Unter Sternen

Meine Seele findet Frieden unter Sternen, wo Lärm und Unrast wie im Traum vergeh’n. Mein Innerstes muss noch das Ruhen lernen. Die Zeit bleibt einfach ohne Regung steh’n. Gedanken lösen sich aus ihren Zwängen. Kein Ziel ruft meinen Namen laut. Ich fühl‘ kein innerliches Drängen. Hab‘ mich dem Himmel wortlos anvertraut. Ich stehe staunend vor […]

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Der Duft der Glut

Der Duft der Glut, er flammte auf in mir, ein Kreis aus Feuer zog mich hin zu dir. Von heißem Wunsch emporgerissen, verlor ich Halt in deinen Küssen. Ich sank hinab und immer weiter, die Funken stoben, wild und heißer und jede Flamme schlug empor, als trüge sie mein Wort hervor. Es brannte hell, es

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Das erste Licht

Ein neuer Tag beginnt, noch unberührt und weit, der frühe Wind verweht den Staub der Dunkelheit. Stille füllt den Glanz, die Welt hält den Atem an, weil im hellen Schein das Werden neu begann. Das Gold der Sonne bricht sich sacht im kalten Glas, ein Funkeln fängt sich fern im nassgeschmiegten Gras. Gesegnet sei die

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Schade um den Mond

Wir streiten uns in der Nacht. Worte blitzen auf. Zorn glüht nach. Keiner hört zu. Jeder hat recht. Über uns der Mond. Er wandert um den Teich, uns belauschend. Schade um den Mond, er lässt die Sterne so wunderschön tanzen; er legt einen magischen Glanz auf Dächer und Felder; er verstreut Silber auf den Straßen.

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Stillgelegte Verheißung

Geschlossen! Kein Licht brennt mehr, weil nichts mehr kommt. Regale bewahren das Ausbleiben. Preisschilder sprechen von gestern in einer Sprache ohne Bedarf. Die Kühltruhen atmen nicht mehr: Ende der Versorgung als Versprechen. Die Zukunft wurde aus dem Sortiment genommen. Wir sind nicht mehr gelistet.

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Wenn Zitherklang das Herz berührt zurück dich in die Kindheit führt.

Wo die Karawanken schweigend stehn, und kalte Winde um die Gipfel wehn, da zittert leis’ ein Saitenspiel im Tal, ein Gruß der Heimat, wie ein Sonnenstrahl. ———————— Ich hör’ die Harfe, hör’ der Zither Klang, er macht die Seele weit das Herz mir bang. Vom Hochzeitsfest im Kärntner Land, bis hin zum Kindheitstraum wo ich

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Schade um den Mond

Wir streiten uns in der Nacht. Worte blitzen auf. Der Zorn glüht nach. Keiner hört zu. Jeder hat recht. Über uns der Mond. Er wandert um den Teich, uns belauschend. Schade um den Mond, er lässt die Sterne so wunderschön tanzen; er verstreut Silber auf den Straßen; er legt einen magischen Glanz auf Dächer und

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Der stumme Zeuge

Es brennt ein tiefes, stilles Leid, wenn fremde Schuld das Herz entzweit. Zu sehen, wie ihr Licht zerbricht – doch helfen kann ich ihr nicht. Wenn Weinen durch die Stille bricht, ist es ihr Schmerz, der zu mir spricht. Das Schweigen glänzt wie pures Gold, doch bleibt mein Blick der Wahrheit hold. Ja, Schweigen ist

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Liberty

Die alte Dame steht immer noch vor den Pforten von New York. Die Flamme freilich ist erloschen, Tränen rinnen ihre Wangen hinab. Der amerikanische Traum ist zerrüttet, die Hoffnung schwindet im Verzweiflungskampf. Der Dollar ist mit der Macht gepaart, das legale System schlicht marode. Geldgier statt Gerechtigkeit, Gewalt tobt auf der Straße. Frankreich bewunderte uns

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Korrektes Verhalten

Ein Mensch auf korrektes Verhalten Wert legt und sich über jede Verfehlung aufregt. Auch in arg gestressten Lagen nicht vergisst, dass Korrektheit im Leben notwendig ist. Deshalb er nie fünfe gerade sein lässt, hält an sein Verhalten stets ausnahmslos fest. Abweichungen hiervon weder toleriert noch das „der Zweck Mittel heiligt“ akzeptiert. Doch dann er den

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An diesem geschmacklosen Tag

An diesem geschmacklosen Tag bleibt alles im Ansatz. Der blasse Morgen verspricht nichts. Der Kaffee hinterlässt nichts auf der Zunge. Das Marmeladenbrot schmeckt muffig. Gespräche rutschen durch. Kein Satz bleibt hängen. Selbst das Schweigen hat heute kein Aroma. Ich gehe durch Stunden wie durch lauwarmes Wasser. Vor dem Fenster fliegt eine Plastiktüte.

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Augen auf eine Blondine geworfen

Ein vornehmer Herr in einem Café saß, einen Kaffee trank und ein Stück Kuchen aß. Plötzlich eine Blondine auf ihn zukam, mit saurer Miene an seinem Tisch Platz nahm. Unübersehbar ihren Ärger zeigte, ihn nach allen Regeln der Kunst ohrfeigte. Somit zu einem „Prügelknabe“ machte und in eine peinliche Lage brachte. Manche Gäste ihren Augen

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Schatten

Deine Gegenwart hat einen kleinen warmen Schatten hinterlassen. Nicht sichtbar, nur dort, wo man innehält. Wo du warst, ist es milder. Eine Spur ohne Stimme. Ich höre dich trotzdem. Ich folge langsam. Es eilt nichts.

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Leer gerechnet

Im immerwährenden Jetzt sind die Lichter ausgedünnt. Teppiche schlucken die Schritte der Zählenden. Um dem Zufall eine Form zu geben, werden Zahlen beschworen. Gespräche versickern im Dazwischen. Masken verraten nichts, doch alle spüren die Nähe zum Abgrund. Hände setzen routiniert. Blicke hypnotisieren die Kugel. Erwartung flackert auf, zieht sich zurück. Blicke rechnen weiter. Mehr ist

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Container Terminal Altenwerder. Morgens, 6:00 Uhr

Im Nebel wird umgeladen, sortiert, verschoben. Riesige Kräne, Giraffen aus Stahl, greifen ins Grau nach einem festen Takt. Fahrzeuge kreisen- ameisengleich- auf vorgegebenen Routen. Container rücken eng zusammen wie Schildkröten auf kaltem Beton. Alles ist in Bewegung, irgendwie unterwegs. Alles wird gestapelt, versiegelt, nummeriert. Alles wird überwacht, verbucht, registriert. Träume, Wünsche und Sehnsüchte. Der Hafen

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Nordisches Licht

Du stehst im Licht, nicht als ein Klang aus Zeiten, die längst vergangen sind. Du bist die Frau, die Stille kennt und gerade so die Welt benennt. Dein Gesicht erzählt kein Märchenbild, es zeigt die Wege – ruhig und mild. Von hellen Bühnen, Mut zum Gehn, vom Recht, auch Pausen zu bestehn. Du bliebst dir

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teilen und so

Als Kind da lernt man teilen und das viel ziemlich schwer. Mein allerliebstes Kuscheltier, das geb ich ungern her. Als Jugendliche teilt man vieles, Freude, Trauer, Leid Schnapsgläser und Bierflaschen. Was deins ist, ist meins. Als Erwachsene teilt man alles, bis zum letzten Tag. Namen, Konten, Kinder, Häuser und den Ehevertrag. Und Politiker teilen nicht

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