Kriegsgedichte

Wortfeder

Das schwächste Ausdrucksmittel konnte uns einst helfen, die großen Mächte in die Knie zu zwingen. Wir wollten Frieden und Freiheit haben. Wir wollten das Recht besitzen zu sagen, was zu sagen ist. Gerechtigkeit, bitte. Die Lügner und Gewalttäter in offizieller Funktion haben nichts dort verloren, wohin sie erhoben wurden, nun sitzen sie breitbeinig im Amt. […]

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Wo die Welt neu beginnt

Was wäre, lösten wir die Schranken, die tief in unsren Geistern kranken? Kein Drohen mehr, kein kalter Krieg, nur offener Himmel und weites Glück. Was wäre, lebten wir im Heute, befreit von Gier und alter Beute? Wir teilten Zeit und jeden Raum, ein jeder trüge diesen Traum. Kein ferner Staat, kein fremdes Land trennte uns

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Kreislauf der Geschichte

Einst waren es die Armenier, dann waren die Juden dran, heute sind es die Immigranten, die Geschichte will immer neue Opfer. Ein Herrscher holt Verbrecher aus den Gefängnissen, um sie im Fleischwolf der Kriegsfront einfach zermalmen zu lassen. Der andere heuert eine Verbrecherbande an, schwer bewaffnet in Kampfausrüstung, um die Zivilbevölkerung in die Schranken zu

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Leutnant ???

Leutnant???, du bist mir ein Freund geworden von der ersten Minute an, ich hoffe es bleibt unser Leben lang. Vom Krieg gezeichnet du starker Mann, der dadurch auch so traurig sein kann. Jede Träne von dir erzählte mir Geschichten von dieser Zeit, aber du kämpfst und bist dazu bereit, das sich deine Seele etwas davon

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Frieden ist ein hohes Gut

Der Frieden ist ein sehr kostbares Gut Was bringen uns Rache und ewige Wut? Der Krieg mag der Vater mancher Dinge sein, z.B. Notfallmedizin und Radar und Veteranen-Verein. Auch Friedrich Nietzsche – vielleicht nur ein Psychologie-Schriftsteller und nicht Philosoph lag manchmal richtig, doch sein Diktum, Männer seien im wörtlichen und übertragenen Sinne v.a. Kämpfer ist

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Der eiserne Marsch

Die Rüstung blank, die Seele taub, marschiert ein Herz, verwandelt in Staub. Er spricht von Ehre, Stahl und Macht, doch seine Worte sind nur Nacht. Er träumt von Grenzen, die zerbrechen, von Donnerstimmen, die befehlen und sprechen. Sein Geist, ein Heer, marschiert ins Land, das Feuer lodert in seiner Hand. Keinen Menschen sieht er, nur

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Drohnentod

Technisierte, moderne Angriffe mit Drohnen Der Tod pixelgenau berechnet in kalten Zahlen Das Leben eines Vaters Das Gesicht einer Mutter Das Lachen eines Kindes Verbrannt und ausgelöscht.

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Gedicht für Leute die Gedichte hassen !

Liebe Leute lest dies nicht! Dies ist nämlich ein Gedicht! Lasst auf diesen, fiesen Zeilen doch nicht euren Blick verweilen! Hört hinaus in die Natur. Gibt es solchen Unsinn dort? Ach woher denn, keine Spur. Dort herrscht nur das schlichte Wort. Sei es Reden, Quatschen, Fluchen Verse kann man lange suchen. Sie sind niemandem vonnöten.

