Die größte Anerkennung

Er ist clever und beherrscht jeden Kniff, hat sogar alles souverän im Griff. Manch einer ist von ihm hell begeistert, wie er Probleme des Lebens meistert. Selbst die größten Schwierigkeiten bezwingt, was er auch anfasst, stets bestens gelingt. Verfolgt eifrig jedes gesteckte Ziel und pflegt einen höflichen Umgangsstil. Doch Erfolge ihm viele nicht gönnen, ihren […]

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Tanzender Stern

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären.“ Friedrich Nietzsche Lass dir dein Chaos nicht nehmen. Es ist nicht nur Verlust, es ist auch Ursprung. Fürchte nicht das Wilde in dir, nicht den Widerstreit, nicht die Stunden, in denen alles unfertig ist. Es darf in dir rauschen. Manchmal braucht es

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Sei der Träumer

Heile die Welt. Sage dem Herz einfach liebe. Lebe den Traum. Sage dem Kopf einfach tanze. Finde das Glück. Sage den Augen einfach spiele. Höre das Lied. Sage der Zeit einfach singe Sei der König. Und male, träume, reise, fliege! Denke den Zauber. Sage der Stille einfach lächle. Sieh den Zirkus. Sage dem Chaos einfach

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Zwischen Sternenstaub und Erde

Die Seele tritt alt ans Licht, mit Staub von Sternen in den unsichtbaren Falten. Sie wird sanfter, heller, durchsichtiger, während die Jahre den Körper beschweren. Der Körper blüht auf in seinem süßen Irrtum, er sei von Dauer. Die Zeit nimmt ihn langsam zurück in ihre ernste Hand. Wir alle häuten uns zur Leichtigkeit und verdichten

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Innere Jahreszeit

Der Winter arbeitete gründlich. Er schnitt die Tage kahl, legte frei, was bloß Gewohnheit war. Die Kälte nahm allem die Milde, verdunkelte den Blick, ließ nur gelten, was standhielt. Doch selbst unter Schnee vergaß etwas in mir nicht, wie Frühling geht.

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Asche im Neonlicht

Die Nacht – ein schwarzes Feld, auf dem Lichter zucken und Menschen gesetzt werden wie Figuren ohne Wert. Die Musik hämmert. Nicht laut – sondern unerbittlich. Ein Bass, der tiefer geht als jedes Wort. Schönheit flackert auf in Gesichtern, als hätte das Neon sie nur ausgeliehen, doch hinter der Schminke nur ein Blick, der niemanden

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Neonkäfig

Im Käfig der Nacht, wo Neon die Sterne ersetzt, verkauft sich die Seele für Takte aus Stahl. Gesichter wie polierte Scheiben, maskiert von Schminke und Pose, sprechen in Dialogen ohne Gewicht – ihr Lachen klingt wie Münzen, die in dunkle Schächte fallen. Die Superfrau – ein Idol aus Reklame, glänzend, unverwundbar, doch hinter der Fassade

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Rückflimmern

Eines Tages wird mein Leben in mir zurückflimmern, Bild für Bild wie Staubpartikel im Licht eines alten Projektors. Nicht die Tage werden bleiben, die sich sauber erzählen lassen, an denen alles funktionierte, und niemand stolperte. Bleiben werden eher die aufgeschlagenen Knie. Am Ende zählt nicht, wie behutsam ich gewesen bin, sondern ob ich gebrannt habe

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Himmelskörper

1 Du magst der Himmelskörper Bahn entworfen haben, doch sie weiß, wir habn die Wahl und kein Geheiß von Dir und dies ist nicht Dein Plan, nein, dies ist nicht Dein Plan. Du magst wenn´s auf der Erde Nacht ist, handeln wollen, doch sie glaubt, Du wirkst durch den nur, der´s erlaubt, und hast an

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Schattenwurf

Ein kahler Raum, vom Mond gestreift, wo keine Hand mehr nach ihm greift. Das Gestern liegt wie Staub im Licht, das durch die hohen Fenster bricht. Was bleibt, ist nur ein matter Ton, ein Flüstern aus der Illusion. Und in der Stille der tiefen Nacht verliert die Seele ihre eigene Macht.

