Trauergedichte

Apokalypse

Kurz bevor der Vulkan in sich selbst kollabiert, explodiert er noch einmal kräftig und verursacht schreckliche Folgen. Die US Regierung folgt diesem Beispiel und tanz wie ein Bär auf dem Rand des Abgrunds. Schnell noch ein Land erobert, kurzerhand alles in Frage gestellt, alle Freunde düpiert, den Befehl des Gegners ausgeführt. Die landesweite Hypnose zeigt […]

Apokalypse Weiterlesen »

Für Vater

Hätt‘ dir so gern was Schönes noch gesagt vor deiner großen, langen Reise. Hätt‘ dich so manches gern gefragt, bevor du leise, so ganz leise den Abschied gabst. Dann warst du fort vielleicht an einem besseren Ort, wo alles einfach leichter ist, wo du ein Seelenvogel bist. Von Zeit zu Zeit ziehst du ganz leise

Für Vater Weiterlesen »

Bleib doch

Wie Lippen, die sich fast berühren, wie ein charmantes Lächeln im Vorübergehen, wie ein süßer Duft, den wir im Abgang spüren, wie ein zu kurzes, scheues Wiedersehen ist das gnadenlose Davongleiten der Zeit. Dies einfach hinzunehmen war ich nie bereit. Sekunden blühen auf und fallen zusammen. Was schön war, tat so weh im Gehen. Ich

Bleib doch Weiterlesen »

Staub der Jahre

Wintertage tragen Staub in ihren Taschen, von Wegen, die man ging und nicht mehr geht. Erinnerungen an dich sacht verblassen wie dein Name, der ganz leis‘ im Schnee verweht. Du warst das Maß, das alles andere überragte. Du warst Verderben mir im Übermaß. Du warst Beweis dafür, dass ich Vertrauen wagte. Du warst der Grund

Staub der Jahre Weiterlesen »

Angst

Die Fundamente unseres Hauses wackeln bedrohlich, Verrat ist ja so probat. Wer heute noch zu protestieren wagt, muss damit rechnen, auf der Straße erschossen zu werden. Wie Pilatus einst so schön sagte, man wäscht sich die Hände im Wasser der Unschuld und lässt die Diener gewähren. Die höchsten Richter sagen Ja und Amen, womit ein

Angst Weiterlesen »

Nie genug

Nie genug Wärme, nie genug Licht, nie genug Weite, gereicht hat es nicht. Deine Seele bleibt hungrig nach Zuversicht. Nichts sättigt die Sehnsucht. Nichts heilt durch Verzicht. Du fühlst dich eingepfercht in dir, starrst schmachtend auf die Ausgangstür. Warst immer schon zur Flucht entschlossen. Doch diese Tür war nie verschlossen.

Nie genug Weiterlesen »

Sterne der Stärke

In Nächten, wo der Mond meine Träume in Schatten malt, erkenne ich mein Alter, wie es auf meine Seele strahlt. Die Furcht vor Schwäche schleicht durch den Traum, die Unabhängigkeit bleibt ein stummer Raum. Das Flüstern meiner Gebete steigt zum Universums Licht, wo Engel sich in stillen Kreisen an mich schmiegen. Ihr Glanz, mein Trost,

Sterne der Stärke Weiterlesen »

Machtgehabe

Pechschwarz befleckte Hände im Gesudel der Politik. Die Fratze der Macht scheint hervor hinter der Maske. Es war einmal, eine Verfassung, wie im Märchen, und wir glaubten daran. Wie fromme Schafe gingen wir zur Wahlurne und fühlten uns zufrieden. Der Dämon ist wieder auferstanden im Namen der Freiheit, mit der Peitsche in der Hand. Das

Machtgehabe Weiterlesen »

Leben

Liebe Dich Jeden von Dir Manche hier Manche klein Bist bei mir Und werde gehasst Du bist aber schön Und sie sind blind Nicht nur hier Auch bei Dir Aber meine Meine sind liebe

Leben Weiterlesen »

Vater

Vater Vater unser Bist da gewesen Für gut und schlecht Brauchten dich Lieben dich Am Abgrund gelebt Ob es ging oder nicht Hat keiner gesehen Aber es war einfach zu viel Dein Weg ist nicht meiner Mein Weg endet hier Ich im dunkel Du im Licht

Vater Weiterlesen »

Nie wieder

Gedanken Nur Gedanken Sie sind immer da Denken an Dich Erobern mich Quählen mich Gedanken können schön sein Wenn ich dein Bild habe Lassen nicht mehr los Nehmen mich ein Aber ich weiss Es darf nicht sein Warum

Nie wieder Weiterlesen »

Jenseits der Antwort

Es gibt nachdenkliche Tage, da stell’ ich mir die Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod oder endet alles in der Not? Die Antwort kennt kein Menschenmund, nicht hier, nicht irgendwo im Rund. Kein Glaube kann sie klar erklären, kein Wissen uns das Schweigen lehren.

Jenseits der Antwort Weiterlesen »

Gurken Topf

Gurken Topf Ein Gruken Topf Ich habe dich mal gekauft. Du bist mal da gewesen. Warst jeden Tag voll mit Leben. Bist jeden Tag schön gewesen. Gurken Topf Nun bist du leer Das hat die Zeit gemacht Es ist wie ein Fenster auf Kipp Aber es kommt keine Luft Ich hab aber ein Traum Den

Gurken Topf Weiterlesen »

Wunden

Ich bin sehr lang schon am Leben. Doch manche Wunden verheilen nicht. Manche Tat wird nicht vergeben. Manches Dunkel erträgt kein Licht Mancher Schmerz will nicht vergehen. Manches Vergang`ne ist nicht verschwunden Manches kann nur der im Dunkeln sehen Nicht die Zeit, erst der Tod schliesst alle Wunden.

Wunden Weiterlesen »

Im Schatten der Nadel

Dunkle Schwaden, ein stummes Heer, ziehen übers Herz so schwer. Ein Sturm im Innern, ohne Rast, der dich in kalten Fesseln fasst. Der Vater ruft – ein fernes Wort, doch deine Seele treibt schon fort. Die Tränen glänzen, fließen leis, wie Wasser, das im Finstern reißt. Dein Wesen verschwand im Nebelgrau, ein Spiegelbild – dir

Im Schatten der Nadel Weiterlesen »

Gold für Schweigen

Sie sehen dich wie Staub am Rand, doch suchen nachts nach deiner Hand. Sie kaufen Nähe, flüchtig, kalt – und nennen dich danach „verhalt“. Du gibst, was sie im Dunkel wollen, doch bleibst für sie nur Fleisch, nur Rollen. Ein Körper, stumm, ein fremdes Tier – sie zahlen nicht aus Achtung dir. Kein Blick fragt

Gold für Schweigen Weiterlesen »

Dunkle Wolken

Dunkle Wolken ziehen durchs Licht, du taumelst – siehst die Welt nicht. Streit mit dem Vater, Nacht für Nacht, und ich, der kaum noch Hoffnung macht. Wann kommt die Wende, die du ersehnst? Oder ist es das Ende, dass du längst verstehst? Tränen fließen, wenn du mich erblickst, und flehst, wenn der Fluss vorüber fließt,

Dunkle Wolken Weiterlesen »