Kleine Clowns

Ich sehe das meine Frisur passt. Das der Scheitel stimmt. Das jedes Haar genau liegt. Und alles perfekt ist. Und nur schön aussieht! Und dann ein kleiner Windstoß. Und alles ist vorbei. Und ich denke so nach. Über den kleinen Clown. Der mit dem Wind spielt. Mich in den Arm nimmt. Und ein Freund sein […]

Kleine Clowns Weiterlesen »

Tragende Wände

Toleranz ist kein Sofa, auf dem alles Platz nehmen darf. Sie ist ein Haus mit tragenden Wänden. Wer die Wände einschlägt, ist kein Gast. Wer den Tisch anzündet, ist kein Gesprächspartner. Wer Menschen zu Schatten erklärt, verdunkelt das ganze Haus. An der Wand hängt kein Schild. Nur eine kleine Regel, fast unsichtbar, wie Staub im

Tragende Wände Weiterlesen »

Verschwunden

Heute Morgen bin ich aufgewacht. Und es gab keine Worte mehr. Die Seiten der Bücher waren leer. Die Zeitungen waren weiß. Briefe waren nur noch Papier ohne Sinn. Blätter mit Notizen, waren wie nie beschrieben. Und die Worte, der Sprache, waren verschwunden. Und nirgendwo waren die Worte zu finden. Nicht auf der Strasse. In keiner

Verschwunden Weiterlesen »

Bleib hell

Gib dein Leuchten nicht her. Lass es dir nicht nehmen von Stimmen, die Angst mit Kritik verwechseln, von Blicken, die Glanz für Übermut halten. Du musst dich nicht dimmen, damit andere bequemer wegsehen können. Du musst nicht Schatten werden, nur weil jemand Angst vor Helligkeit hat. Es wird Menschen geben, die nicht geblendet sind, sondern

Bleib hell Weiterlesen »

Tageslicht!

Tageslicht! Sie hofft auf das Tageslicht. Gedanken tragen sehr Gewicht. Muss so vieles überdenken. Kann das nicht alleine lenken. Tränen laufen mit den Bildern. Nichts kann die Gefühle mildern. Sie betet oft in letzter Zeit. Es mildert ihr so manches Leid. Bernd Tunn Tetje

Tageslicht! Weiterlesen »

Ampeln

Der Baum sagt: „Rede mit mir! Und ich werde blühen!“ Der Fluss sagt: „Denke mit mir! Und ich werde fliegen!“ Der Weg sagt: „Tanze mit mir! Und ich werde singen!“ Die Welt sagt: „Sieh mich an! Und ich zeige Dir das Leben!“ Der Tag sagt: „Spiele mit mir! Und ich werde lächeln!“ Die Zeit sagt:

Ampeln Weiterlesen »

Riss aus Messing

Nichts beginnt sauber. Ein Schlag splittert im Raum, Kabel glühen, der Boden denkt in Kreisen. Eine Trompete bricht durch die Wand. Metallischer Atem, ein Tier aus Elektrizität mit Funken im Fell. Der Bass taumelt nicht, er beschwört. Die Orgel schwitzt Licht. Das Schlagzeug baut ein Gewitter aus Knochen, Kupfer, Puls, Benzin. Hier wird nichts geglättet.

Riss aus Messing Weiterlesen »

Persönlicher Zustandsbericht Nr. 77

Ich bin vom Leben gebeutelt. Und das endlos und ohne Grenzen. Ich bin ein Ausgestossener. Ein Zerstörter. Ein Gedemütigter. Ein vom Universum missverstandener, gequälter Träumer. Ich bin das Wissen und die Wahrheit der Betrogenen. Der Verleumdeten. Der Wahrhaftigen. Der Aufrichtigen. Der Schönen. Und vom Himmel gekrönten Herrschern. Ich bin die letzte beflügelnde Liebe. Der Traum

Persönlicher Zustandsbericht Nr. 77 Weiterlesen »

Die Uhr

Die Uhr! Sie zeigt keine Zeit an. Sie lächelt nur. Sie küsst nur. Sie tanzt nur. Sie lebt. Und zeigt jeder Sekunde ein Fest. Die Uhr! Sie zeigt keine Zeit an. Sie reist nur. Sie denkt nur. Sie redet nur. Sie gibt. Und zeigt jedem Tag einen Traum! Die Uhr! Sie zeigt keine Zeit an.

