Steine

Laut Stifter sind es bunte Steine, der Geologe sieht das ganz anders, der Wanderer stolpert über sie hinweg, und die Spinnen huschen fort in ihre Spalten. Steine als Hindernisse, Steine als gute Freunde, bauen wir eine Mauer aus den Feldsteinen, manche glitzern bunt, andere schweigen stumm, ihr Alter ist sehr unbestimmt, sie stammen gewiss aus

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Dinghaftigkeit

Unsere Freunde helfen uns jeden Tag, wir kennen sie bloß nicht gut. Maschinen ohne Namen, unermüdlich, fleißig bereit. Wir verlassen uns beständig auf sie und sollten uns auch um sie kümmern. Mein Fahrrad hat einen Namen, ich bedanke mich für seine Dienste. Das Auto fährt zuverlässig und verdient bestimmt unsere Anerkennung. Der Rechner beginnt meinen

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Die optimale Rede

Eine gute Rede zu verfassen, ist bekanntlich keineswegs sehr leicht. So muss der Vortragende aufpassen, dass er nicht mal vom Thema abweicht. Die Rede meist hervorragend gelingt, viel Lob und Anerkennung verbucht, wenn der Redner alles auf den Punkt bringt und niemand vorab das Weite sucht. Jede Rede an Erfolg gewinnt, sobald zwei Merkmale überwiegen,

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Die Fastenzeit

Nach der karnevalistischen Fröhlichkeit beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit. So wurde folglich nicht mehr so ungehemmt, feucht fröhlich geschluckt und vom Feinsten geschlemmt. Aber heutzutage man anders fastet, sich beim Fasten alternativ belastet. Computerspiele auch mal außen vor lässt, Mitmenschen nicht durch „Daddeln“ am Smartphone stresst. Auch die „Fernsehzapperei“ wird reduziert, hierdurch man etwas weniger

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Schweigen

Wir sagen einander wenig. Manches, weil es nicht mehr nötig ist. Manches, weil wir es nicht mehr finden. Das Schweigen hat sich eingerichtet, fragt nicht nach Erlaubnis. Es bleibt, weil wir es dulden. Sätze liegen wie unbenutztes Besteck in der Schublade der Jahre. Wir verstehen, miteinander zu schweigen und übersehen dabei, was gesagt werden müsste.

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Die Reue

Der Mensch ist von Natur aus gut, aber Unrechtes dennoch tut, Rechtsempfinden ihm häufig fehlt, nur der eigene Vorteil zählt. Hierbei er die Moral vergisst, weil sie für ihn nicht wichtig ist und großen Egoismus zeigt, die Wahrheit manches Mal verschweigt. Da in ihm das Gute lauert, er sein Handeln oft bedauert, weil das Gewissen

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I bin gar, nix aber richtig

Bei mir merkt jeder ziemlich schnell, mei Dialekt isch ganz schpeziell. Bin i verreist, dann kommt sofort: „Wo spricht man so? Wo liegt der Ort?“ In Bayern, kommt´s mir erscht in Sinn, doch wenn i in d´r Hauptstadt bin, merk i´s und hör´s an jedem Eck, von „bayrisch“ bin i ganz weit weg. Guat, dann

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Armer Tropf

Wer sich oft einen hinter die Binde gießt, Hochprozentiges immer in Strömen fließt, schneller als er denkt, seinen Verstand versäuft, im Leben kaum noch was wie geplant verläuft. So ist sein Abstieg schließlich vorprogrammiert und seine Gesundheit im Nu ruiniert, Ist im Grunde genommen ein armer Tropf, tat tatsächlich Korn im Blut und Stroh im

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Ein bekanntes Genie

Er ist ein bekanntes Genie, mit enormer Geisteskraft, dazu gepaart mit Akribie, häufig Unmögliches schafft. Als Überflieger man ihn sieht, für dem Probleme fremd sind, der jedes Vorhaben durchzieht, sogar „ohne Rückenwind.“ Bevor mal jemand arg verzagt, weil er nichts gebacken kriegt, das Genie um Ratschläge fragt, hiermit dann goldrichtig liegt. Selbst ein Genie mal

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Mitteilungssüchtig

Eine mitteilungssüchtige Person, etwas geheim zu halten nicht schätzt. Sich ohne jegliche Diskretion, über Vertrauliches hinwegsetzt. Häufig sie dann platzend vor Wichtigkeit, Dinge zu verraten nicht zaudert. Unter dem Siegel der Verschwiegenheit, munter aus dem Nähkästchen plaudert. Diese Person einfach alles verrät und grundsätzlich nichts für sich behält. Bringt manch einen in echte Schwulität, ihn

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Bleib doch

Wie Lippen, die sich fast berühren, wie ein charmantes Lächeln im Vorübergehen, wie ein süßer Duft, den wir im Abgang spüren, wie ein zu kurzes, scheues Wiedersehen ist das gnadenlose Davongleiten der Zeit. Dies einfach hinzunehmen war ich nie bereit. Sekunden blühen auf und fallen zusammen. Was schön war, tat so weh im Gehen. Ich

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Liebe mich

Auch dieser Tag soll mir der schönste sein. Mein Recht auf Glück genieß‘ ich ganz allein. Hab‘ mich im Gym geplagt, hab‘ nichts gegessen. Hab‘ meine Schale wieder neu vermessen. Mein Bild in diesem stillen See, an dem ich heute Abend steh‘, verzückt mich, doch will ich’s berühren, will es ein kleiner Wasserring entführen. Berauscht

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Staub der Jahre

Wintertage tragen Staub in ihren Taschen, von Wegen, die man ging und nicht mehr geht. Erinnerungen an dich sacht verblassen wie dein Name, der ganz leis‘ im Schnee verweht. Du warst das Maß, das alles andere überragte. Du warst Verderben mir im Übermaß. Du warst Beweis dafür, dass ich Vertrauen wagte. Du warst der Grund

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Leutnant ???

Leutnant???, du bist mir ein Freund geworden von der ersten Minute an, ich hoffe es bleibt unser Leben lang. Vom Krieg gezeichnet du starker Mann, der dadurch auch so traurig sein kann. Jede Träne von dir erzählte mir Geschichten von dieser Zeit, aber du kämpfst und bist dazu bereit, das sich deine Seele etwas davon

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Milky Way im Dunkelpark

Wer lässt nicht gern die Seele baumeln Und entflieht dem Alltagsstress? Sich mal gründlich zu verkrümeln, Das ist Camping at its best! Nur im Zelt und ohne Hetze Wird Natur ganz pur genossen – Denn dort sind die schönsten Plätze, Einsam, ohne Menschenmassen. Auch der Dark Sky Park hat Reize, Denn hier gibt es nachts

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Heute schon getraut?

Ach wie schön, dass Ihr euch traut! Gemeinsam in die Zukunft schaut! Wir wünschen euch vom Lebensglück Ein mega-riesengroßes Stück! Zusammen planen, reisen, lachen Und ganz verrückte Dinge machen! Erfüllt euch Wünsche grenzenlos – Dann lässt das Glück euch nicht mehr los! Alles gelingen mög euch nun! Zu zweit ist es leichter! Da gibts kein

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Anflug in der Nacht

Der Blick aus dem Fenster auf die Geisterstadt unter uns enthüllt mir eine fast fremde Welt. Elegant gleitet der große Flieger über das Lichtermeer hinweg, nicht jeder befindet sich im Bett. Die Angst vor der Dunkelheit strahlt mir entgegen, die Wüste im gespenstischen Licht. Fast beweglich erstrecken sich die Arme der großen Maschine, wir gleiten

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