Der DDR-Musiker und ich

Ich fahr am Abend durch die Stadt, die Straße glänzt, ist feucht und glatt. Ein DDR-Musiker winkt mir zu, ich halte – und nehme ihn mit im Nu. Wir fahren Richtung Hotel Strauß, die Stimmung ruhig, fast wie zu Haus. Auf einem Parkplatz, still und leer, reden wir – das wiegt umso mehr. Er sagt, […]

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Der einsame Vampir

Wenn ich erwache, stehen die Sterne günstig. Es ist Mitternacht, mein Herz schlägt unruhig. Ich steig aus meinem Sarg, die Zähne noch zu schärfen, schleiche durch den Park, alle schlafen, keiner merkt es. Da sitzt ein junges Mädchen, ihr Atem tanzt im Mondlicht. Ich möchte sie nicht verletzen, nur teilen, was in mir brennt. Ich

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Vorurteile zur Zeit

Es klingt neu, doch alt ist das Geschehen, wie Menschen voreilig im Urteil stehen. Wer keinen Job hat, gilt schnell als faul, wer anders denkt, der stört die Moral. Wer leise lebt, den nennt man schwach, wer widerspricht, der sucht den Krach. Wer Leder trägt, sei voller Gewalt, wer sich still verhält, wirkt schon kalt.

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Zwischen Gassen und Gewitter

Ich liebe Städte, ihr Flüstern im Wind, die flackernden Lichter, das Leben ist geschwind. Doch manchmal, ganz leise, zieht etwas mich fort— ein Schatten, ein Schrei, ein verstörter Ort. Ein Sonntag, verregnet, im Spätsommergrau, wir fuhren durch Straßen – kein Himmelsblau. Ein Viertel, das fluchte in rostigem Ton, wo Hoffnung zerbrach und Misstrauen wohn’. Ein

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Frühling der Prüfung

Die Wahrheit treibt Knospen im jungen Licht, doch wird sie im Tau leicht gebogen; wo jeder den Sinn nach Belieben verspricht, ist mancher vom Wege gezogen. Die Macht keimt leise im blühenden Grund, wo Widerspruch zaghaft verklingt; kein rauer Wind geht mehr offen und kund, wenn Ordnung sich selbst überringt. Die Ordnung erwacht aus winternder

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Monatseindrücke

März, benannt nach Mars, ist der Monat des Ackers, des Pferdes und des Trocknens der nassen Erdschollen. April, abgeleitet von lateinisch aperire „öffnen”, heißt der Monat des Aufblühens, des Grases und des Hirten. Mai, bezeichnet nach Maius, betitelt den Monat der Mutter, des Esels und der Blumen. Juni, benannt nach Juno, ist der Monat der

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Abendstimmung

Noch geht die Sonne auf und auch wieder unter, noch öffnet sich der Wasserhahn und schenkt uns das köstliche Nass, noch haben die meisten von uns ein Dach über dem Kopf, noch findet sich Essen auf dem Tisch, und der Arbeit gibt es noch und nöcher. Am Abend fragt man sich, ob man den Morgen

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Immer positiv bleiben

Im Leben läuft nicht immer alles streng nach Plan, denn manches Geplante gerät rasch aus der Bahn. Ärger und Enttäuschung nicht zu vermeiden sind, der stressige Aufwand nun von vorne beginnt. So sollte man jetzt auf keinen Fall verzagen, sondern selbstbewusst neu anzufangen wagen, bittere Enttäuschungen außen vorlassen, Erforderliches mutig ins Auge fassen. Nur wer

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Wenn alle Stricke reißen

Ein Mensch hadert riesig mit dem Leben, seine Lebensplanung ging daneben. Will nun seelisch nicht mehr länger leiden, drum kurzfristig aus dem Leben scheiden. Doch sollten jetzt alle Stricke reißen, muss er in den sauren Apfel beißen und den Gedanken, sich aufzuhängen, endgültig aus seinem Kopf verdrängen. Zwar ist dieser Mensch etwas sensibel, aber dennoch

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Lebensregeln

Wer die folgenden Lebensregeln berücksichtigen wird, sich auf allen Wegen seines Lebens nicht vergaloppiert: Du solltest deine Zukunft mit Zufriedenheit genießen, deshalb endlich Frieden mit deiner Vergangenheit schließen. Dir muss stets egal sein, was andere über dich denken, brauchst den kritischen Urteilen keine Bedeutung schenken. Vermeide strikt, dich mit anderen Menschen zu vergleichen und setze

