Frühlingsgedichte

März unter Glas

Der März kommt wieder. Wie jedes Jahr. Doch die Felder sind vermessen, die Saat ist patentiert, das Licht bilanziert. Tauwetter läuft durch Städte, doch nichts taut wirklich auf. Knospen stehen im Schaufenster, Vogelgesang im Streamingdienst. Der Wandel ist angekündigt, als Strategiepapier, mit Meilensteinplanung. Man spricht vom Aufbruch, doch meint Effizienz. Man spricht von Freiheit, doch

März unter Glas Weiterlesen »

Elegie des März

Schweigend erhebt sich das Licht über frostige Felder des Winters, milde berührt es das Land, das noch im Dunkel verharrt. Unter der Scholle verbirgt sich die träumende, wartende Saat noch, ahnt doch im innersten Kern künftiger Blüte Gestalt. Märzwind weht durch das Grau der entlaubten, zitternden Zweige, kündet im leisesten Ton nahenden Wandel der Zeit.

Elegie des März Weiterlesen »

Märzdistichen

Milde durchzieht nun das Licht die gefrorenen Fluren des Winters, leise zerschmilzt in der Zeit hart gewordene Spur. Unter der dunklen Scholle verbirgt sich die träumende Saat noch, ahnt doch im Innersten schon künftigen Aufbruchs Gestalt. Märzwind weht über das Feld und rührt an die zitternden Zweige, Vogelgesang hebt sich frei über das schweigende Land.

Märzdistichen Weiterlesen »

Schwellenmonat

Der März steht nicht im Kalender – er steht im Dazwischen. Zwischen Frost und Blüte, zwischen Stillstand und Schritt. Das Alte ist nicht mehr ganz, das Neue noch nicht wirklich. Tauwetter ist kein Trost – es ist Auflösung. Knospen sind keine Hoffnung – sie sind Risiko. Vogelgesang ist nicht Romantik, sondern Behauptung gegen das Nichts.

Schwellenmonat Weiterlesen »

Aufräumen

Es bleibt nichts mehr als,,aufzuräumen,, Nach der langen, durchzechten Nacht Noch keine Zeit, um auszuträumen Zweifel einfach auszuräumen Was hab ich mir dabei gedacht?   Da stehen Flaschen, leere Gläser Ein Aschenbecher, Knüllpapier dort ein halb beschriebener Zettel ich lese was vom,, Jetzt und Hier‘‘ Räum alles weg, stell es beiseite Sortiere nicht, entferne nur

Aufräumen Weiterlesen »

Sonett auf den März

Noch liegt ein Hauch von Frost auf Wald und Flur, doch mildes Licht durchbricht des Winters Schweigen; im Märzwind beben schon die kahlen Zweigen, und Tau durchzieht der starren Erde Spur. Verborgne Saat träumt tief in dunkler Kur, die Knospen heben sich im stillen Neigen; ein Vogelruf lässt ferne Himmel steigen und rührt an Herz

Sonett auf den März Weiterlesen »

Märzbericht

Der März erscheint im Wetterdienst. Tauwetter. Leichter Wind. Die Stadt taut auf. Der Asphalt glänzt. Knospen? Ja – zwischen Parkplatzlinie und Glasfassade. Vogelgesang? Überlagert vom Frühverkehr. Der Frühling ist terminiert, steht im Kalender, neben Steuerfrist und Quartalsbericht. Licht fällt auf Bildschirme. Saat wächst im Prospekt. Wandel heißt Update. Ein Märzwind weht durch Baustellenzäune und trägt

Märzbericht Weiterlesen »

März im Zwielicht

Der März kommt nicht mit hellem Lachen, er steigt aus Nebeln, schwer und sacht; im Märzwind hör ich Stimmen wachen, die schliefen tief in Wintermacht. Die Zweige knistern wie Erinnern, ein Flüstern geht durch kaltes Land; als rührten uns aus fernen Sinnen verlorne Träume, unbekannt. Im Tauwetter tropft dunkles Sehnen von Dach und Ast in

März im Zwielicht Weiterlesen »

Märzgesang

Noch liegt ein Hauch von Winter auf Flur und fernem Wald, doch unter kahlen Zweigen pocht Leben leis und bald. Der März hebt an zu flüstern im grauen Himmelsraum; sein Märzwind streift die Felder wie Erinnerung im Traum. Im Tau der jungen Bäche schmilzt hart geword’ne Zeit, und Tropfen fallen silbern in neue Wirklichkeit. Die

Märzgesang Weiterlesen »

Am See

Wie schön ist’s die Wellen zu sehen, Sie kommen langsam heran Ganz bis ans Ufer sie gehen, Und zieh’n mich in ihren Bann. Wie schön ist’s die Wellen zu hören, Sie überschlagen sich am Sand Des Ufers und sie betören Mich mit dem vertrauten Klang. Schön ist’s bei den Wellen zu sitzen, Wenn die Sonne

Am See Weiterlesen »

Frühlingserwachen

Erste Knospen an den Zweigen wollen schon im Februar zeigen, dass der Frühling bald beginnt, Eis und Schnee vorüber sind. Der Himmel zeigt ein and’res Blau, wenn ich jetzt in die Höhe schau, ein laues Lüftchen um mich weht. Sehr hoffnungsfroh der Mensch jetzt steht und an die Zukunft gerne denkt, die Sonne ihm jetzt

Frühlingserwachen Weiterlesen »

Das Wunder aus der Frühlings Erde des Frühlingsweg

Es war Zuhause nahe dem Teich die Wolken hoch am Horizonte gleiten, vom Kirchturm laut erscholl verheißungsreich mit süßem Ton das Kirchturm läuten. ————————– Wie schmelzend` Silber glitzert Teich – einher zwei Enten schwammen auf des Teiches Spiegel, ein Elsterpaar flog durch das Lüfte Meer im Taktschlag ihrer schwarzen Flügel. ———————— Entfesselt scheint des Frühlings

Das Wunder aus der Frühlings Erde des Frühlingsweg Weiterlesen »