Hand des Schicksals

Bevor man sich entscheidend festlegt, Pro und Contra präzise abwägt. Demzufolge nun differenziert, Vor- und Nachteile analysiert. Für einen nüchternen Realist, der Vorteil meist ausschlaggebend ist. Doch manchmal er nicht funktioniert und leider Gottes zum Nachteil wird. Zwar sieht man aus verschiedener Sicht, was dafür oder dagegen spricht, verfehlt dennoch sein gesetztes Ziel, denn das […]

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Die ehrliche Art der Anerkennung

Obwohl du äußerst erfolgreich gewesen bist, dennoch die verdiente Anerkennung vermisst. Niemand auf deinen großen Erfolg reagiert, dir hierfür weder Blumen schenkt noch gratuliert. Dagegen nun außerordentlich ausgeprägt, dir jetzt erhebliche Missgunst entgegenschlägt. Man somit deinen Erfolg in Abrede stellt, das Erreichte für keine große Sache hält. Auch wenn du dich über fehlendes Lob brüskierst,

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Am Hof des digitalen Königs

Die Funken platzen aus den Datenmonden, die Nacht vibriert im kalten Schein. Ich treibe durch die überfüllten Zonen, wo Pixel wie Kathedralen steh’n. Ein Algorithmus atmet leise, sein Chor aus Codes beginnt zu singen; drei Bots verzerren alte Weise am Hof des digitalen Königs. Der Hüter über Firewalls brennt Schatten in die Träume. Ich liege

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Mittagsschlaf am Meer

So viele satte Salzkristalle schmeck‘ ich schmunzelnd auf den Lippen. Fühl‘ mich wie eine Steinkoralle, sanft schlummernd unter Meeresklippen. Lass‘ mich vom großen Meer betören, wieg‘ mich zu Wellenwasserchören. Samtweicher Sand schmiegt sich an mich und Sonnenstrahlen streicheln mich. So möchte ich noch ewig ruh’n. Will gar nichts anderes mehr tun. Will nur dem Meeresrauschen

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Denkanstoß

Wer, bevor er handelt, intensiv nachdenkt, seinen Grips auch mal ein bisschen mehr anstrengt, Gedankengut produziert, was letztlich dann, zu einem Erfolg im Leben führen kann. Ist ein Mensch nun dagegen gedankenlos und legt die Hände untätig in den Schoß, in vielen Fällen nicht meisterlich verfährt, denn gute Gedanken sind einiges wert. So muss man

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Dazwischen

Zwischen deinen letzten Worten und meinem Verstummen liegt ein Raum, so still, dass selbst die Uhr das Ticken vergisst. In diesen Raum stelle ich Stühle, ich decke den Tisch mit deinem Namen und warte, bis die Erinnerung als Gast erscheint.

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Unwort des Jahres

Der Staat ist nicht so arm wie eine Kirchenmaus, dennoch leben die Bürger nicht in Saus und Braus. Finanziell längst nicht alles zum Besten steht, den Euro man dennoch meistens zweimal umdreht. Die Politik sehr clever ist und sich aufrafft, ein lukratives „Sondervermögen“ beschafft. Hiermit sodann die chronische Armut bezwingt, das Land aus finanzieller Bredouille

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Der Mustergatte

So manche Frau mit ihrem Mann, keineswegs zufrieden sein kann. Weil ihr vieles an ihm nicht passt, hat sie rasch den Entschluss gefasst, etwas mehr Strenge zu entfachen, ihn zum Mustergatten zu machen. Doch ihre „Dressur“ war nicht leicht, trotzdem hat sie ihr Ziel erreicht, schließlich den richtigen Weg fand, denn er frisst ihr nun

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Die kleine Elfe

Ich wusste es und wollte es doch nicht wissen- unsäglich werd´ ich Dich vermissen. Geschafft hast Du den schweren Weg, überwunden den schmalen Steg: vom hier ins nichts oder doch ins immer? Meine Traurigkeit wird schlimmer… Ich wusste es und wollte es doch nicht wissen- unsäglich werd´ ich Dich vermissen. Für Gabi.

