Fataler Irrtum
Ein Glaser, der mitten in seiner Arbeit steckt, denn alle Scheiben eines Hauses sind defekt. hat schon grob geschätzt, dreißig Stück ersetzt, plötzlich den Sprung in seinem Brillenglas entdeckt.
Ein Glaser, der mitten in seiner Arbeit steckt, denn alle Scheiben eines Hauses sind defekt. hat schon grob geschätzt, dreißig Stück ersetzt, plötzlich den Sprung in seinem Brillenglas entdeckt.
Die neunte Nacht verliert die Flucht, kein Schweigen mehr, das sich versteckt. Was unausgesprochen blieb, wird schwerer als das, was man trägt. Kein Rauch verhüllt, kein Bild ersetzt, was nun beim Namen genannt sich setzt. Denn was man scheut zu formulieren, beginnt im Innern zu regieren. Ein Name fällt, nicht laut, nicht hart, doch klarer
Neunte Rauhnacht – Die Nacht des Namens und der Klarheit Weiterlesen »
Die achte Nacht verlangt kein Opfer, kein hartes Nein, kein leeres Opfer. Sie fragt nach Maß, nach festem Grund, der trägt, auch wenn der Weg sich rundet. Was überlief, wird still gelöst, nicht aus Verzicht, nur weil es blöst. Was bleibt, darf bleiben ohne Druck, weil Ordnung mehr ist als ein Stück. Kein Zwang regiert,
Die achte Rauhnacht. Weiterlesen »
Wir fliehen, nicht mit Koffern, sondern mit Bildschirmen, mit Serien, mit endlosen Feeds, mit Gedanken, die alles erklären — nur nicht uns selbst. Wir reden von Freiheit und meinen Entzug. Wir reden von Sinn und meinen: „Es ist egal.“ Eskapismus ist die Kunst, nicht da zu sein, wo das Leben stattfindet. Nihilismus ist die Theorie,
„Flucht vor der Wirklichkeit“ Weiterlesen »
Er ist ein Mensch, der sich ungewöhnlich verhält, mit seinen skurrilen Eigenschaften auffällt. Seine Kuriositäten fast jeder kennt. Der weise Volksmund ihn einen bunten Hund nennt, der letztlich als „Original“ gesehen wird, dessen Verhalten mancher sogar parodiert. Sich über diesen Menschen nunmehr lustig macht, in der Hoffnung, dass man sich hierüber totlacht. Kopiert ihn gekonnt
Original bleiben Weiterlesen »
Der Mensch sich mit seinen Beinen fortbewegt, hierbei seine Nase häufig sehr hoch trägt, sich für einen großen Alleskönner hält, doch immer wieder mal auf die Nase fällt, weil, wer abhebt, die Bodenhaftung verliert und der Höhenflug rasch beendet sein wird. Damit der Mensch nicht mehr auf die Nase fällt, hat er äußerst clever und
Wenn’s dem Hunde juckt am Ende, wurd’ er schmutzig im Gelände. Braune Klumpen unter’m Fell, riechen streng, und das sehr schnell. Kommt dann Regen noch hinzu, lässt der Odor dir keine Ruh’. Beim Gassigehen ohne Leinen, Laub und Erde an den Beinen. Zuhause rieselt’s von der Tatze, in Haufen dann, an seinem Platze. Ja, das
Auf den Hund gekommen Weiterlesen »
Der Wechsel ist da, das neue Jahr beginnt, eingeläutet zu Mitternacht, mit Böllern und Krachern, was bringt uns das Morgen? Hoffnungen und Träume, doch blicken wir zurück, lesen wir die Worte aus alten Tagen, früher Weisheit genannt, Erfahrungen und Botschaften. Was wollen wir ändern, welche neuen Wege wären einzuschlagen, oder sollen wir ganz von vorne
Die leeren Gläser sind nun trübe, das letzte Leuchten ist verweht. Im kalten Hauch der frühen Stunde steht, was vom Fest geblieben, stumm. Die Nacht verblasst, der Lärm erstorben, der Tag schlüpft aus dem fahlen Traum. So fern ist nun der Rausch von gestern, die Hoffnung wirkt so leer und kaum. Ein neues Jahr –
Der graue Morgen danach Weiterlesen »
Der Frieden ist ein sehr kostbares Gut Was bringen uns Rache und ewige Wut? Der Krieg mag der Vater mancher Dinge sein, z.B. Notfallmedizin und Radar und Veteranen-Verein. Auch Friedrich Nietzsche – vielleicht nur ein Psychologie-Schriftsteller und nicht Philosoph lag manchmal richtig, doch sein Diktum, Männer seien im wörtlichen und übertragenen Sinne v.a. Kämpfer ist
Frieden ist ein hohes Gut Weiterlesen »
