Allgemein

Nachruf

Und was bleibt ist die Erinnerung Sie macht den Tag zu einem Traum Und Scherbenhaufen zu Kristall Sie spukt in meinem Kopf herum Ist nirgendwo und überall. Sollte ich nicht Lieder schreiben Und dem Sommerregen lauschen? Doch da ist nur weißes Rauschen Und mein Weg führt nur zurück. Die Wolken schwinden, Vor dem Winter War […]

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Meiner Schwester

Es glimmet ruhig in Löwenmähnen Und küsst der Wüste Angesicht Zur Herbstzeit tuts im Laube gähnen Und in den Nächten spendets Licht. Seine Münder sprechen viele Zungen Und keiner weiß, woher es kam Mal ist es leise und gedungen Mal ist es stürmisch, heiß und grell Mal sucht es Krieg und beißt in Lungen Mal

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Verlust

Diese Trauer wiegt viel schwerer als das Wasser aller Meere überschwemmt mich, zieht mich runter und ich gehe steinern unter. Diese Schuld ist zehn Mal ärger als die Felsen aller Berge überrollt, zermalmt die Glieder trampelt mich in Erden nieder. Dieser Schmerz sticht auf mich ein gleißt wie aller Feuer Schein frisst mich gierig, verbrennt,

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Das Irrlicht spricht

Es wandeln durch das Dunkelmoor Wortechos, Gedankenschemen, wunderliche Blaudunstlumen. Was bleibt, als Frieden zu ersehnen? Der Duft von Akeleienblumen, das Gefühl von Weizenmähnen sind nur noch ein ferner Chor. Es gibt Seifenblasenkunst, Ewigkeitsarchitektur, Vergissmeinnichtgesuche. Von mir jedoch, was bleibt da nur als ein grämend Sumpfgefluche, darin die kalte Sternenspur? Blaudunstlumen. Seifenblasen. Worte, die im Wind

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Gnadenstündlein (Ode an Gottvater)

Allgemach der Butterflügel verwirbelt Sommerblütenstaub, Der Wind, er führt der Gräser Zügel Im sanften Sonnenatemgold. Ach, wie wär die Welt doch Fremde Und diese Stunde nur verkannt, Hielte ich nicht deine Hände Und du mein Herz in deiner Hand. Weiland war mir der Duft entgangen Die Melodie vom Glaubenslicht – Itzund nun wärmt beim Lebensbangen

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Schattenkind

In meinem Brustkorb wohnt ein Schattenkind, Es ist schon immer dort gewesen. Mal murmelt es im lauen Wind, Mal schreit es laut im Sommerregen. Erwachte ich im Morgenlicht, Dann habe ich es oft gemieden. Ich trug ein Wolkenmondgesicht, Ergab mich hoffend falschem Frieden. Meine Seel umschließt ein dünnes Glas Aus Glaubensschmieden, ohne Gewicht. Und an

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Die Papierfrau

Meine Krone ist aus Schnee, mein Herz aus Wellenschaum gemacht. So wogt und brandet leis die See, denn um mich liegt die sanfte Nacht. Meine Haare sind aus Seide, mein Lächeln ist aus Sternenlicht, das in den Weiten ruhiger Heide wie ein Glasmondtraum zerbricht. Meine Knochen sind wie Diamant, mein Atem ist aus Elfenbein, doch

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Konflikt und Sieg

Oh verzweifelte Liebe Ich versuche, dich zu halten Doch meine Hände sind schwach Und meine Finger vernarbt Von den Hieben des Schicksals, die dein Feuer zu stehlen ersuchen und zu erkalten. Oh, verzweifelte Sehnsucht Ich versuche, dich zu entzücken Doch meine Augen sind trüb Und aus ihnen blickt mein Herz Wie durch alte, dunkle Fenster,

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Angst vor dir

Ich habe Angst dich zu mögen. Nicht weil du mir schadest oder mir schlechtes willst. Ich habe Angst, weil ich dich in meinem Leben möchte. Weil du mir gut tust und mich verstehst. Ich habe Angst etwas falsch zu machen und mich dafür zu hassen. Angst, die Chance die das Leben mir bietet zu verspielen.