Die Uhr Weiterlesen »

Der Hut

Warum ist ein Hut nur ein Hut? Ich sage dem Hut nur: „Singe Hut! Spiele Hut! Reise Hut! Lerne Hut! Denke Hut!“ Und Du bist Hut und Herz. Und der König der Welt! Warum ist ein Hut nur ein Hut? Ich sage dem Hut nur: „Hoffe Hut! Lebe Hut! Male Hut! Bete Hut! Fliege Hut!“

Der Hut Weiterlesen »

Die Kette

Es ist seltsam, welche Kleinigkeiten aus all dem die Erinnerung auswählt — seltsam oder schmerzhaft, wenn man sie auslöschen oder vergessen möchte. Es ist nie etwas Perfektes und nie etwas Abgeschlossenes — eher etwas Übergängliches, Vorüberfliegendes, „nicht ganz glattgebügelt“, etwas Unausgeschlafenes, Augenblickhaftes, im Vorbeigehen. Etwas, das geschieht, während du auf etwas anderes wartest oder etwas

Die Kette Weiterlesen »

telepathisch

Wiedergefunden im Chaos der Welt, mein Versprechen an Dich hält. Wiedergefunden in schweren Zeiten, werde Dich hindurch begleiten. Wiedergefunden den Glauben an sich. Vertrauen wirkt bekanntlich ewiglich.

telepathisch Weiterlesen »

Einsamkeit

Einsamkeit – ein stilles Leid, das viele sehn, doch kaum verstehn. Wenn man sich langsam selbst verliert und jede Nähe sanft erfriert. Wenn Stimmen schweigen, Türen sind zu, hat selbst der Tag nicht mehr viel Ruh. Kein Blick, kein Wort, kein Gegenlicht – nur Schatten, der durchs Fenster bricht. Dann wächst in dir ein leeres

Einsamkeit Weiterlesen »

Konsumverzicht

Hörst du nicht die Melodie, die weich und voller Sehnsucht zieht? Sie klingt so still, so sanft, so frei – ein Lied aus Wald und Vogelschrei. Siehst du nicht die Harmonie, die dir ein Stück von Frieden lieh? Hier draußen, wo sich Atmen lohnt, wo jeder Schritt noch Sinn bewohnt. Doch auch hier wächst Gier

Konsumverzicht Weiterlesen »

Der versiegelte Brief

Warum hast du mir nicht geschrieben? Wo ist das Licht deiner Liebe geblieben? Willst du den Bruch mir nicht verzeih’n, bitte, lass mich in der Stille nicht allein. Der Brief liegt da, versiegelt und schwer, dein Schweigen schmerzt wie kaltes Meer. Der Anker hält das Herz nicht mehr am Grund, komm zurück, mach meine Seele

Der versiegelte Brief Weiterlesen »

America

America, was ist dir geblieben? Nur die Erinnerung an den Frieden. Wo sind Jimi Hendrix und Janis Joplin? Wo lebt jetzt James Dean? Wo bleiben deine Helden? Sie schweben in anderen Welten. America, ich gehe weit, ich suche deine Freiheit. America, wo ist sie nur? Du läufst doch gegen deine eigene Uhr! Dein Spießertum hat

America Weiterlesen »

Noch wie ein Kind

Du hast so oft über dein Leben nachgedacht, und spürst: Noch ist kein Werk vollbracht. Du bist noch immer wie ein Kind – naiv, verträumt, vom Leben blind. Erfahrungen hast du kaum gewonnen, manch Traum ist dir davongeronnen. Du greifst nach Sternen, suchst den Sinn, und reifst dabei nur langsam hin. Du möchtest wachsen, möchtest

Noch wie ein Kind Weiterlesen »

Gefühlsbetonte Entscheidungen

Im Leben fallen oft Angelegenheiten an, die man nicht zur Zufriedenheit abrupt lösen kann. Entscheidungen bis zum Sankt-Nimmerleinstag dauern und daher auf der „langen Bank“ liegend versauern. Leider Gottes man hierbei immer wieder vergisst, dass dennoch eine Entscheidungsfindung möglich ist. Innere Stimme und Gefühle behilflich sind. Jede Entscheidung sich spontan zu bilden beginnt. Folglich heißt

Gefühlsbetonte Entscheidungen Weiterlesen »

Der Mann mit dem Hut

Er trägt den Hut als hätte die Nacht ihm die Hand auf die Stirn gelegt. Darunter: kein Rockstar, kein Denkmal mit Sonnenbrille kein lauter Prophet aus Barlicht, sondern ein Ohr, das noch hört, wenn die Nacht ihre Verletzten zählt. Hinter Glas blinkt ein Verstand, hell wie ein einsames Hotelzimmer über der Reeperbahn, nachts um halb

Der Mann mit dem Hut Weiterlesen »