Das Cafe

Irgendwann ist der Ofen aus. Die Welt steht auf dem Kopf. Der Mond spielt Geige. Der Berg denkt nur an Feste. Der Baum sucht den Strand. Und die Amsel ist beim Kochkurs. Und für all das fehlt die Idee. Der Satz. Die Wahrheit. Das Leben. Die Phantasie. Und Du sitzt auf der Bank. Siehst Dir

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Pünktlich für die Stille

Er kommt mit Blumen. Wie immer zu spät für alles, was wichtig war, und pünktlich für die Stille. Der Friedhof liegt sauber da, als hätte jemand die Trauer gekämmt. Er beugt sich zum Stein, legt den Strauß nieder und sucht in seinen Taschen. Kein Satz. Nur ein Taschentuch, ein Bonbonpapier, der Schlüssel zu einer Wohnung,

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Wie ein Händefalten

Schmetterling flatternde Leichtigkeit du Lächeln der Lüfte betört durch Blumendüfte die ihren Nektar anpreisen durchschwirrst du die Blütenfülle du kleiner unruhiger Geist jetzt lässt du dich nieder für einen Moment der Stille mit deinem Hauch von nichts dem alles innewohnt und schließt für einen Augenblick die Flügel wie ein Händefalten.

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Wind des Wandels – Welt im Wechsel

Zum ersten Mal seit es Computer gibt, ist der Arbeitsmarkt schlecht für den, der computerverliebt: Die Power-Point Präsentation kann ein Kind mit KI Geschick doch schon, dafür brauch ich keinen McKinsey-Berater, Junior-Chef schult um zum Würstchenbrater, gern auch vegan. Die Entwicklung geht weiter, der Bedarf an Kassierer:innen, an Programmierern und an Rechtsanwält:innen wird lahm. Bleibt

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Akrobaten

Ich gehöre zur mächtigsten Familie des Universums! Zu meiner Familie gehören Zeitreisende. Die wissen genau, was die Nudeln in Zukunft kosten. Zu meiner Familie gehören Forscher. Die wissen genau, warum ein Schmetterling lacht. Zu meiner Familie gehören Dichter. Die wissen genau, was Brumdibrum in der Poesie bedeutet. Meine Familie ist ein Geschenk an die Welt!

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Zwei Fremde

Zwei Fremde gehn am fernen Strand, getrieben von dem Sturm der Welt; sie reichen sich die kalte Hand, weil keine Heimat sie mehr hält. Sie flohen vor der eignen Nacht, den Bergen, die im Rauch versinken; das Schicksal hat sie hergebracht, am Quell der Hoffnung neu zu trinken. Und suchen in dem fahlen Licht ein

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Am Meer

Frisch weht der Wind am Strand, ich lausche und möchte gern bleiben – blau scheint der Himmel – ein breites Band, auch Sonne wird sich noch zeigen. WIND – WEITE – DAS WASSER – DAS MEER ich atme sie ein und bin glücklich. Ein Gefühl großer Freiheit ergreift mich schwer und lässt mich spür’n zuversichtlich

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Unruhe

sie rollt auf mich zu sie wird immer schneller das macht mir schon Angst. Wind, Weite, Wasser und Meer sind so weit entfernt von mir – wie die Freiheit .

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Das unverschlossene Tor

Vom Paradies blieb nicht viel. Nur Sterne, diese kleinen glühenden Stecknadelköpfe im Mantel der Nacht. Nur Blumen, die morgens aus der Erde kommen, als hätte jemand Farbe vergraben. Und Kinderaugen. Offen wie Fenster in einem Haus, das noch nichts fürchtet. Sie sehen einen Käfer und meinen: Wunder. Sie sehen Seifenblasen und meinen: der Atem ist

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Hoffnung und Glaube

Des Menschen Zeit hier auf der Erden Nicht allzu lang bemessen ist. Was soll denn einmal aus uns werden, Wenn diese Frist vergangen ist? Der Glaube hilft bei dem Gedanken an diese kurze Erdenzeit. Der Glaube, dass uns keine Schranken abhalten von Unendlichkeit in Gottes ewig gutem Reich. Doch vor dem Schlusspunkt hier auf Erden

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Unversehrt

Der Kuchen ist unversehrt. Das ist das Traurigste. Keine Gabelspur, kein schiefer Schnitt, kein Finger im Zuckerrand. Nur ich am Tisch, zu wenig Anlass für Besuch, zu viel Mensch für diese Stille. Die Kerze liegt daneben, noch weiß, noch nutzlos, ein kleines Versprechen, das niemand einlöst.

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Das Fußballfiasko

Wenn die nackte Theorie auf die unbarmherzige Realität des Rasens prallt, nützt auch der dümmste Spruch nichts. Julian Nagelsmann trat an, als der „große mathematische Architekt“ des deutschen Fußballs; ein Meister der der geschwollenen Taktik-Phrasen. Er wollte das Spiel berechenbar machen, groß es in starre, logische Bahnen lenken, und vergaß dabei das Wesentliche: Den lebendigen

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Gezecht im Blauen Hecht

Im blauen Hecht gezecht ein Mann an Bier und Schnaps so viel er kann, hat dann gezahlt trat vor das Tor das Gleichgewicht darauf verlor. ————- Er fällt dann auf die Straße hin die frische Luft raubt ihm den Sinn, dort liegt er seit zwei Stunden schon ist ausgesetzt dort Spott und Hohn. ————— Zwei

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Gaststätte Eiche

Ich habe heute frei die Wahl und betrete den fremden Saal. Ich kehre in die „Eiche“ ein bei mattem, abendlichem Schein. Ich schaue mich in Ruhe um, beobachte das Publikum. Hier gehen Menschen ein und aus, doch einige fühlen sich nicht zu Haus. Es bleibt so mancher einsam stehn, wird kaum beachtet, übersehn. Ein lauter

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Der falsche Abend

Sie trat herein mit leichtem Schritt, ein Lächeln nahm den Raum schon mit. Ein Blick genügte, still und klar, als ob der Abend freundlich war. Wir stießen an mit einem Bier, sie blieb ganz selbstverständlich hier. Wir lachten viel, die Zeit verging, weil uns ein tiefes Wort umfing. Ich dachte leis: Wer weiß, vielleicht hat

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Der verlorene Weg

Ein wilder Sturm aus Angst und Zorn, verloren ging der eigne Born. Die Antenne brach – der stumme Beginn, dann schwand die Liebe, zerschnitten im Sinn. Eifersucht flackerte, Alkohol entbrannte, ein Zündfunke, der nur Asche kannte. Die Hände spürten Gewalt, kein Wort, das Herz war zerbrochen, verstummt und fort. Handeln vor Denken – ein tödliches

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Der Clown

Die Liebe ist aus! Die Kunst kaputt Der Tag dunkel. Die Ideen fern. Das Leben weg. Das Lied nur trüb. Und ich bin am Ende. Und bleibe im Bett! Der Traum ist weg! Die Welt nur grau. Die Phantasie müde. Die Sprache nur kalt. Die Uhr arm. Der Clown krank. Und ich bin ohne Idee.

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Der fiese Dauergast

Der Sommer steht in meinem Flur und sagt: „Ich bleib‘ nun ein paar Wochen.“ Ich starre auf die Wetteruhr. Er setzt sich frech auf meine Knochen. Er hängt sein Hemd an meinen Schrank und fragt, ob ich noch Eis besitze. Er trinkt mein Wasser ohne Dank. Ich sage: „Nein“. Er sagt: „Ich schwitze.“ Er sitzt

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