Pseudoanonymius

Ein Pseudoanonymius, der fabulieren wollte Begehrte einer Muse Kuss, daß sie ihm helfen sollte Das Blatt Papier, so weiß und leer mit Worten zu bedecken Als Dichter wollte er nicht mehr sich anonym verstecken Die Muse bietet ihm sogar, was eigentlich nicht üblich ist Ihr rotes Musenlippenpaar, da hat er sich wohl festgeküsst Jetzt wo […]

Pseudoanonymius Weiterlesen »

Aufräumen

Es bleibt nichts mehr als,,aufzuräumen,, Nach der langen, durchzechten Nacht Noch keine Zeit, um auszuträumen Zweifel einfach auszuräumen Was hab ich mir dabei gedacht?   Da stehen Flaschen, leere Gläser Ein Aschenbecher, Knüllpapier dort ein halb beschriebener Zettel ich lese was vom,, Jetzt und Hier‘‘ Räum alles weg, stell es beiseite Sortiere nicht, entferne nur

Aufräumen Weiterlesen »

Winter

Der Frost berührt die Haut so sacht, Die Lippen bleichen blau bei Nacht. Die Schritte weichen, alles ruht, Vergeht die Welt, so wie sie tut. Wenn alles schläft, der Winter schreibt, Und alles friert von Zweig zu Zweig. Ganz tief im Innern scheint ein Licht, Das warme Herz, das nie zerbricht. © Marcel Strömer [Magdeburg,

Winter Weiterlesen »

Die Krähenkönigin

Sie kreist im weiten, grauen Rund, ein Schatten über stillem Land. Sie braucht nicht jenen bunten Prunk, der nur im grellen Licht bestand. Ihr Federkleid, aus Nacht gewebt, trägt Glanz in tiefem Purpurschein. Wenn sie den Schwingenschlag erhebt, steht sie im Frost und Sturm allein. Wo andre vor dem Winter fliehen, bleibt sie der Heimat

Die Krähenkönigin Weiterlesen »

Ein Zipperlein

Ein Zipperlein Ein Zipperlein klopft an die Tür Los mach schon auf, ich will zu dir Doch lass dich nicht auf sowas ein Ein Zipper kommt niemals allein Bringt alle seine Freunde mit In meinem Fall war’n sie zu dritt Und Spiessgesellen nenn ich sie Spinalkanalstenose, Gürtelrose und Fibromyalgie

Ein Zipperlein Weiterlesen »

Sonett auf den März

Noch liegt ein Hauch von Frost auf Wald und Flur, doch mildes Licht durchbricht des Winters Schweigen; im Märzwind beben schon die kahlen Zweigen, und Tau durchzieht der starren Erde Spur. Verborgne Saat träumt tief in dunkler Kur, die Knospen heben sich im stillen Neigen; ein Vogelruf lässt ferne Himmel steigen und rührt an Herz

Sonett auf den März Weiterlesen »

Märzbericht

Der März erscheint im Wetterdienst. Tauwetter. Leichter Wind. Die Stadt taut auf. Der Asphalt glänzt. Knospen? Ja – zwischen Parkplatzlinie und Glasfassade. Vogelgesang? Überlagert vom Frühverkehr. Der Frühling ist terminiert, steht im Kalender, neben Steuerfrist und Quartalsbericht. Licht fällt auf Bildschirme. Saat wächst im Prospekt. Wandel heißt Update. Ein Märzwind weht durch Baustellenzäune und trägt

Märzbericht Weiterlesen »

März im Zwielicht

Der März kommt nicht mit hellem Lachen, er steigt aus Nebeln, schwer und sacht; im Märzwind hör ich Stimmen wachen, die schliefen tief in Wintermacht. Die Zweige knistern wie Erinnern, ein Flüstern geht durch kaltes Land; als rührten uns aus fernen Sinnen verlorne Träume, unbekannt. Im Tauwetter tropft dunkles Sehnen von Dach und Ast in

März im Zwielicht Weiterlesen »

