Marktwirtschaft

Man nennt sie frei, man nennt sie stark, ein goldener Tempel, hell und markant. Doch hinter Glanz und surrendem Rad verliert so mancher seinen Pfad. Die einen löschen still ihr Licht, verglühen leise, wie Sterne im Nichts. Die andern nehmen Gift und Rauch, bis jeder Traum im Nebel zerbrach. Und wieder andre schlagen Wunden in […]

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Fans

Ich habe nichts gegen Leidenschaft – sie fließt wie Feuer, pulst mit Kraft. Doch Fan zu sein heißt nicht: Gewalt, kein Sturm, der blind das Spiel durchschallt. Man muss den Glanz im Gegner sehen, die Würde seines Spiels verstehen – ein Licht, verborgen, doch bereit, im Schatten dunkler Rivalität . Wer Hass schon vor dem

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Gegen den Strom schwimmen

Ein Mensch, der sich nicht so schnell anpasst, lässt sich ungern dirigieren, jede Anweisung wie die Pest hasst, kann sich selber motivieren. Von seiner Meinung er nie abweicht, mit ihr oft gegen den Strom schwimmt, nicht mit der Masse nach vorne schleicht und alles stillschweigend hinnimmt. Doch mit Macht stromaufwärts zu schwimmen, ist sicherlich ungemein

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Wald und Freiheit

Der Wald ist unsrer Seele Ort, ein Raum aus Maß und stiller Kraft; wo Wurzeln tragen, wächst das Wort, das Ordnung gibt und Zukunft schafft. Freiheit ist nicht bloßes Wollen, sie wächst aus Pflicht und klarem Sinn; wo Menschen ihre Aufgabe kennen, gewinnt das Leben festen Gewinn. Aus Herkunft wächst, was Zukunft trägt, wenn Verantwortung

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Im deutschen Wald

Der deutsche Wald ist unsre Ruh, der Seele stiller Aufenthalt; wo Blatt und Licht im Wechsel sind, wird Herz und Geist zugleich gestaltet. Hier wächst, was uns zusammenhält, aus Wurzel, Zeit und festem Stand; nicht Abgrenzung macht Heimat aus, sondern was trägt in diesem Land. Wir wollen sein, was uns bestimmt: verantwortlich, in Treue klar;

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Der Weg zum Herbst des Lebens

Ein Mensch vor der Tür zum „Herbst seines Lebens“ steht, doch diesen Lebensabschnitt noch nicht betritt, letztendlich er den Weg des „Zweiten Frühlings“ geht, hält mit Jüngeren bemerkenswert gut mit. Zwar sind seine Haare mittlerweile ergraut, aber lichte Stellen sind nicht zu sehen, den jungen Mädchen sehr gerne hinterherschaut, denn es ist schwer, ihnen zu

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Werde Meer

Wenn man sich ängstigt vor der eigenen Tiefe, lebt man am Ufer wie auf geliehenem Boden. Man sagt: Das Leben ist zu viel. Die Welt ist zu laut, die Liebe zu unsicher. Aber niemand wird verschont. Es kommt alles: Liebe, Verlust, Sturm. Wer glaubt, er sei für das Ufer gemacht, wird an jeder Welle krank.

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Ein älterer Herr

Im Alter muss der Mensch sich häufig quälen, denn jede Bewegung fällt meist sehr schwer. Letztendlich ihm Kraft und Ausdauer fehlen, ist dennoch ein älterer, netter Herr. Lässt manchmal sein Leben „Revue passieren,“ Vergangenes in Erinnerung nimmt. Kann das Veranlasste noch akzeptieren, sogar auch aus heutiger Sicht zustimmt. Sein Leben hat gute und schlechte Seiten,

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Die größte Anerkennung

Er ist clever und beherrscht jeden Kniff, hat sogar alles souverän im Griff. Manch einer ist von ihm hell begeistert, wie er Probleme des Lebens meistert. Selbst die größten Schwierigkeiten bezwingt, was er auch anfasst, stets bestens gelingt. Verfolgt eifrig jedes gesteckte Ziel und pflegt einen höflichen Umgangsstil. Doch Erfolge ihm viele nicht gönnen, ihren

