Märzbericht

Der März erscheint im Wetterdienst. Tauwetter. Leichter Wind. Die Stadt taut auf. Der Asphalt glänzt. Knospen? Ja – zwischen Parkplatzlinie und Glasfassade. Vogelgesang? Überlagert vom Frühverkehr. Der Frühling ist terminiert, steht im Kalender, neben Steuerfrist und Quartalsbericht. Licht fällt auf Bildschirme. Saat wächst im Prospekt. Wandel heißt Update. Ein Märzwind weht durch Baustellenzäune und trägt […]

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März im Zwielicht

Der März kommt nicht mit hellem Lachen, er steigt aus Nebeln, schwer und sacht; im Märzwind hör ich Stimmen wachen, die schliefen tief in Wintermacht. Die Zweige knistern wie Erinnern, ein Flüstern geht durch kaltes Land; als rührten uns aus fernen Sinnen verlorne Träume, unbekannt. Im Tauwetter tropft dunkles Sehnen von Dach und Ast in

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Märzgesang

Noch liegt ein Hauch von Winter auf Flur und fernem Wald, doch unter kahlen Zweigen pocht Leben leis und bald. Der März hebt an zu flüstern im grauen Himmelsraum; sein Märzwind streift die Felder wie Erinnerung im Traum. Im Tau der jungen Bäche schmilzt hart geword’ne Zeit, und Tropfen fallen silbern in neue Wirklichkeit. Die

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Glücksmomente

Abschiednehmen am frischen Grab, aber ich bin nicht allein. Den Mondaufgang in tiefer Stille beobachten und ein Lied anstimmen. Das wilde Zwitschern einer ganzen Spatzenschar als Chor der Natur wahrnehmen. Wenn ein kleiner Rinnsal den Berg hinabläuft und du die Melodie vernimmst. Der Kuss von der Geliebten, kurz nur und sehnsuchtsvoll, ich bin dein und

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Der Strom der Jahre

Ein Strom von Jahren trug mich fort, ich nannte Fleiß und Pflicht mein Licht. Von Seminar zu neuem Ort – doch wirklich sah man mich wohl nicht. Mit Fleiß bestand ich jede Prüfung, die Zeugnisse – fast wie eine Sucht. Doch fand ich keine echte Berufung, Anerkennung nie – nur Flucht. Die Zeugnisse lagen Blatt

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Am See

Wie schön ist’s die Wellen zu sehen, Sie kommen langsam heran Ganz bis ans Ufer sie gehen, Und zieh’n mich in ihren Bann. Wie schön ist’s die Wellen zu hören, Sie überschlagen sich am Sand Des Ufers und sie betören Mich mit dem vertrauten Klang. Schön ist’s bei den Wellen zu sitzen, Wenn die Sonne

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Frühlingserwachen

Erste Knospen an den Zweigen wollen schon im Februar zeigen, dass der Frühling bald beginnt, Eis und Schnee vorüber sind. Der Himmel zeigt ein and’res Blau, wenn ich jetzt in die Höhe schau, ein laues Lüftchen um mich weht. Sehr hoffnungsfroh der Mensch jetzt steht und an die Zukunft gerne denkt, die Sonne ihm jetzt

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Mensch und Natur

Ob Regen, Schnee oder auch Sonne – am See zu sein ist immer Wonne! In Wald und Hügeln eingebettet er Wand’rer vor dem Durst errettet. An seinen Ufern kannst Du laufen manch‘ Stunde durch die Blätterhaufen. Dann sitzt Du auf dem Bänkle gern den Blick am See und in die Fern‘. Im Hintergrund die Berge

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Feiertage

Allerheiligen und Allerseelen, Als „Hochfest“ sind sie uns bekannt, Und darum dürfen sie nicht fehlen Als „Feiertag“ im Land. In einer schnellen Zeit wir leben, Mit Internet und auch KI, Viel Arbeit für das Geld wir geben, Doch wirklich Zeit haben wir nie … Ein Feiertag ist ein Gebot, Uns heilig soll er sein, Als