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No Future – die Lüge

„No Future“ – einst ein Punkparolen-Schrei, doch heute wirkt er leer und einerlei. Ein Slogan, laut, doch längst verflogen – der ist – wie vieles – verlogen. Auch wenn das Leben dich hart trifft und jede Hoffnung ist nur Pflicht, auch wenn du dich verloren fühlst und Schmerz dein Innerstes durchwühlt – es muss doch

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Xenokratie

Ihr nennt es frei, ihr nennt es Staat – doch wer bestimmt, was Gültigkeit hat? Wer lenkt die Worte, die wir lesen, wer formt das Bild von Welt und Wesen? Es sind nicht Ketten, nicht das Schwert, das unser freies Denken still verwehrt. Es sind Institutionen, die uns formen, Medien, die Gedanken normen. Es sind

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Unsichtbar und nah

Ich lebe in einer Welt aus Glanz und Lärm, doch mein Herz bleibt dem Unsichtbaren warm. Nicht Geld, nicht Macht, nicht schneller Gewinn – mein Glaube trägt, wo ich selbst nur bin. Man nennt mich träumerisch, vielleicht naiv, doch ich weiß, was mich im Innersten rief. Wenn alles fällt, bleibt er mein Licht: ein Gott,

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Der DDR-Musiker und ich

Ich fahr am Abend durch die Stadt, die Straße glänzt, ist feucht und glatt. Ein DDR-Musiker winkt mir zu, ich halte – und nehme ihn mit im Nu. Wir fahren Richtung Hotel Strauß, die Stimmung ruhig, fast wie zu Haus. Auf einem Parkplatz, still und leer, reden wir – das wiegt umso mehr. Er sagt,

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Der einsame Vampir

Wenn ich erwache, stehen die Sterne günstig. Es ist Mitternacht, mein Herz schlägt unruhig. Ich steig aus meinem Sarg, die Zähne noch zu schärfen, schleiche durch den Park, alle schlafen, keiner merkt es. Da sitzt ein junges Mädchen, ihr Atem tanzt im Mondlicht. Ich möchte sie nicht verletzen, nur teilen, was in mir brennt. Ich

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Vorurteile zur Zeit

Es klingt neu, doch alt ist das Geschehen, wie Menschen voreilig im Urteil stehen. Wer keinen Job hat, gilt schnell als faul, wer anders denkt, der stört die Moral. Wer leise lebt, den nennt man schwach, wer widerspricht, der sucht den Krach. Wer Leder trägt, sei voller Gewalt, wer sich still verhält, wirkt schon kalt.

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Zwischen Gassen und Gewitter

Ich liebe Städte, ihr Flüstern im Wind, die flackernden Lichter, das Leben ist geschwind. Doch manchmal, ganz leise, zieht etwas mich fort— ein Schatten, ein Schrei, ein verstörter Ort. Ein Sonntag, verregnet, im Spätsommergrau, wir fuhren durch Straßen – kein Himmelsblau. Ein Viertel, das fluchte in rostigem Ton, wo Hoffnung zerbrach und Misstrauen wohn’. Ein

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Frühling der Prüfung

Die Wahrheit treibt Knospen im jungen Licht, doch wird sie im Tau leicht gebogen; wo jeder den Sinn nach Belieben verspricht, ist mancher vom Wege gezogen. Die Macht keimt leise im blühenden Grund, wo Widerspruch zaghaft verklingt; kein rauer Wind geht mehr offen und kund, wenn Ordnung sich selbst überringt. Die Ordnung erwacht aus winternder

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Monatseindrücke

März, benannt nach Mars, ist der Monat des Ackers, des Pferdes und des Trocknens der nassen Erdschollen. April, abgeleitet von lateinisch aperire „öffnen”, heißt der Monat des Aufblühens, des Grases und des Hirten. Mai, bezeichnet nach Maius, betitelt den Monat der Mutter, des Esels und der Blumen. Juni, benannt nach Juno, ist der Monat der

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