Frühlingsgedichte

Mai in Eutin

Mai in Eutin, da zieht es mich hin, wo Wasser den Himmel trägt im stillen Gewinn; wo Wege sich biegen im blühenden Saum und Zeit sich verliert wie ein wandernder Traum. Die Ufer aus Holz, vom Schritt sanft berührt, als hätten sie längst jedes Kommen gespürt; das Blau in der Weite, das Grün ringsumher –

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Gedankenkarussel

Gedankenkarussell fragt nach dem Notausgang. Du hast dich zu hoch geschaukelt, um wieder herunterzugehen, zugleich bist du zu routiniert und zu gelangweilt, um im gleichen Hamsterrad weiter deine Runden zu drehen. Du strebtest nach Ruhe und bekamst Leere. Vielleicht hattest du es – voll verpackt und entsprechend, du konntest es aber nicht verstehen, ohne dich

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Frühlingsfreiheit

Im Lenz, wenn lichte Strahlen sinken auf Feld und junges Blütenkleid, beginnt das Herz sich neu zu schwingen in Gottes sanfter Gegenwart. Die Knospen öffnen sich im Lichte, ein Hauch von Leben zieht durchs Land; und in der stillen Frühlingsdichte legt Hoffnung sich in jede Hand. O Freiheit, die im Herzen wohnet, nicht laut, doch

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Beständigkeit

In meinen Garten die Sonne scheint und wärmt mir das Gemüt. So manches Blümlein jetzet meint, dass es nun gerne blüht! Ich sitze und genieß‘ die Pracht, die hier entsteht zur Freud‘, sie bildet sich zurück zur Nacht, am Tag kommt sie erneut. Wie können wir doch fröhlich sein ob dieser Wiederkehr! Der Frühling schenkt

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Abendruh

Lass des Tages Werk nun warten bis die Sonne wieder scheint; aber vorher ist der Garten mit des Mondes Licht vereint. Ausgetrunken ist die Kanne Tee, er hat mir gut getan. Nur noch in die Badewanne, aufgegreht der Wasserhahn. In des Abends sanfter Stille höre ich ein leises Lied. Nun zu ruhen ist mein Wille.

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Holsteinische Schweiz – Zeiten im Land

Mal Angeln, mal Sachsen zogen hier, durch Wälder, Seen und Hügelketten; sie ließen Spuren, leise, schier, in Flur und alten Siedlungsstätten. Dann Keltenklang, dann Wendenzeit, in frühen Formen, schwer zu fassen; ein Land im Wandel, stets bereit, doch nie sich selbst dabei verlassen. Die Wikinger durchzogen einst die Wasser, kühn und ohne Zagen; und Dänenherrschaft,

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Holsteinische Schweiz – Reigen der Naturlandschaft

Holsteinische Schweiz, im Hügelgang, vom Eis der Zeiten einst gehoben, zieht sich ein stiller Lebensklang durch Seen und Felder, licht verwoben. Die Moränen tragen alte Spur, vom Werden in vergangnen Tagen; und in der sanft gewellten Flur liegt mehr, als Worte je vermögen zu sagen. Der Bungsberg schaut in weite Fernen, als wache er über

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