Naturgedichte

Frühlingszyklus

Der Lenz hebt leise die Hand. Unter tauendem Boden beginnen Knospen zu denken. Schneeglöckchen und Krokus setzen erste Zeichen ins Gras, bald folgen Tulpen und Osterglocken, ein vorsichtiges Blütenmeer im jungen Grün. In der Luft summen Bienen und Hummeln, ein Schmetterling tastet die ersten Sonnenstrahlen ab. Zwischen Zweigen wächst der Nestbau, und Vogelgezwitscher zerlegt das

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Aprilwetter im März

Der März probt schon den April: Sonne lacht, dann zieht sie weiter. Ein Windstoß räumt den Himmel leer, gleich darauf füllt Regen ihn erneut. Die Wolken wechseln ihre Meinung schneller als der Kalender sein Blatt. Auf der Wiese blitzt ein Sonnenstrahl, kaum später klirrt ein kühler Schauer. Der Frühling kommt nicht mit Erklärung, er übt

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Atem des Frühlings

Der März hebt leis das Licht aus kaltem Grund, die Erde atmet unter jungem Grün; ein Krokus steht wie ein geöffneter Mund, um still den neuen Morgen zu begrüßen. Die Luft ist weich; im Raum beginnt ein Flug von Schmetterlingen über mildes Land; die Bienen tragen leise Atemzug von Blütenduft aus unsichtbarer Hand. Und wenn

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Frühling im Land

Der März noch kühl, doch auf dem Feld ein Glanz, ein erster Krokus zeigt sich ungeniert; der April bringt Sonne – und vielleicht auch Tanz von Regen, der das junge Grün verziert. Am Weg ein Nestbau in der Heckenwand, die Bienen summen über Saat und Klee; ein Wanderer schaut über Wald und Land und denkt:

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Leiser Lenz

Es taut im Feld; die Knospe regt sich sacht, ein Schneeglöckchen hebt sein helles Haupt; der Lenz tritt leis aus winterlicher Nacht, als hätt ein stiller Traum die Welt erlaubt. Ein Krokus glimmt im jungen Wiesengrün, die Sonne tastet mild den Morgensaum; ein Schmetterling beginnt im Licht zu ziehn und weckt im Herzen einen alten

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Frühlingsatem

Im stillen Gras erwacht die Knospe sacht, ein Hauch von Duft durchzieht die weite Luft; die Erde hebt sich leis aus langer Nacht, und überm Feld verweht der junge Duft. Ein Schmetterling berührt das helle Licht, die Sonne streift den Tau am Wiesensaum; der Morgen spricht, doch laut vernimmt man’s nicht – der Lenz erscheint

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Frühlingsblick

Der Frühling ist die Zeit, da nicht nur Wiesen neu beginnen, sondern auch die Seele ihr müdes Schweigen verliert. Ein mildes Licht fällt auf die Wege, und was lange grau erschien, wird plötzlich blühend und duftend im warmen Atem der Luft. Das Auge hebt sich aus der Winterruhe, es sucht das Grün, die ersten Blüten,

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Frühlingsgang

Der Lenz geht leis durch feuchtes Gras, die Knospe tastet nach dem Licht; ein Schneeglöckchen hebt sein stilles Haupt, der Winter schweigt und wehrt sich nicht. Im März noch kühl, im April schon mild, die Wege glänzen hell und rein; ein erster Krokus brennt im Grün, als wollt er Frühlingsfackel sein. Es taut im Feld,

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Frühlingsgesang

Vom stillen Boden bricht das Grün, die Knospe wagt ihr erstes Werden; ein warmer Hauch durchzieht die Flur und weckt die schlafenden Gefährten der Erden. Die Sonne streut mit mildem Blick ihr Gold auf Wiese, Baum und Quelle, und überm Feld im jungen Wind erklingt der Vögel leichte, helle. Es summt im Duft der frischen

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Fernweh

Mövenflug und weiße Segel Und ein Wind, der Freiheit heißt Hätte gern mit euren Schwingen Mal die ganze Welt bereist Doch ich bin so unentschlossen, Regenwald, Korallenriff In die Wüste, zu den Fjorden Mit dem Flugzeug, mit dem Schiff? Tiefster Süden, Hoher Norden Wozu soll ich mich entscheiden Wär` die Welt nur nicht so gross

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Still auf Lauer

Im März erwacht die junge Welt, ein kühler Wind die Knospen hält. Noch liegt das Grau auf Flur und Auen, noch zögert Licht im Wolkenrauen. Doch unter Regen, Frost und Schauer steht schon der Lenz still auf Lauer. Er lauscht im Tau, im feuchten Land, hält Blüte heimlich in der Hand. Die Saat im dunklen

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Neulich im Wald..

Neulich führte ein Weg in den Wald, es war am Morgen und etwas kalt, Bäume lockten mit blühenden Ästen, sind gerne Ziel von fliegenden Gästen, Vogelsang erklang so schön wie selten, wohl als Beweis für ihre Freude gelten, lauschend man im hohen Grase stand, umhüllt von einer feuchten Nebelwand, war auch nicht allein zu dieser

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Kindertage Himmelblau

Kindertage Himmelblau Leuchtturm im Erinnerungsgrau Sattes Wiesengrün dieser Zeiten Versöhnt mit treuen Niederlagen Erkenntnisfarben enttarnen Umgestülpte Schattenwelten Kindertage Himmelblau Lichtblick für manche Innenschau Leise kreisen die Gedanken Die Seele überwindet Schranken Findet alte Antworten auf neue Fragen Die sich nun wieder ins Leben wagen Kindertage Himmelblau Zauberlicht im Alltagsgrau

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März – Seinslicht

Der März ist kein Ereignis. Er ist Freigabe. Nicht Frühling – Entwurf. Im Tauwetter zerfällt das Gewordene. Nicht aus Schwäche, aus Notwendigkeit. Die Erde gibt frei, was im Frost verharrte. Freigabe ist kein Trost – sie ist Entzug. Knospen brechen nicht auf. Sie entwerfen sich. Vogelgesang ist kein Schmuck. Er ist Daseinsbehauptung im Offenen. Der

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