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Die Diagnose

Ein Mensch fühlte sich gesundheitlich arg lädiert, hat deshalb besorgt seinen Hausarzt konsultiert, ließ, um hierfür die Ursache zu entdecken, sich nun vom Kopf bis zu den Füßen durchchecken. Der Arzt ihn intensiv „unter die Lupe“ nahm und sodann zu folgender Diagnose kam: Als Ergebnis eines äußerst schweren Falles, dem Patienten nichts fehlt, denn er

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Teezeit

Ich sehe das Leben als Geheimnis. Als Traum. Als Spiel. Als Reise. Und ich weiss: „Die Augen! Die Ohren! Die Worte!“ Und die Phantasie. Und das Denken finden nur Gold. Mit etwas Mut. Mit etwas Kraft. Mit etwas Licht. Und das Leben ist da. Und löst jedes Rätsel. Und zeigt all seine Kunst. Ich sehe

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Im Namen der Macht

Sie reden von Ordnung und meinen Unterwerfung. Sie reden von Glauben und meinen Kontrolle. Sie reden vom Volk und meinen sich selbst. Die Demokratie fällt nicht auf einmal. Sie wird ausgehöhlt durch Angst, Gehorsam und Lüge. Machtzirkel bauen keine Zukunft. Sie errichten Fassaden. Wenn ihre Herrschaft bröckelt, erfinden sie Heiligkeit. Sie brauchen keine Wahrheit. Nur

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Postkartenwetter

Ein paar Liter Kaffee später Öffnet Sonnenstrahlen warmes Wetter Lauwarmer Atem an der Tür – Die begehrte Frühlingsinventur. Ein paar Lichterspiele später Schaltet das Fernsehen oben Wetter in der Schlange Wolken zum Friseur Stehle mal für heute meine Uhr. Ein paar Wolkengänge später Schminkt die Blätterbäume helles Wetter Vögel schwingen oben in die Tour Herzherbarium

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Worte wie Waffen

Wenn Worte wie Waffen durchs Netz sich verbreiten und Lügen als Wahrheit uns blindlings begleiten, wenn Stimmen sich heben, doch niemand mehr hört, weil jeder den anderen im Eifer zerstört – dann sucht man den Ort, der noch Menschlichkeit kennt, ein Gesicht ohne Maske, ein Wort, das nicht brennt, ein Blick, der dich hält, wenn

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Herztage

Lebe als hättest Du gerade Gott getroffen. Denke als wärst Du der König der Welt. Fühle als hättest Du die Liebe entdeckt. Und gebe dem Tag nur Perlen. Hoffe als hättest Du gerade Träume gelebt. Rede als kämst Du gerade vom Paradies. Kämpfe als wolltest Du das Glück retten. Und zeige der Zeit nur Blumen.

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Erwacht

Ich singe ein Lied. Und der Clown im Kopf spielt. Ich tanze im Regen. Und der Träumer im Herz lacht. Ich reise mit Augen. Und der Spieler im Blick redet. Ich sehe nur Liebe. Und der Engel im Licht lebt. Ich male mir Gold. Und der König im Cafe fliegt. Ich sende den Brief. Und

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Postkartenwetter

Ein paar Liter Kaffee später Öffnet Sonnenstrahlen warmes Wetter Lauwarmer Atem an der Tür – Die begehrte Frühlingsinventur. Ein paar Lichterspiele später Schaltet das Fernsehen oben Wetter in der Schlange Wolken zum Friseur Stehle mal für heute meine Uhr. Ein paar Wolkengänge später Schminkt die Blätterbäume helles Wetter Vögel schwingen oben in die Tour Herzherbarium

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maskitowka

graue felder vom rauch verschluckt eingebettet im schützenloch kalter schweiß trifft auf warmen herzschlag schießt auf mich mit bomben aus liebe ziehst mich mit, ziehst mich raus aus meinem schutz – vor angst lässt mich warten auf den nächsten knall doch alles bleibt ein spiel nichts ist falsch, ist alles surreal zwingst mich zum diversionsangriff

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