Der Schein der schimmernden Welt

Einst im Rauch verbrannter Wünsche, heute im Schaum bitterer Gärung. Ein Grat, so schmal wie der Nachtnebel, ein Leben im Schlingern der Gezeiten. Wir tanzen im Diktat der Mode, hetzen dem fremden Takt hinterher, wähnen uns frei im eigenen Geist, während ein Echo den Kurs bestimmt. Das echte Leben – ein ferner Garten – verschlossen […]

Der Schein der schimmernden Welt Weiterlesen »

Nachwelt

Zurück blieb die Form eines Fußes. Der Mensch war längst anderswo. Die Flut legt Wasser in seine Abwesenheit. Wenig später: winzige Tiere in der Tiefe eines Schritts. Was eben noch einen Menschen bedeutete, wird für anderes zur Welt.

Nachwelt Weiterlesen »

Augustabend

Der August liegt auf Feld und Rain, so satt, als müsst es ewig sein; das Korn ist schwer, die Luft ist lind, nur manchmal geht ein kühler Wind. Die Brombeerhecke, schwarz und voll, weiß längst, was bald geschehen soll; die Wespe trinkt am süßen Saft, als gäb es morgen keine Kraft. Am Wege steht die

Augustabend Weiterlesen »

Mittagsruhe

Der Nachbar legte das Ohr an die Tür von Nummer sieben. Ich blieb eine Stufe über ihm stehen. Er horchte, bis es drinnen einmal hustete. Dann stellte er eine Schüssel Suppe auf die Matte und ging. Ich setzte jeden Schritt dorthin, wo die Stufen nicht knarrten.

Mittagsruhe Weiterlesen »

Die Schönheit in der Nacht

Es scheint, als wäre die Welt entstellt, kein Glanz, kein Ort, der noch gefällt. Die Farben blass, das Licht verzerrt, der Blick auf Schönheit bleibt verwehrt. Man sucht nach Flucht, nach einer Spur, durch Risse in der Kreatur. Es brennt im Herzen, man will schrei‘n, doch Tränen sickern still hinein. Und doch – im Schatten

Die Schönheit in der Nacht Weiterlesen »

Schlagermusik

Schlagermusik kommt heute wieder gut an. Viele Menschen sie enorm begeistern kann. Mancher „Schlagerfuzzi“ hat als Troubadour, jetzt wirtschaftlich lohnende Hochkonjunktur und macht nicht selten einen satten Gewinn, oft für einen musikalischen Unsinn. Verfügt ein Song über genug „Herz und Schmerz,“ garantiert er einen lohnenden Kommerz. Die Komposition als wichtiger Fakt, erfolgt sogar häufig im

Schlagermusik Weiterlesen »

Weshalb sich eine Frau hübsch macht

Auf die Frage, weshalb sich eine Frau hübsch macht, es eine durchaus logische Antwort gibt. Wer letztendlich den Mann heiß und innig liebt, hat sich die richtige Schminktechnik beigebracht. Folglich schminkt sich die Frau mit geschickter Hand und einigen Portionen weiblicher List, denn das Männerauge besser entwickelt ist, als in vielen Fällen der Männerverstand.

Weshalb sich eine Frau hübsch macht Weiterlesen »

Kleine Verschiebung

Vor einem Bild, das seine Farben leiser gestellt hat, ist sie eingeschlafen. Die Wintersonne verlässt langsam ihre Hände. Der Aufseher wartet. Dann schiebt er die Bank eine Handbreit ins Licht. Sie schläft weiter. Vielleicht ändert sich in ihrem Traum, wem die Wärme gehört. Später ist die Bank leer. Die Sonne stellt sich noch immer schlafend.

