Die Promenade der Alten

Den Weg, den jeder geht, nur langsamer. Rollatoren klackern wie Taktstöcke im Orchester der Vergänglichkeit. Die Sonne fällt in Rillen von Gesichtern, die schon mehr gesehen haben als sie erzählen wollen. Schlurfende Schritte, Muskeln müde, Haut wie Papier, doch die Augen – sie blitzen noch, …… manchmal. Die Rentner-Gang, Likörchen in der Hand, lacht der […]

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Ist Gott nur dazu da

Ist Gott nur dazu da den Menschen einen Grund zu geben sich gegenseitig umzubringen? Manifest der Unerschütterten: Wir fürchten nicht das Ende, wir fürchten das Vergessen. Wir stehen – gegen Lüge, Macht und Lärm. Nicht Gott hat den Krieg gemacht, sondern die Gier nach Deutung. Wir sprechen, malen, schreiben – weil jedes Wort Leben ist.

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Gott im Schützengraben

(Für all jene, die im Namen des Glaubens ihr Herz verloren) Sie rufen nach Gott, wenn die Kugeln fliegen. Sie danken ihm, wenn der Feind fällt. Doch Gott steht barfuß im Morast der Stille, blickt auf das Werk seiner Kinder – und schweigt. Er ist nicht der Richter, nicht der Scharfrichter, nicht der, der lenkt.

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Wahre Liebe

Du verdienst es abgöttisch geliebt zu werden, du bist mehr als dieser eine Engel auf Erden. Jeder deiner Atemzüge bedeutet pures Glück, jedes Mal wenn du gehst, hoffe ich innerlich du kommst bald wieder zurück. Zurück zu mir, zurück zu uns – unsere Liebe ist die schönste weltliche Kunst. Ich fühle mich bei dir mehr

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Die verlorene Zeit

Wir, die Gefangenen der verlorenen Zeit, sitzen am Rand unserer Erinnerungen und zählen die Tage, Stattdessen lief es barfuß an uns vorbei — lachend, mit unseren Träumen an der Hand. Ich wünschte, ich wäre ein Kind geblieben, ein Kind in der gottlosen Einsamkeit, — nicht aus Unschuld, sondern wegen der Hoffnung, die damals noch an

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Hoffnung & Schmerz

1. Das Herz – der stille Schmerz Wo Träume sterben, leise, sacht, im Schatten einer durchweinten Nacht, dort wächst ein Same, kaum zu seh’n – Hoffnung, zart wie Morgentau beim Gehen. 2. Das Krankenhaus – der körperliche Schmerz In weißen Fluren, unter Neonlicht, schreit der Körper, doch das Gesicht bleibt ruhig, aus Stahl gemacht. Und

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Macht der Medien

Schlagzeilen schreien schwarz auf weiß, die Wahrheit friert im Dateneis. Ein Klick – und schon zerbricht die Welt im Schein, der uns gefangen hält. Im Netz vermehrt sich Wort um Wort, Gerücht wird Richter, Wut zum Hort. Ein Bild, geschickt und fein verdreht, verweht die Wirklichkeit, die steht. Gesichter lächeln glatt und kühl, verkaufen Angst

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März – Seinslicht

Der März ist kein Ereignis. Er ist Freigabe. Nicht Frühling – Entwurf. Im Tauwetter zerfällt das Gewordene. Nicht aus Schwäche, aus Notwendigkeit. Die Erde gibt frei, was im Frost verharrte. Freigabe ist kein Trost – sie ist Entzug. Knospen brechen nicht auf. Sie entwerfen sich. Vogelgesang ist kein Schmuck. Er ist Daseinsbehauptung im Offenen. Der

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Osterspaziergang 2.0

Vom frostgeplagten Häusermeer tritt nun die Stadt ins Freie; der März weht mild vom Fluss herüber – „Update verfügbar“, schreie. Die Sonne steigt in hellem Lauf über Beton und Bäume; vom Parkhausdach tropft Tau herab wie Restbestände Träume. Im Stadtpark sprießt ein erster Halm, noch zart, doch unbeirrt; ein Hund jagt frei im Sonnenschein, sein

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Märzgang

Vom langen Grau der Winterzeit tritt nun das Land ins Helle; der März zerreißt das Eis der Scheid’ mit milder Sonnenwelle. Vom Dach rinnt Tau, vom Feld steigt Duft, der Bach gewinnt an Stimme; es weitet sich die klare Luft aus starrer Frostbeklomme. Die Stadt entlässt aus Glas und Stein die Menschen in die Weite;

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Das Märzlied

Vom Hügel steigt ein heller Schein, die Sonne blitzt durchs Grau; der Morgen tritt ins Land hinein mit frischer, lichter Tau. Der Frost entweicht vom Feld und Rain, das Eis zerspringt im Bach; ein grüner Hauch durchzieht das Hain, die Knospe wird schon wach. Die Lerche schwingt sich hoch empor, durchmisst den weiten Raum; sie

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März unter Glas

Der März kommt wieder. Wie jedes Jahr. Doch die Felder sind vermessen, die Saat ist patentiert, das Licht bilanziert. Tauwetter läuft durch Städte, doch nichts taut wirklich auf. Knospen stehen im Schaufenster, Vogelgesang im Streamingdienst. Der Wandel ist angekündigt, als Strategiepapier, mit Meilensteinplanung. Man spricht vom Aufbruch, doch meint Effizienz. Man spricht von Freiheit, doch

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Elegie des März

Schweigend erhebt sich das Licht über frostige Felder des Winters, milde berührt es das Land, das noch im Dunkel verharrt. Unter der Scholle verbirgt sich die träumende, wartende Saat noch, ahnt doch im innersten Kern künftiger Blüte Gestalt. Märzwind weht durch das Grau der entlaubten, zitternden Zweige, kündet im leisesten Ton nahenden Wandel der Zeit.

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Das Streben des Helden

Die Hoffnung und Lust fing damals an Das Leben führt mich durch einen Herzschlag voran Der Herr wird die Bösen ersuchen ohne Rand und Bann Doch leider dauert dieser ersehnte Tag noch sehr lang Ich höre die Vögel zwitschern und kreischen Die Blätter am Bäume rauschen und weichen Bitte oh Herr gib mir doch nur

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