Frühlingsgedichte

Gedankenkarussel

Gedankenkarussell fragt nach dem Notausgang. Du hast dich zu hoch geschaukelt, um wieder herunterzugehen, zugleich bist du zu routiniert und zu gelangweilt, um im gleichen Hamsterrad weiter deine Runden zu drehen. Du strebtest nach Ruhe und bekamst Leere. Vielleicht hattest du es davor – voll gepackt, und entsprechend, du konntest es aber nicht verstehen, ohne […]

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Frühling der Prüfung

Die Wahrheit treibt Knospen im jungen Licht, doch wird sie im Tau leicht gebogen; wo jeder den Sinn nach Belieben verspricht, ist mancher vom Wege gezogen. Die Macht keimt leise im blühenden Grund, wo Widerspruch zaghaft verklingt; kein rauer Wind geht mehr offen und kund, wenn Ordnung sich selbst überringt. Die Ordnung erwacht aus winternder

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Postkartenwetter

Ein paar Liter Kaffee später Öffnet Sonnenstrahlen warmes Wetter Lauwarmer Atem an der Tür – Die begehrte Frühlingsinventur. Ein paar Lichterspiele später Schaltet das Fernsehen oben Wetter in der Schlange Wolken zum Friseur Stehle mal für heute meine Uhr. Ein paar Wolkengänge später Schminkt die Blätterbäume helles Wetter Vögel schwingen oben in die Tour Herzherbarium

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Frühlingsanfang

Auf der Nordhalbkugel wird der triste Winter durch den Wechsel der Jahreszeit im März beendet, die Frühlingsboten wie Austreiben der Frühblüher, Sing- und Zugvögelgezwitscher und Hummelflug werden von Mutter Natur entsendet. Die ersten warmen Sonnenstrahlen und länger werdende Tage geben uns Elan, so sind die ersten Arbeiten an Haus und im Garten freudvoll bereits getan.

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Frühlingswonne durch Märzensonne (frei nach Oswald von Wolkenstein)

Fröide bricht von Märzens sunne, daz lant erwacht von winterleid; durch wîsen dringet lichte wunne, verjagt ist frost und starre zeit. Die vogele singen âne klage, in süezem ton durch luft so klar; ein bluome hebt sich âne frage, als ob sie immer lebend war. O herze, lâ dich ouch erheben mit allem, daz nu

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Lenzelied zum März

Der Lenz ist wieder angekommen, man spürt es leis im ganzen Land; die Sonne hat sich vorgenommen, zu wärmen Feld und Waldesrand. Ein Blümlein steht am Wegesrande, ein Vogel singt sein Morgenlied; es geht ein Frieden durch die Lande, den jeder hört, der still ihn sieht. So geh hinaus und lass dich treiben, wo junges

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Lenzgedicht

Es ist ein leises Gehen im Land, als zöge jemand durch die Gründe; ein Hauch liegt warm auf Feld und Rand, ein erstes Wort in alter Kunde. Noch steht das Jahr im Zwielicht da, doch unter dunklen, schweren Schollen regt sich ein heimlich leises Ja, das Knospen hebt und Träume wollen. Ein Vogel ruft –

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Hymne des Frühlings

Freude bricht aus dunklen Gründen, wo der Winter eisig stand; neue Kräfte sich verbinden, heben jubelnd Flur und Land. Seht, wie durch die kalten Schranken junges Leben siegend dringt, wie aus frostumhüllten Ranken hell der Blüten Odem klingt! Auf, o Mensch, aus trägen Banden! Fühl der Erde frischen Mut; was im Innern lang vergraben, kehrt

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Frühlingszyklus

Der Lenz hebt leise die Hand. Unter tauendem Boden beginnen Knospen zu denken. Schneeglöckchen und Krokus setzen erste Zeichen ins Gras, bald folgen Tulpen und Osterglocken, ein vorsichtiges Blütenmeer im jungen Grün. In der Luft summen Bienen und Hummeln, ein Schmetterling tastet die ersten Sonnenstrahlen ab. Zwischen Zweigen wächst der Nestbau, und Vogelgezwitscher zerlegt das

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Aprilwetter im März

Der März probt schon den April: Sonne lacht, dann zieht sie weiter. Ein Windstoß räumt den Himmel leer, gleich darauf füllt Regen ihn erneut. Die Wolken wechseln ihre Meinung schneller als der Kalender sein Blatt. Auf der Wiese blitzt ein Sonnenstrahl, kaum später klirrt ein kühler Schauer. Der Frühling kommt nicht mit Erklärung, er übt

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