Er ist ein Mensch, der sich für humorvoll hält und einen Witz nach dem anderen reißt. Doch dieser Humor oft nicht allen gefällt, geht manchen hiermit enorm auf den Geist. Dennoch bleibt der Witzbold unentwegt locker, sein Humor mit ihm gewaltig durchgeht. Und so rücksichtslos recht locker vom Hocker, als Lachnummer tapfer seinen Mann steht,
Verfehlter Humor Weiterlesen »
Vor Publikum er eine Rede hielt, dabei äußerst ausführlich und gezielt, sein enormes Wissen präsentierte und wie ein Professor referierte. So musste er nicht nach Worten ringen, an seinen Lippen die Leute hingen. obwohl ihn nie einer richtig verstand, man seine Formulierungen toll fand. Dieser Mensch hatte stets Redebedarf, deshalb auch mit Weisheiten um sich
Sprachlos werden Weiterlesen »
Wer unerschrocken etwas riskiert, als mutiger Mensch gesehen wird, der, wenn es kritisch wird, nicht verzagt, schließlich gewinnt, weil er ja was wagt. Doch wer seinen Mut stets überschätzt, hat schnell aufs verkehrte Pferd gesetzt. Rasch setzt das Schicksal den Hobel an, die Gefahr er dann nicht bannen kann. Folglich schätzt es mancher richtig ein,
Mut zur Feigheit Weiterlesen »
Die siebte Nacht hält Maß und Mitte, kein Schritt zu viel, kein hastig Bitte. Das Alte ging, das Neue steht, doch keines drängt, bevor es geht. Kein Knall entscheidet diese Zeit, nur Sammlung, die zum Tragen bleibt. Was gestern war, ist nicht verbannt, es wird im Stillen anerkannt. Die Nacht bewahrt, was werden will, noch
Siebte Rauhnacht – Die Nacht des Wechsels als Schwelle zwischen Ende und Anfang Weiterlesen »
Die sechste Nacht zählt keinen Lärm, kein Knall hält hier die Zeit in Schach. Sie schließt das Jahr mit ruh’ger Hand, nicht überrannt, nur anerkannt. Silvester steht am letzten Rand, kein Herrscher, nur ein Zeuge stand. Er ließ die Macht nicht Wort sein heut, er gab der Ordnung Dauer, Zeit. Was endet, endet ohne Spott,
Sechste Rauhnacht – Silvesternacht im Zeichen des Papst Silvester I. Weiterlesen »
Die fünfte Nacht zählt still zurück, kein Lärmen mehr, kein falsches Glück. Sie schließt das Jahr nicht hart, nicht kalt, doch ehrlich, ohne Selbstbetrugsgestalt. Was liegen blieb, wird nun geseh’n, nicht um es neu zurechtzudreh’n. Was nicht vollendet werden konnte, darf ruh’n, weil Zeit auch Grenzen kannte. Kein Urteil fällt, kein Maß wird hart, doch
Die fünfte Rauhnacht Weiterlesen »
Die vierte Nacht hält Gegenwind, weil Wahrheit selten bequem beginnt. Was gestern noch nach Ordnung klang, steht heute prüfend im Zwiespaltgang. Kein Rauch verdeckt, was stehen bleibt, kein Wunsch, der sich davon befreit. Die Nacht fragt streng, doch ohne Zorn, wo Pflicht sich Wahrheit unterordn’. Man spürt: Nicht jeder Frieden heilt, wenn er nur lautem
Die vierte Rauhnacht Weiterlesen »
Die dritte Nacht spricht nicht von Glück, sie geht nicht sanft, sie geht nicht zurück. Kein Rauch vertreibt, was offen bleibt, kein Wort, das diese Stille heilt. Das Licht brennt klein, fast widerwillig, als wüsst es um das Unbillige. Die Nacht fragt nicht nach Schuld und Sinn, sie hält nur aus, was da ist, hin.
Dritte Rauhnacht – Nacht der Unschuld und der Zumutung Weiterlesen »
Die Nacht, die geht, spricht leise aus, was zu viel war, verlässt das Haus. Kein Wort wird ihr zurückgestellt, sie nimmt nur mit, was nicht mehr hält. Johannes steht am Rand der Zeit, nicht drängend und nicht breit bereit. Er bleibt, wo andere weitergeh’n, um tiefer noch das Licht zu seh’n. Die Rauhnacht, die vergeht,
An Johannes Namenstag – Die Rauhnacht, die vergeht – die Rauhnacht, die kommt Weiterlesen »
Die zweite Nacht tritt tiefer ein, kein Anfang mehr, kein bloßer Schein. Was gestern noch die Schwelle war, fragt heute ernst: Was wurde wahr? Der Lärm des Festes ist verraucht, was bleibt, ist das, was niemand braucht, der sich mit Worten leicht begnügt und sich vor stillen Fragen flieht. Ein Licht brennt klein, doch ohne
Die zweite Rauhnacht am 27. Dezember Weiterlesen »