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Der Windmacher

Ein Mensch viel Wind bei Entscheidungen macht, häufig alles gewaltig aufbauscht. Hat sich wieder mal Tolles ausgedacht, dabei Wirklichkeit und Traum vertauscht. Mancher ihn für einen Traumtänzer hält, der fern jeder Realität lebt. Drum unweigerlich negativ auffällt, in höheren Regionen schwebt. Dieser realitätsferne Fantast, benimmt sich geradezu weltfremd, in eine fortschrittliche Zeit nicht passt, wichtige

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Herzraub

Der Kindheit Trug ist längst verraucht, In graue Klüfte abgrundtief getaucht. Doch ob der Lenz auch flieht in Hast, Mein Herz trägt all die Flammenlast! Die Nächte eisig, starr und blind, Wie heult um mich der kalte Winde. Mein Sehnen schreit nach deiner Gunst, Verzehrt im Wirbel purpurroter Lust. Und schlägt das Schicksal auf mich

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Mein Ziel

Jugendbilder, verflogen wie die Zeit, Mein Wunsch brennt immer noch ganz leicht. Dort drinnen, wo einst Feuer tobte nicht, Vielleicht erstrahlt bald neues Hoffnungslicht. Wenn dein Lächeln mir Gefühl erweckt, Mein Herz in Flammen neu den Weg entdeckt. Und Liebe wacht in Gottes Auge mild, Dann kann ich’s kaum erwarten, herzerfüllt. Oh weh, die Nächte

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Kriegsgedicht

Das Buch zernagt vom Social Network Terror. Die Blumenwiesen – Orte der Steinigung. Hart hagelt die Harfe der Zeit. Krieg eruptiert im Wohlstandsland, Blut schießt wie flüssiges Blei durch Straßen. Drohnen reißen den Himmelrücken auf, tückisch-kalt. Wandklage verschleppt die Schreie der Ungesehenen. Windflucht in alle Himmelsarme, halten Atem an. Er betrog mich immer – sein

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Hymne für Gisèle

Man tat dir an, was Sprache sprengt, was selbst die Nacht kaum tragen kann. Man hat kein Mitleid dir geschenkt. Dein Schänder war der eigne Mann. Man schlich wie zu geheimem Fest, betäubte dich im Schutz der Nacht. Die Untat stand für jeden fest, und dennoch hat er mitgemacht. Doch du hast dich nicht still

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Drohende Worte

Hexenschuss und Donnerschlag, eingeklemmte Nervenbündel, Muskelzerrung, und schon will der Körper nicht mehr was ich so will. Schmerzensstöße blitzen durch den Raum, Angst macht sich breit vor jeglicher Bewegung, elektrische Schocks feuern Wellen ungeahnt, Teufel noch mal da ist ja etwas unbekannt, macht sich als Schmerz bemerkbar. Ruhemomente bieten kurze Erholung, lass die Nerven allein,

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Hommage an Dieter Rußler

Danke, Dieter — Stimme vor dem Tor, dein Ruf ging weit und klang im Chor. Wo Druck entstand und Gefahr sich ballte, warst du der Ruhepol, der Ordnung entfaltete. Mit sicherem Blick hast du die Kette geführt, laut nach vorn und zurück kommandiert. Wenn Flanken scharf durch den Strafraum zogen, bist du entschlossen den Bällen

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Nachgesang

Die Spieluhr klingt, als wär‘ sie müd‘ vom Leben. Die Ballerina dreht sich leis im Raum. Sie wird niemals wie and’re Tänzer schweben. Das Schweben bleibt ihr unerreichter Traum. Ein feiner Staub legt sich auf ihre Kreise. Die Melodie wird leis‘, ein dünner Klang. Sie dreht sich stumm in immer gleicher Weise, als sei ihr

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