Nordsommermonate

An den langen, hellen und warmen Junitagen des Frühsommers, der Hochzeit der Erdbeerernte und der Blumenblüte, vernimmt man Insekten auf den bunten Wiesen, Vögel am Himmel, Kaulquappen und Jungfische in Bächen und die Lebensgüte. Die Wetter-Singularität Schafskälte und der Lostag Siebenschläfertag werden oft wahr. „Wen kalt und nass der Juni war, verdirbt er das ganze […]

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Sin Weg!

Sein Weg! Manchmal ist er sehr befangen. Stiller Schmerz rollt über Wangen. Vertrautes ist so Früh gestorben. Gibt kaum was wo er geborgen. Wechselt dann zum nächsten Ort. Tiefe Sehnsucht treibt ihn fort. Sie weist ernst auf Christus hin. Füllt so langsam seinen Sinn. Bernd Tunn Tetje

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Die Kette

Es ist seltsam, welche Kleinigkeiten aus all dem die Erinnerung auswählt — seltsam oder schmerzhaft, wenn man sie auslöschen oder vergessen möchte. Es ist nie etwas Perfektes und nie etwas Abgeschlossenes — eher etwas Übergängliches, Vorüberfliegendes, „nicht ganz glattgebügelt“, etwas Unausgeschlafenes, Augenblickhaftes, im Vorbeigehen. Etwas, das geschieht, während du auf etwas anderes wartest oder etwas

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Sehnsuchtslied der Nacht

Der Mond blickt aus den Wolkenhügeln aus Himmelsluft – erwacht hervor, die Winde schwingen sanft die Flügel umschweben sacht manch müdes Ohr. ———————————————- Die Nacht schafft viele Ungeheuer und raubt manch Kinderherz den Mut, erloschen scheint was Lebensfeuer in manchem Herzen auch die Glut. ——————————————– Ein letztes rotes, glühend Feuer den Himmel taucht in Höllenlicht,

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Nach dem Abendregen

Welch frischer Hauch, liegt in der Luft Duft aus der Erde quillt, gar kühl und feucht ist nun die Luft mit Wohlgeruch erfüllt. Es fiel nach einem heißen Tag des Regens, frisches Nass, und hat dabei vom Straub befreit die Straße und manch Dach. Er hat gestillt der Blumen Durst erfrischt das welke Gras, und

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„Träumer“

Wenn du dein Lebensweg bezeichnest, in einem Wort, wie nennst du das? Ich merke, auch du verzweifelst…Schon gut, du hast noch nichts verpasst Lass Dir Zeit, des Schmuckes – Deutung an feinem Saum hängen bleibt Jetz lächelst du, was für Andeutung…Das unerfüllte, was uns treibt… Darf man noch träumen, Hoffnung täuschen, beflügeln sich von Tag

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„Kupido“

Verständlichkeit des Sagens ruft: ich bin der Diener deines selbst, des Segenswunsches scheure Bitte, des Wortes stolze Verb, des Denkers sagenhafter Sitte, lass mich zur Dir! …das imponiert mir… Maturität, der breiten Spanne – Selbstständigkeiten der Gelüste, des Dionysos Süchtigkeit in spe… Verdorbenheit geheimen Lüsten, die suche…reizender den je… Des Vorbehaltes stolze Würde, dass weh

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„Eros“

Gedanken quälen deinen Herren, oh Eros! Dein Zeus verspürt Depression, des Charmes tiefe Überlegung …mein Niedergang erspüre ich, die Schwiegermutter kommt… Na ja…Dein Zorn ergreift die feindliche Verlockung, den Drachen möchtest du besiegen mein Herr! Mit meinen Reizen begleitet dich dein Eros ins Ungewisse… Des Sieges Ehrung teilen wir uns, oh du Mutige! Dein Trost

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Beeinträchtigungen im Alter

Da jeder Mensch permanent älter wird, seine Gesundheit häufig rebelliert. Muss folglich vom Kopf bis zu den Füßen, für manche Gesundheitssünden büßen. Der sensible Körper jedes Mal spürt, wenn der Mensch kein solides Leben führt. So schlagen stets wilde Saufgelagen, ihm äußerst negativ auf den Magen. Außerdem rheumatische Beschwerden, hin und wieder nachts zur Tortur

