Frieden – nur ein Traum

Frieden — ein Wort, so leer, so schwer, ich such ihn oft, doch find ihn nicht mehr. Ich seh ihn fliegen wie Tauben im Wind, verloren, verirrbar, so scheu wie ein Kind. Frieden — ein Traum in irdischer Zeit, verspricht Erlösung, bringt doch nur Leid. Er wohnt in Liedern, in Schwüren, in Namen, doch nie […]

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Schau mir in mein Gesicht

Schau mir in mein Gesicht dann siehst Du – ich lüge nicht Ich sprach stets offen, ohne List auch wenn die Wahrheit schmerzhaft ist Es war mein ehrliches Gefühl das Deine Ruhe oft durchdrang Nicht Taktik, nicht ein falsches Spiel nur Wahrheit, die zu laut erklang Ich bin nicht wie die, die Du kennst deren

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Glück

Das Glück ist nah, Du spürst es schon, nach dunkler Zeit ein heller Ton. Du hast das Leid zurückgelassen, begonnen, neu Dich zu erfassen. Bleib, wie Du bist – Du trägst das Licht, auch wenn nicht alles rosig ist. Du stehst fast oben, nah am Ziel, und fühlst: Das Leben gibt viel. Träume weiter, Schritt

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Wie der einzige Idealist

Schatten und Lichter, eine Welt voller Gesichter. Liebe und Hass – die Unterschiede sind krass. Du siehst mit offenen Augen, wie Menschen andere aussaugen. Du kommst Dir vor wie der letzte Christ, Du kommst Dir vor wie der einzige Idealist. Oh, die Welt ist groß und weit, doch gegen all die Ungerechtigkeit stehst Du allein,

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Zwischen den Schichten

In jungen Jahren bleibt oft unklar, wohin der Weg führt, was wird, was war. Die einen streben hoch hinaus, die andern brennen früh schon aus. Manche reden hart und laut, doch auf Erfolg sind sie gebaut. Andere geben still sich hin – so läuft das Spiel, so ist Gewinn. Ich stand stets zwischen allen Schichten,

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Blumen aus Lärm

Zuerst ist da nur das Warten, eine Stille mit angehaltenem Puls. Dann schießt Licht hoch in Stößen. Kurze Architekturen aus Hitze schneller als ein Gedanke. Blumen aus Lärm, rote Kränze mit heißen Rändern ein Garten, der nur im Fallen blüht. Für Sekunden hat der Himmel Hände. Er wirft Gold über Dächer, über Augen, über die

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Der verlorene Vogel

Ein Vogel aus Glas erhebt sich in grenzenlosem Nass. Er sucht ein Nest aus Licht und Ruh, doch jeder Zweig zerfällt im Nu. Ein Kompass ohne Norden verirrt sich in verlornen Worten. Er kreist um einen bleichen Traum und löst sich auf im leeren Raum. Ein Garten ohne Tor verspricht dir Frieden – doch schweigt

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Der Rand der Welt

Du nennst dich Versager, ein Schiff nun im Nebel, verloren im Sturm und gefangen im Knebel. Ein Suchender, der nie als ein Sieger gezählt, der einsam und zweifelnd die Nächte sich quält. Du trägst die Schwermut wie Salz in der Wunde und zählst nur die Asche der flüchtigen Stunde. Dein Geist ist eine Quelle voll

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Das Einwegglas

Bist du im Regal ein stiller Gast, ein Etikett, das niemand liest, ein Farbton, der nicht in Ordnung passt, obwohl du leuchtest, wenn man’s sieht. Nein – du bist ein Einwegglas, so klar, so fein, so leicht zu brechen, gefüllt mit Hoffnung, schwer von Maß, geleert von Händen, die nicht sprechen. Und achtlos wirft man

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Weitermachen

Du bist als Mensch zweifellos ein „Gescheiter,“ wurdest, was du auch anstrebtest, nur „Zweiter.“ Hast nie im Leben den ersten Platz erzielt, dagegen stets die „zweite Geige“ gespielt. Letztlich du sogar davon überzeugt bist, dass der „Zweite“ der erste Verlierer ist. Dein bisher Geleistetes in Frage stellst und dich schließlich für einen Versager hältst. Willst

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Beschwert euch bei den Göttern

Italien sagt: Schaut nicht so. Und steht dabei im Nachmittagslicht wie ein Dieb, der den Himmel gestohlen hat und ihn nun über Olivenhainen trocknet. Was sollen wir denn tun? Nicht hinsehen auf Rom, diese alte Mythenfabrik aus Marmor, Blut, Vespa-Lärm und Weihrauchresten? Nicht hören wie Venedig leise untergeht, mit perfekter Haltung, als wäre Ertrinken eine

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Ihr Lsuf!

