Trauergedichte

Verborgenes Licht

Nebelschwaden mich umziehen, Rauch und Schatten sich bekriegen. Wo all diese sich beklagen, da sind mein Licht und meine Farben tief begraben. Sie wurden ganz fest umrungen, von Nebelschwaden umschlungen. Doch mein Licht ist nicht wirklich fort, – meine Farben nur verborgen – in mir, an einem anderen Ort. Was der Nebel auch verhüllt, hat

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Pantarei

Noch gibt es Wahlkämpfe, noch disputieren die Politiker miteinander, auch im Westen, aber es bröckelt allenthalben; der Ruf nach dem starken Mann wird erneut vernehmbar, Unzufriedenheit mit allen Regierungsentscheidungen dehnt sich aus und bereitet die Bahn für die Extremisten. Wie alle Regierungsformen durchläuft auch die Demokratie einen Alterungsprozess und könnte eines Tages zu Grabe getragen

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Mutwillige Zerstörung des Freundschaftsbands

– Fiktion – -1- Die Monate gingen ins Land, Bogen wurde überspannt der Respekt ging verloren, aus Groll wurde Neid geboren. -2- Seine Würde wurde verletzt, er wurde ständig versetzt, mit Halbwahrheiten abgespeist die Beziehung war entgleist. -3- Kalte Schulter wurde gezeigt, verbal kräftig geohrfeigt, manch frostige Bemerkung diente dem Neid zur Verstärkung. -4- Er

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Illegale

Verzweiflung hat sie alle hierher gebracht, Hoffnung auf ein besseres Leben erfüllte sie, und dann kam die ICE zerstörte den Traum, Eltern und ihre Kinder getrennt eingesperrt, wen kümmert’s denn? Die Regierung will Zahlen sehen, Opfer, alle Fremden raus! Schlicht Mitmenschen, Nachbarn und Freunde, Leidende, Unschuldige, Flüchtlinge, alle wie wir! Nein, wir haben versagt, haben

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Himmel auf Erden

Ich sah dich nur für einen Moment an,
doch dein Anblick riss mich aus dem Alltag. 
So außergewöhnlich, so verwunderlich,
so wunderschön und unglaublich. Du raubtest mir den Atem,
ich bekam plötzlich keine Luft mehr. 
Du fragtest mich:
„Wie sehr?
Wie sehr magst du mich?
Wie sehr willst du mich?“ Ich sagte dir, ich würde alles tun für dich, denn dein

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Ichliebedich

Ichliebedich Verletzen wollte ich dich nicht Nein, hingegen war es meine Pflicht Dich zu schützen und zu halten Ichliebedich Nun liegst du schweigsam neben mir Und meine Gedanken sind nur bei dir Bei dir und meinem Versagen Ichliebedich Ich hoffe du kannst mir verzeihen Und mich so von meinen Fesseln befreien Die ich mir selber

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Hügelgrab!

Hügelgrab… In dem Frost ist es sehr kalt. Schleppt sich nur die Gestalt. Trägt nur noch ein Beutel Reis. So gnadenlos das helle Weiß. Beim Stampfen Kraft versagt. Er hat zu viel für sich gewagt. Hügel hebt sich wachsend ab. Keiner weiß um dieses Grab. Bernd Tunn Tetje Bild: Bing KI

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Kontraste

Hinter der glühenden Sonne wartet unendliche Dunkelheit. Jenseit der irdischen Zeit ahnt die Unendlichkeit, trotz der größten Hitze droht die Kälte unter uns allen. Schweigende Sterne kreisen im tiefen Raum, wir hören sie nicht. Unendliche Wege führen irgendwohin, orientierungslos stürzen wir voran. Hoffnungen blühen auf und treiben eine Frucht, wer pflanzt sie dann im trüben

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Entehrt!

Entehrt! Wurde entehrt von wissender Macht. Hilfloses Flehen beschallte die Nacht. Ein gieriges Lachen erhöhte die Pein. Gedemütigt so blieb sie damit allein. Die weinende Seele war tief verletzt. Gedanken eng mit Erlebten vernetzt. Jahre später noch schwelgendes Joch. In all der Not will das Leben ein Doch. Bernd Tunn Tetje

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Happy New Existence

Happy New Existence Alles geht einmal Liebe geht Tränen auch Bäume gehen Blumen auch Gewitter gehen Vater und Mutter auch Ängste und schwarze Wolken gehen Zweifel auch Brüder und Schwestern gehen Das tägliche Aufwachen auch Und die Welt geht Und wir alle auch Und die Milchstraße geht Und alles andere auch Und Neues kommt Und

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Herzen Binder

Einsamer Ort Einsames Dasein In tiefer Nacht Ein Mensch Hält inne Seine Sicht Die keine Sicht mehr ist Verliert sich in der Finsternis Seine Augen Das Weinen hat sie verbrannt Ach, wäre er nach dem Weinen doch Weggerannt Doch er Hält inne In der Tasche Seelenschwerer Herzen Binder Sein Herz, schwer beschädigt Das andere auch

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Du bist allein

Tiefer Schmerz holt dich heim In der Nacht Und du erwachst Und bist allein Und aller Trost Der dich am Tage, Tränen trocknen lässt Ist nicht mehr dein Du bist allein In tiefer Nacht Und Sterne weinen dem Leben nach

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Eichenherz

Im kühlen Schatten der Eichenrinde verblüht die Jugend so manchem Kinde. So manch lieb Hungriger saß hier erhitzt, und hat seiner Liebsten ein Herz geschnitzt. Das Eichenherz vernahm dies mit Wonne, es schloss dankbar seinen Blätterhimmel gen Sonne. Die Jugend gelebt, die Herzen verblasst, das Alter, die Anzahl der Ringe, werden der Eiche zur Last.

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Im Meer des Lebens

Zeit trägt Narben Zeit trägt Liebe Es gab eine Zeit ohne beides Und diese Zeit war nicht lebendig Sie war nur vorhanden Wie ein Tal ohne Grün Wie ein Baum ohne Grün Wie ein Kuss alleine Ein Herz, das nur schlägt im immer gleichen Takt Ohne Spitzen, ohne Tiefe Ist ein einsames Herz Nur ein

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Acht Stunden

Zum ersten Mal blieb die Nacht ohne Auftrag. Kein Husten zog an den Nerven. Kein Hilferuf musste aus dem Schlaf gehoben werden. Der Körper fiel in acht dunkle Stunden, schwerelos, unbewacht. Am Morgen war das Gesicht trocken, der Atem still. Die Trauer kam, legte zwei Finger an diesen Frieden und zog die Hand zurück.

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