Frühlingsgedichte

Maihymne an Eutin

Am See, wo still die Wasser stehen, tritt Mai in lichtem Atem ein; die Ufer, die im Winter schwehen, empfangen nun den goldnen Schein. Die Sonne hebt sich über Dächer, durchbricht das Grau mit milder Macht; und über Gärten, Feld und Fächer liegt sanft ihr Segen, leis entfacht. Im Schlosspark regen sich die Bäume, ein […]

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Fissauer Maibaum

Auf Fissaus stiller Kirchwies’ Raum, wo Dorf und Wege sich begegnen, erhebt sich fest der junge Baum im Licht, das neue Tage segnen. Wenn Abend sich zum Feste neigt und Hände greifen, ordnend, schlicht, wird, was die Dorfgemeinschaft zeigt, im Tun zur sichtbaren Verpflichtung Pflicht. Die Feuerwehr, mit ruh’ger Kraft, stellt auf, was Stand und

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Gedankenkarussel

Gedankenkarussell fragt nach dem Notausgang. Du hast dich zu hoch geschaukelt, um wieder herunterzugehen, zugleich bist du zu routiniert und zu gelangweilt, um im gleichen Hamsterrad weiter deine Runden zu drehen. Du strebtest nach Ruhe und bekamst Leere. Vielleicht hattest du es davor – voll gepackt, und entsprechend, du konntest es aber nicht verstehen, ohne

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Frühling der Prüfung

Die Wahrheit treibt Knospen im jungen Licht, doch wird sie im Tau leicht gebogen; wo jeder den Sinn nach Belieben verspricht, ist mancher vom Wege gezogen. Die Macht keimt leise im blühenden Grund, wo Widerspruch zaghaft verklingt; kein rauer Wind geht mehr offen und kund, wenn Ordnung sich selbst überringt. Die Ordnung erwacht aus winternder

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Postkartenwetter

Ein paar Liter Kaffee später Öffnet Sonnenstrahlen warmes Wetter Lauwarmer Atem an der Tür – Die begehrte Frühlingsinventur. Ein paar Lichterspiele später Schaltet das Fernsehen oben Wetter in der Schlange Wolken zum Friseur Stehle mal für heute meine Uhr. Ein paar Wolkengänge später Schminkt die Blätterbäume helles Wetter Vögel schwingen oben in die Tour Herzherbarium

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Frühlingsanfang

Auf der Nordhalbkugel wird der triste Winter durch den Wechsel der Jahreszeit im März beendet, die Frühlingsboten wie Austreiben der Frühblüher, Sing- und Zugvögelgezwitscher und Hummelflug werden von Mutter Natur entsendet. Die ersten warmen Sonnenstrahlen und länger werdende Tage geben uns Elan, so sind die ersten Arbeiten an Haus und im Garten freudvoll bereits getan.

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Frühlingswonne durch Märzensonne (frei nach Oswald von Wolkenstein)

Fröide bricht von Märzens sunne, daz lant erwacht von winterleid; durch wîsen dringet lichte wunne, verjagt ist frost und starre zeit. Die vogele singen âne klage, in süezem ton durch luft so klar; ein bluome hebt sich âne frage, als ob sie immer lebend war. O herze, lâ dich ouch erheben mit allem, daz nu

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Lenzelied zum März

Der Lenz ist wieder angekommen, man spürt es leis im ganzen Land; die Sonne hat sich vorgenommen, zu wärmen Feld und Waldesrand. Ein Blümlein steht am Wegesrande, ein Vogel singt sein Morgenlied; es geht ein Frieden durch die Lande, den jeder hört, der still ihn sieht. So geh hinaus und lass dich treiben, wo junges

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Lenzgedicht

Es ist ein leises Gehen im Land, als zöge jemand durch die Gründe; ein Hauch liegt warm auf Feld und Rand, ein erstes Wort in alter Kunde. Noch steht das Jahr im Zwielicht da, doch unter dunklen, schweren Schollen regt sich ein heimlich leises Ja, das Knospen hebt und Träume wollen. Ein Vogel ruft –

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Hymne des Frühlings

Freude bricht aus dunklen Gründen, wo der Winter eisig stand; neue Kräfte sich verbinden, heben jubelnd Flur und Land. Seht, wie durch die kalten Schranken junges Leben siegend dringt, wie aus frostumhüllten Ranken hell der Blüten Odem klingt! Auf, o Mensch, aus trägen Banden! Fühl der Erde frischen Mut; was im Innern lang vergraben, kehrt

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