Sommer

Der Sommer ist da! Er ist glühend und heiß! Von überall sieht man ein Lächeln. Die Kinder – sie essen ein leckeres Eis, Der Wind ist bereit frisch zu hecheln. Im Sommer ist alles so bunt, und so schön, Die Herzen befüllt sind von Liebe, Ich spüre die Kraft und warme Magie, Als ob ich

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Sehnsucht

Wie ein Nebelband am Morgen zieht die Sehnsucht durch mein Herz. All mein Sehnen und Verlangen endet nur in traurig Schmerz. Des Alleinseins große Stille liegt wie endlos schweres Band auf der Seele, den Gefühlen… traurig dunkle Nebelwand. Möcht die Sonne wieder spüren, zaghaft streichelt meine Haut, zärtlich küsst sie meine Lippen, Wärme, die mir

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Pieridae

Zwei weiße Schmetterlinge im Sonnenlicht, davon erzählt uns ein Gedicht. Zu sehen all die Kleinigkeiten, die uns auf unseren Wegen begleiten, beim Hinblicken für einen Moment, obwohl man rundherum schon alles kennt – bewirken Glückgefühle dann, wenn man sich die Zeit nehmen kann, mit Achtsamkeit genau hinzuschau´n: das Leben ist ein bunter Traum.

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Das Lied der Erde

Ich lausche dem Lied des Wassers. Es ist ein ewiges Lied. Das Wasser war immer hier, seit Anbeginn der Erde. Mutter Erde gab uns die Verantwortung, auf das Wasser zu achten. Aber wenn wir das Wasser versiegen lassen, durch Unachtsamkeit, Ignoranz und Egoismus, dann wird die Quelle des Lebens versiegen. Auch für uns. Ich lausche

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Novemberabend

Wipfel nun im Dunkel liegen Kronen sich im Winde biegen Geschichten alter Zeiten Verborgen unter Waldes Weiten Von erstem Frost umhüllt Zweige in den Himmel ragen Mauer von gezacktem Kragen Wehmut mir die Seele füllt Wind macht Raub im letzten Laub Und gedenkt des Sommers Leben Was einst grün wird heute Staub Und zur Neige

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Winterrose

Zwischen Ahornbaum und Haselstrauch Spross im Herbstes‘ letzten Hauch Ein zartes, grün knospendes Röslein. Kalt wars schon, doch gierig sogs die fahlen, Der müden Sonne schwache Strahlen Mit seinen dankbar weichen Blättlein Schlecht war Ort, schlechter Zeit, Doch Röslein war es zu ertragen bereit Will Röslein sein, weil es dies ist. So wuchs es zwischen

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Am Mühlbach

Ein Laubblatt folgt den strömenden Schnellen in ungewisse Ferne tanzt mit tausend Tropfen von Stein zu Stein Entflieht knapp dem Versinken Bald ists entschwunden hinab an den Kaskaden Dort springt es weiter umher oder findet Ruhe an einem grünen Ufer

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Vom Baum

Nun, was ist der Baum? Geboren aus Erde, Wasser und Licht – wie ich. Ich brauche ihn, da wir beide aus unserem Wechselspiel Nahrung beziehen. Ich atme ihn, er atmet mich, so kann es weitergehen, ewiglich. Er steht nun jedoch auf meinem Land und ich muss es nutzen, das ist bekannt. Nutz ich ihn nicht,

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Der Spargel

Ein Spargel hebt sein Köpfchen klein heraus aus dunkler Erden! Sogleich wärmt ihn die Sonne fein und lässt ihn größer werden! Bringt nun der Mai den Sonnenschein, dann steche ich den Spargel aus, und das Menü wird köstlich sein, ein wirklich wahrer Gaumenschmaus!

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Frühlingslied

Komm, lass uns singen mit den Vögeln, ganz gleich wie auch die Stimmen klingen, lass uns tanzen mit den Wolken, wie schwer auch unsre Schritte sind. Ich bind dir einen Blumenstrauß ins Haar, ich führ dich gradeaus. Ich weiß wohl, dass die Steine schmerzen und dass die Dornen stachlig sind, und doch von Herzen woll’n

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Der Sturm

Durch der Bäume Kronenkleid Stürmet es in Lichte Wehen Ein Orkan aus Heiterkeit Den nur vermag heut ich zu sehen Diese Winde Ward für mich erdacht Ein Rausch aus Glanz und Herrlichkeit Ein Gefühl welch meinem Herze lacht Und sein soll für die Ewigkeit So packte er mein Geiste rasch Er trug mich fort von

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Am Abend

Schon schickt geneigt der Tag, die letzten seiner Schaaren. Von Haus zu Haus, von Hier nach Dort, verlorenes Heer aus Sonnenstrahlen. Im Takt gerafft von schwarzer Seide, gedämpfter Lärm in edlem Tuch. Wir fürchten die Umarmung nicht! Ein liebgewonnener, trotziger Versuch. Hier die Stille, dort der Glamour, tausend Spiegel dieser Stadt. Bild für Bild ein

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Am Morgen

Der Tag hat nun die Stadt erreicht, zagend weicht die nächtliche Hülle. Der Vogellärm beginnt so gleich, verjagt die kalte Stille. Was eben noch so leblos schien, beginnt sich nun zu regen. Die Pappeln schwanken sanft im Wind, kein Blatt stellt sich dagegen. Ein warmer Schauer treibt den Spatz, zum morgendlichen Bade. Durchs Fenster drängt

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Märzgeflüster

Lastbefreit „Auf zu den Sternen“! Der Griff, ein Wunsch doch nie erfüllt. Durch alle Zeit mit Mühe strebend, um Ring für Ring den Wuchs gestillt. Aus dem Paradies vertrieben, hoch der Wipfel Licht verwöhnt. Nichts von der grünen Pracht geblieben, nur trist in Braun den Boden tönt. Aus welkem Laub so leblos, fade, bestrebt ein

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Vorbei

Wie lang schon liegt zurück des Frühlings belebender Hauch Erste Veilchen im zarten Grün Vogelgezwitscher in lauer Luft sorglos und heiter – wie mein Gemüt Wie lang schon ist vorüber des Sommers verschwenderische Fuelle Taumelnde Schmetterlinge im seidenen Himmelsblau nicht achtend die dunklen Wolken am Horizont traege und gleichgültig – wie mein Herz Erloschen ist

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Frühling grüßt

Freude drängt zu allen Orten, Düfte füllen Zeit und Raum. Lastbefreit bereit zu starten, Frühling grüßt mit buntem Saum. Weiße Pracht hoch aufgeschüttelt, flieht empor mit Sonnenkraft. Feld und Tal als stumme Zeugen, Leben tausendfach erwacht. Der kleine Bach verkündet, nun lautstark seien Lauf. Ein Amsellied mit Spatzenchor, setzt dem die Krone auf. Geduldet noch,

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Übern Schnee…

Wind pfeift durch das grelle Weiß. In den Zelten flüsterts leis` Kindesschreie aus dem Schnee, klagen an das tiefe Weh. Hockt am Leib der Mutter gar. Hier wird so ein Drama wahr. Schrei wird Wimmern in der Not. Übern Schnee schwebt der Tod. Naturgesetz kommt über sie. Menschen beugen hier die Knie.

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