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Wortfeder

Das schwächste Ausdrucksmittel konnte uns einst helfen, die großen Mächte in die Knie zu zwingen. Wir wollten Frieden und Freiheit haben. Wir wollten das Recht besitzen zu sagen, was zu sagen ist. Gerechtigkeit, bitte. Die Lügner und Gewalttäter in offizieller Funktion haben nichts dort verloren, wohin sie erhoben wurden, nun sitzen sie breitbeinig im Amt.

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Fuchs im Neon

Sie lief durch die Straßen im ersten Licht, ihr Lachen ein Funkeln, das Dächer zerbricht. Sie nahm meine Liebe, so viel ich nur gab und hielt mich in Atem, hielt mich auf Trab. Wir reden von Freiheit, von Schuld, von Verstand, und stürzen dann blind in ein digitales Land. Sie schrieb mir ein Feuer, ließ

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Wenn Noah wieder auftaucht

Kommt raus aus euren Feeds, kommt raus aus euren Räumen, so einen wie Noah sah man lange nur in Träumen. Alle bauen an etwas: Start-ups, Profile, Plan. An Bildern, die glänzen sollen, damit man sie teilen kann. Manche schreiben Listen, manche löschen sie sofort. Alle sind müde geworden an diesem lauten Ort. Jungs wie Mädchen,

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Zwischen Gischt und Gesang

Der Sturm erwacht, die Wellen steigen. Der Himmel reißt auf wie Zeichenpapier. Blitze zucken wie zischende Peitschen. Der Salzwind schreit zornig über dir. Die wütende Gischt weiß noch ihre Namen, die damals nicht nach Hause kamen. Der Wal richtete die Kühnen und Harten für ihre dunklen Greueltaten. Die Männer wurden zu Treibgut im Blau, das

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Der Blinden ihr trauriges Lied zum Leben

Blindenschulen in den Jahren 1800 – 1900 Historien – Gedicht Gedicht – Nr. 1237 von 1488 Gedichten ———————————————- Wohl denen die Gesund, die, Sehen, Hören Riechen und Fühlen können. In früheren Zeiten weggesperrt, führten sie ein karges, freudloses, hartes Leben mit oft schwerer Arbeit unter strenger Zucht – ohne Freude und Hoffnung. Blinden – Schulen

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Göttliche Fehler

Menschen sind häufig nicht pflegeleicht, besitzen Kanten und Ecken, ihr Leben oft von der Norm abweicht, manchen Blödsinn sie aushecken. Nicht selten fehlt ihnen der Respekt vor Mitmenschen, Gott und der Welt, halten sich für klug und auch perfekt, von Tugenden mancher nichts hält. Wer sich aber mal die Frage stellt, warum Menschen heute so

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Probleme mit der leichten Schulter

Ein Mensch, der sich eine Menge zutraut, auf sein Selbstbewusstsein und Können baut. Immer alles auf eine Karte setzt, sich allerdings gewaltig überschätzt. Sein Tun stets auf die leichte Schulter nimmt, dennoch auf keine Erfolgswelle schwimmt. Hat nämlich den dummen Fehler gemacht, trotz seiner Schläue vorab nicht bedacht, dass die leichte Schulter mal nichts hinkriegt

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Wunschlos

Sieh nicht in Dir, was Du nicht bist. Es lebt sich glücklicher, als Realist. Unerfüllte Wünsche kommen kaum vor, verleihst Du Dir selbst ein Ohr. Frei von der Erwartung anderer an Dich, lebt es sich nämlich wirklich.

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Das Spiel als Ernstfall

Don Enno spielt mit seinem Ball im Garten, der kleine Dackel, niedrig über dem Gras, hoch konzentriert auf eine Aufgabe, die keinen Zweck kennt und gerade deshalb Bestand hat. Der Ball fliegt nicht weit, aber weit genug. Ein Sprung, zu kurz geplant, eine Kurve, zu spät gedacht – doch der Fehler zählt nicht, weil nichts

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Der Kreisel

Auf der leeren Straße tanzt ein Kreisel. Er dreht sich selbstvergessen, als sei die Welt ein runder Augenblick. Noch hält ihn das Kreisen. Noch trägt ihn die Bewegung. Er ahnt nicht: Die Kinder sind schon weiter. Sie haben keine Zeit mehr für ihn. Hände haben anderes zu tun. Man findet ihn später. Die Straße war

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