Früh am Morgen

Der Tag häufig mal horrormäßig anfängt. Früh aufstehen dir stets zum Hals heraushängt. Enormer Stress ist bereits vorprogrammiert, dich den lieben langen Tag arg nerven wird. Auch Missgeschicke auf der Lauer liegen, um dich schnell von vornherein kleinzukriegen. So fängt nicht nur dein Tag sehr negativ an, sogar dein Spiegel dich nicht gut leiden kann. […]

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Ständig ins Wort fallen

Du versuchst gelassen und ruhig zu sein, doch deinen Mund recht selten dezent hältst. Mischt dich bei Gesprächen gern ungefragt ein, den Gesprächspartner nervig ins Wort fällst. Hierüber sich viele zu Recht empören. Doch wer redete, was er nicht sollte, bekommt meist kritische Worte zu hören und muss dann hören, was er nicht wollte. Weil

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Krumme Würde

Der Baum steht schief. Jahre haben ihn zur Seite geschubst. Der Wind hat an ihm gezogen wie an einem Seil, das keiner losließ. Der Frost hat seine Rinde an manchen Stellen enger geknöpft. Trotzdem trägt er Blätter, als würde sich sein Grün endlich nicht mehr für seine Form entschuldigen.

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In letzter Minute

Nicht jeder Mensch sprüht vor Spontanität, manches er auf die lange Bank schiebt. Unangenehmes so aus dem Weg geht, vorläufig sich hiermit nicht abgibt. Rafft er sich dann später endlich mal auf, dies in letzter Minute geschieht. Nimmt jetzt auch Unangenehmes in Kauf und den entscheidenden Schlussstrich zieht. Die Entscheidung in letzter Minute eine große

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Das Schwierige Einfach

Du solltest einfach bleiben, wie du bist, einfach nur tun, was für dich wichtig ist. Was dir nichts einbringt, ganz einfach lassen und dich einfach nicht hiermit befassen Einfach dein Herz auf der Zunge tragen, stets klipp und klar deine Meinung sagen. Solltest dir einfach sehr viel zutrauen, hierbei über den Tellerrand schauen. Einfach mit

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Der Schutzpatron

Im Alter die Vergesslichkeit zuschlägt. Obwohl der Mensch intensiv überlegt, an seinem Verstand zu zweifeln beginnt, weil bestimmte Worte verschwunden sind. Folglich benutzt er für diese Lücke, den Begriff „Dingsbums“ als Eselsbrücke. Hiermit sich dann aus der Affäre zieht, seine Peinlichkeit man nicht übersieht. Trotzdem ist die Eselsbrücke Gold wert, jeder Betroffene mit ihr gut

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Übermäßig kritischer Mensch

Ein Mensch hat an allem etwas auszusetzen, hält sich für äußerst beschlagen und perfekt. Wenn er Kritik übt, dann fliegen zwar die Fetzen, dennoch hiermit wenig Interesse weckt. Dieser Mensch alles zu kritisch beobachtet, auch unbedeutende Fehler registriert. Fehlende i-Punkte als Fehler betrachtet, Verursacher erbarmungslos kritisiert. Dabei er selbst nichts Vernünftiges fertigbringt, jedoch über die

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Beweis einer hohen Bildung

Mancher Mensch sich für äußerst gebildet hält. Ständig er sein großes Wissen zur Schau stellt, nur über komplizierte Dinge doziert, die aber kein Normalsterblicher kapiert. Dieser fängt mit der Lektion wenig an und seine Wissenslücke nicht schließen kann. Auch ein ausgesprochener Spezialist, oft kein guter Bote seines Wissens ist. Der Mensch nur eine hohe Bildung

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Am Fluss

Wie alte Baumstämme gestrandet, kahl geschoren, stumm und würdig, warte ich auf die neue Flut um dahinzutreiben hinab mit dem tosenden Strom. Weit ab von hier strudelts und perlts, Schaumkronen eilen hurtig davon, dröhnender Wasserfall erschlägt mir die Sprache, doch meine Zeit ist noch nicht gekommen. Ihr knorrigen Gesellen, seid ihr bereits so müde am

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Nach dem Gehen

Nach dem Gehen Es war still, als ich ging. Keine Schreie, kein Drama – nur das Echo von allem, was ich zu lange geschluckt habe. Dein Schatten hing noch in meinen Gedanken, in meinem Bett, in meiner Haut. Aber ich war gegangen. Zum ersten Mal: für mich. Ich taumelte in die Leere, die Du hinterlassen

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Der Riss im Leben

Nicht jeder Bruch bedeutet Fall, oft wird er Aufbruch – kein Verfall. Ein Riss, der durch dein Leben fährt, zeigt Licht, das neues Hoffen nährt. Was gestern noch verloren schien, beginnt in dir erneut zu blühn. Kein Winter bleibt auf ewig steh’n, wenn junge Triebe aufersteh’n. Du bist gefallen – nicht besiegt, weil unter Asche

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Etikett

Das Kleid hängt an der Schranktür. Noch mit Etikett. Ein kleines weißes Fähnchen, auf dem die Hoffnung bezahlbar war. Sie hatte es gekauft für einen Abend, der später lautlos aus dem Kalender fiel. Jetzt fällt der Stoff in schönen Linien, als wüsste er nicht, dass Vorfreude auch knittern kann. Auf dem Bett liegt der Kassenbon,

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Ordnung ist das halbe Leben

Ein Mensch sich so hin und wieder aufrafft, in seiner Wohnung gründlich Ordnung schafft. Jetzt wie ein einsetzender Wirbelwind, energisch mit dem Aufräumen beginnt. Hierbei er alles ganz genau sichtet, manches sortiert, ordnet und aufschichtet. Den Erfolg er rasch zu sehen beginnt, die Ordnung wieder an Kontur gewinnt. Auch als Ordnungsliebender nie vergisst, dass die

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Das Cafe

Irgendwann ist der Ofen aus. Die Welt steht auf dem Kopf. Der Mond spielt Geige. Der Berg denkt nur an Feste. Der Baum sucht den Strand. Und die Amsel ist beim Kochkurs. Und für all das fehlt die Idee. Der Satz. Die Wahrheit. Das Leben. Die Phantasie. Und Du sitzt auf der Bank. Siehst Dir

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Pünktlich für die Stille

Er kommt mit Blumen. Wie immer zu spät für alles, was wichtig war, und pünktlich für die Stille. Der Friedhof liegt sauber da, als hätte jemand die Trauer gekämmt. Er beugt sich zum Stein, legt den Strauß nieder und sucht in seinen Taschen. Kein Satz. Nur ein Taschentuch, ein Bonbonpapier, der Schlüssel zu einer Wohnung,

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Wie ein Händefalten

Schmetterling flatternde Leichtigkeit du Lächeln der Lüfte betört durch Blumendüfte die ihren Nektar anpreisen durchschwirrst du die Blütenfülle du kleiner unruhiger Geist jetzt lässt du dich nieder für einen Moment der Stille mit deinem Hauch von nichts dem alles innewohnt und schließt für einen Augenblick die Flügel wie ein Händefalten.

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