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Tanzender Stern

„Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern zu gebären.“ Friedrich Nietzsche Lass dir dein Chaos nicht nehmen. Es ist nicht nur Verlust, es ist auch Ursprung. Fürchte nicht das Wilde in dir, nicht den Widerstreit, nicht die Stunden, in denen alles unfertig ist. Es darf in dir rauschen. Manchmal braucht es

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Sei der Träumer

Heile die Welt. Sage dem Herz einfach liebe. Lebe den Traum. Sage dem Kopf einfach tanze. Finde das Glück. Sage den Augen einfach spiele. Höre das Lied. Sage der Zeit einfach singe Sei der König. Und male, träume, reise, fliege! Denke den Zauber. Sage der Stille einfach lächle. Sieh den Zirkus. Sage dem Chaos einfach

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Zwischen Sternenstaub und Erde

Die Seele tritt alt ans Licht, mit Staub von Sternen in den unsichtbaren Falten. Sie wird sanfter, heller, durchsichtiger, während die Jahre den Körper beschweren. Der Körper blüht auf in seinem süßen Irrtum, er sei von Dauer. Die Zeit nimmt ihn langsam zurück in ihre ernste Hand. Wir alle häuten uns zur Leichtigkeit und verdichten

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Innere Jahreszeit

Der Winter arbeitete gründlich. Er schnitt die Tage kahl, legte frei, was bloß Gewohnheit war. Die Kälte nahm allem die Milde, verdunkelte den Blick, ließ nur gelten, was standhielt. Doch selbst unter Schnee vergaß etwas in mir nicht, wie Frühling geht.

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Asche im Neonlicht

Die Nacht – ein schwarzes Feld, auf dem Lichter zucken und Menschen gesetzt werden wie Figuren ohne Wert. Die Musik hämmert. Nicht laut – sondern unerbittlich. Ein Bass, der tiefer geht als jedes Wort. Schönheit flackert auf in Gesichtern, als hätte das Neon sie nur ausgeliehen, doch hinter der Schminke nur ein Blick, der niemanden

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Neonkäfig

Im Käfig der Nacht, wo Neon die Sterne ersetzt, verkauft sich die Seele für Takte aus Stahl. Gesichter wie polierte Scheiben, maskiert von Schminke und Pose, sprechen in Dialogen ohne Gewicht – ihr Lachen klingt wie Münzen, die in dunkle Schächte fallen. Die Superfrau – ein Idol aus Reklame, glänzend, unverwundbar, doch hinter der Fassade

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Rückflimmern

Eines Tages wird mein Leben in mir zurückflimmern, Bild für Bild wie Staubpartikel im Licht eines alten Projektors. Nicht die Tage werden bleiben, die sich sauber erzählen lassen, an denen alles funktionierte, und niemand stolperte. Bleiben werden eher die aufgeschlagenen Knie. Am Ende zählt nicht, wie behutsam ich gewesen bin, sondern ob ich gebrannt habe

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Himmelskörper

1 Du magst der Himmelskörper Bahn entworfen haben, doch sie weiß, wir habn die Wahl und kein Geheiß von Dir und dies ist nicht Dein Plan, nein, dies ist nicht Dein Plan. Du magst wenn´s auf der Erde Nacht ist, handeln wollen, doch sie glaubt, Du wirkst durch den nur, der´s erlaubt, und hast an

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Schattenwurf

Ein kahler Raum, vom Mond gestreift, wo keine Hand mehr nach ihm greift. Das Gestern liegt wie Staub im Licht, das durch die hohen Fenster bricht. Was bleibt, ist nur ein matter Ton, ein Flüstern aus der Illusion. Und in der Stille der tiefen Nacht verliert die Seele ihre eigene Macht.

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No Future – die Lüge

„No Future“ – einst ein Punkparolen-Schrei, doch heute wirkt er leer und einerlei. Ein Slogan, laut, doch längst verflogen – der ist – wie vieles – verlogen. Auch wenn das Leben dich hart trifft und jede Hoffnung ist nur Pflicht, auch wenn du dich verloren fühlst und Schmerz dein Innerstes durchwühlt – es muss doch

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