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Ost und West

Lächelnd schütteln sich zwei Herrscher ihre Hände in Unschuld gewaschen ganz wie Pilatus einst Sie sprechen über allerlei, nur nicht über Moral oder Gerechtigkeit. Die Friedenstaube ist schon längst geschlachtet und verspeist. Höhnisch grinsen die Gäste. Zu Hause rechnen sie ihr Geld zusammen, denn Krieg, mein Lieber, ist schon immer ein gutes Geschäft. Friede, Freiheit

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Ätzend

Geschniegelter Kerl, mit Herrschermiene, barsch auftretend, bellend befehlend, immer bestens geschneidert, er weiß ja so gut Bescheid, nur der Schmiss hat noch gefehlt. Soldaten müssen kämpfen, schießen, vernichten, töten, lasst die Gegner ruhig verbluten, heroisch ist das Geschehen, so ist der wahre Mann, triumphal gebärt sich der Herr Minister wir sind ja so frei, Konventionen,

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Letzte Worte

Bevor die ICE Agenten mich frühmorgens abholen werden und mir den Mund zerschlagen, noch ein paar Worte zum Abschied, es war so schön mit euch gewesen, in diesem ehemals demokratischen Lande. Hoffnung hatten wir und wirklich viel Liebe gefühlt, Sorgen erfüllten gewiss unsere Herzen, aber wir bemühten uns redlich, privat und öffentlich das Gemeinwohl zu

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Grundausbildung

Ich trat ein in die Bundeswehr, ein junger Mensch mit klarem Blick. Doch bald war alles kalt und schwer, der Schritt zurück – kein Weg, kein Glück. Man lehrt uns, wie man Waffen hält, wie man im Gleichschritt schweigend geht. Doch keiner fragt, was wirklich zählt, wenn Herz und Geist im Takt vergeht. Die Grundausbildung

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Die Söldner dieser Welt

Sie kamen aus Ländern, wo Hunger besteht, aus Städten, wo keiner den andern versteht. Sie trugen Uniformen, statt einen Traum, ihr Weg war Staub, sie kannten ihr Ziel kaum. In Afrikas Glut, im endlosen Sand, dient’ jeder für Lohn in einem unbekannten Land. Die Fremdenlegion gab Brot und Mord, und nahm sie die Seele mit

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Letzte Worte

Bevor die ICE Agenten mich frühmorgens abholen werden und mir den Mund zerschlagen, noch ein paar Worte zum Abschied, es war so schön mit euch gewesen, in diesem ehemals demokratischen Lande. Hoffnung hatten wir und wirklich viel Liebe gefühlt, Sorgen erfüllten gewiss unsere Herzen, aber wir bemühten uns redlich, privat und öffentlich das Gemeinwohl zu

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Heimat(los)

Ein Ort Wo er aufgewachsen ist Das ist die Heimat oder?   Kein Gefühl der Geborgenheit Sucht nach Flucht Heimat ohne Heimgefühl Nicht an einen Ort gebunden Personen machen heimat(los)   Wenn er nie Heimat erlebte ist er nicht heimatlos Reine Vorstellung ist eine Heimat Banale Definitionen macht sie aus Frag bei jenen nach! Die

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Russland…Die Mutter

Das Feuer der Seele, berauschend und dennoch klar Ein geheimer Laster voller Ängste und Knoten Die vergessenen stummen Schreie des Gegners, der Freude des Lebens und die Tiefe der Seele, sie konnten oder können nicht das Verlangen zu bändigen um den Drang der Wünsche nicht überspielen Kühles und goldenes Labyrinth- Gestöhne in der Dunkelheit Die

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Der Feldherr aus Stein

Er träumt vom Ruhm, vom großen Sieg, vom Donnern eines ewigen Kriegs. Doch was er sieht, sind keine Menschen – nur Zahlen, Opfer, Feldgrenzen. Sein Blick ist frostig, ohne Gnad’, kein Herz, das je Erbarmen hat. Ob eigener Mann, ob Feindessoldat – für ihn sind beide nur Schachfigur und Saat Er zählt Verluste wie Gewinn,

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Das steinerne Spiel

Ein Schatten sitzt am Spielfeldrand, er rückt Figuren, kalt in der Hand. Kein Name klingt, kein Herz wird wach, nur Stein auf Stein im Schach nach Schach. Die Stirn – ein Helm aus grauem Eis, der Atem – Staub, der niemals weicht. Kein Auge sieht den roten Sand, nur Linien, Karten, Niemandsland. Die Körper fallen,

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