Kleine Verschiebung Weiterlesen »

Enfant terrible

Mancher Mensch ist ein gefürchtetes Enfant terrible, handelt oft unangepasst und kein bisschen flexibel. Immer wieder durch provokantes Verhalten auffällt, grundsätzlich das eigene „Ich“ in den Vordergrund stellt. Von den Mitmenschen er als „Bürgerschreck“ gesehen wird, nicht selten gegen gesellschaftliche Normen agiert. Hat schon so manchen zur totalen Verzweiflung gebracht und sich somit als „Schwarzes

Enfant terrible Weiterlesen »

Abflug

An der Haltestelle riss ein Mann den Fahrplan aus dem Rahmen. Er teilte ihn mitten durch die Abfahrtszeiten. Auf der Bank weinte ein Kind in seine Mütze. Der Mann kniete nieder und faltete aus der nächsten Abfahrt einen Vogel. Er setzte ihn dem Kind auf die Knie. Als ich aufsah, bog mein Bus schon um

Abflug Weiterlesen »

424

Ich habe 424 Freunde. Sie wohnen hinter Glas. Jeden Morgen erzähle ich ihnen vom Kaffee, vom Wetter, von mir. Sie kennen die Tasse, nicht die Hand, die sie zu fest hält. Wir schicken einander Herzen, leicht genug für jede Leitung. Sie schlagen nicht. Auf den Bildschirmen stehen hundert Fenster offen. In unseren Zimmern fällt eine

424 Weiterlesen »

Erinnerung!

Erinnerung… Im Lampenlicht eingehüllt. Ist eine Zeit die ihn erfüllt. Zeilen fließen gerade sehr. Etwas Wein muss nun her. Sucht die Worte immerzu. Denn sie geben keine Ruh` So mittendrin sieht er sich. Erinnerung ein Herzensstich. Bernd Tunn Tetje

Erinnerung! Weiterlesen »

Morgenzauber

Morgenluft hebt Gedanken die sich zur Nacht bedrückend schwer um die Seele rankten hoch hinaus in das Wolkenmeer. In der Ferne – vom Morgenlicht in Farbenzauber getaucht – bekommen Sorgen ein andres Gewicht der Gedanken Schwere verraucht. Tau auf frischem Grün freut und belebt Herz und Sinn verweht sind Sorgen der Morgen schenkt die Chance

Morgenzauber Weiterlesen »

An old friend

How do I explain this feeling to anyone, When there’s nothing left that excites me anymore. How do I explain to someone this emptiness, Which lingers in my heart piercing deep into my soul. How do I get someone to believe me, When I say that I just sit and wait for the end of

An old friend Weiterlesen »

The search

Im always left to marvel when I meet an individual that loves their life with every fiber of their being, Is there something that I’m simply not seeing? I’ve looked everywhere turned every stone to find a purpose to call my own, Yet I’m left here no safety no home. Each morning getting up seems

The search Weiterlesen »

Was ihn nimmt

Das alte Gehäuse drückt bereits ins Fleisch. Das neue liegt eine Körperlänge entfernt. Dazwischen offener Sand. Der Krebs verlässt seine Spirale und läuft nackt. Über ihm die offenen Schnäbel. Vor ihm das leere Gehäuse. Beides hat Platz für ihn.

Was ihn nimmt Weiterlesen »

Vor dem Nagetiergehege

Ein Ehepaar, das im Zoo spazieren geht, plötzlich vor dem Nagetiergehege steht. Die kleinen Nager intensiv betrachtet, auf ihre Lebensgewohnheiten achtet. Die Ehefrau dann die Erkenntnis gewinnt, dass Nagetiere ihr unsympathisch sind. Deshalb auch ein vernichtendes Urteil fällt, diese Viecher für dumm und gefräßig hält. Ihre Meinung sie dem Mann nicht vorenthält, der kurzentschlossen sehr

Vor dem Nagetiergehege Weiterlesen »

Ja und Nein hinterfragen

Die Worte „Ja und Nein“ haben häufig Gewicht. Der Mensch sollte deshalb, bevor er sie ausspricht, sich über hierdurch entstehende Tatsachen, vorab sehr ausführliche Gedanken machen. Muss Vor- und Nachteile gegenüberstellen, um dann die richtige Entscheidung zu fällen. Und somit kein fieses „Eigentor“ produziert, großer Ärger mit Sicherheit vermieden wird. Darf auf keinen Fall spontan

Ja und Nein hinterfragen Weiterlesen »