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Flügel

Jeden Tag aufstehen um irgentwas zu erledigen letztendlich nur um sich selbst zu bestätigen Lächeln aufsetzten und raus aus dem Haus träumst von Elefanten, doch bist eine kleine Maus es ist die Realität vor der du dich versteckst jedes mal nah dran, wenn du sie entdeckst es ist nicht der Stoff oder Kick der dir

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Feuerland (Song)

Der Abend trägt die Nacht durchs Land. Spalier stehen all die Schatten. Vom Pulsschlag Wort für Wort diktiert, unsichtbare Zeilen aus erster Hand. Nie kann ich mehr (Meer) als dich vermissen. Das Meer in deinen Augen küssen. Mein Salz, mein Schmerz, mein Licht, mein Lot, im Sturm mit dir kein sinken droht. Bezwungen all die

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Flüchtlingskind

Deine kleinen Füßchen haben dich schon weit getragen aus der Heimat in ein völlig fremdes Land. Bist noch nicht mal alt genug zum Fragen. Urvertrauen prägt deinen Verstand. Deine kleinen Händchen spürten Mamas Liebe. Für nichts im Leben ließe sie dich los. Doch plötzlich in dem furchtbaren Getriebe, da gab es einen unmenschlichen Stoß. Nun

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Weitergehen

Einfach weitergehen, dunkle Zeiten vergehen. Die Wahrheit nicht verdrehen, manches später erst verstehen. Auf das Gewissen hören, andere nicht zerstören. Niemanden betören, frei sein, keinem gehören. An den Herrgott glauben, auf die Liebe vertrauen. Andrer Ziele nicht verbauen, Schwächere aufbauen. Zuletzt in bitterer Todesstund, ein Segensgruß aus deinem Mund. Ein erfülltes Leben tue kund, geschmiedet

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Doppelmoral

Vor dem Gesetz sind alle gleich, ich lache nur: So klopft man uns weich. Denn meine Erfahrung ist da eher schlecht, unser System ist höchstens selbstgerecht. Raketen an Saudi-Arabien, Panzer an Katar, passt schon, denn Blut-Devisen sind wunderbar. Ich betrachte dies als Beihilfe zum Mord, aber wehe man nennt das Übel beim Wort. Legalisierung von

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Ein hundefreundliches Hotel

Auf die Anfrage, ob ein Hundeverbot besteht, folgende Antwort einer Hotelleitung eingeht: „Bei uns kein Hund sinnlos betrunken herumläuft und auch nicht jede Flasche der Minibar leersäuft, sodann diese Flaschen mit Leitungswasser auffüllt. Kein Hund die Stubenmädchen unanständig anbrüllt. Weder Toiletten noch Badezimmer vollkotzt, so gut wie nie über unsere Mahlzeiten motzt. Zechprellereien durch Hunde

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Meine Depression als Poesie

„Ich kann nicht mehr. Alles ist so schwer. Das Denken, das Erinnern, das Fühlen, das Handeln: nichts davon geht mehr, alles ist abhanden. Ich wünsche mir die Klarheit vergangener Tage, die Leichtigkeit des Seins, gar keine Frage. Ein Leben zu haben, mit all seinem Sinn; mit Pflichten und Freiheiten – so ging es dahin. Ich

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Sinnlosigkeit

Ich starte jeden Tag auf‘s neue, jeder Tag ein neuer Kampf, doch die Energie verkrampf. Ich seh kein Funkeln mehr in weite, und bevor ich schreite oder weinte, übernahm mich die Leere, eine innere Leere mit nichts, außer Schweigsamkeit. Der Sinn verging, die Fragen, ob ich spinn, doch nein die Sinnlosigkeit war in Sicht. Nichts

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