Ihr Lauf! Irgendwie sind sie gut drauf. Verlockend wirkt dieser Lauf. Eine Strecke die nicht lang. Darum sind sie nicht so bang` Nach langer Zeit sind sie da. In dem Ziel ruft man Hurra. Freuen sich so mit den Andern. Bleiben lieber beim Wandern. Bernd Tunn Tetje

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Unmotivierter Morgenmuffel

Er ist ein Mensch, der häufig die Nacht zum Tag macht, dann des Morgens regelmäßig zu spät aufwacht. Und auch als Rache für den Alkoholgenuss, einen fürchterlichen Kater ertragen muss. Folglich nun unausgeschlafen den Tag beginnt, Müdigkeit und schlechte Laune Begleiter sind. Es ruhig angehen lässt und sich kaum schindet, meist nur sehr schwer im

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Ein meinungsstarker sturer Bock

Mancher Mensch sich nicht beeinflussen lässt, selbstbewusst zu seiner Meinung steht. Hasst stets labile Menschen wie die Pest, ihnen oft das Wort im Mund umdreht. Wer eine andere Meinung vertritt und diese durchzusetzen versucht, beißt hierbei dann gewaltig auf Granit, folglich auch keinen Erfolg verbucht. Letztlich sich nun Unbehagen breit macht, trübe Gedanken die Folge

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Leben im Alter

Wenn alte Menschen sich durchs Leben quälen, sie garantiert schon zu den Alten zählen. Doch ihr hohes Alter hat letztlich Gewicht, denn ihre Lebenserfahrung Bände spricht. Dennoch mancher junge Mensch einfach vergisst, dass im Alter alles beschwerlicher ist. Ältere Menschen als „Mädchen und Knaben,“ früher sogar meist draußen gespielt haben. Dabei stets Wind und Wetter

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Heimatlos

Der Bahnhof riecht nach Diesel, nach nassem Beton, nach Kaffee aus Pappbechern. Ich habe mir etwas Heimat zusammengefaltet zwischen Blusen und Papieren. Mein Koffer duftet nach dem Gewürz, das meine Mutter mit den Fingern maß. Ich trage ihn, als trüge ich den letzten Beweis, dass es mich hier gab. Eine Ansage zerbricht über den Gleisen.

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Nordsommermonate

An den langen, hellen und warmen Junitagen des Frühsommers, der Hochzeit der Erdbeerernte und der Blumenblüte, vernimmt man Insekten auf den bunten Wiesen, Vögel am Himmel, Kaulquappen und Jungfische in Bächen und die Lebensgüte. Die Wetter-Singularität Schafskälte und der Lostag Siebenschläfertag werden oft wahr. „Wen kalt und nass der Juni war, verdirbt er das ganze

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Sin Weg!

Sein Weg! Manchmal ist er sehr befangen. Stiller Schmerz rollt über Wangen. Vertrautes ist so Früh gestorben. Gibt kaum was wo er geborgen. Wechselt dann zum nächsten Ort. Tiefe Sehnsucht treibt ihn fort. Sie weist ernst auf Christus hin. Füllt so langsam seinen Sinn. Bernd Tunn Tetje

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Die Kette

Es ist seltsam, welche Kleinigkeiten aus all dem die Erinnerung auswählt — seltsam oder schmerzhaft, wenn man sie auslöschen oder vergessen möchte. Es ist nie etwas Perfektes und nie etwas Abgeschlossenes — eher etwas Übergängliches, Vorüberfliegendes, „nicht ganz glattgebügelt“, etwas Unausgeschlafenes, Augenblickhaftes, im Vorbeigehen. Etwas, das geschieht, während du auf etwas anderes wartest oder etwas

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