Naturgedichte

Aufbruchsstimmung

Februarsonne grüßt unter dem kalten stahlblauen Himmel, sie will uns aufwärmen und aus den Mänteln hervorlocken. Unter den Bergen hockt die Stadt, noch etwas eingefroren im Wüstensand, Kakteen allenthalben geben sich selbstwusst, trotzig die Hitze und monatelange Trockenheit ignorierend. Nur die Kälte im Winter macht ihnen zu schaffen. Hoch über dem Meeresspiegel in Sonora gelegen, […]

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Die Krähenkönigin

Sie kreist im weiten, grauen Rund, ein Schatten über stillem Land. Sie braucht nicht jenen bunten Prunk, der nur im grellen Licht bestand. Ihr Federkleid, aus Nacht gewebt, trägt Glanz in tiefem Purpurschein. Wenn sie den Schwingenschlag erhebt, steht sie im Frost und Sturm allein. Wo andre vor dem Winter fliehen, bleibt sie der Heimat

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Ein Zipperlein

Ein Zipperlein Ein Zipperlein klopft an die Tür Los mach schon auf, ich will zu dir Doch lass dich nicht auf sowas ein Ein Zipper kommt niemals allein Bringt alle seine Freunde mit In meinem Fall war’n sie zu dritt Und Spiessgesellen nenn ich sie Spinalkanalstenose, Gürtelrose und Fibromyalgie

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Sonett auf den März

Noch liegt ein Hauch von Frost auf Wald und Flur, doch mildes Licht durchbricht des Winters Schweigen; im Märzwind beben schon die kahlen Zweigen, und Tau durchzieht der starren Erde Spur. Verborgne Saat träumt tief in dunkler Kur, die Knospen heben sich im stillen Neigen; ein Vogelruf lässt ferne Himmel steigen und rührt an Herz

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Märzbericht

Der März erscheint im Wetterdienst. Tauwetter. Leichter Wind. Die Stadt taut auf. Der Asphalt glänzt. Knospen? Ja – zwischen Parkplatzlinie und Glasfassade. Vogelgesang? Überlagert vom Frühverkehr. Der Frühling ist terminiert, steht im Kalender, neben Steuerfrist und Quartalsbericht. Licht fällt auf Bildschirme. Saat wächst im Prospekt. Wandel heißt Update. Ein Märzwind weht durch Baustellenzäune und trägt

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März im Zwielicht

Der März kommt nicht mit hellem Lachen, er steigt aus Nebeln, schwer und sacht; im Märzwind hör ich Stimmen wachen, die schliefen tief in Wintermacht. Die Zweige knistern wie Erinnern, ein Flüstern geht durch kaltes Land; als rührten uns aus fernen Sinnen verlorne Träume, unbekannt. Im Tauwetter tropft dunkles Sehnen von Dach und Ast in

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Märzgesang

Noch liegt ein Hauch von Winter auf Flur und fernem Wald, doch unter kahlen Zweigen pocht Leben leis und bald. Der März hebt an zu flüstern im grauen Himmelsraum; sein Märzwind streift die Felder wie Erinnerung im Traum. Im Tau der jungen Bäche schmilzt hart geword’ne Zeit, und Tropfen fallen silbern in neue Wirklichkeit. Die

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Glücksmomente

Abschiednehmen am frischen Grab, aber ich bin nicht allein. Den Mondaufgang in tiefer Stille beobachten und ein Lied anstimmen. Das wilde Zwitschern einer ganzen Spatzenschar als Chor der Natur wahrnehmen. Wenn ein kleiner Rinnsal den Berg hinabläuft und du die Melodie vernimmst. Der Kuss von der Geliebten, kurz nur und sehnsuchtsvoll, ich bin dein und

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Am See

Wie schön ist’s die Wellen zu sehen, Sie kommen langsam heran Ganz bis ans Ufer sie gehen, Und zieh’n mich in ihren Bann. Wie schön ist’s die Wellen zu hören, Sie überschlagen sich am Sand Des Ufers und sie betören Mich mit dem vertrauten Klang. Schön ist’s bei den Wellen zu sitzen, Wenn die Sonne

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Frühlingserwachen

Erste Knospen an den Zweigen wollen schon im Februar zeigen, dass der Frühling bald beginnt, Eis und Schnee vorüber sind. Der Himmel zeigt ein and’res Blau, wenn ich jetzt in die Höhe schau, ein laues Lüftchen um mich weht. Sehr hoffnungsfroh der Mensch jetzt steht und an die Zukunft gerne denkt, die Sonne ihm jetzt

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Mensch und Natur

Ob Regen, Schnee oder auch Sonne – am See zu sein ist immer Wonne! In Wald und Hügeln eingebettet er Wand’rer vor dem Durst errettet. An seinen Ufern kannst Du laufen manch‘ Stunde durch die Blätterhaufen. Dann sitzt Du auf dem Bänkle gern den Blick am See und in die Fern‘. Im Hintergrund die Berge

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Die Piratin in der Taverne II

Die sehnliche Taverne war voll von linden Mäusen. Sie liefen doch drinnen wie die Zaubergeister herum. Man spürte den Geruch von der toten, sanften Ratte, die eine falbe Katze zu fangen schien, heute früh. Das Spinnennetz schmückte doch die zierliche Taverne. Eine Spinne schlief unendlich, wie ein Uhu, ruhig. Ein Papagei sehnte sich nach mancher

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Die Piratin in der Taverne II

Die sehnliche Taverne war voll von linden Mäusen. Sie liefen doch drinnen wie die Zaubergeister herum. Man spürte den Geruch von der toten, sanften Ratte, die eine falbe Katze zu fangen schien, heute früh. Das Spinnennetz schmückte doch die zierliche Taverne. Eine Spinne schlief unendlich, wie ein Uhu, ruhig. Ein Papagei sehnte sich nach mancher

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Das Wunder aus der Frühlings Erde des Frühlingsweg

Es war Zuhause nahe dem Teich die Wolken hoch am Horizonte gleiten, vom Kirchturm laut erscholl verheißungsreich mit süßem Ton das Kirchturm läuten. ————————– Wie schmelzend` Silber glitzert Teich – einher zwei Enten schwammen auf des Teiches Spiegel, ein Elsterpaar flog durch das Lüfte Meer im Taktschlag ihrer schwarzen Flügel. ———————— Entfesselt scheint des Frühlings

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Fastnacht im Winter

Noch steht der Winter über dem Land, klar und unbewegt im bleichen Licht. Die Felder tragen ihr schweigendes Maß, die Bäume ragen, ernst und nackt, als hielten sie Zwiesprache mit dem Himmel. Doch plötzlich – im Herzen der kalten Ordnung – regt sich ein Klang. Nicht laut zuerst. Ein fernes Pochen nur, wie Erinnerung an

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Der Winter überlegt!

Der Winter, der Winter, hat plötzlich beschlossen: „Es wird jetzt gefroren – der Sommer ist flossen.“ Er rüttelt am Fenster, er schüttelt die Tür, als sagte er streng: „Ein bisschen Manier!“ Er malt an die Scheiben Kristalle mit Schwung und denkt dabei heimlich: „Wie herrlich – wie jung!“ Er friert uns die Nasen, er knackt

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