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Kommunist

Man kann hier alles werden, vom Lehrer bis zum Kapitalist, doch wehe dem, der offen sagt: „Ich bin Kommunist.“ Die Vorurteile häufen sich, man meidet dich, man stellt dich kalt, die Meinungen über dich werden schlecht, die Chancen verlieren ihr Recht. Du trägst ein Label, schwer und groß, auf bundesdeutschen Erden bloß. Als Kommunist zogst

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Ein Stück Himmel

Was nützt ein Tag, der nur vergeht? Die Seele braucht mehr als Brot und Salz. Sie braucht Glut unter der Asche, Himmel ohne Riegel, und eine blaue Blume, die niemandem gehört, doch jeder erkennt, der einmal nach mehr gesucht hat.

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Maiengipfelzeit

Der Frühling gipfelt in der Maienzeit, es blüht und singt auf Flur und Feldern weit; durch junge Zweige zieht der milde Wind, als wollte er verkünden, dass wir leben sind. Die Lerchen steigen hoch ins helle Blau, auf Wiesengrund glänzt still der Morgentau; und über Seen in lichtem Frühlingsschein kehrt sanfte Ruhe in die Herzen

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Morgentau im Mai.

Wenn über junge Halme silbern ruht des Morgentaus noch unberührtes Schweigen, erfüllt mit frischem Leben neuen Mut der Mai die Welt in lichtdurchwirkten Zweigen. Im blauen Himmel hebt die Lerche sacht ihr Lied empor aus sonnenhellen Gründen; und durch den Hain, vom milden Wind bewacht, beginnen Duft und junges Grün zu künden. Des frühen Tages

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Lichttage

Der Geier singt ein Lied. Der Löwe fliegt zur Post. Der Bär kauft ein Klavier. Und die Sonne scheint. Und die Welt spielt. Und jeder Traum findet Gold. Der Dieb fährt ans Meer. Der König steht am Weg. Der Pilot liebt den Wald. Und die Rose tanzt. Und der Baum lacht. Und jeder Berg spielt

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Digitales Erbe

Was bleibt von den Zeilen im weiten Geflecht, wenn die Hand, die sie schrieb, nicht mehr lenkt? War’s nur ein flüchtiger Blick, der vergeht, ungerecht oder das Wort, das ein Herz noch beschenkt? Die Schränke geleert und die Räume geklärt, das Greifbare fügt sich ins Leben hinein. Was ist das Schweigen der Server noch wert

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Ein sensibler Mensch

Ein Mensch, sensibel und zart besaitet, selten mit seinen Mitmenschen streitet, hält grundsätzlich an Recht und Ordnung fest, anderen häufig mal den Vortritt lässt. Er weder nach unten tritt noch arg drängt, keine Mitstreiter rücksichtslos abhängt. Vergreift sich nicht wütend in Wort und Ton, ist so die Anständigkeit in Person. Da dieser Mensch niemanden „weh

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Verschenkte Zeit

Manche Menschen zwar ihr Leben lieben, dennoch kostbare Zeit verschwenden. Häufig Wichtiges vor sich herschieben, nutzlose Zeit zu spät beenden. Ihre knappe Zeit sie stets beklagen, in der meist einiges liegen bleibt und dies alles ohne sich zu plagen, man kurzerhand irgendwann abschreibt. Doch wenn jeder Mensch mal ehrlich nachdenkt, mit ziemlicher Sicherheit feststellt, dass

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Das schwere Tuch

Ein fremdes Wort, ein dunkler Fluch, aus Grauen grob geknüpftes Tuch. Kein Stoff, den man sich wählen darf, er zeichnet Schatten, kantig-scharf. Die Blicke schlagen Narben tief, wo mancher Ruf nach Antwort rief. Kein Wind, der diese Last zerfrisst, solang die Angst ein Anker ist.

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