Märzgesang

Noch liegt ein Hauch von Winter auf Flur und fernem Wald, doch unter kahlen Zweigen pocht Leben leis und bald. Der März hebt an zu flüstern im grauen Himmelsraum; sein Märzwind streift die Felder wie Erinnerung im Traum. Im Tau der jungen Bäche schmilzt hart geword’ne Zeit, und Tropfen fallen silbern in neue Wirklichkeit. Die

Märzgesang Weiterlesen »

Glücksmomente

Abschiednehmen am frischen Grab, aber ich bin nicht allein. Den Mondaufgang in tiefer Stille beobachten und ein Lied anstimmen. Das wilde Zwitschern einer ganzen Spatzenschar als Chor der Natur wahrnehmen. Wenn ein kleiner Rinnsal den Berg hinabläuft und du die Melodie vernimmst. Der Kuss von der Geliebten, kurz nur und sehnsuchtsvoll, ich bin dein und

Glücksmomente Weiterlesen »

Der Strom der Jahre

Ein Strom von Jahren trug mich fort, ich nannte Fleiß und Pflicht mein Licht. Von Seminar zu neuem Ort – doch wirklich sah man mich wohl nicht. Mit Fleiß bestand ich jede Prüfung, die Zeugnisse – fast wie eine Sucht. Doch fand ich keine echte Berufung, Anerkennung nie – nur Flucht. Die Zeugnisse lagen Blatt

Der Strom der Jahre Weiterlesen »

Am See

Wie schön ist’s die Wellen zu sehen, Sie kommen langsam heran Ganz bis ans Ufer sie gehen, Und zieh’n mich in ihren Bann. Wie schön ist’s die Wellen zu hören, Sie überschlagen sich am Sand Des Ufers und sie betören Mich mit dem vertrauten Klang. Schön ist’s bei den Wellen zu sitzen, Wenn die Sonne

Am See Weiterlesen »

Frühlingserwachen

Erste Knospen an den Zweigen wollen schon im Februar zeigen, dass der Frühling bald beginnt, Eis und Schnee vorüber sind. Der Himmel zeigt ein and’res Blau, wenn ich jetzt in die Höhe schau, ein laues Lüftchen um mich weht. Sehr hoffnungsfroh der Mensch jetzt steht und an die Zukunft gerne denkt, die Sonne ihm jetzt

Frühlingserwachen Weiterlesen »

Mensch und Natur

Ob Regen, Schnee oder auch Sonne – am See zu sein ist immer Wonne! In Wald und Hügeln eingebettet er Wand’rer vor dem Durst errettet. An seinen Ufern kannst Du laufen manch‘ Stunde durch die Blätterhaufen. Dann sitzt Du auf dem Bänkle gern den Blick am See und in die Fern‘. Im Hintergrund die Berge

Mensch und Natur Weiterlesen »

Feiertage

Allerheiligen und Allerseelen, Als „Hochfest“ sind sie uns bekannt, Und darum dürfen sie nicht fehlen Als „Feiertag“ im Land. In einer schnellen Zeit wir leben, Mit Internet und auch KI, Viel Arbeit für das Geld wir geben, Doch wirklich Zeit haben wir nie … Ein Feiertag ist ein Gebot, Uns heilig soll er sein, Als

Feiertage Weiterlesen »

Der Windmacher

Ein Mensch viel Wind bei Entscheidungen macht, häufig alles gewaltig aufbauscht. Hat sich wieder mal Tolles ausgedacht, dabei Wirklichkeit und Traum vertauscht. Mancher ihn für einen Traumtänzer hält, der fern jeder Realität lebt. Drum unweigerlich negativ auffällt, in höheren Regionen schwebt. Dieser realitätsferne Fantast, benimmt sich geradezu weltfremd, in eine fortschrittliche Zeit nicht passt, wichtige

Der Windmacher Weiterlesen »

Herzraub

Der Kindheit Trug ist längst verraucht, In graue Klüfte abgrundtief getaucht. Doch ob der Lenz auch flieht in Hast, Mein Herz trägt all die Flammenlast! Die Nächte eisig, starr und blind, Wie heult um mich der kalte Winde. Mein Sehnen schreit nach deiner Gunst, Verzehrt im Wirbel purpurroter Lust. Und schlägt das Schicksal auf mich

Herzraub Weiterlesen »